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STÄDTETRIP: HELSINKI WIE EIN LOCAL ENTDECKEN

Für den Fall, dass du gerade Reiseshnsucht hast und dir überlegst, welchen Ort du einfach mal für einen spontanen trip besuchen und erleben kannst, hier kommt ein Tipp, hier kommt vielleicht sogar schon dein nächstes langes Wochenende: Helsinki, die finnische Hauptstadt. Hier kommt ein #traveldiary über einen der ehrlichsten, ungezwungensten Orte Europas..  

"EXPERIENCE HELSINKI LIKE A LOCAL"

Der weiße Dom, ein Wahrzeichen Helsinkis, dessen Charme vielleicht auch den der ganzen Stadt beschreibt: understated, wenig plakativ und wenn man richtig hinsieht –  ganz besonders. 

ANREISE

Der einfachste Weg nach Helsinki zu kommen ist ein Direktflug mit Finnair (einer der entspanntesten Fluggesellschaften überhaupt! Ich bin schon ein paar Mal mit Finnair auch nach Tallinn, Ivalo oder Riga geflogen und fand es großartig! Finnair ist außerdem eine der Fluglinien, die auf eine emissions- und geräuschreduzierte Landung setzt, um Belastungen innerhalb der Möglichkeiten zu verringen. ) 

Ab Hamburg geht mehrmals täglich ein Flug in die Hauptstadt. Die Kosten dafür variieren, aktuell finden sich für den Februar aber Angebot zwischen 190-220€ für ein verlängertes Wochenende. 
Die Flugdauer beträgt ca. 2h, der Flughafen selbst ist 18km von Stadtzentrum entfernt, das man sowohl mit dem Mietwagen, dem Taxi, Uber, aber auch der Bahn (Ringbahn) erreichen kann. Es fährt sowohl ein P-juna (P-Zug), als auch ein I-juna. Beide fahren den Hauptbahnhof an (unser Apartment lag nur 300m entfern davon), viel kann also nicht falsch gehen, der P-Zug ist mit 28 Minuten Fahrtzeit der schnellere. 

Alternative: Wer auf eine Flugreise verzichten möchte, der kann ab Hamburg binnen ca 38h mit dem Zug und der Fähre Helsinki erreichen. Täglich fährt Finnlines in 29 Stunden ab Travemünde direkt nach Helsinki. Travemünde wird stündlich mit Regionalzügen ab Lübeck angefahren, kann natürlich aber auch mit dem Auto oder Zügen aus ganz Deutschland (dann muss man umsteigen oder parken) erreicht werden. Es gibt außerdem noch die Möglichkeit über Schweden oder Dänemark mit dem Zug einzureisen, macht euch da einfach via Google schlau. 

 

UNTERKUNFT // #myhelsinki

Wir schlafen in der #myhelsinkiresidence, einem Apartment in der Innenstadt, das das ganze Jahr über für Reiseblogger, Fotografen oder Storyteller aus aller Welt zur Verfügung steht.
Der Deal: man besucht die Stadt, lebt für ein Wochenende oder sogar eine Woche im Apartment und hat damit eine lokale, entspannte und kostenfreie Unterkunft, erlebt Helsinki vollkommen individuell und kommt im besten Fall mit tollen Bildern und ganz eigenen Geschichten zurück. 

Falls ihr ein solches Apartment buchen möchtet, findet ihr hier mehr Infos!

