Ich hab noch nie einen Flug verpasst – bis heute? | Die karmische Extra-Meile

Was passiert, wenn vier von fünf Menschen für einen Einzelnen an einem Strang ziehen...

...Abflug 11:15

"Ich hab dir deine Bordkarte geschickt", steht auf meinem Bildschirm. "Schau mal auf deine Mail", kommt noch hinterher.
und dann: "Und in den Spam!"
Meine Bordkarte fehlt.

Wenn ich mich auf der wenig übersichtlichen Seite von Brussels Airlines neu einloggen möchte, teilt mir das System nur mit, dass meine Boardkarte bereits abgeholt wurde. Das stimmt ja auch, nur eben nicht von mir, sondern von meiner Freundin, die uns schon am Vortag gemeinsam eingecheckt hatte.  

"Ich nehme jetzt das Taxi, wir finden schon eine Lösung!", antworte ich ihr und ziehe die Wohnungstür hinter mir zu. Heute ist so ein Tag, an dem alles passt, also bestimmt auch das mit der Bordkarte. Um 08:00 Uhr habe ich meinen Hund noch zu einem Spaziergang überredet, um 09:00 Uhr mein Kleid aus der Schneiderei geholt, das ich unbedingt mitnehmen wollte, mir Brote geschmiert, um das Mittagessen im Flugzeug zu umgehen, ich habe sogar ein Müsli aus Quark und Bananen gemacht, meine Taschen sind gepackt, sämtliche Akkus sind geladen, ich habe 4 SD-Karten dabei, damit auch wirklich gar nichts mehr passieren kann, quasi die Krönung der sicheren Nummer –  jetzt ist es kurz vor 10:00 Uhr und ich fahre zum Flughafen. 
Sicher, es gibt Menschen, denen das zu spät wäre, aber ich habe kein Gepäck, muss nur durch eine Sicherheitskontrolle und bin diese Strecke so oft gefahren oder gefahren worden –  ich kenne die 18 Minuten bis nach Fuhlsbüttel auswendig. Ich werde vermutlich sogar noch Zeit für einen Kaffee haben.

Wir fahren über den Zubringer auf den zweispurigen Ring, ordnen uns auf die linke Spur ein, nehmen die letzte grüne Ampel noch mit, als wir urplötzlich stoppen. "Oh..", macht der Taxifahrer. 
"Oh Shit..", sage ich. 

Zwei Fahrbahnspuren stehen, wie mit dicker, rot leuchtender Marmelade überzogen, still. 
Ein paar Wagen hupen, keiner bewegt sich. "Können wir nicht umdrehen?", frage ich den Fahrer, aber der Stau hat schon unser Heck umflossen. Wir sind mittendrin – und gerade einmal am Anfang.

Bis 10:20 Uhr bleibe ich ruhig, um 10:25 Uhr schreibe ich meiner Freundin, um 10:30 kommen wir endlich über eine Seitenstraße zumindest weg von hier und quälen uns langsam durch die 30er Zone erst hinter einem geiwssenhaften Müllfahrzeug her und schließlich auf die alternative Zufahrtstraße. 
"Wir kriegen das hin, von hier aus sind es nur noch 14 Minuten oder so..", meint der Fahrer. ich nicke. 
Den Kaffee werden ich ausfallen lassen, aber ohne Gepäck und mit Bordingpass sollte ich es trotzdem rechtzeitig an mein Gate schaffen. 

Ach  – der Bordingpass. 

Ich habe noch nie einen Flug verpasst.

... und ich bin schon so oft viel zu spät gewesen, ich habe schon so oft im Stau gestanden und schon viel Kummer mit der deutschen Bahn erlebt, viele Flugverspätungen mitgemacht, bin schon unzählige Male ohne Gepäck in einen Anschlussflug gestürzt. Ich weiß, dass es immer, für alles, eine Lösung gibt. Vielleicht nicht immer eine bequeme, aber immer eine alternative. Wer beim Reisen flexibel bleibt, nicht aufgibt, ab und zu mal sprintet und sich schnell neu orientiert, statt sich zu lange zu ärgern, der kommt an. Immer. 

