LUNCH IN HAMBURG – MEINE LIEBLINGSSPOTS FÜR EIN SCHNELLES MITTAGESSEN

15. August 2017

Sag mal Lina, was ist eigentlich aus deinem Foodguide für Hamburg geworden? Wolltest du uns nicht mal die schönsten Plätze für Brunch, Lunch und Dinner in deiner Stadt zeigen? War da nicht was?

Ok, hier kommt die Wahrheit, Einen Guide zu kreieren, der nicht alles das noch einmal auffasst oder erzählt, was man auch in seinen Vorgängern schon dreifach lesen konnte, von wirklichen Tipps und Geschichten zu erzählen, die nicht per Klick austauschbar wären und vor allem nicht als fünfte Hamburgerin vom Geheimtipp des morgendlichen Spaziergangs an der Alster oder dem pochierten Ei in der Nord Coast Roastery zu erzählen (abgesehen davon, dass es großartig ist .. ), ist schwer, das habe ich im Prozess gemerkt und beschlossen das ganze Konzept zu überdenken, mit einem neuen persönlicherem Ansatz ranzugehen.

Ich meine, wer nur kurz ein paar wirklich gute Tipps aufgreifen möchte, der geht zu Mit Vergnügen HH, die Redaktion testet so ziemlich jedes Restaurant der Stadt, das gutes Essen oder eine Story haben könnte und stellt eine schöne, klare Übersicht zusammen, die man kostenlos und unaufwendig klicken und sich inspirieren lassen kann. Wer sich Hamburg schön bebildert ansehen und vielleicht auf den Coffee Table legen möchte, der findet bei den Mädels von femtastics und ihrem Women only Guide für Hamburg ein wunderschönes Stück und richtig gute Geschichte aus der Stadt kann man im Buch von Birgit Haustedt lesen. 

"..EIN GUIDE, DER EIN BISSCHEN MEHR IST, ALS EINE SAMMLUNG HÜBSCHER ADRESSEN!"

Ich bin da einfach ein bisschen streng mit mir: wenn ich schon Zeit in  etwas investiere, etwas Neues angehen und schaffen will, dann bitte nichts, was ich selbst in ein paar Monaten wieder vergessen habe oder am liebsten wieder vergessen würde. Und: vor allem will ich keinen Guide über meine Stadt herausbringen,  bei dem ihr euch am Ende für den Preis betrogen fühlt, weil die Aufmachung viel versprach aber nichts dahinter steckte.
Also warf ich üb er den Haufen, was ich bis dahin schon hatte und beschloss noch einmal von vorn anzufangen und die Stadt tatsächlich aus einem Blickwinkel zu zeigen, der mein eigener ist, Menschen zu interviewen, die sie mir gezeigt haben, die eine Story mit mir teilen oder mich ein Stück weit (vielleicht sogar unbewusst) in ihr begleiten, Lieblingsgerichte aufzuschreiben, eigene Fotos zu schießen und ein Layout zu gestalten, mit dem ich mich identifizieren kann.

Bis das fertig ist, wird es noch eine Weile dauern. Aber so lange  lasse ich euch einfach am Prozess teilhaben und zeige euch immer mal wieder kurze, kleine Einblicke in verschiedene Kategorien. Heute: meine Lieblingsplätze für ein Mittagessen in Hamburg... 

BILDER: LENA SCHERER

MAD ABOUT JUICE

Ein Klassiker, wenn es um frische, kaltgepresste Säfte, Smoothies, Bowls und Sandwiches geht, der zuerst in Winterhude öffnete (und von mir offen gestanden ignoriert wurde, genau wie der Rest des Stadtteils..) und schließlich mit seiner Filiale in der Neustadt auch mein Herz gewonnen hat. Zugegeben; nichts für jede Mittagspause, denn die Preise sind gehoben, die Zutaten dafür aber auch frisch und lecker. Mit einer Bowl und einem großen Saft liegt man hier bei gut 15€

Extra Tipp #1: die Acai Flamengo Bowl bestellen, mein absouter Favorit!

Extra Tipp #2: Die Bowls mitnehmen und im angrenzenden Planten un Bloomen auf einer Bank im Grünen essen. Das ist so viel entspannter, als ein Lunch auf der Dammtorstraße und leider ist es gerade zur Mittagszeit sehr voll im Store, in dem dann bestellt, gemixt, geschnippelt und entsaftet wird. 

