Werbung

Advertisement [WERBUNG] Neu angetrieben. Der Audi A5 Sportback g-tron

#TWENTYSOMETHING COLUMN: „FREUNDE?“ ODER SELBSTVERLEUGNUNG || (ÜBERARBEITETE VERSION)

19. November 2017

"Wollen wir noch was essen gehen?“, frage ich, als wir das Auto in seiner Straße ausladen. Ich habe die letzten 4 Stunden zwischen Holz und Lasur verbracht, habe mich über einen halben Marsriegel gefreut, den ich zwischen den einzelnen Stationen in der Jeansjacke fand, in Schlangen gestanden, gemessen, geschleppt und geplant. Mir ist nach einem Burger, vielleicht einem Bier und noch einem guten Gespräch, ohne dass mich Malertape oder der Geruch von Lösemittel umgeben würde.

„Können wir machen“ „Oder sollen wir was bei dir bestellen?“
Er zögert. „Nee, lass ruhig noch irgendwo was essen.“

Ich schließe mein Auto ab, schultere meine Tasche und gehe eine Stück neben ihm die Straße runter. Das hier könnte ein Date sein.
So eins, bei dem wir in Turnschuhen und mit nackten Knöcheln über das Kopfsteinpflaster von Eimsbüttel schlendern, über Bücher und Musik reden, seinen Trip nach Amsterdam und meine Pläne für Südafrika, bis wir im Laufen aneinanderstoßen, immer mal wieder, so lange, bis er einen der Momente nutzt, seinen Arm um mich legt und wir damit endlich den Kontakt machen, den wir bei Tageslicht so vermieden, aber an der wir trotzdem beide gedacht haben. Vor der Tür und unter der Straßenlaterne würde er mich loslassen, mich noch einmal lange ansehen, ich ihm in der hinteren Ecke der Bar, in der sonst niemand mehr sitzt, meine Pommes überlassen und wir dann nach dem zweiten Bier doch genau dort weitermachen, wo wir eigentlich vor 90 Minuten aufgehört hatten.

Aber es ist kein Date. Noch nicht, aber eigentlich gar nicht. Nur hoffe ich gerade noch.

Wir reden über Bücher, über Musik, über seinen Trip nach Amsterdam, über meine Pläne für Südafrika. Er erzählt mir sogar noch vom letzten Wochenende bei seinen Eltern, von diesem Preis für den er nominiert ist, vom Stress auf der Arbeit, von seinen Ideen für sein Wohnzimmer. Von der Beziehung seines besten Kumpels, fragt nach meinen Freundinnen, nach meinem Schreiben.
Ich überlasse ihm meine Pommes, wir trinken 2 Bier, wollen eigentlich nicht gehen, müssen es aber irgendwann, zahlen getrennt und wahren den gleichen Abstand auch immer noch auf dem Nachhauseweg.

Wir schlafen seit 2 Monaten miteinander. Nicht so regelmäßig, wie zwei Menschen, die eigentlich längst wissen, dass sie für einige Zeit beinander bleiben, nicht so zielgerichtet, wie Beziehungsbeabsichtigte, aber trotzdem nicht bindungslos, nicht einfach nur betrunken oder optionsgeschuldet.
Ich höre täglich von ihm, ich habe für den Moment weder Geheimnis noch Distanz für ihn übrig, ich genieße die Nächte, in denen es uns zueinander hinzieht, die geteilte Bettdecke und sein Shirt in meiner Wohnung, ich mag, wie entschleunigt wir sind, nichts an uns fühlte sich konstruiert oder erwartungsgehalten an.

Ich hatte es gemocht, dass wir uns nicht mit Definitionen beschwerten, dass wir nichts zerredeten, dass wir unkompliziert immer wieder zueinander fanden, die Zeit miteinander genossen, nie Pläne machten, weil wir keine brauchten. Mir stand nicht der Sinn nach einem nächsten Schritt in irgendeine vorgegebene Richtung. Ich war zu beschäftigt damit seine Nähe zu genießen.
Ich musste nichts fordern, mir musste nichts auffallen, ich musste nichts einfordern – weil ich nichts vermisste. Weil es genug gab – immer wieder. Bis es weniger wurde. Einfach so.

