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WEEKLY RECAP & WOCHENRÜCKBLICK #41 IN 2017

21. November 2017

#41

In einen Raum kommen, nicht vor einem Smartphone sitzen.
In Gesichter schauen, Reaktionen hören, nicht ständig den Browser refreshen. Vorlesen, statt abtippen. Mimik nicht verstecken können, ganz da sein.

Ich hab immer davon geträumt irgendwann mal vor Leuten zu stehen und meine eigenen Texte vorzulesen. Weil das nicht so einfach geht, begann ich sie online zu veröffentlichen. Das war 2012. 

Jetzt vor euch zu stehen (und mich live mit euch auf Instagram zu vernetzen!), meine Kolumnen vorzulesen und mit euch zu diskutieren, war für mich wirklich eines der Jahreshighlights, etws, das mein 2017 irgendwie besser macht und dass ich nicht so schnell vergessen werde. 

Weil so viele von euch nach einer zweiten Lesung gefragt haben, wird es noch eine geben!

Am 19.12.2017 lese ich in Hamburg, dieses Mal ab 20:00 Uhr, meine Kolumnen vor und diskutiere sie mit euch. 

Es ist meine letzte Veranstaltung, bevor es für mich nach Kapstadt geht –  wenn es erfolgreich wird und wir merken, dass es angenommen wird, vergrößern wir das Projekt. Aber das ist natürlich Zukunftsträumerei! 

Wenn ihr an der Lesung teilnehmen wollt, findet ihr hier alle Infos und könnt euch Tickets reservieren. Um besser planen zu können ist es für uns super wichtig zu sehen, wer nicht nur virtuell zusagt, sondern wirklich ein Ticket ordert, einfach damit wir die Location dementsprechend ausstatten können. Wenn ihr also genau wisst, dass ihr dabei sein wollt, würde ich mich mega über eine Ticketreservierung freuen <3 

Die ersten Tickets kosten 5€ (und sind natürlich auch ein Anreiz sich früh festzulegen ;)), wenn das Kontingent aufgebraucht ist, gilt der normale Ticketpreis von 8€.
 


19.12.2017 – DIE ZWEITE ( UND GRÖßERE) LESUNG MEINER KOLUMNEN IN HAMBURG

 

"ES WAR OK SO. ES MUSSTE VIELLEICHT SO SEIN. ABER ES HAT SICH ÖFTER NACH STILLSTAND, ALS NACH WACHSTUM ANGEFÜHLT.                          

THOUGHT, WEEK #41

Der 21. November ist eigentlich kein Tag, um sich schon für einen Jahresrückblick zu bewerben. Aber trotzdem, als ich neulich mit Ines bei einem Glas Wein und in ihrer Küche auf die letzten 11 Monate zurückschaute, formte sich so ein gewisses Gefühl für 2017, das sie schließlich in Worte fasste: Wachstumsschmerz. 

Überall. Im ganzen Körper, im ganzen Freundeskreis, bei jedem von uns hatte er sich irgendwie in den letzten Monaten eingenistet. Weniger in sichtbaren, aber dafür in spürbaren Veränderungen, die vielleicht mit einem ersten Blick zurück so gar nichts oder nicht genug, aber hoffentlich langfristig eine Menge bedeuten, schmerzhafte Trennungen, unvermeidbares Aufwiedersehen, unbequeme Neuanfänge und dazwischen so viele Schritte, die ich gern für andere Richtungen übrig gehabt hätte. So viel verpasst, nicht genug geschafft- so viel gelernt. Es ist schon ok gewesen, nicht nur weil man das so sagt, um sich Mut zu machen, sondern weil der Kopf zustimmt, auch wenn das Herz so sehnsüchtig ist, am liebsten ausbrechen würde, weil es so wenig genährt wurde, zu wenig verwirklichen konnte, zu wenig Unterstützung von mir selbst und irgendwie auch dem Zufall spürte. 

2017 hat mich müde gemacht, hat mir viel Geduld genommen, hat mich frustriert und verletzt – und daran wachsen lassen. Ja. Auf jeden Fall. Und dennoch, da tut noch einiges weh, da ist noch so viel unsortiert. 

Umso schöner, dass sich 6 Wochen vor Schluss doch noch der ein oder andere Plottwist ankündigt, auch wenns nicht mein eigener ist. 