random facts part 1

  1. Basics zuerst: Helsinki ist die Hauptstadt von Finnland. Im Juni 2018 leben in Helsinki etwa 650.000 Menschen. Das Stadtgebiet der Stadt hat 1.231.595 Einwohner.
  2. Im jüngsten UN-Bericht heißt es, Finnland sei jetzt das zufriedenste Land der Welt und das obwohl Helsinki zb. eine der kältesten Hauptstädte der Welt ist und das Land zu den TOP 5 der dunkelsten (= Tageslicht aufs Jahr gerechnet) Orten der Welt gehört. Die skandinavischen Länder sind im Allgemeinen immer an der Spitze, klar, aber Finnland hat letztes Jahr einen starken Anstieg von Nummer 5 auf Nummer 1 gemacht.
  3. In Finnland gibt es mehr Saunen als Autos - schätzungsweise 2 Millionen, verglichen mit 5,5 Millionen Einwohnern. Es gibt in fast jedem Haus, auch in öffentlichen Gebäuden, mindestens eine Sauna, öffentliche Saunen sind dafür spärlich, braucht ja auch keiner mehr. (Gerade wachsen sie trotzdem wieder)
  4. Ouch: die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen in Finnland werden anhand des Gesamteinkommens des schuldigen Fahrers berechnet. Das heißt in der Praxis: als Millionär in Finnland kann man für ein Speeding-Ticket schon mal 100.000€ bezahlen. Also: vorsichtig fahren, denn die Tickets werden auch nach Deutschland überstellt.
  5. Finnen sind Coffee-Addicts. wie viele Tassen pro Jahr sind schwer zu schätzen, aber der durchschnittliche Finne wird pro Jahr bis zu 12 Kilogramm Kaffee konsumieren! Weil die Finnen ihre Verantwortung in der internationalen Verbraucherkette erkennen ("Wenn wir unseren Konsum oder die Beschaffung nicht anpassen, werden wir in naher Zukunft ein Problem bekommen" – Elisabeth), unterstützen die Regierung als auch verschiedene Organisationen das Projekt eigenen Kaffee in Finnland anzubauen und ernten zu können, um die ausgelaugten Böden in den Kaffee-Regionen zu entlasten. 

Wir reisen für ein langes Wochenende nach Helsinki. Eingeladen hat uns #MyHelsinki,  ein Destinationsbüro, dass sich um die Bereitstellung von wirklich guten Tipps und Informationen für Touristen kümmert. Aber eigentlich wird die Beschreibung "Informationsbüro" dem Projekt kaum gerecht. Die Homepage ist keine einfache Anlaufstelle für Reiseinfos, sondern vielleicht der beste virtuelle Reiseführer, den ich je gesehen habe. Ehrlich, dieses travel diary hier ist ein kleiner Auszug, gefüllt mit all den Erlebnissen, die wir in 76h packen konnten, aber #myhelsinki ist wie ein riesiges Magazin voll mit all den Insides und Bildern, die du brauchst und suchst, die aktuell sind und einfach meinen Nerv treffen, die dir nicht nur allgemeine Ideen, sondern direkte Adressen vermitteln und vor allem richtig Bock auf Helsinki machen. Solltet ihr nach diesem Beitrag wirklich über einen Städtetrip nachdenken, klickt wirklich mal rüber auf die Page, der ich mit diesem Beitrag gar nicht gerecht werden kann. 


Eines der Highlights übrigens: ihr könnt alles was euch gefällt direkt auf eure virtuelle To-Do Liste setzen, habt immer im Überblick über euer eigenes Programm oder die Dinge, die ihr unternehmen wollt, seht aufgelistet, welche Bars, Shops oder Aktivitäten euch interessiert haben und verliert damit nichts aus den Augen. (Ihr kennt den struggle der 76 geöffneten Tabs vor der Reiseplanung, in denen man dann nie wieder dieses eine Restaurant wiederfindet, auf das man zufällig gestoßen war? Eben.)


Als wir die Koffer abstellen und uns mit einem Glas Wein in den Wintergarten setzen, wird uns sofort bwwusst, dass wir niemals alle Aktivitäten, die uns das survival kit vorschlägt, auch machen können. Wir müssen uns entscheiden, einen Fokus setzen –  Kunst und Kultur? Shopping? Spaziergänge durch den Designdistrict und die Vinyl-Schätze der Stadt? Die Inseln um Helsinki erkunden? Ausflüge in Naturschutzgebiete einplanen? 
Vielleicht einen ganzen Saunasonntag?
Weil das Wetter eher rau und regnerisch angesagt ist, entscheiden wir uns für Kunst, Kaffee und gutes Essen, planen einen Spa-Vormittag und einen generellen Bummel durch die Stadt und entlang ihres Hafens.