Ich hatte es für eine Phase gehalten. Auf meine Zeit im Ausland, auf seine Vielzahl an Projekten geschoben. Manchmal ist das so. Du verbringst 4 Wochen so nah bei einander, bis du dich für einige Zeit abstoßen, dir ein bisschen Luft und eigenen Boden verschaffen musst, nur um zurückzukehren. Ich nannte es Wachstum. Entwicklung. Völlig normal.

Nur manchmal, wenn ich. realisierte, dass es 4 Wochen her war, dass ich zum letzten Mal über Nacht geblieben war, dass er mich gefragt hatte, ob ich am späten Abend rüberkommen und bleiben wollte, dass er meine Hand nicht mehr nahm, wenn wir im Dunkeln auf dem Bürgersteig standen und wir jetzt schon wieder auf die bekannte Kreuzung zuliefen, ohne dass ich hätte wissen können, ob er noch mit zu mir kam – und ob er für mehr als einen letzten Absacken bleiben würde – begann ich zu zweifeln. Daran, dass wir noch dort standen, wo wir angefangen hatten – oder zumindest in der Nähe. Daran, dass wir noch das Gleiche wollten und uns im gleichen Temp bewegten. Zueinander.

An der Ecke bleibe ich stehen und sehe ihn lange an. „Also…?“, frage ich und nicke in meine Richtung. „Vielen Dank für deine Hilfe heute!“, sagt er, drückt mich fest und stellt mich dann steif wieder ab, als wäre ich Bruchware, die man vorsichtig behandelt, weil man sie in ein paar Tagen doch wieder ohne sichtbare Kratzer oder Gebrauchsspuren zurückschicken will.

„Gute Nacht“, bekomme ich noch, dann winkt er, wie mein alter Schulfreund Fabian, wenn wir uns früher am Bus verabschiedet haben und verschwindet in die Seitenstraße

.

SELBSTVERLEUGNUNG

Verleugnung ist für jemanden, der sich ungewollt verliebt hat, der Schlüssel zum Überleben. Wir leugnen, dass wir Gefühle haben, wir leugnen, dass wir dabei sind, uns abhängig zu machen, wir leugnen, dass wir die Ablehnung fürchten, dass Panik in uns aufsteigt, wenn wir an eine Konfrontation mit unseren Gefühlen denken, wir leugnen, dass wir sehnsüchtig sind  – und natürlich leugnen wir, dass wir all das leugnen. Wir halten uns an vermeintlicher Rationalität fest, die als neue Cleverness gehandelt wird. Warum sich auch wehtun? Warum auch etwas erfragen, was man mit Vernunft, Beobachtung und Verstand selbst herleiten und dann als Ergebnis anerkennen kann? Manche von uns, die es besonders hart getroffen hat, die längst sicher sind, dass kein Happy End vor ihnen liegt, die leugnen nicht nur, die schweigen, verdrängen und hoffen – dass es einfach vorbei geht. Wie letztes Mal.

Ich war über Jahre ziemlich gut darin. Immer wieder. Aber dieses Mal – konnte ich nicht mehr leugnen. Ich konnte nicht jeden zweiten Freitag matt auf dem Fußboden sitzen, mich an meine Caprisonne klammern und leugnen, dass mich seine kleinen Distanzierungen, verschobene Treffen oder ganze Absagen so stark aus der Bahn warfen, mich durch ein Wechselbad zwischen Ärger und Verlustangst schickten, als würde ich mich auf unbestimmte Zeit von dem Mann, mit dem ich mein Leben teilte, verabschieden. Nicht aber, als hätte mir dieser Typ von nebenan, mit dem ich in den letzten Monaten ein bisschen mehr Zeit verbracht hatte, einfach nur versetzt.

Die Freundinnen, mit denen er ausging, klangen für mich auf einmal wie Bedrohungen, das Verschieben unserer Verabredung wie eine Absage an meine ganze Person und der lässige Rahmen, in dem er mit mir sprach oder die kurze Umarmung, die er mir neuerdings gab, statt die Tür zu seiner Wohnung aufzuschließen – schnürte mir den Hals zu.