WEEKLY MUSIC PICKS 

POLITICS

Let's get it over with: wir steuern auf Neuwahlen zu. Und ich in den Frust mit meinem Land. Nicht mal so sehr mit seiner Politik, wie mit den Menschen, die sie wählen oder nicht wählen, die sie diskutieren oder ignorieren, die zu müde geworden sind sich wirklich zu informieren, aber immer laut genug, sich trotzdem für wissend zu halten. Ich wünschte ich könnte die politische Lage Deutschlands genau so amüsant finden, wie den Wahlkampf der Österreicher noch vor ein paar Wochen. Kurios war der, exzentrisch und an Realsatire wenig zu überbieten. Und vielleicht für mich nur deshalb unterhaltsam, weil ich ihn nicht tatsächlich teilen, ertragen, miteintscheiden und seine Konsequenzen dann aushalten und mit meinen Mitmenschen teilen musste. 

Auf Facebook machte ich mir mit einem recht zynischen Posting am Montag und kurz nach den Neuigkeiten über das Scheitern des Bündnisses  Luft: 

"Wenn ich nicht das Auto sein darf, spiel ich gar nicht mit.", Christian Lindner, 1982 über die Vergabe der wichtigsten Fragen im MONOPOLY.

Die meisten verstanden, worauf ich hinaus wollte. Es ging mir kaum darum, dass ich eine unbedingte Einigung der Grünen, der FDP und der Union für die beste Lösung gehalten hätte. Eine neo-liberale Riegung ist kaum das, was ich für erstrebenswert halte und eine zwangsgeehelichte Koalition mit 2 instabilen Partnern und einem krummen Rücken keine positive Zukunfstvision für Deutschland. Wie sollen sich zwei Parteien (FDP + Grüne), die so unterschiedliche Ansätze verfolgen auch einigen? Wie kann man in Deutschland jahrelang davon jammern, dann die Parteien sich nicht genug unterscheiden, um dann zu wollen, dass sie sich überzeugend aneinander binden, sich vertragen und gleichen? Mir war völlig klar, dass wir auf unruhige 3 Jahre, auf einige Zwangskompromisse und damit limitierte Entwicklung steuerten. Aber hey, alles besser als GroKo und die Afd als stärkste Kraft in der Opposition, richtig? 

That being said:
Was mich so unheimlich frustrierte, war der Abgang selbst.

Denn der soll angeblich spontan gewesen sein, während er völlig vorbereitet wirkte, sich einzig und allein um Christian Lindner zirkelte, der für mich den Eindruck erweckt, dass er substanzlos eine Entscheidung fällte, die maximal seiner Position in den Medien, und vielleicht dem Image seiner Partei in Sachen Nutzung der sozialen Netzwerke ("Twitter-Grafik bitte Sekunden nach der spontanen Verkündung posten, danke!") diente, aber kaum den Land und der Regierung, die er doch so ambitioniert mitgestalten wollte. 

"Ist es nicht besser zu gehen, anstatt für einen faulen Kompromiss zu bleiben?", fragen jetzt seine Unterstützer und Versteher. 

Ich formulierte es gestern in einer saloppen Analogie ungefähr so: Regierungsbildung braucht mehr Verantwortung, als ein Tinderdate. 
Als Antwort darauf bekam ich: "Um in deiner Sprache zu bleiben: wenn's nach 3 Treffen nicht klappt, dann zieht man halt die Reißleine, ist doch nur ehrlich." 

Leider sieht es eher so aus, als hätten Lindner und die FDP von Anfang an gewusst, dass sie kaum bindungsfähig sind, die gute Zeit mit ihrem Date aber trotzdem mitgenommen, weil sie mit ihren Bemühungen immerhin das Ego streichelte und die Wohnung einfach netter war, als die eigene. 

Heißt klarer formuliert: Entweder ist Lindner in seiner Führungsrolle ein egomanes Arschloch oder einfach nur dumm.