Unser erster Spot: ein spätes Dinner und Drinks im Ultima... 

ULTIMA RESTAURANT – SUSTAINABLE DINNER

Ultima ist ein experimentielles, nachhaltiges Restaurant. Die beiden Gründer und Köche Henri Alén und Tommi Tuominen streben nachhaltigen Hedonismus an und setzen in ihrer Küche die innovativsten Lebensmittel- und Landwirtschaftstechnologien ein.

Ich schrieb schon am Anfang des Artikels von dem Projekt Kaffee in Finnland anzubauen, um wichtige Böden vom Massenanbau zu entlasten und Transportwege zu verringern, diese beiden unterstützen das Projekt und treiben es voran, außerdem sind sie auch die Köpfe hinter den air potatoes, die unter anderem im Restaurant gezüchtet werden, einer Kartoffelart, die in der Luft und ohne die Ressource Erde erntereif werden kann. 
Generell arbeitet das Restaurant zu 90% mit finnischen und lokalen Resspurcen, nimmt seine Verantwortung ernst und kombiniert sie dennoch mit sehr viel Leidenschaft für Küche und gutes Essen. 

Während unseres Dinners, haben Ines und ich immer wieder Fragen gehabt, wollten mehr zum Konzept oder auch der Herkunft von einzelnen Zutaten wissen – und wir bekamen jedes Mal eine fundierte Antwort und sogar noch mehr Input. Das allein war schon beeindruckend. 

Weil das Restaurant nicht nur mit Kartoffeln, Wein oder Kaffee experimentiert, sondern auch mit neuen Proteinquellen, gab es als Vorspreise einen cricket cake mit Süßkartoffelmousse und eben – knusprigen Grillen. Ich hab ihn probiert und fand ihn einfach großartig! 


Ein 5-Gänge Menü kostet übrigens 74€, exklusive der Drinks, was ich unheimlich fair fand.  (Aber Achtung, gerade Wein und importierter Alkohol sind in Finnland generell unheimlich teuer!) 

Das hier sind zum Beispiel die aktuellen Gänge: 

1. Malmgård-Waffel mit gegrilltem Burbot (Fisch)

2.Knusprige Maränen (Fisch)

3 Würziger Topinambur (Jerusalem Artischoke, unheimlich lecker!) mit Sonnenblumenkernen

4. Gebratener Zander mit süßen Zwiebel und Sahnesauce

5. Lakritzmousse mit Rosennuance

MEHR RESTAURANTS

Maanos  –  Maannos ist ein Restaurant mit einer Ideologie, die auf finnischen Produkten und Naturbewusstsein basiert. Fleisch und Fisch sind in dieser Küche keine Essentials, sondern wieder die Besonderheiten, die sie auch früher ausmachten, bevor der Massenkonsum einsetze. Das Zentrum der Gerichte bildet darum Gemüse. 

Vibami – vietnamesisches SoulFood in gemütlicher Atmosphäre! 

YESYESYES – früher mal die Location für einen klassischen McDonalds, heute ein vegetarisches Restaurant, vom Interior eines romantischen Diners inspiriert, das gute Drinks und klare, einfache, aber hochwertige Gerichte anbietet. (Ich hatte das rote Risotto mit viel Parmesan!)

Story Kortelli – Das Story ist ein modernes nordisches Café-Restaurant im 5. Stock des Kamppi Shopping Centers. Als ich das las, dachte ich erst an einen klassischen food court uns wollte es gerade von der Liste streichen, als es mir noch einmal persönlich empfohlen wurde (Danke noch einmal liebe Kathrin !) – tatsächlich ist der Vibe aber nämlich total entspannt, das Restaurant wunderschön eingerichtet und die Salmon Soup eines der signature dishes für Finnland, bzw. Helsinki, das ich fast verpasst hätte. 

