WEEKLY NOTES – RECAP #27 IN 2018

#27

 

Ich habe vorhin ein wirklich spannendes Interview für das Missy Magazine gegeben, wir haben uns viel über meine Sicht auf das Bloggen und die Entwicklung der Branche, darüber, warum ich mich manchmal dafür schäme Teil davon zu sein und über Ehrlichkeit innerhalb dieser Medien unterhalten. Am Ende ging es auch um die Frage nach Privatsphäre. Viele Blogger, ach überhaupt Nutzer von Instagram & Co haben kein Problem damit eine Freundschaft oder Beziehung in all ihren Facetten zu feiern, sie zu zeigen, für Werbepostings einzusetzen oder immer wieder zum Thema der eigenen Bildunterschriften zu machen – schreien aber bei einer eventuellen Trennung und mit nachfragen konfrontiert, laut nach ihrer Privatsphäre. Das ist irgendwie beides, sowohl verständlich, als auch absurd. Also zumindest für mich.

Ich habe darüber schon mal in eine Podcast gesprochen, davon erzählt, wie sich auch meine Meinung zum Thema erst geformt hat und dass auch ich erst lernen musste, dass du etwas, das du so sehr in den Mittelpunkt deiner Öffentlichkeit stellst – und zwar freiwillig – nicht leise wieder rausnehmen kannst, um dann böse oder genervt zu sein, wenn jemand nachfragt. 
Es ist nur natürlich, dass Follower eine Neugierde entwickeln, dass sie nachfragen oder auch über dich reden. Das ist nicht geil und ich unterscheide hier ganz stark zwischen Neugierde und Unverschämtheit, aber es ist eben auch nicht völlig weit hergeholt. Erst hast du unbedingt gewollt, dass dir alle zuschauen und nun – bist du sauer, wenn nicht alle unaufgefordert wegschauen? 

Ich meine, niemand soll gezwungen werden und es ist unangebracht jemanden zu Themen zu drängen, die er nicht besprechen möchte. Niemand MUSS irgendwas müssen. Aber irgendwie würde es unserer ach so authentischen Branche so gut tun, wenn man nicht immer nur die Erfolgsgeschichten hören würde, wenn man nicht immer nur neue Beziehungen oder Hochzeiten feiern müsste, wenn die Mädels da draußen nicht immer "strong anyway", sondern auch einfach mal echt wären. Für mich hat es was mit der so oft gefeierten Authentizität zu tun, nicht nur zu feiern was leuchtet, sondern manchmal auch von dem zu erzählen, was sich scheiße anfühlt, was einen nicht so strahlen lässt, was vielleicht Angriffsfläche bietet. Auf einmal gehört so eine Trennung oder ein beruflicher Fehler nicht ins Internet. Auf einmal muss Privatsphäre her, die man vorher so entschieden abgelegt hat.

Viele Blogger sagen dann gern, dass sie nur teilen wollen, was andere inspiriert und  voranbringen kann. Ich glaube das ist oft gelogen, ich glaube eigentlich soll es heißen: "Ich poste nur, was mich gut oder so nach außen wirken lässt, wie ich es mir wünsche. Ich bin nur so menschlich oder so fehlerhaft nach außen, dass man mich trotzdem noch dafür beklatschen wird."

Ich habe mir oft gewünscht, dass gerade #girlsbosses nicht nur große Büros beziehen und dann leise wieder ausziehen, sondern sich trauen zu sagen: man, ich habs verkackt, ich war zu naiv oder ich hab nen Fehler gemacht .. ich muss noch ne Menge lernen 

Oder dass die Blogger, die dich vorher monatelang mit dem Storytelling ihrer Beziehung auf allen Kanälen beeinflussen und bewerben wollten, dann auch zumindest sagen: hey, es hat nicht geklappt .. und ja, ich brauch nen Moment um mich davon zu erholen. 

Oder dass ein paar ehemalige Veganer, vielleicht auch Abstinentler, die das vorher noch zum absoluten Gesprächsmittelpunkt und ihrer USP machten, die Eier hätten zu formulieren: man, es war ein Experiment und jetzt esse ich wieder anders, aber hab viel für mich mitgenommen – statt alle Fragen zum Thema totzuschweigen und ihre Community zu verarschen 

** IN DIESEM POST WERDEN MARKEN GENANNT, GEZEIGT ODER VERLINKT, ER IST DARUM NACH AKTUELLER, UNGEKLÄRTER RECHTSLAGE, ALS WERBUNG ZU KENNZEICHNEN .
ER ENTHÄLT AUSSERDEM AFFILIATE LINKS.