Wenn sein Rückgrat wirklich so stark ist, wie er und die FDP es behaupten und seine Supporter schönreden, als ginge es um den Grundschulauftritt des eigenen Sohnes, stellt sich mir die Frage, warum er sich überhaupt auf Gespräche mit einer Partei einließ, die von Anfang an völlig konträr zu den eigenen Überzeugung steht?
Dumm, kurzsichtig – oder einfach geil darauf trumpfen zu können, wenn zwei andere sich einigen? Eine Einigung zu seinen Bedingungen kann er gar nicht erwartet haben. Zumindest nicht ohne die Kompromisse, die er jetzt hinstellt, als wären sie nie greifbar gewesen, in Gesprächen, die Wochen andauerten, Zeit fraßen, Bürger verunsicherten.

Nur um sich jetzt, wo das was man wollte, weiterhin (und kaum plötzlich!) nicht zu bekommen ist, herauszuziehen, als sei es nur ein Studentenjob. 

"Ich selber würde lieber für 400€ im Monat Dinge tun wie ich sie für richtig halte, anstatt für 4000€ einfach nur auszuführen. Wenn man nicht gelassen wird, dann lässt man es.", schrieb mir ein Bekannter. 

Und das ist ok, solange man, wie er, mit dem Internet sein Geld verdient. In der freien Marktwirtschaft. Aber sicher nicht mit der Zukunft des eigenen Landes. Denn das hier ist die Verantwortung für das Leben von Millionen Menschen – und nicht der Kampf um den Bahnhof neben dem Opernplatz. 

DATING UPDATE

Eigentlich ist mir gerade nicht wirklich nach neuen Dates. Also hatte ich genau so eins. Eins, bei dem du von Anfang an weißt, dass du wenig Interesse hast (keins), eins auf das du keine Lust hast, aber zu dem deine Freunde dich überreden. 

Wir trafen uns spontan in einer Bar, ich war eh mit jenen Freunden unterwegs, die für unser set up verantwortlich waren, er spontan in der Nähe, vielleicht einen Absacker, ein Bier, ein Gespräch. Mehr wirklich nicht. Und mehr passierte auch nicht, als er von meinem Job erfuhr. 

Während er als Schauspieler mit Tiefgang seine Pluspunkte garantiert sah, konnte er sich mit meinem "oberflächlichen" Beruf so gar nicht anfreunden. Und ich mich einfach nicht mehr mit Gesprächspartnern, die mich schon labeln, bevor sie mich kennen lernen. Been there, done that. 

Er ließ noch gut eine Stunde lang keine Situation aus, um mich spüren zu lassen, dass sein Interesse an meiner Person (das vorher ziemlich stark gewesen war) in der Sekunde verstarb, in der er ein Vorurteil hatte abgreifen können. Dann verabschiedete er sich und ich wusste noch bevor er durch die Tür ging, dass ich seine Nummer kaum je wieder wählen würde. 

Es blieb so ein Date, nach dem du dich noch immer genau so beschissen fühlst wie davor, aber zumindest weißt, dass du nicht daran stirbst. Und das reichte für diesen Abend. 

DINNER FOR FRIENDS

Mit Freunden essen, den Tisch eindecken, Wein kühlen, Kerzen anzünden. Ich mag vielleicht nicht die geborene Hausfrau sein, ich finde kochen durchaus anstrengend, noch schlimmer den Abwasch in der Küche oder den Geruch von Bratenfett in meiner Wohnung – aber alles was danach kommt, das lieb ich. Die Gespräche, die geteilten Neuigkeiten, Anekdoten, sich Zeit nehmen, sich einfach mal wieder sehen, nicht nur kurz schreiben, nicht nur kurz informieren, sondern einfach mal wieder einen Abend teilen.

Schätzen lernst du in Momenten, die mit geschlagener Sahne auf übrig gebliebenen Keksen und 4 leeren Flaschen Wein enden. 

Ich freu mich jetzt schon auf das Weihnachtsessen, dass ich auch dieses Jahr wieder gebe. <3 

NEW PODCAST = NOW ON SPOTIFY

Die heutige Folge ist eine überarbeitete Version der Folge 8, in der ich darüber spreche, dass ich mich in einen vermeintlichen Freund verliebt habe – und diesen nach dem Ende unserer Affäre zu verlieren drohe. 

3 Monate später, schaue ich noch einmal auf die zeit zurück und stelle fest, dass ich mich völlig verrant habe. 

Die Kolumne zum Podcast könnt ihr hier lesen. 