Weil wir nicht immer so miteinander gesprochen hatten, weil dieser Ton sich angeschlichen hatte, ohne dass ich es rechtzeitig bemerkt und mich gestoppt hätte. Weil er sich wie die Bestätigung anhörte – die ich nicht hören wollte. Weil ich sie dann akzeptieren musste. Und mit ihr den Fakt, dass ich wieder zu lange geschwiegen hatte, still geblieben war und gehofft hatte, dass es vorbei ginge. Weil das leichter gewesen wäre, einfacher. Weil du manchmal einfach lieber leugnest und wartest, bis du es erst weniger und dann gar nicht mehr fühlst – als zu verlieren. Vor allem dann, wenn es nicht irgendein Typ aus irgendeiner Bar ist, der maximal dein Ego verletzen könnte, sondern jemand, den du wirklich vermissen würdest, wenn er dann zu Recht türmt und wahrscheinlich vor dir und deinen Emotionen flüchtet. Auf Abstand geht.

Und auf einmal komme ich mir unheimlich feige vor. Gerade, weil ich mir vornehme, immer mutig zu sein, weil ich die meiste Zeit stolz darauf bin, dass ich mich vor nichts fürchte, dass ich für mich einstehe und für meine Ziele kämpfe, weil ich keinem Streit, keiner Herausforderung in meinem Leben aus dem Weg gehe – und doch immer wieder dieser einen.

Der – meine Gefühle einzugestehen, sie anzuerkennen und laut zu sagen. Und dann zu wissen. Und dann weiterzumachen. Ohne sich vorher sicher zu sein, von welchem Punkt aus. Nicht nur in mir selbst bereit zu sein, wieder zu springen, zu wagen, mich zu verlieben, denn das hab ich nie verlernt, aber es meinem Gegenüber zu zeigen, Gefühle zu wagen, ja vielleicht sogar offen und verletzlich zu scheitern und nicht einfach nur vorbeigehen zu lassen, das hab ich immer vermieden.

Bis jetzt.

FRIENDZONE?

Ich weiß nicht, was dieses Mal anders ist, der Prozentsatz meiner Hoffnung ist es nicht, schon gar keine bessere Prognose, die mir in Aussicht stehen würde, es ist vielleicht nicht einmal er oder das, was ihn für mich ausmacht, es bin vielleicht viel mehr ich ganz allein, die dieses Mal, völlig unerwartet, bereit ist diesen Fling nicht nur abzuhaken und das was mir an ihm fehlen könnte herunterzuschlucken, sondern mit dem Gefühl loszulassen, dass ich es versucht hab. Wenigstens versucht. Wirklich versucht. Vielleicht, weil ich mir nicht mehr nur das Herz mit verschnürten Kisten und wirr beschrifteten Boxen voll stellen, sondern es endlich aufräumen will. Vielleicht aber auch, weil es das dieses Mal wert war. Oder ich mir schuldig.

Also nehme ich mein Handy in die Hand. Ich öffne seine Nachricht, ohne lange darüber nachdenken, wie ich es angehe, ob persönlich oder virtuell, bei einem Bier, bei ihm, bei mir, mit einer Frage oder nur vielen Antworten meinerseits, ob besser an einem Sonntagmorgen oder in einer Samstagnacht. Ich folge einfach meinem Gefühl, anstatt es zu unterdrücken. Und tippe: "Wann sind wir zwei eigentlich so sehr in die Friendzone gerutscht?"
Und dann warte ich.

"Ich weiß es nicht...", antwortet er. Es dauert nicht einmal 10 Minuten. Und dann: "Stört es dich..?" 

Noch könnte ich laufen, so lange und weit genug weg, bis ich mich sicher fühle und mein Herzschlag sich beruhigt, die bekannte Angst kleiner wird und ich so lange die Distanz halte, bis ich sie los bin. Oder ich springe. Dieses Mal.

"Ich glaube ja.", als er meine Nachricht liest, aber nicht antwortet, als würde er auf meine Erklärung warten, tippe ich weiter.