Vielleicht hatte ich bisher viel Glück. Vielleicht ist es aber auch ein gewisses Karma. Ich glaube einfach daran, dass eine gute Tat auch eine weitere gute Tat anstößt, die irgendwann zu mir zurückkommt. 
Wenn ich einer Großfamilie meinen Fensterplatz überlasse und dem Sicherheitspersonal seinen Job erleichtere, bleibt das Gate vielleicht beim nächsten Mal zwei Minuten länger auf. Ich glaube an gute Taten. 
Und daran, dass wenn jeder nicht nur tut was er muss, sondern was er gerade kann – alle es ein bisschen schöner und leichter haben. 


"Hi", sage ich am Schalter.
"Ich habe leider meinen Bordingpass nicht herunterladen können, würden Sie ihr mir neu ausstellen?"
Der Mitarbeiter nickt zum Automaten herüber. Ich schüttle den Kopf. "Das habe ich versucht, aber da kommt eine Fehlermeldung." 

Er nimmt wortlos meine Papiere, tippt sie in den Computer. 
"Tut mir Leid, der Check-in ist schon geschlossen." 
"Ich weiß, ich bin leider wirklich spät dran. Ich bin aber auch schon eingecheckt, ich brauche nur die Bordkarte noch einmal."
"Ich komme leider nicht ins System. Versuchen Sie es mal am Gate.." 
"Ohne Bordkarte komme ich ja aber leider nicht zum Gate.."
"Warum sind Sie überhaupt so spät?" 
"Ich stand leider im Stau.."
"Dann muss man früher losfahren..." 

Ich nicke. Natürlich könnte ich genau so gut ein Reisender mit verspätetem Anschlussflug sein, der noch einmal durch den Check-In musste. Ich könnte eine Bahnreisende sein, die es gerade so zum Schalter geschafft hat, nachdem sie zwei Stunden in einem Regionalzug auf das Ende einer Streckenstörung gewartet hat.
Bin ich aber nicht. Ich bin einfach in einen Stau gefahren, den ich nicht vorhergesehen habe, aber nach oft gutbürgerlicher Meinung hätte ahnen müssen. 

"Würden Sie bitte trotzdem noch einmal schauen, ob Sie mir helfen können? Ich wäre Ihnen wirklich dankbar!"
"Mehr als ins System schauen kann ich nicht. Und das System ist zu."

*** 

Zwei Minuten später stehe ich am Schalter der Bundespolizei, in der Sekunde, in der ich verstand, dass ich am Schalter keinen Zentimeter weiterkommen würde, schaltete mein Gehirn direkt zur nächsten Option weiter, die finale Belehrung des Mitarbeiters hörte ich gar nicht mehr.

Ich erinnerte mich daran, dass man hier einen Ausweis für den Gate-Bereich bekommen kann und in Begleitung der Bundespolizei das Gate aufsuchen darf. Ich weiß das, weil ich schon mal einen vergessenen Pass einer Freundin in letzter Minute hinterherbrachte. Und ich hoffe, dass ich meine Karmapunkte jetzt wieder einsammeln kann. 

"...ich weiß, wie viel das verlangt ist, aber können Sie mir bitte, bitte helfen? Sie würden wirklich eine gute Tat vollbringen.." 

"Ich verbringe hier nur gute Taten..", murmelt der Bundespolizist mehr sich selbst als mir zu und holt ein Formular heraus, dann schaut er kritisch zur Uhr. "Das wird eng... wirklich eng." 

