WEEK IN SOME NOTES – RECAP #29 IN 2018

#29

 

"Du musst jetzt mal kurz – still bleiben. Du kannst jetzt nichts mehr machen. Und das meine ich gar nicht negativ. Aber das hier ist nichts, was du in die Hand nehmen kannst, nicht, was du angehen oder dir erklären und dadurch in Bewegung bringen kannst. Du wirst aushalten müssen – zu reagieren. Kannst du das? Nur reagieren, keine Impulse geben? Nur annehmen, nicht fordern? Auf dich zukommen lassen, ein bisschen blind bleiben, bis jemand dir wieder Licht gibt? Kannst du verharren, ohne nervös zu werden?"

Ich schlucke. Verharren. Mich nicht hin, aber auch nicht wegbewegen. Stehen bleiben, abwarten und annehmen. Das fällt mir schwer. Nicht, weil ich immer bestimmen, aber zumindest spüren will, dass die Dinge fließen und ich ein Teil von ihnen bin. Ich will nicht die Richtung vorgeben, das ist es nicht. Aber ich will nicht einfach nur vorbeiziehen lassen. Ich will mittendrin sein, mitfühlen. mitgehen, mitbeben, mich mal ziehen, mal treiben lassen. Aber nah dran sein. Nah an allem, das mich bewegt. 

** IN DIESEM POST WERDEN MARKEN GENANNT, GEZEIGT ODER VERLINKT, ER IST DARUM NACH AKTUELLER, UNGEKLÄRTER RECHTSLAGE, ALS WERBUNG ZU KENNZEICHNEN .
ER ENTHÄLT AUSSERDEM AFFILIATE LINKS.

 

"Was hier liegt..."

"Keine Ahnung", sage ich deswegen. Und noch mal: "Ich weiß nicht, hab ich ne Wahl?"

Sie schüttelt den Kopf.
"Das hier, was hier liegt, das könnte großartig werden. Vielleicht sogar das Glück, was du suchst. Wonach du dich sehnst. Aber du – hast es in dieser einen Sache nicht in der Hand. Du kannst es loslassen und woanders danach suchen. Oder du verharrst. Vielleicht umsonst. Vielleicht, um endlich neu anzufangen. Am Ende haben wir den freien Willen. Der kann jede Vorbestimmung, jedes Blatt, jedes Schicksal kippen. Es ist deine Entscheidung."

Es ist meine Entscheidung, mich nicht zu entscheiden.
Es ist meine Entscheidung, einfach stehen zu bleiben, auszusteigen und zu warten, ob du mich abholst.
Es ist meine Entscheidung das Ticken im Ohr zu ignorieren.
Es ist meine Entscheidung.
Nur meine ... 



"Erinnert.."                        

THOUGHT, WEEK #29


Gewitter in Hamburg. Dreihundertfünfundsechzig Tage her. Nicht dieses Gewitter, aber jenes. 

Meine Tür steht weit offen, ich liege eingerollt in grauen Leinen,  und lasse mich von vertrauten, entfernten, alten, noch warmen Erinnerungen in den Arm nehmen, rutsche tiefer in die Kissen, tiefer zurück in den letzten Sommer.

Ich hole Luft, mache die Augen zu und tauche ab, lasse mich sinken, noch ein bisschen weiter, bis ich den Druck nicht mehr fühle, obwohl er mich umgibt.

Ich genieße die Trance, genieße es zu verschwinden, dieses mal ich,  kurz aufzugeben, mich hinzugeben – ich warte, ich schweige

.. bis mein Herz so schnell schlägt, drückt, rennt, jeder Schlag so pocht, brennt, dass ich auftauchen und tief einatmen muss – bis es nachlässt. Das Tauchen, der Stillstand, das Erinnern – das Verschwinden. 

WEEKLY MUSIC PICKS

"Don't overthink it, just finish up your drink and surround me..." 