"Oder ich glaube was mich stört, ist wie das mit uns passiert ist.
Ich hab eigentlich nie gewusst, woran ich bin, ich wusste von Anfang an nicht, ob wir nur Freunde sind, ob da mehr ist als das Plus, ob da vielleicht tatsächlich eine echte Chance ist..und gleichzeitig wollte ich natürlich unkompliziert und easy sein und mich nicht einmischen und hab mich nie getraut, was zu fragen oder zu fordern. Ich weiß auch nicht, 'ne Zeit lang hatte ich manchmal schon das Gefühl, dass da etwas zwischen uns ist, dass uns irgendetwas anzieht, nicht nur körperlich, nicht nur freundschaftlich..aber jetzt.." 

Dieses Mal dauert es länger, bis er antwortet.
"Ich glaube, ich kann gerade niemandem emotional etwas bieten .."  

Da ist sie. Die klassische Zeile. Die, die man leicht und frustriert als feige Phrase wegwischen – oder glauben kann. Die so oder so nicht weniger final wird. Die du nicht ändern kannst. Und die jetzt den Unterschied zwischen rationalem Abhaken und echtem Loslassen ausmachen soll.

"Lina?"
Und dann "Hey, antworte.."
Und dann:"Ok komm, jetzt wird es awkward.." 

"Was soll ich denn sagen?", tippe ich und lege das Handy zurück in meinen Schoß.
"Ich dachte wir sind ..Freunde..sind wir das jetzt nicht mehr? Willst du nicht mehr mit mir befreundet sein?"

 

Und hier muss ich abbrechen. Hier schreibe ich um. Lese den alten Absatz und kann nur den Kopf schütteln. Mich vielleicht aber auch verstehen. 

Damals ging ich davon aus, dass ich mich in einen Freund verliebt hatte. Heute weiß ich, dass es nicht so war. Weil du Freunde nicht zwischen Bier, Betrug und  Bootycalls, nicht irgendwo zwischen hingehauchten Versprechen und Unverbindlichkeit findest, weil ein guter Freund mehr braucht, als ein Hörpspiel nach dem Sex und ein paar gemeinsame Abendessen. 

Freundschaft – ein so großer, wertvoller Begriff, den wir immer wieder inflationär – oder mit völlig falschen Motiven verwenden. Weil wir uns distanzieren wollen, weil wir nicht loslassen wollen, weil wir noch irgendetwas, anstelle von gar nichts haben und benennen opder uns schlicht selbst schützen und erleichtern wollen. 

Freunde bleiben – das ist so schon schwer genug. Aber wie willst du etwas bleiben, das du noch gar nicht warst oder bist? 



WAHRHEIT

Verleugnung ist für jemanden, der sich unglücklich verliebt, der Schlüssel zum Überleben. Wir leugnen, dass wir nicht loslassen können, wir leugnen, dass wir noch hoffen, dass wir noch an diesem möglichen Gefühl festhalten, wir leugnen, dass es weh tut, wir leugnen, dass wir Distanz brauchen werden und vor allem leugnen wir unsere Enttäuschung, unser Unverständnis.
Und vielleicht ist das Ok. Vielleicht ist das unser Schmerzmittel, die Betäubung, die wir für eine Weile brauchen. Solange wir uns nicht so lange etwas vormachen, dass uns die Lügen wie die Wahrheit vorkommen. Bis wir abhängig von unserer Selbstverleugnung sind – und nicht mehr von ihr loskommen.

 

Ich war abhängig.
Monatelang. Abhängig von mir selbst, abhängig davon jemanden zumindest auf Raten zu bekommen, wenn ich ihn nicht ganz haben wollte. Und verbohrt in die Vorstellung, dass es ein Zeichen von Reife, von Charakter und Persönlichkeit war, wenn ich in der Lage sein würde meine Liebe für diesen Menschen nicht einfach wegzuwerfen, sondern in etwas andere, etwas ehrliches umzuwandeln. Wir wären alle immer so gern so sortiert und so klar mit uns selbst, so erwachsen und über den Dingen.


Allerdings ist das Bullshit.

Seit wann ist es erwachsen sich zu limitieren, zu verstellen, zu verbiegen? Denn nichts anderes tut man, wenn man das nimmt, was man haben kann, nur weil man nicht bekommen kann, was man will.