Jord – entspannte, organische Küche in einer ungezwungenen Atmosphäre mit ziemlich spektakulärem Blick auf Helsinki.

MEHR BARS

Goldfish vielleicht der beste Whiskey Sour der Stadt, experimentielle Cocktails und eine klassisch urbane Atmosphäre

Ohrana – Hier gibts vor allem das Bier der eigenen Brauerei, die sich im Untergeschoss direkt unter der Bar befindet. 

The Bull and the Firm – man sucht ein bisschen danach, denn die bar ist ziemlich versteckt, dafür aber auch ein echter Geheimtipp mit guten, ehrlichen Drinks! Probieren: den klassischen Old Fashioned, der hier irgendwie seinen ganz eigenen Twist hat! 

MUSEUM DAY AMOS REX –
TEAMLAB EXPERIENCE

Guter, starker Kaffee (hier hab ich mich übrigens auch in den MoccaMaster verliebt, der jetzt auch in meine Wohnung einzog..), ein paar Mails und Blaubeer-Frischkäse-Toast – eigentlich hätten wir längst in einem der vielen Cafés sitzen sollen, aber das Wetter ist ungemütlich und das Apartment viel zu schön, um es nicht wenigstens einen Morgen lang zu genießen. 
Ein süßes Detail: jeder Besucher der #myhelsinkiresidence kann einen persönlichen Gegenstand, ein Andenken oder einfach nur eine kleine Notiz hinterlassen. Wir finden Nachrichten aus Tschechien, Russland, aus Spanien, Italien  – und hinterlassen natürlich auch eine. 

Gegen 10:00 Uhr spazieren wir zum Amos Rex Museum, das knappe 15 Minuten Fußweg von uns entfernt liegt und unter anderem von der BBC zu einer der innovativsten, neuen Architekturen Europas des Jahres 2018 gekürt worden ist.
Ich hatte schon vorher von der TeamLab Installation gelesen, die gerade im Kunstkorridor des Museums vorgestellt wurde und wollte sie unbedingt einmal erleben. 

Das 500-köpfige Kunstkollektiv, dem nicht nur Künstler, sondern auch Programmierer, Animatoren, Mathematiker, Architekten, Grafikdesigner und Autoren angehören, kreiert mit seinen Installationen eine neue, frei konfigurierbare Realität. 
Die ganze Installation lebt davon – dass wir sie erleben, auf uns wirken lassen und aufnehmen und formen. Leider ist die Ausstellung in Helsinki gerade beendet.

Ein weiteres Highlight kommt im Frühling: ab dem 06. März zeigt StudioDrift hier neue Installationen! 

 

DER WEISSE DOM &
DIE ALTE MARKTHALLE

Als das Wetter aufklart, endlich Licht in die Straßen schickt und die Stadt mit ihren Farben und ihrer Architektur richtig sichtbar macht, zieht es uns aus dem Museum zurück ins Freie. Wir laufen bis zum weißen Dom, für den Helsinki so berühmt ist. "Er ist keines von diesen Wahrzeichen, das auf jeden Menschen die gleiche Wirkung hat, jeden  mit seiner eigenen Präsenz einnimmt. Er lässt mit dieser weißen Fläche Geschichten zu, ist viel offener und wird erst durch unseren Blick wirklich lebendig, erzählte uns Elisabeth. als wir sie für einen Kaffee und ein paar Tipps treffen.


Ich erinnere mich an ihre Worte, habe sie im Hinterkopf, als wir immer näher an das runde Gebäude herankommen... wie sehe ich diesen Dom? Wie wirkt er auf mich?