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14 Comments

  • Myri 21. November 2017 at 14:47

    Das klingt ziemlich genau nach meinem Jahr 2o17.
    Das vorlesen war übrigens super schön, auch via Instagram! Bitte gerne wieder! 🙂

    Reply
  • Indie 21. November 2017 at 15:39

    Ich bin tatsächlich auch schon im Resümee Modus für 2017. Meine zwei alles beschreibenden Worte für dieses Jahr sind: quälend schön. Ich bin selten soviel Gefühlsachterbahn gefahren, habe Menschen und mein Herz verloren, mich wieder aufgerappelt und trotzdem soviel Liebe in mir selbst, für mich selbst und für andere gefunden. In jedem Fall bin ich gewachsen dieses Jahr wie noch nie.

    Reply
  • Eva 21. November 2017 at 16:19

    Lina – Danke für deine Ausführungen bezüglich der politischen Situation. Einmal mehr muss ich dir auf ganzer Linie zustimmen und es tut so gut eine Meinung zu lesen, die genau der gleichen Frustration wie meiner entsprungen ist. Frustration, gepaart mit immer ernster werdenden Sorgen: Wenn selbst unsere Politiker sich nicht mehr trauen, nicht mehr den Schneid haben sich unangenehmen Themen zu widmen und für Deutschland einzustehen, dann sollte (muss) wirklich jeder (inkl. Polit-Muffel) anfangen sich Gedanken zu machen, sich zu informieren und ERNSTHAFTE Statements abgeben (und nicht aus Trotz den AfD wählen).

    Bitte gib weiter deine Meinung kund, denn es ist unheimlich wichtig diese Dinge in unseren Alltag zu integrieren.

    That being said: Ich liebe auch den Rest deines Blogs, mag deinen Schreibstil und OH LALA der neue rote Mantel <3

    Bleib wie du bist,
    Eva

    Reply
  • Lisa 21. November 2017 at 17:01

    Wie beruhigend es ist, zu wissen, dass man nicht die einzige Person ist, die jetzt schon mit 2017 abgeschlossen hat. Du triffst mit deinen Worten mal wieder den Nagel auf den Kopf – danke dafür!

    Reply
  • marta 21. November 2017 at 17:36

    Ich finde es etwas schade, dass du als sonst sehr differenzierte Autorin es dir hier so einfach machst, indem du der FDP bzw. Lindner den schwarzen Peter zuschiebst.
    Wenn man in von vorne herein schwierige Verhandlungen trotzdem reingeht, heißt es für alle Seiten, Kompromisse einzugehen. Die Führung der FDP hat von Anfang an gewusst, dass es schwierig werden würde und hat von Anfang an die Erfolgschancen auf 50:50 geschätzt und das auch so kommuniziert und dennoch vier Wochen lang verhandelt. Daran, es zumindest zu versuchen und auch auf die Vernunft und die Kompromissbereitschaft der anderen Seite zu vertrauen, ist weder dumm, noch egoistisch. Ich habe die Koalitionspapiere zwar nicht gesehen, aber es macht nach außen hin einfach den Eindruck, dass die CDU und insbesondere die Grünen sich nicht hinreichend kompromissbereit gezeigt haben. Wenn du in Verhandlungen gehst und dir nicht eine einzige deiner Positionen zugestanden wird, Dinge, die bereits zehn mal besprochen wurden, nach vier Wochen immer noch in eckigen Klammern stehen, ist es dann noch immer schlicht egoistisch, abzubrechen? Na klar geht es übergeordnet um die Verantwortung für das Wohl des Landes, und darum, Neuwahlen zu verhindern und stabile Verhältnisse zu schaffen. Aber erstens hatten wir jetzt jahrelang „Stabilität“ aus GroKo und die AfD hat trotzdem oder gerade deshalb gedeihen können und zweitens hat die FDP trotz allem immer noch einen Wählerauftrag. Nach einem so brutalen Absturz kann es die Partei sich nicht leisten, sich schon wieder komplett unterzuordnen, alle Wahlversprechen zu vergessen und eine Politik zu stützen, hinter der ihre Wähler nicht stehen. Ich verstehe den Frust, ich bin ja selbst frustriert angesichts der Ergebnisse und der jetzt zu folgenden Konsequenzen. Aber wenn vier am Tisch sitzen, ist es niemals die Schuld eines einzelnen, dass es schiefgeht. Und es der FDP anzukreiden, es trotz allen Schwierigkeiten erstmal versucht zu haben und sich schließlich nicht mit leeren Händen abwimmeln lassen zu wollen, greift echt zu kurz.