PODCAST

In der neuen Podcastfolge, , die mal wieder ein Weekly mit verschiedenen Themenbereichen ist. rede ich darüber, dass wir einfach weniger Bullshit, weniger Vorschriften und weniger Demotivation brauchen. dafür mehr Ehrlichkeit, wenns um Themen wie Umweltschutz oder auch Nachhaltigkeit geht. ich erzähle davon, wie ich meinen Konsum geändert habe, warum mir neulich vor meinem Kleiderschrank und in der Stadt jeweils schlecht wurde und gehe außerdem auch noch auf ein paar Datingfragen ein..

GOOD OLD TIMES

Ich wollte mich bei euch für das Feedback zu meinem Beitrag für #meinkondom bedanken. Das war ein bisschen wie in alten zeiten, als Instagram noch nicht die meiste Diskussion unter den Artikel weggenommen hat und der Blog selbst noch das Medium war, um mit euch in Kontakt zu treten. Zwei Stunden nach der Veröffentlicht hatte ich 30 Kommentare unter dem Beitrag, unzählige Mails, Diskussionen auf Social Media und las dann auch noch, dass ihr euch den Beitrag gegenseitig geschickt habt und daraus sogar gute Gespräche offline entstanden sind. Das ist so, so, so ein schönes Gefühl. Ich war gestern richtig happy und auch stolz auf meinen Content und meine Community, die wirklich klug und vor allem fair diskutiert hat. Danke. <3 

30 YEARS

...ich weiß gar nicht, wann ich auf Nina aufmerksam wurde. Ich glaube irgendwann im letzten Jahr. Ich war verliebt in ihren Hund, ich liebte ihre Stimmung und schaut von da an regelmäßig bei ihr vorbei. Als sie neulich in ihrer Story erwähnte, dass sie einen runden Geburtstag feiert, war ich mir absolut sicher, dass Nina 20 Jahre alt wird. Ich dachte ein bisschen wehmütig daran, dass ich auch gut Bock gehabt hätte noch mal 20 zu sein, aber mit dem jetzigen Wissen – Bock noch mal ganz viel zeit zu haben und einiges so viel offener und vor allem mutiger und abenteuerlustiger anzugehen. Hach. 

Dann schaute ich an Ninas Geburtstag auf ihr Profil. Sie ist in der letzten Woche 30 geworden. 

Ok was. Drei-zig? Echt jetzt? 

Vielleicht klingt es bescheuert und nach einem Klischee, aber zu sehen wie viele Mädels in meinem Umfeld, online als auch offline, 30 werden, wie absolut un-dreißig sie sich für mich anfühlen, wie entspannt sie mit dieser Zahl umgehen und vor allem wie wenig erkennbar oder bedeutsam sie ist, hat mir selbst auch noch mal ein viel besseres Gefühl dazu gegeben, dass meine 30 auch gar nicht mehr so elendig weit entfernt ist.
Verrückterweise fühle ich mich im Moment nur so viel entfernter von diesem Geburtstag, als noch vor 2-3 Jahren, als sich alles auf einmal, auch durch den Druck von außen, so gewichtig anfühlte und ich unbedingt schwere und bleibende Entscheidungen treffen wollte. Das ist gerade gar kein Thema für mich. Im Moment will ich mich lebendig fühlen. Und – einfach im Dazwischen ankommen, statt mich irgendwo hinzuzwingen. Das geht. 

Happy Birthday Nina – und danke fürs Inspirieren! <3

BIRKENSTOCKS

Ich kaufte mir letzte Woche neue Birkenstocks aus Velour, da meine alten einfach durchgelaufen und leider total kaputt sind. Was ich nicht wusste: für 30€ kann man sich die Sohle der altes Birkis erneuern lassen, statt sie ganz zu ersetzen. Hab ich zu spät erfahren, dafür jetzt aber einfach ein weiteres Paar zu meinen schwarzen Klassikern, die ich jetzt neu besohlen lassen. 

INDONESIEN // CAMPERLIFE?