Dann schreib schneller .. , denke ich.
"Kann man vielleicht am Gate anrufen?", frage ich. 
"Das kann man natürlich machen.." 
"Und würden Sie?" 
Er schaut mich an. 
"Warum sind Sie eigentlich so spät hier?" 
Dann zuckt er mit den Schultern. 

"Ach – ist ja eigentlich auch völlig egal. das passiert eben. Ihre Papiere stimmen und ich rufe da jetzt an. Wir kriegen Sie schon zum Gate. Aber ab da kann ich nicht mehr helfen.." 
Am Telefon macht er mehrmals "Hm", gibt meinen Namen durch, buchstabiert ihn sogar, dann legt er auf. "Die wissen jetzt. dass Sie kommen!"

Er stempelt mein Formular ab und gibt es mir in die Hand. Ich bedanke mich für jede einzelne Seite, es sind fünf. 

"Kennen Sie den schnellsten Weg?"
"Zum Gate? Da vorne durch die Fast Lane oder...?"
"Nein, einfach mir folgen!" 
Er nimmt mit einem Augenzwinkern seine Jacke  – und bringt mich durch die Sicherheitsabteilung.

 

***

"Girl, deine Bordkarte liegt hier!  Da ist ein großer Mann mit blonden Haaren, der weiß Bescheid, der lässt dich mit deinem Pass durch!" – schreibt mir meine Freundin. Großer, blonder Mann. ok. Bordkarte ok. Ich wusste, dass das klappt. Es geht immer gut aus, wenn man nur will. 

***

Meine Drohne muss durch den Sprengstofftest. Und mein Macbook auch. Und obwohl ich schon von weitem rufe, dass ich das Quarkmüsli in meinem Rucksack auch sofort zurücklassen würde, muss es noch einmal geprüft werden. 
Sorgfältig und ungestört von meiner Nervosität tupft die Sicherheitsmitarbeiterin sich durch mein Handgepäck. 
"Entschuldigen Sie?" 
"Ja?" 
"Ich weiß, hier kommen täglich gestresste Leute an. Und die haben miese Laune und die finden das hier alles überflüssig. Und ich weiß, dass sie nur ihren Job machen. Aber daran, wie schnell sie Ihren machen, hängt gerade, ob ich meinen antreten kann. Würden Sie – und bitte verstehen Sie das nicht falsch – das vielleicht ein bisschen beschleunigen? Bitte?" 
Ich habe alles auf eine Karte gesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Sicherheitsmitarbeiterin mir jetzt eine Lektion erteilt und auch die Kamera noch untersucht, liegt bei 93%.
Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen, DHL-Boten und das Finanzamt sind die drei Größen des Alltags, die du einfach nicht verärgern willst. Niemals. Am liebsten würde ich die Augen zumachen, während ich auf ihre Reaktion warte. 

Dann grinst sie. "So nett hat mich aber schon lange niemand mehr gebeten mich zu beeilen!"
Sie schaut auf den Bildschirm, wartet auf ein paar grüne Haken und nickt dann: "Beide Daumen sind gedrückt!" 

Ab hier her renne ich nur noch. Ich kenne den Sprint zum Gate, ich habe ihn noch nie verloren, nicht einmal die Kür bis ans K-Gate des Münchener Flughafens in unter 5 Minuten. Also los, C13, noch 50m, noch eine Rolltreppe, noch eine Drehtür und .. 

"Frau Mallon?"
"Ja?!" 
Der kleine Mann mit den braunen Locken kennt meinen Namen, er steht noch dort, der Monitor ist noch an, das Flugzeug noch da, er wartet auf mich. 

"Das System ist zu, da brauchen Sie auch nicht mehr rennen." 
"Nein...bitte nicht."
"Doch." 
"Können Sie wirklich nichts mehr tun? Das Flugzeug steht doch sogar noch da", frage ich und halte mich an seinem Pult fest, 
"Nein.." 
"Aber – aber der Bundespolizist hat doch sogar angerufen! Er hat mich sogar extra..."
"Das muss bei meinem Kollegen gewesen sein. Der Flug ist zu." 
"Aber .. es ist doch gerade mal.." 