CAFÉ DELICE

Einfach nur um die Ecke gehen, schon genau wissen, dass es donnerstags immer Hähnchen gibt und immer eine Pasta oder ein Risotto, an dem ich nicht vorbeilaufen könnte. Es ist mein Lieblingscafé, eins in dem ich mich zu Hause fühle, das ein Stück Frankreich nach Eimsbüttel bringt und entspannte, gemütliche Atmosphäre in meine Mittagspause. (Oder schon zum Frühstück..)

Extra Tipp #1: der täglich wechselnde Mittagstisch ist immer auf Facebook zu finden, sodass ihr schon vorab sehen könnt, ob etwas für euch dabei ist

Extra Tipp #2: hoffen, dass noch ein Schokoladeneclair da ist, wenn ihr kommt und sofort zuschlagen. 

GLORIA BAR

Die Gloria begann mal mit einem langen Tresen (an dem der Brunch am Wochenende aufgebaut wird), schwarz-roter Einrichtung und kleinen Tischen, von denen aus man bequem in den Tag starten und auf die Straße sehen konnte (oder aber sein Bier trinken).

Mittlerweile ist mit der Plusbar, eigentlich einem gekackelten Stück Kunst, ein großer Nebenraum dazugekommen, der zum Frühstück oder eben in den Abendstunden mitgenutzt wird und einem Loungebereich, der das ganze Konzept verbindet. Mittags gibt es hier ein fantastisches Wiener Schnitzel, Suppen, große, frische Salate oder einen Burger. Wer draußen in der Sonne einen Platz will, der findet ihn und kann wunderbar bei einer Weinschorle die Mittagspause verlängern .. 

Extra Tipp #1: ..das Wiener Schnitzel! 

Extra Tipp #2: entspannt an die manchmal langsame Bedienung herangehen, wie der Service läuft ist hier ein bisschen abhängig von der Tagesform, für eine kurze Mittagspause am besten schnell wissen, was man will und sofort Drinks als auch das Essen bestellen 😉 

JILL

Nicht mehr ganz so neu in der Schanze, immer wieder diskutiert und kritisiert, wenn es um den Wandel der Schanze geht, aber trotzdem ein schöner, liebevoll gestalteter Ort mit einer ziemlich guten Pizza, den ich entspannt und passend für ein Mittagessen, gerade mit Kunden oder Partnern oder einfach bei Regenwetter finde (Pizza ist quasi mein Comfort Food für regnerische Tage und das Jill schon mehrfach mein Zufluchtsort)

Das besondere an der Pizza? Sie wird nicht sechs bis neun Minuten, sondern nur sechzig Sekunden bei dreihundertfünfzig bis vierhundertachtzig Grad gebacken, bekommt damit einen Look, der sich "leoparding" nennt und einen sehr bekömmlichen, aber charakteristischen Geschmack. 

Extra Tipp #1: zuerst die Margherita nehmen! 

Extra Tipp #2: und beim nächsten Mal dann die Capra mit Ziegenkäse, roten Zwiebeln, Ziegenkäsecreme, Kürbis, Honig, Rosmarin, Birne und Rucola .. 


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10 Comments

  • Lu 15. August 2017 at 09:10

    Hihi, als ich das letzte mal im Jill war habe ich mir mit meiner Freundin die Margherita und die Capra geteilt 😉
    Wobei ich ja leider zugeben muss, dass es für mich nicht die allerallerbeste Pizza Hamburgs ist. Aber beim Jill zu meckern ist jammern auf hohem Niveau! Danke für die Tipps, bin gespannt, wie es weiter geht.

    Reply
  • katha 15. August 2017 at 10:25

    kommt genau passend vor dem bald anstehenden trip nach Hamburg <3

    Reply
  • Julia | themagnoliablossom 15. August 2017 at 10:33

    Sehr cool! Jetzt muss ich quasi nur noch einen Flug nach Hamburg buchen 😉

    Liebste Grüße
    Julia

    Reply
    • Lina Mallon 15. August 2017 at 10:40

      Am besten im September! Ich liebe die Stadt im Herbst ❤️😌

      Reply
  • Julia 15. August 2017 at 13:44

    Toller Guide und im Jill war ich erst gestern und hatte tatsächlich die Capra zum Mittag. Meine absolute Lieblingspizza im Jill 🙂

    Reply
  • Geraldine 16. August 2017 at 09:03

    Ich war leider noch nie in Hamburg, werde mir aber deine Tipps offen halten, sollte ich mal da sein :)!

    Reply
  • Sophie 16. August 2017 at 11:23

    Woher ist denn dein toller Blazer auf den Fotos? Sorry falls du es schon verlinkt hast und ich einfach zu blind bin um es zu sehen! 🙂
    Alles Liebe, Sophie

    Reply
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