Meine Reiseplanung ist so unfertig, hängt irgendwo zwischen Indonesien und dem #camperlife, zwischen einem Besuch in Griechenland und einem Wochenende in der Heide – und dann eben Kapstadt. Und eigentlich wäre da sogar noch mehr. Nur eben keine Zeit. Und zu wenig Budget. 

Ich habe es schon ein paar mal angeteasert, ich möchte so gern surfen lernen, möchte es in warmen Wasser und mit einer berechenbaren Welle tun, wollte sowieso mal Indonesien sehen, könnte also eigentlich nach Bali. Hier gibts die Spots, die Schulen (was will ich auf einer einsamen Insel, auf der ich dann zwar abschalten, aber eben nicht surfen lernen kann)  Aber puh. Will ich nach Bali? Mir fällts so schwer, mich dafür zu entscheiden, so schwer einen fairen Weg zwischen Tourismus und einer gewissen ökologischer Fairness zu finden. Wobei ich mir auch nichts vormache, Bali ist einfach gerade im Fokus. Wir gucken hin, wir sehen die Plastik, wir sehen den Müll. Das ist an anderen orten der Welt nicht anders, nur unsichtbarer. Boykott ist keine Lösung, schon gar nicht für Länder, deren Wirtschaft auf Tourismus fundiert. Mein Kompromis, mit dem ich mich auch wohl fühlen kann: reisen, erkunden – und zurückgeben, achtsam sein, es besser machen. Das geht. Fühlt sich für Bali nur, vielleicht auch wegen der riesigen Diskussion um diese Insel, so unmachbar an, so hoffnungslos. Und trotzdem ist das ja auch wieder der falsche Ansatz. Ich habe schon so, so viele gute Tipps für nachhaltigeres Reisen nach und in Bali bekommen, wäre aber trotzdem so froh, wenn ihr mir noch mehr Infos oder Adressen, Artikel oder Seiten schickt, auf denen ich mich weiterhin informieren kann, gerne auch zu Surflehrer, Surfschulen, usw. <3 

Ansonsten will ich im Oktober unbedingt noch mal nach Griechenland. Ein Sommer ohne Griechenland fühlt sich kaum richtig an – außerdem hab ich ziemliche Pläne mit der Destination, so viele Geschichten und den Wunsch sie vielleicht genau so zu erzählen, wie ich von Kapstadt erzählte. 

Anderer Wunsch, bevor der Winter und die südliche Hemisphere auf mich zukommt: noch mal mit dem Bulli ein Wochenende irgendwo in der Natur verbringen. Ich hätte so Bock auf einen Roadtrip nach Österreich. <3 

So oder so: ich halte euch auf dem Laufenden, was meine Reisepläne für das Restjahr angeht und teile sie gern mit euch, allein schon, weil es so viel mehr Spaß macht zu planen und sich auf etwas zu freuen, wenn man unterschiedlichen Input bekommt. Danke also, für jeden Link und jeden Tipp! 

 

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Comments

  • Liebe Lina,

    bei deinen Worten bekommt man gleich Lust selbst zu verreisen. Ich finde deinen Cotswolds Post leider nicht mehr. Kannst du noch mal sagen, wo du untergekommen bist?

    Liebe Grüße,

    Erin

  • Warum muss es denn Bali sein?
    Surfen kann man auch wunderbar in Frankreich oder Spanien, dahin geht es mit dem Zug oder mit dem Bus, diese Emissionen kann man mit atmosfair zumindest im Ansatz ausgleichen, Surfschulen gibt es ohne Ende, das gute kann so nah sein.
    Surfen auf Bali ist wie Bergsteigen im Karakorum obwohl man doch die Alpen vor der Tür hat.

    • Hey Anna, ich habe einfach nicht so Interesse an Frankreich und die Surfbedingungen in Europa sind natürlich ganz anders, als vor Indonesien, ich glaube schon, dass die gut zu mir passen würden, aber wenn du spannende Links hast, gern her damit.