Er antwortet mir nicht mehr. Er hat getan was er musste. Nicht was er konnte. Er geht die Rolltreppe nach oben und lässt mich im Untergeschoss des Hamburger Flughafens stehen.
Um 11:15 sollte mein Flug in den Startprozess gehen. 
Noch bis 11:35 steht die Maschine still. Meter von mir entfernt.

Um 11:44 schreibt mir meine Freundin, die ohne mich jetzt nach Kreta fliegt, dass wir das schon irgendwie hinbekommen. 

"Ich ärgere mich so sehr. Die Crew hat mir gerade gesagt, dass sie von Nichts wussten, sie dachten das Boarding ist completed. Der blonde, große Mitarbeiten war so bemüht – aber sein Kollege war schon die ganze Zeit mürrisch."

Um 11:50 buche ich mir einen neuen Flug, der um 16:00 Uhr abheben soll. Die Umsteigezeiten sind so knapp, dass ich wieder viel Glück brauchen werde. So wie so oft. 

Vier Menschen haben heute getan, was sie konnten, ich habe getan, was ich konnte. ein Mensch in der Kette, der entscheidende, hatte keine Lust auf die Extrameile, die ihn 3 Minuten gekostet und mir den Tag gerettet hätte. 
Er musste sie nicht gehen. Ich darf es weder voraussetzen noch von ihm verlangen. Und trotzdem frage ich mich, warum ihm das, was er vertraglich muss, so viel wichtiger war, als das, was er darüber hinaus noch könnte, trotzdem fühlt sich dieser erste verpasste Flug meines Lebens, so unglaublich willkürlich und so unnötig an. 

Am Ende war es nicht die halbe Stunde, die ich hätte früher losfahren können. nicht der Stau, nicht eine Bordkarte die sich nicht herunterladen ließ, nicht ein Sprengstofftest, vielleicht nicht einmal dieser eine Mensch mit braunen Locken. Es war Pech. Und Pech haben fühlt sich immer blöd an. Aber noch blöder, wenn ein Einzelner es hätte in Glück verwandeln, einem anderen Menschen den Tag retten können. Und das so leicht gewesen wäre. 

 

Ich spare mir die Kundenmail an Brussels Airlines. Eine ganze Airline, ein ganzes Serviceportal kann nichts für die Arbeit ein paar weniger, die das Bodenpersonal hier in Hamburg betreuen.

Aber ich denke an den Kapitän der KLM, der in der letzten Woche bei einem unangekündigten Streik nicht tat, was er musste, sondern was er konnte. Und uns damit 1 Stunde früher als erwartet ans Ziel brachte, der mehreren Menschen ihren Start in den Urlaub rettete, der eine Stunde lang am Gate Fragen beantwortete, sich selbst ans Telefon klemmte und Schnelltransfers und Parkposition organisierte, der für entspannte Stimmung sorgte, damit vielen Menschen ihre Arbeit erleichterte und sogar Getränke für seine wartenden Gäste ausschenken ließ. Der tat – was er eben konnte und wollte. Oder ich denke an den Mitarbeiter des Bodenpersonals am Gate in Schipol, der für eine junge Frau, die unbedingt am Fenster sitzen wollte, sogar noch einmal durch ein ganzes Flugzeug ging, um es für sie möglich zu machen. Menschen machen den Unterschied. 

Und vielleicht macht diese kleine Geschichte ja heute für ein paar von euch den Unterschied – um einen Unterschied für andere zu machen. Sie muss natürlich nicht, aber sie kann.