Gefühle kann man nicht überspringen und einfach ein neues Label auf eine verfahrene Geschichte zu pappen, löst noch lange nicht den Konflikt, den wir so gerne umgehen würden.

Die Basis, auf der all die innigen, schönen, auch die freundschaftlichen, so nahen, investierten Momente aufbauen, solange du miteinander ins Bett kriechst – ist Anziehung.

Aber was, wenn es die nicht mehr gibt?
Du kannst aus einer dreimonatigen Affäre nicht mit einem Gespräch und zwei lockernden Flaschen Bier eine platonische Bindung machen, eine Freundschaft, die dir die gleiche Nähe, die gleiche Zuneigung, die gleichen Momente, nur die Gefühle serviert.

Erst heute wird mir klar, was mich so wütend machte, aber was ich aus Verlustangst in mir – einfach niederkämpfte. Diese bittere Geschmack, die Enttäuschung nicht nur darüber, dass ich dabei war jemanden zu verlieren, in den ich mich verliebt hatte – sondern dass er es sich so schrecklich einfach machte.

Ich wünschte ich hätte geantwortet:

"Schieb mir nicht unter, dass ich dein Freund bin.
Nimm nicht den Sex und die Nähe einfach raus und gib einem lose Gefüge dann einfach ein starkes Label, mit dem du dich sicher fühlst und mich entwaffnen kannst

Mach aus einer Wertschätzung keine Schutzbehauptung, mit der du mich in die Schranken weist. Benutz eine Verbindung, eine Freundschaft, nicht wie ein Downgrade, nur um mich auf Distanz zu bringen und dich selbst dabei unheimlich wohl und fair zu finden.

Aber eigentlich schmeißt du mir dieses neue Label, diese „Freundschaft“ nur bleischwer in den Schoß und erwartest, dass ich schon damit umzugehen wüsste." 


Und wenn es so ist, wenn diese neue Freundschaft sich nicht liebevoll entwickelt hat, sondern eigentlich nur stellvertretend, schonend Schluss machen soll, dann ist es okay zu sagen.

Wir sind nicht befreundet. 
Weil es ok ist die eigenen Gefühle nicht limitieren zu wollen.
Und weil es wichtig ist, sich selbst nicht ständig als Trostpreis zu verkaufen.


Share This Post!

27 Comments

  • Toni 19. November 2017 at 21:25

    Oh Lina, ich musste gerade so schlucken. Ich lese deine Kolumnen schon so lange und höre gerade in den letzten Tagen deine Podcasts rauf und runter, weil mir das zur Zeit so unglaublich hilft mit meiner eigenen Situation klar zu kommen, weil deine gefühlvolle Art und deine dennoch immer wieder so klären und wahren Erkenntnisse mich davor bewahren, nicht zu sehr in meine Gedanken abzutauchen und weil du einfach verdammt Recht mit so Vielem hast. Ich wünschte, man könnte dir als Leserin genauso viel zurück geben, wie du einem geben kannst, mehr noch. Bitte hör damit nie auf und lass dich nicht unterkriegen! Ich danke dir von Herzen dafür,
    Liebste Grüße Toni

    Reply
  • Ariana 19. November 2017 at 21:42

    Oh wow – ich bekomme selten Gänsehaut bei einem Text aber hier hatte ich diese durchgehend. Du schreibst unglaublich schön und ich kann jedes Wort so gut nachvollziehen und unterschreiben. Danke dafür!
    Liebe Grüsse
    Ariana

    Reply
  • Lea 19. November 2017 at 22:31

    Danke für den Text Lina – er war gerade irgendwie genau das, was ich lesen musste!

    Reply
  • Sarah 20. November 2017 at 01:46

    „Und verbohrt in die Vorstellung, dass es ein Zeichen von Reife, von Charakter und Persönlichkeit war, wenn ich in der Lage sein würde meine Liebe für diesen Menschen nicht einfach wegzuwerfen, sondern in etwas andere, etwas ehrliches umzuwandeln. Wir wären alle immer so gern so sortiert und so klar mit uns selbst, so erwachsen und über den Dingen.“
    Danke dir, dass du Gefühle in so wunderbare Worte verwandeln und die Situation so genau beschreiben kannst!
    Ich habe ähnliches und gleichzeitig was ganz anderes erlebt und es ist so schön zu hören, dass man nicht alleine ist. Das Leben hat mich gelernt, dass man manchmal nicht erwachsen und reif sein kann und dass eine reife Entscheidung vielleicht gar keine ist.