Ich sehe ihn unter blauem Himmel und hinter bunten Wipfeln, kleinen Cafés und diesem verstecktem Plattenladen, in dem ich ein altes Queen-Album auf Vinyl kaufte. Ich sehe ihn nicht über dieser Stadt trohnen, sondern als Teil von ihr, vielleicht sogar ein bisschen versteckt. Und vielleicht ist dieses eine Bild, das ich schoss, auch eines meiner ganz persönlichen TOP 10, der schönsten Aufnahmen, die ich auf einer Reise bisher machte. 

 

Ein anderes Wahrzeichen der Stadt, ist die alte Markthalle am Hafen, der perfekte Ort für einen späten Lunch, wenn man noch viel sehen, aufnehmen und trotzdem entspannt ein Brot mit frischem Fisch essen und ein gutes Bier trinken will. 
Die Atmosphäre ist echt, trotz der vielen Touristen authentisch, das Essen ist lecker und wenn man tatsächlich noch nach dem ein oder anderen travel gift sucht, das man für sich selbst oder Freunde mitbringen möchte. findet man hier sowohl richtig guten Tee, organische, handgemachte Produkte mit Mehrwert, gute Bücher oder Prints über Finnland oder Helsinki selbst, authentische Backwaren oder eben: Fisch!

was man sonst noch in helsinki machen muss!

1. Den Tag mit ein paar geschwommenen Bahnen starten! In den beheizten Atlas Sea Pools kann man auch bei Minusgraden noch draußen schwimmen und dabei auf den Hafen schauen – und danach in der Sauna entspannen! (Das war so ein guter Moment und eines meiner Highlights während unseres Trips! Leider hat es so sehr geregnet, dass ich die Kamera nicht herausholte)

2. Sich einfach in der Stadt verlieren, ab und zu mit einem heißen Kaffee aufwärmen, durch den Design District schlendern und dabei all die Läden entdecken, die man sonst übersehen hätte, generell hat Helsinki so viele kleine Boutiquen und Shops zu bieten!

3. Eine Food-Tour machen und dabei nicht nur die alte, sondern auch die neue Markthalle entdecken!

4. Gerade im Winter: #instagramgoals abhaken, Schlittschuhlaufen, Schnee genießen und beim Curling verlieren! (Ich bin fast neidisch, dass ich nicht jetzt noch einmal fliegen kann) 
Falls ihr euch traut (Ich will!): Eisschwimmen gehen! 

5. Was ich super gern gemacht hätte: die Sea Fortress besuchen

6. Ausblicke und Architektur genießen: die finnische Nationalbibliothek oder auch die Universitätsbibiliothek Helsinkis anschauen, das lohnt sich so sehr! 

7. Die ganzen kleinen Brauereien ausprobieren! 

SHOPPING 

Zwei Namen, bzw. Brands, die euch sofort einfallen, wenn ihr Finnland hört: Marimekko und Iitala (eine finnische Design-Marke, die auf Design-Objekte, Geschirr und Kochgeschirr spezialisiert, kennt jeder, auch wenn man nicht direkt realisiert, dass sie finnisch ist!)

Ich liebe das Geschirr von Marimekko und habe mir vor ein paar Jahren bereits zwei Tassen aus Helsinki mitgebracht (als ich genau 4 Stunden in der Stadt hatte und zwei Dinge tat: die Kathedrale ansehen und einen Marimekko Store aufsuchen!) – hinzugekommen ist die passende Kanne. Nehmt euch unbedingt die Zeit einfach ein bisschen in den vielen Flagship Stores zu stöbern! 

Ein anderes Label, das ich durch Zufall kennenlernte, weil ein paar Produkte in unserem Willkommens-paket im Apartment lagen (Danke noch einmal!): Lumene, ein Beautylabel, dessen Glow Essence mittlerweile zu meiner Tagesroutine gehört!