    P.S. Dass eine Pressemitteilung vorbereitet wurde, heißt noch lange nicht, dass der Abbruch lange geplant war. Natürlich ist Lindner nicht aufgesprungen und hat „Überraschung!“ gerufen. Dass man sowas eine halbe oder meinetwegen ein paar Stunden vorher intern ankündigt, damit die eigene Presseabteilung sich darauf einstellen kann, im Politikbetrieb absolut üblich. Dass jemand wie Trump sein eigenes Team durch spontan verkündigte Positionen mit heruntergelassenen Hosen erwischt, ist eher eine Ausnahme.

    Reply
    • Lina Mallon 21. November 2017 at 21:46

      Hi Marta,

      ich bin echt kein fan von dieser Angewohnheit des Internets etwas neuerdings „schade“ zu finden. Was heißt denn schade?
      Was ist eigentlich schade? Dass ich nicht deiner Meinung bin?

      Denn nur das steht ja hier im Raum.
      Und ich habe es mir wohl kaum leicht gemacht, wenn ich mich in über hunderte Worte äußere.

      Ich mag diese betroffene Abwertung der Meinung eines anderen Menschen, schon in der ersten Zeile, einfach überhaupt nicht.
      Es ist okay, dass du mir nicht zustimmen kannst, ich dir ja auch nicht, aber dabei können wir uns ja auf Augenhöhe treffen.

      Gruß, Lina

      Reply
      • marta 22. November 2017 at 10:06

        Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, inwiefern bedauern=abwerten ist, hat dich das „Schade“ ja scheinbar doch sehr aufgebracht, deswegen möchte ich mich wegen der von dir empfundenen Abwertung deiner Meinung entschuldigen. Lass es mich so umformulieren: Es verblüffte mich im negativen Sinne, dass du deine mehr als hundert Worte dazu genutzt hast, ein solch populistisches Statement abzugeben. Denn in einem äußerst komplexen Zusammenhang, der hunderte von Stunden dauerte und an dem mehrere Dutzend Personen beteiligt waren, eine einzelne Personen als den Schuldigen zu identifizieren und öffentlich zur Sau zu machen, ist es genau das, Populismus. Dass dies deine Meinung ist, respektiere ich (ob du es glaubst oder nicht) und du hast natürlich alles Recht an deiner Seite, sie auf deinem Blog kundzutun. Meine Kritik daran bleibt dennoch, wenn du sie als nicht auf Augenhöhe empfunden hast, dann bedauere ich meine Wortwahl. Ich möchte hier eigentlich weder politische Aufklärung betreiben, noch Christian Lindners inoffizielle Anwältin spielen, und erst recht nicht dich beleidigen.

        Reply
    • Solveig 22. November 2017 at 03:40

      Hallo Marta,

      Ich finde deinen Kommentar ehrlich gesagt sehr gelungen zu dem Thema und hätte ihn jetzt überhaupt nicht als abwertend aufgefasst. Ich finde es eigentlich immer gut, wenn sich unter einem Blogbeitrag unterschiedliche Meinungen wiederfinden, vor allem wenn es um Themen geht, bei denen es nicht DIE eine richtige Meinung gibt.

      Reply
      • Lina Mallon 22. November 2017 at 10:20

        Ich finde die Diskussion auch absolut wichtig und richtig, ich finds auch super, dass Marta sie noch einmal konkretisiert hat. Ich finde Diversität in der Diskussion wichtig, es ist ok völlig unterschiedliche Auffassungen zu haben und gerade in der Politik wird man niemals, niemals einen Konsens finden, aber gerade das macht auch die Vierfältigkeit von Demokratie aus.
        Was mich stört ist aber, wenn ein Diskussionspartner direkt zu beginn seiner Antwort einmal klar macht, dass er deine „schade“ findet, was dann so betroffend bedauernd klingt, als gäbe es irgendwas zu bedauern. Wenn man dann noch hinterherschiebt, dass sich „sonst“, doch viel reflektierter bin, ist das für mich der Versuch meinen Kommentar abzuwerten oder klein zu machen, bevor man seinen gegenteiligen anschließt. Das mag ich einfach nicht.