 

Warum verkaufst du die 20% von dir..

denn dann als die aufpolierten 100% deiner Persönlichkeit? 

 

Authentizität heißt eben nicht nur ohne Make-Up morgens in die Kamera zu lächeln, sondern manchmal auch dahin zu gehen und das zuzulassen, was weh tut, was vielleicht Makel zeigt, solche die man selbst auch nicht gern von sich sieht. Damit will ich übrigens niemandem bewegen sein Innerstes nach außen zu drehen, sondern nur fragen: warum verkaufst du die 20% von dir, die wir nur sehen und von denen du selbst zugibst, dass es nie mehr als 20% sind – dann trotzdem immer zu 100% als deine Persönlichkeit? 

Kritisieren ist natürlich immer einfach, aber wie sieht das denn gerade bei mir aus? Was ist die Wahrheit, die ich euch eigentlich nicht erzählen will? Was ist das Gegenteil von dem, was ich gerne öffentlich bin oder als was ich mich wohl fühle? Vielleicht das hier: 
Ich sitze in meinem Bett, während ich diesen Artikel tippe. Es hat 32°C, aber ich war den ganzen Tag in der Wohnung, zwar mit offener Balkontür, aber in der Wohnung. Ich bin ungeschminkt, meine Küche sieht aus, als hätte ich eine Party gefeiert, überall liegen Klamotten, neben mir schläft der Hund, den ich heute schon zweimal ohne Grund angemotzt habe, ich bin unmotiviert, ich bin maulig und ich würde gern einen BigMäc bestellen, nur um mich danach noch blöder zu fühlen. Ich hab Liebeskummer. Ich hab Liebeskummer und keine Lust denjenigen zu vergessen, keine Lust davon zu erzählen, übrigens nicht mal meinen Freunden. Ich hab keine Lust das analysieren zu lassen, ich will es nicht bewertet haben, ich will nicht drüber schreiben, keine Kolumne draus machen, ich will nicht, dass es einfach (mal wieder) so vorbei ist. Ich bin traurig. Ich bin gerade weder stark noch unabhängig, ich bin wütend darüber, dass ich offenbar entweder zu laut und zu sehr bei mir selbst – und dann doch wieder zu anhänglich und zu sehr bei anderen bin. Ich bin sauer, dass schon wieder alles meine Schuld sein soll, dass alle schon wieder wüssten, wie ich es hätte besser machen können und ich bin ein bisschen verzagt. Ich werde heute vermutlich nicht noch mal aufstehen, maximal nachher um mit Karsten eine Runde zu drehen. Nichts an mir ist gerade stark oder erwachsen. Ich bin einfach hundstraurig. Und habe mich gestern Abend nicht mal abgeschminkt. So. 

 



"Weißt du woran du einen glücklichen Menschen erkennst?"                        

THOUGHT, WEEK #27

Wie erkennst du eine Person, die ruhig und glücklich ist und inneren Frieden gefunden hat?


Die Person wird es dir nicht erzählen.
Die Person hat nicht das Bedürfnis, ihr Glück zu unterstreichen.
Die Person wird dir nicht erklären wollen, wie du dorthin kommst.
Die Person wird keine Arten von Glück einordnen oder bewerten.
Die Person wird dich nicht belehren- aber vielleicht ihre Gedanken teilen, wenn sie gefragt wird.


Aber das Wichtigste: Die Person wird ihre Zufriedenheit nicht als Vorteil gegenüber anderen empfinden, nie als eine Überlegenheit benutzen wollen. 

Glück ist nicht die Abwesenheit von Meiniung oder Reibung.
Glück ist nicht gleich sein.

Glück kommt nicht davon, es zu zeigen, nicht davon darüber zu reden, nicht vom Applaus der sozialen Medien. Ich glaube Zufriedenheit ist ein wunderschöner Zustand, den du erreichst, wenn du selbstbewusst genug bist, die Welt zu hören, synchron mit ihr zu leben, aber immer noch in der Lege bist, sie auch mal auszustellen, damit du dich selbst wieder besser hörst. Glück ist das Gegenteil von zwingen. Glück ist das Gegenteil von müssen. Echtes Glück ist das Gegenteil von präsentieren. Zumindest glaube ich das. 