    Reply
  • Iris 20. November 2017 at 07:49

    „Verleugnung ist für jemanden, der sich unglücklich verliebt, der Schlüssel zum Überleben. Wir leugnen, dass wir nicht loslassen können, wir leugnen, dass wir noch hoffen, dass wir noch an diesem möglichen Gefühl festhalten, wir leugnen, dass es weh tut, wir leugnen, dass wir Distanz brauchen werden und vor allem leugnen wir unsere Enttäuschung, unser Unverständnis.“

    Du hast ja so recht. Mit allem, was du da schreibst! Ich befinde mich aktuell in derselben Situation, und deine Worte bauen wirklich unglaublich auf!

    Reply
  • Alina 20. November 2017 at 10:08

    Ich glaube, dass es wirklich wichtig ist, ab einem gewissen Punkt sich seiner Gefühle bewusst zu werden und auch diese zuzulassen.. Ich finde deine Erkenntnis toll, dass eine Freundschaft anders definiert werden sollte und man sich kein Label aufdrücken lassen muss, nur weil es für die andere Person einfacher ist.

    Liebe Grüße,
    Alina

    Reply
  • Sarah 20. November 2017 at 11:41

    Manchmal erkenne ich mich in deinen Texten wieder. Es kommt mir vor, als würdest du genau das aussprechen, was ich zwar selbst wahrnehme, aber es nicht in Worte zu fassen vermag. Selbst, wenn ich momentan in einer ganz anderen Situation bin, hilft es so wahnsinnig die Vergangenheit zumindest ein Stück besser zu verstehen.

    Alles Liebe
    Sarah

    Reply
  • Mai 20. November 2017 at 12:03

    Gänsehaut-Momente. Durchgehend. Dabei kenne ich den alten Text schon aber dennoch. Die neue Version hat mich umgehauen. Du bist eine begnadet gute Schreiberin und ich muss ehrlich zugeben, dass ich zu dir aufschaue. Danke dir dafür!
    Liebe Grüße,
    Mai

    Reply
  • Mrs Unicorn 20. November 2017 at 13:52

    So ein schöner Beitrag. Ich bin in einer ähnliche Situation und musste gerade fast weinen, als ich deinen Beitrag gelesen habe!
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute!

    Viele Grüße und eine fantastische Woche.
    Celine von http://mrsunicorn.de

    Reply
  • LouSalome 20. November 2017 at 14:54

    Wow… diesen Text nochmal zu überarbeiten. Mit mehr Abstand, mit neuer Erkenntnis. Das macht ihn zu einem unglaublich starken und aussagekräftigen Text hier auf dem Blog. Ich fühle mich mal wieder mit gerissen und freue mich einen solch bewegenden Text der auch an die eigene Reflexion appeliert zu lesen. Danke

    Reply
  • Greta 20. November 2017 at 14:59

    Lina das ist erste Sahne… du haust mich wieder komplett aus den Latschen…

    Reply
  • Rieke 20. November 2017 at 15:20

    Ich lese einfach so gerne deine Texte. Vor allem dann, wenn sie so voller Wahrheit sind wie dieser. Wunderwunderschön geschrieben! Und danke, dass du so viel mit uns teilst. <3

    Übrigens, noch ein kleines optisches Feedback: Ich finde es zum Lesen irgendwie unbequem, dass du jetzt seit einiger Zeit oft in zwei Spalten schreibst. Optisch ist es zwar schön, aber mich persönlich nervt es, dass ich auf der Hälfte des Textes wieder ganz nach oben scrollen muss. Plus: Wenn man nicht aufpasst, spoilert man sich manchmal selbst mit einem kleinen Blick nach rechts. 😀

    Alles Liebe 🙂

    Reply
    • Teresa 21. November 2017 at 17:23

      So können Meinungen auseinander gehen – ich finde die Darstellung in Spalten sehr angenehm!