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Comments

  • Sehr schade, dass du deinen Flug verpasst hast. Aber deine Geschichte hat mich gerade total gefesselt und ich versuche heute noch irgendjemanden etwas Gutes zu tun und zu helfen wo ich kann 😉

  • Ein wunderbarer Beitrag, der zum Umdenken bewegt. Ich werde mich in Zukunft noch mehr bemühen, Dinge zu tun die für mich keinen großen Aufwand bedeuten, aber für den Gegenüber die Situation oder gar den Tag retten können. DANKE!

    • DANKE dir <3Immer, wenn es für dich 3 Schritte mehr sind, könnte es für einen anderen Menschen ein ganzer Tag sein. <3

  • Ach Lina 🖤
    Welch ein unaufgeregter, lieber Beitrag. Ich hab mich beim lesen schon aufgeregt..touché für deine Geduld und deine positive Sicht!
    Gute Reise!

  • Es lohnt sich die Extrameile zu gehen – immer. Bin da ganz bei dir!
    Wie immer: ein toller Text! Du schreibst einfach super 🙂 ich freue mich schon auf dein Buch und hoffe, dass das nächste Mal einfach wieder alles klappt 🙂

    Liebe Grüße
    Lea

  • Mega text Lina!
    Echt blöd mit dem Flug, und das wirklich ein paar Minuten fehlten. Ich hoffe auch immer auf kindness, leider verliert man da schon mal. Freut mich, dass manche Mitarbeiter wirklich auf deiner Seite waren!

  • Liebe Lina,
    ich bin diesen Menschen so dankbar die eben genau so handeln. Die tun was sie können nicht was sie müssen. Ich bedaure es, dass dann die letzte Instanz so ignorant war…

    Vor 2 Jahren war ich viel zu spät dran für meinen Flug nach Wien von wo aus der nächste Flieger nach Thailand ging. Ich kam zum Check-in zu Austrian Air …. alles leer. Nebenan 2 Damen von der Lufthansa. Verzweifelt fragte ich nach ob man mir helfen könne. Dame 1 lachte nur. „Sorry wer so spät kommt verdient es nicht anders.“ Sie ging. Lies mich völlig aufgelöst stehen. Es war Menschenleer. Ich hatte keine Chance mehr.

    ABER Dame Nummer 2 schaute mich an. „Sie sind wirklich spät dran. Ich weiß nicht ob ich ihnen helfen kann. Aber ich kenne zufällig die Leute aus der Maschine“ „Wenn ihnen das Glück heute zur Seite steht, erreiche ich da jemanden. Allerdings muss ihr Koffer da irgendwie zur Maschine… ich versuche jemanden zu finden…. Sie erreichte sowohl das Flugpersonal als auch jemanden der mir den Koffer zum Flugzeug gebracht hat.

    Das wars aber noch nicht… der Sicherheitscheck… ich hatte besagten Typus der nur Vorwürfe hatte statt sich zu beeilen und eine sch… Nagelfeile die ich im Rucksack vergessen hatte… Nach dem gefühlt unendlich langen Sicherheitscheck sagte man ohne weitere Kommentare „da lang… Grade aus…. “

    Und da stand ich . Auf einem Flugfeld… ohne Bus… das Flugzeug nicht in Sicht. Im dunkeln konnte ich kaum etwas sehen. Rannte übers offene Feld. Wurde beinahe von einem Bus überfahren der mich nicht sehen konnte… Suchte das Flugzeug… Orientierte mich am roten Flügel… und… landete bei Turkish Airlines. Ich stand vor diesem Flieger und weinte bitterlich. Es war der Pilot der runter kam, mich an die Hand nahm und zu meinem Flieger brachte.

    8 Wochen später habe ich eine Freundin zum Flughafen gebracht und die Frau wieder gefunden die mir beim Check-in geholfen hat. Ich kaufte Pralinen und eine Karte. Stellte mich in die Schlange. Sie hat mich nicht gleich erkannt. Aber dann wusste sie wer ich war. Ich war den Tränen nahe und ihr soo unendlich dankbar. Sie hat mir den Urlaub gerettet. Sie hat sich so sehr gefreut und noch heute muss ich fast ein paar Freudentränen vergießen weil sie so herzlich war. Ich hätte nicht einfach ein neues Ticket kaufen können. Es war ein Nachtflug und das der letze Flug an diesem Tag.