Ihr findet alle Brand auch im Stockmann, dem Kaufhaus in Helsinki, das allein einen Besuch für seine Architektur wert ist, aber auch einfach für die Vielzahl an (finnsichen) Labels, die dort zu finden ist. 

Mein persönlicher Gem war das Hippie Shake Records, in dem ich so rares 70er Vinyl fand, hier gibts aber auch noch mal eine Liste aller Plattenläden Helsinkis

 

CAFÉS

Um immer mal wieder das Koffein-Level während der ganzen Erlebnisse hochzufahren, kommen hier vier tolle Cafés in Helsinki, die wir getestet haben:

Fazer – der Klassiker, eigentlich sogar eine Ikone der Stadt. 1891 eröffnete die erste Filiale und für viele Einwohner Helsinkis ist Fazer einfach ein Ort voller Kindheitserinnerungen, wie zum Beispiel der heimlichen Eiscreme, die man sich hier mit dem Großvater geteilt hat. Ich hab hier ein riesige Tortenstück gegessen. ein Glas Wein dazu getrunken und danach noch 1kg (kein Witz) Schokolade gekauft.. ihr verpasst wirklich was, wenn ihr die nicht probiert!

Paulig Kulma – tausend Dank an Jasmin für diesen Tipp! Das Café gehört zu den Meeting Points in der Innenstadt, hat unglaublich guten Kaffee (den ich kaufte und für Freunde, als auch mich, mit zurück nach Hamburg brachte) und eine lässige Astmosphäre.


IPI Kulmakuppila – klein, niedlich, guter kaffee und sonntags ein Brunch! 

Tanner – urbaner Vibe, richtig gute Bowls und Waffeln, starker Espresso!

RANDOM FACTS TEIL 2

1. Es gibt den finnischen, zum gesetzt ernannten Ausdruck "Everyman's right", der bedeutet, dass Menschen aller Nationalitäten das Recht haben, die finnische Landschaft frei zu genießen und einer der Grundsteine für die outdoor culture Finnlands ist. 

2. Das Geschirr der finnischen Airline Finnair ist mit den Designs von Marimekko bedruckt (Kaffeebecher) und von der Iittala Manufaktur designed (Gläser)! 

3. Nicht zuletzt durch die Saunakultur in Finnland, ist #bodypositivity für viele Frauen in Finnland völlig normal und grundsätzlich. "Wir wachsen auch mit unseren Körper sehr gleichberechtigt auf, weibliche Körper unterschiedlichster Formen sind für uns absolut alltäglich und ich glaube schon, dass das einen positiven Einfluss darauf hat, wie wir uns gegenseitig und vor allem selbst wahrnehmen.", erzählte uns Elisabeth im Gespräch über Feminismus in Finnland

4. Überhaupt ist Finnland in Gleichstellungsfragen ein absolutes Vorbild! 1906 wurde Finnland zum ersten Land der Welt, das ein Gesetz verabschiedete, welches Frauen gestattete, nicht nur ihre Stimme abzugeben, sondern auch für die Wahlen zu kandidieren.

5. Was viele nicht wissen: die Mumins, erfunden von Tove Jansson und mittlerweile Kulturerbe des Landes, waren ihrer Zeit weit voraus und eigentlich viel mehr eine Gesellschaftskritik, als ein Kinderbuch, in dem Jansson die Geschichten aus dem Mumintal erzählte, in denen man aber auch versteckte Lektionen über  Gleichberechtigung, Homosexualität  (die bis 1971 in Finnland illegal war!) und freien, hedonistischen Entscheidungen finden kann.

6. In Finnland gibt es noch immer zwei offizielle Sprachen: finnisch und schwedisch. Hintergrund ist die lange Zugehörigkeit zu Schweden und dementsprechend der große Einfluss des Landes.
Erst am 06. Dezember 1917 wurde Finnland final unabhängig (dieses Mal emanzipierte sich das Land von Russland) und konnte sich selbst als Staat neu erfinden, auch die eigene Sprache in den Mittelpunkt rücken. Noch einer viertel Million der Einwohner Finnlands spricht schwedisch als erste Sprache.