        Ich gehe mit einigen Ansätzen von Marta sogar konform. Einen Buhmann auszurufen, hat bisher noch nie viel konstruktive Lösung erbracht. Allerdings habe ich mir die Personifizierung der FDP deshalb herausgenommen, weil Christian Lindner es war, der sie in den letzten Monaten beinahe fanatisch angestoßen hat. Ich glaube nicht, dass er es war, der einfach einen Stecker gezogen und seine gelb-blaue Herde aus den Sondierungen gescheucht hat. Das wöre sehr kurzsichtig. Aber ich glaube, das es vor allem sein gebilligter Kurs und durchaus persönlicher Poker war, der Entscheidungen der Partei und vermeintlicher Partner maßgeblich beeinflusst ha. Ja.

        Reply
  • Rieke 21. November 2017 at 19:25

    Ein <3 für Menschen, die eine Meinung haben und sich nicht scheuen, sie laut zu sagen. Stimme dir in allen Punkten zu.

    Liebste Grüße
    Rieke

    PS: Karte für die Lesung soeben gekauft!

    Reply
  • Lea 21. November 2017 at 22:17

    Liebe Lina,
    erst einmal vielen Dank, dass du uns via Instagram an der Lesung hast teilnehmen lassen, die Stimmung war auch trotz kurzer Problemchen mit der Verbindung wunderbar zu fassen! Hoffentlich wird auch die nächste noch so ein Erfolg, so dass noch einige mehr folgen. Deine Ausstrahlung hat deine Texte wirklich so schön ergänzt und ich war fasziniert wie sehr ich deine Stimme immer schon vorher genau so im Kopf hatte, wenn ich die Kolumnen das erste Mal selbst gelesen habe.

    Ich bin wie immer baff, wie gut du mit dem Ausdruck deiner Meinung auch meine auf den Punkt bringst. Und ich find es super, dass du deine Meinung deutlich machst, auch wenn es gerade bei dem Thema Politik quasi unmöglich ist jemals einen Konsens zu erreichen. Diskussion und verschiedene Meinungen machen aber letztendlich unsere Demokratie aus und ich find es klasse, dass du die Deine als Denkanstöße für andere teilst.

    Vielen Dank, dass du einfach wirklich viel mehr bist als eine dieser „oberflächlichen“ Blogger mit denen dein Date scheinbar so ein Problem hat.

    <3

    Reply
  • Iris 22. November 2017 at 08:31

    Ich habe deine Lesung über Instagram verfolgt und war wirklich begeistert! Leider kann ich bei der zweiten Lesung nicht kommen, da ich viel zu weit weg wohne, aber ich hoffe, dass du auch die wieder Online zur Verfügung stellen wirst!

    Reply
  • Mela 22. November 2017 at 11:50

    Ich hatte es wirklich gehofft,das die Parteien es hinbekommen und sich zusammen reißen und eine Regierung bilden. Auch wenn es große Unterschiede gibt. Aber ich habe ja gewählt das sich etwas verändert und eine Regierung zustande kommt. Und nicht wieder alles von vorne anfängt. Die Politiker reden von Sparen, die Schulen Digitalisieren, die Kinder aus ärmeren Haushalten stärken, .. wenn ich aber dann lese wie viel evtl./wahrscheinliche Neuwahlen kosten kann ich nur mit den Kopfschütteln. Mit diesem Geld hätte man schon sehr viel ausrichten können. Auch habe ich schon drüber nach gedacht,ob ich dann überhaupt wieder wählen gehe, wer sagt mir das wir am ende nicht wieder genau da stehen, aber ich werde es tun da ich nicht will das die AFD noch stärker wird. Noch ein letztes diesen Spruch finde ich treffend :
    ,, Die FDP will nicht regieren,die SPD will nicht regieren , der Bundespräsident will keine Neuwahlen, die Kanzlerin keine Minderheitsregierung… Ob wir auf stehen und zur Arbeit wollen, das steht nie zur Debatte“ 😉
    LG und wie immer tolle Bilder

    Reply
  • Sarah 28. November 2017 at 21:49

    Wachstumsschmerz. Besser hätte man dieses Jahr nicht zusammenfassen können.

    Deine Worte fühlen sich so wahr an! Danke!

    Reply
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