    Seit diesem Tag sammle ich auch ordentlich Karma Punkte. Und versuche ebenfalls ein Mensch zu sein der tut was er kann nicht nur was er muss. Ich wünsche dir einen wundervolle Zeit auf Kreta! Lass den Tag hinter dir. Liebe Grüße

    • Okay, ich sitze an Gate A18 und vergieße ernsthaft Tränen über deinen Kommentar. Das ist eine SO gute Geschichte.
      <3 <3 <3
      Ganz, ganz viel Liebe an dich!

  • Eine wirklich schöne Erzählung, Lina! ♥️
    Ich vermisse dieses Gefühl und kleine Gesten des Miteinanders und Füreinanderes leider manchmal etwas hier in Deutschland. Dabei ist es oft so leicht und eine kleine Geste kann für jemanden eine große Bedeutung haben. Hier definitiv auch Team „Do good & good will come to you!“ ✨

  • Ich find das grad irgendwie wahnsinnig toll, wie so eine „simple“ Flugverspätungsgeschichte so viel Inhalt enthält. Außerdem fand ich es super aufregend zu lesen haha 😀

    Ich find auch solche Kommentare wie mit „warum sind sie eigentlich zu spät“, das kann man sich sparen, das hilft niemanden. Und mich macht es so oft so traurig, wie schwierig es oft ist, freundliche, hilfsbereite Menschen zu finden. Meine tollsten Geschichten die mit so etwas zu tun haben, sind leider alle im Ausland entstanden. England und USA am allermeisten. Das find ich irgendwie schade. Ich gebe mir auch immer so viel Mühe freundlich und nett und bemüht zu sein. Biete Pärchen an, von ihnen Photos zu machen wenn sie versuchen sich mit einer Sehenswürdigkeit auf den Handybildschirm zu quetschen und alles was einem halt noch so im Alltag begegnet. xD

    Was schönes: Eine Freundin von mir ist als wir nach England gezogen sind, nachts versehentlich (leicht angetrunken) 3 Stationen zu weit gefahren und saß dann weinend an der Endstation. Der Zugführer kam vorbei und meinte warum sie weint und hat sie daraufhin nachts um 3, die drei Stationen zurück zu ihrer Station gefahren. Das durfte er eigentlich nicht und Feierabend hatte er auch noch (nachts um 3). Sowas macht mich glücklich 🙂

  • Also im Moment weiß ich auch nicht so ganz was los ist aber ich habe gerade Tränen in den Augen weil ich so traurig darüber bin, dass du den Flug verpasst hast. Ich glaube es sind die Hormone. 😀
    Jetzt mal einen großen Lob an deinen Schreibstil. Wow. Ich lese und lese und merke nicht wie ich in den Bann gezogen werde, schafft sie es, was kommt jetzt, hilft er ihr…und dann die Enttäuschung. So gut geschrieben, ich liebe ja immer deine Texte aber bei dem war gerade wieder mal diese kleine Note mit dabei die es ausmacht. Und ich werde heute mal ganz bewusst nicht das machen was ich muss sondern kann. 🙂

  • Lese das und habe Tränen in den Augen. Weil es einfach stimmt! Manchmal sind es die ganz kleinen Taten, die für jemand anderen etwas ganz großes bedeutet. 🖤

  • so, so schön geschrieben.
    Hoffentlich denken immer mehr Menschen an ihr Karmakonto.
    Ich jedenfalls bin davon überzeugt..

    Ganz viel Liebe an dich.
    Ohne dich zu kennen, meine ich jetzt schon behaupten zu können, dass du etwas ganz Besonderes bist! Lass dich nie unterkriegen!

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