Vielen, vielen Dank an Finnair, an #myhelsinki und vor allem die  lieben Mädels, die mich mit Tipps, Infos, Lunchdates und all diesen Möglichkeiten versorgt haben! Es war großartig in Helsinki – nur viel zu kurz! Ich hab noch hunderte mehr Ideen auf dem Zettel und hoffe, dass ich es dieses Jahr noch einmal nach Helsinki schaffe!

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Comments

  • Liebe Lina,
    das ist wirklich der schönste Blogbeitrag, den ich bis jetzt 2019 gelesen habe.
    Man merkt richtig, wie sehr dir die Stadt gefallen hat und ich freue mich nun noch
    mehr darauf die Stadt selbst zu bereisen.
    Vielen Dank für die ganzen tollen Tipps und Fotos.
    Hab noch eine schöne Woche!
    Ganz liebe Grüße, Marie von HoseOnline.de

  • Man Lina ey…die Liste der Ziele, die ich schon wegen deiner Geschichten besucht habe, wird immer länger und auch obwohl Helsinki von den skandinavischen Städten bei mir bisher nicht ganz oben stand, wird sich das wohl ändern. Solltest Du irgendwann mal einen Reiseführer zu Random Worldwide Destinations oder so schreiben, ich würde ihn kaufen. 🙂

  • Diese Fotos! Wunderschön 🙂
    Bin immer wieder überwältigt von deiner Kunst, einfache Alltagssituationen und Gebäude einzufangen.

  • Deine Reisebeiträge begeistern mich jedes Mal aufs Neue! So tolle Fotos und Eindrücke der Stadt – ich bekomme direkt Lust Helsinki einen Besuch abzustatten. 🙂

  • Ich war vor einigen Jahren mal in Helsinki und relativ enttäuscht. Das lag aber v.a. an meinen Erwartungen – ich liebe Stockholm und habe es mir vom Vibe ähnlich vorgestellt, und es ganz anders vorgefunden. Nach deinem Travel Diary habe ich allerdings das Gefühl der Stadt noch eine 2. Chance geben zu wollen. Danke 🙂

  • Das, was schon alle vor mir sagen! Wahnsinnig toller Bericht und wunderschöne Fotos. Und – a b s o l u t e Hairgoals, immer. Menschmenschmensch… <3

  • Wow! Einer, wenn nicht der, beste Reisebericht von dir! So viel Liebe zum Detail. Wie schön auch, dass du die konstruktiven Kritiken immer verwertest – wie hier mit dem Hinweis auf Bahn und Fähre.
    Ich muss jetzt unbedingt nach Helsinki. Erstmal aber sind Budapest und dann Kiew in diesem Jahr dran. (mal eben schnell suchen, ob du da schon warst, damit ich keine Tipps verpasse)
    P.S.: Ich liebe deine lockigen Haare in diesen Bildern. So schön!

  • Du hast mir jetzt total Lust auf Helsinki gemacht! Die Bilder sind ein Traum!!! und deine Tipps und Einblicke ein Segen. Helsinki ist jetzt definitiv auf meiner Reisezielliste.

    Absolut ein wunderbarer Eintrag, Lina. Danke!

    p.s.: wie schaffst du es so eine Mischung aus Nostalgie und Magie in deine Fotos zu stecken? Das ist doch Hexerei :p

  • Oh wow,das ist wirkich ein toller Artikel.Ich bin vor zwei Wochen selber in Nordfinnland gewesen und habe mich sehr in der Land und in die Leute verliebt. Dein Artikel über Helsinki hat mich jetzt noch mehr bestärkt ein verlängertes Wochenende in der Stadt zu machen. Danke für den tollen Artikel und die unheimlich tollen Bilder.
    Lg
    Kathi

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