      Zum Fliegen hab ich unter beim Barcelona-Diary schon mal ein paar Worte verloren. Für mich ist es nicht das ultimative Ziel nicht mehr zu fliegen, lediglich unsinnige Flüge komplett zu streichen. Das hab ich schon vor einiger, einiger Zeit getan. Die Flüge ins Ausland für meinen Urlaub oder die Traumerfüllung an destinationen, die mich wirklich anziehen und ich erleben und sehen will, werde ich aber nicht boykottieren.

      Alles liebe,
      Lina ❤️

  • Hey Lina,
    du berichest immmer so euphorisch, authentisch und auch mit tollen Bildern und Geschichten von Griechenland, da bekommt man direkt Lust auch mal dort Urlaub zu machen. Steht definitiv auf meiner #Bucketlist (oder so ähnlich)!
    Zu einem Roadtrip durch Österreich kann ich dir nur empfehlen, landschaftlich durchs Salzburgerland zu fahren, viele wunderschöne Seen mit tollen kleinen Campingplätzen und netten Badeecken, zum Besipiel Attersee, oder wenn du Berge magst halt Tirol. Oder Steiermark, oder Kärnten. Zu dem Thema hat dariadaria glaube ich auch auf Instagram was erwähnt.
    Ich kann dich nur ermutigen einfach mal ohne, beziehungsweise mit wenig, Plan draufloszufahren. Ich liebe Roadtrips ja mit Zelt, fast jeder Urlaub sieht so aus, aber mit Bus oder Bully ist das ganze natürlich noch einen Ticken entspannter. Einfach mal stehen bleiben und am WEg übernachten ohne erst das Zelt aufbauen zu müssen etc..

    Alles Liebe!

  • Danke für den Tipp mit den Birkis! Meine Sohlen sehen mittlerweile auch ganz schön übel aus, aber schön zu wissen, dass ich sie nicht komplett wegschmeißen muss 🙂

  • Hallo Lina,
    ich habe jetzt nicht mitbekommen, ob du das vielleicht schon empfohlen bekommen hast:aber ich habe surfen gelernt in Taghazoute / Marokko. Ich war danach noch unzählige Male überall und nirgends surfen, aber nirgendwo ist mein Herz so hängen geblieben wie dort!
    Es läuft nicht immer eine Welle, deshalb empfehle ich zur Winterzeit dort hin zu fahren. Die Bedingungen sind sensationell und für Anfänger mehr als gut geeignet – man hat sowohl die Möglichkeit einfache Reef Breaks zu surfen, oder eben Beach Breaks zum Start. Die Wellen sind smooth, die Leute MEGA entspannt und man entschleunigt total. Es gibt keine Shops, keine große Restaurant-Auswahl usw…aber es ist trotzdem viel los und it`s all about the people – wenn man will, wenn nicht, entspannt man einfach. Das Licht und die Stimmung im Winter sind unglaublich schön! Absoluter Happy Place!

    PS: Und lerne unbedingt surfen. Nichts verändert einen so sehr wie dieser Sport!

    LG

    • Hier mal noch eine weitere Stimme für Taghazout für Surf- und/oder Yogaurlaub. Kann man auch super mit ein paar Tagen Essaouria davor oder danach verbinden, falls das doch eher kleine Taghazout zu langweilig wird 😉
      Nach dem Surfen kann man sich zum Hammam in die Berge fahren lassen (die Hostels/Houses organisieren das häufig) und fühlt sich danach wie neugeboren.
      In Marrakech warst du ja bereits, dort hat es mir persönlich aber wesentlich weniger gut gefallen, es ist einfach eine ganz andere Welt und war mir etwas zu viel.
      Ganz liebe Grüße,
      Silvia

  • Hi Lina!
    Danke für den Tipp mit den Birkenstocks, da muss ich mich mal schlau machen. Nach 4 Jahren kommen sie eben langsam „in die Jahre“…

    Den Hype um Bali verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Bin aber auf jedem Fall PRO Roadtrip durch Österreich! <3

    Ah und bei "drei-zig" musste ich jetzt echt öfter hinschauen und schmunzeln. Vielleicht doch lieber drei-ßig 😀

    Alles Liebe, Simone

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