      Reply
  • Miri 20. November 2017 at 15:28

    Danke Lina. Leider zu wahre Worte.
    P.s. Lieblingsblog zurecht! Immer wieder!

    Reply
  • Mara 20. November 2017 at 19:59

    Was für ein schöner und wahrer Text – ich lese deine Kolumnen unglaublich gerne, und gerade bei dieser kann ich sehr mitfühlen, denn du beschreibst das, was viele nicht aussprechen können auf eine ganz tolle und einfühlsame Weise.

    Alles Liebe,
    Mara

    Reply
  • BLAINE 20. November 2017 at 21:10

    Der Schlusssatz. .. oh man Lina! Damit hast du dich wieder einmal selbst übertroffen. Wortschmiedin.

    Reply
  • Amelie 20. November 2017 at 22:16

    Mal abgesehen davon, dass ich deine Kolumne wahnsinnig gerne mag und auch diese wieder wunderbar geschrieben ist, finde ich die Idee dahinter, auf deine alten Texte nochmal mit einem kritischen Blick und neuem Wissen zu schauen, wahnsinnig interessant! Du zeigst einfach unheimlich schön wie Gefühle sich verändern, wie man wächst und sich damit auch die Sicht auf Dinge verändert. Ich fänd´s wahnsinnig spannend so etwas in der Richtung häufiger zu lesen (:

    Reply
  • Kati 20. November 2017 at 22:53

    Hey Lina!
    Ich lese schon sehr lange deinen Blog, aber hab noch nie ein Kommentar geschrieben. Aber der Nachtrag zu deiner Kolumne hat mich wirklich bewegt. Ich hasse diese Floskel „lass uns Freunde bleiben“ so sehr. Somit bedeutet Freundschaft in dem Fall einfach eine Art Downgrade und nicht das, was sie eigentlich sein sollte. Ist so ne Art Bequemlichkeitshandlung um erstens kein schlechtes Gewissen zu haben und dann eben auch die Vorteile zu behalten. Ich meine klar gibt es auch gegenteilige Beispiele, wenn man vorher schon jahrelang befreundet war, oder sich eine Beziehung einfach in die Freundschaftsebene verschiebt und die Leidenschaft verschwindet. Aber bei so kurzen Bekanntschaften redet man sich doch eigentlich nur ein, dass man selbst mehr in die „Freundschaft“ hineininterpretiert hat und es dann doch ne gute Idee wäre den anderen nicht ganz zu verlieren und dann halt Freunde zu sein. Habe ich auch schon hinter mir. Aber mein neues Motto ist dann einfach: Fuck off! Wer mich nicht ganz will, bekommt Light Version, weil gute Freunde hab ich genug.

    Liebe Grüße

    Kati

    Reply
  • Tina 21. November 2017 at 09:11

    Ich glaube es ist jedem von uns schon einmal passiert, dass man um jeden Preis an etwas festgehalten hat, weil man die Hoffnung nicht aufgeben wollte. Die Hoffnung nach Nähe, Geborgenheit und dem Wunsch, dass man genau das bekommt was man sich so sehnlich wünscht. Mit etwas Abstand betrachtet, ist genau dieses Verhalten, das schlimmste was man sich antuen kann. Es lässt dich bei jedem Kontakt ein klein wenig mehr verschwinden. Aber, es ist immer wieder aufs Neue, schwer dies zu begreifen.
    Danke für deine Reflektion, der Situation kurz nach dem Geschehenen und mit etwas Abstand betrachtet. Man sollte sich diesem immer wieder bewusst werden – auch wenn man wahrscheinlich noch ein weiteres Mal in das offene Messer rennen wird. Leider.

    Reply
  • marta 21. November 2017 at 12:30

    Es ist immer ein wenig bitter aber auch tröstend, sich in deinen Kolumnen wiederzuerkennen.
    Und es ist eine Wahnsinnsidee von dir, alte Stücke mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen zu ergänzen.

    Reply
  • Julia 21. November 2017 at 17:03

    Oh Lina, wie lange lese ich schon still mit, aber an dieser Stelle möchte ich Dir ein riesengroßes Danke dalassen!
    Habe gerade gestern diese Situation gehabt und du schaffst es einfach auf einmalige Art und Weise irgendwie auch die eigenen Gefühle und Gedanken, die man hat aber doch nicht richtig ausdrücken/aussprechen kann, in genau die richtigen Worte zu verpacken. Vielen, vielen Dank dafür und hoffentlich noch viele weitere zauberhafte Beiträge von dir!
    Liebe Grüße aus Frankfurt!
    Julia

    Reply
  • Myra 21. November 2017 at 17:08

    Liebe Lina,

    Wie genau machst du das? Wie genau gibt’s du dir selber den Wert dich nicht downzugraden und diese „Freundschaft“ beizubehalten? Ich weiß das in der Theorie alles. Ich weiß dass ich masochismus betreibe. Und ich weiß, dass es Quatsch ist. Aber wie genau sag ich mir das so, dass ich es nicht nur in den starken sondern auch in den schwachen Momenten richtig mache?
    Meine Freundinnen sind schon am Rande der Verzweiflung. Aber ich tu mir lieber selber weh, als es ganz sein zu lassen.
    Toxisch. Ich weiß. Aber sag das mal meinem Herzen.

    Liebe Grüße
    Myra

    Reply
  • Josie 23. November 2017 at 20:05

    Ich weiß gerade nicht ob ich mich bemitleiden soll oder nicht, aber ich erkenne mich gerade so in dieser Kolumne wieder.
    Ich stecke gerade mittendrin in so einem „Ding“. Ich bin verschossen in ihn, seit über 9 Monaten. Begonnen hat sowieso alles mit Sex, nie mit einer Freundschaft, wir haben uns von Zeit zu Zeit nur immer besser verstanden. Am Anfang war das so eine Freundschaft+Beziehung, in der Mitte dann auch mal Freund und Freundin und jetzt streiten wir, und wie du auch beschreibst, will er meine Emotionen nicht hören und alle anderen Frauen mit denen er zu tun hat sind für mich Feinde.

    Und ich weiß sogar wie scheiße sich das alles für jemanden anhört, aber es ist auch so unfair sich jemanden zu öffnen und dieser zu feige ist seine Gefühle war haben zu wollen.

    Naja, auf jeden Fall vielen lieben Dank für deine offenen Worte.
    Irgendwie hilft sowas, wenn man weiß, dass sowas auch anderen passiert.

    xx
    Josie

    Reply
  • Lena 25. November 2017 at 21:22

    Danke, danke, danke für diesen Text!

    Liebe Grüße aus Salzburg,
    Lena

    Reply
  • Sport- und Fitnessblogs am Sonntag, 26.11.2017 – Eigenerweg 26. November 2017 at 20:40

    […] Blog (der Siebzigjährige der über unsere Gartenmauer sprang und gar nicht verschwand) oder die Twentysomething Column von Lina […]

    Reply
  • Sport- und Fitnessblogs am Sonntag, 26.11.2017 26. November 2017 at 21:10

    […] Blog (der Siebzigjährige der über unsere Gartenmauer sprang und gar nicht verschwand) oder die Twentysomething Column von Lina […]

    Reply
  • Marie 10. Dezember 2017 at 01:33

    Wow. Sprachlos. Genau das hier brauchte ich gerade. Danke Lina❤️

    Reply
  • Leave a Reply

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Instagram

    • Livingroom Update  Topic winterlove  Alle Motive die ichhellip
    • Licht Atmosphre Aufwachen Runterkommen Lebendig fhlen Aufgehoben Licht beeinflusst unserehellip
    • One day I wanna embrace starting my day with ginhellip
    • SKYN  COAT
    • Being a hopeless romantic in a world where love ishellip
    • I am pretty sure our mums did not mean carehellip
    • juniqeartshop
    • Lets FUGGwinter and just celebrate the season of snow andhellip
    • Gefhle bedeuten Druck Und ohne den Druck htte es jahellip
    • Regen 4 Grad Ok Google bring mich in Weihnachtsstimmung hellip
    •   cotswolds