WEEKLY MUSIC PICKS

"...and should this been the last time we'll meet I want you to know, you'd been enough for me.. " 

PODCAST

In der neuen Podcastfolge, geht es um ein verpatztes Date .. darum, wie mies sich das anfühlt, wenn du nicht du selbst sein kannst und warum es so viel mehr kaputt macht, als du vielleicht am Anfang denkst. 

In der Podcastfolge der letzten Woche, die ich hier wegen des ausgefallenen Weeklys gar nicht verlinkt hatte, ging es um die Überflüssigkeit von irgendwelchen Dating-Regeln und wie absurd sie eignetlich sind .. 

 

ON THE ROAD..

Ich arbeite parallel an einem kleinen Post zu wirklich schönen Ausflugszielen rund um Hamburg, die ihr anfahren solltet, gerade wenn es weiterhin so warm bleibt. 

Ich hatte jetzt 10 Tage lang den Hyundai Kona als Testwagen vor meiner Haustür und hab die Zeit mit einem Auto ausgiebig genossen, bin nicht nur zu meinen Eltern, sondern auch nach Berlin, an die Ostsee und aufs Deichbrand Festival gefahren, habe dabei ein paar wirklich schöne Orte so ganz nebenbei gefunden und dabei unbewusst so ein bisschen den Urlaub gemacht, den ich mir vor 2 Wochen noch wünschte. Obwohl ich mir gewünscht hätte, die Arbeit nicht nur aufzuschieben, sondern wirklich sortiert zur Seite zu legen, das hätte sich vermutlich noch besser angefühlt. Das ist so eine Krankheit der Selbstständigen, den Urlaub immer so zu verschleppen, statt ihn selbst zu organisieren ..

 

LIFE UPDATE ..

...ich hab über ein paar weitere persönliche Themen im letzten Life-Update gesprochen, habt ihr das schon gelesen? 

 

UNO-MASTER & DEICHBRAND

...ich spielte mit Leo am Wochenende gut 20 Partien UNO zwischen unseren Schwimmeinlagen im Pool des 70er-Jahre Hotels (ihr macht euch kein Bild), in das wir abgestiegen waren, um während des Deichrand-Festivals entspannt zu schlafen. Und ich LIEBE dieses Spiel. Es ist Kindheit und gleichzeitig aktuelle Sucht. 

Mehr zu unserem Wochenende auf dem Deichbrand gibts übrigens auf Instagram in dem Highlight "SUMMER 2018", da könnt ihr euch noch mal ganz viele Konzert- und Festivalhighlights anschauen.

Ey hab ich eigentlich hier schon erwähnt, wie gut das Festival war?! Danke noch mal an Billy Boy für die Einladung. Die Brand unterstützt das Deichbrand seit 2005, also schon als es noch am Anfang des Erfolgs stand und hat mich – übrigens ohne jeden Wunsch einer Gegenleistung – eingeladen das Festival mitzuerleben. Und mir damit ermöglicht ein paar Lieblingsakts diesen Sommer noch mal zu sehen.

Wer übrigens Bock hat Casper und das mega Konzert noch mal anzusehen, das Leo und ich gesehen haben: hier gehts zur ganzen Show!!

 

ED SHEERAN

Apropos Konzerte-Flut in den letzten Tagen!  
Ich war gleich auf 2 Konzerten von Ed Sheerans Welttour. (Übrigens auch im Summer 2018 Highlight auf Instagram zu finden!)

Jetzt nicht einmal, weil ich ein glühendes Fangirl wäre, sondern weil ich Konzerte mag, noch mehr Konzerte, die draußen sind und weil ich Musik, so handgemachte, echte Musik und Emotionen dazu toll finde, die mir ganz viel zurückgeben. 

Das erste Konzert besuchte ich mit meiner besten Freundin, mit der die Konzerte immer was ganz besonders Schönes sind, das zweite dann mit der lieben Laura, die ich zu Ed einlud und die ich erst vor 4 Wochen in mein Leben getreten ist und es trotzdem schon ganz oft, ganz doll aufgefangen, ausgemalt oder einfach bereichert hat. 

Ich hätte die Tickets für das zweite Konzert, das eigentlich eher ein übermütiger Spontankauf, als ein echter Plan war, für gut 250€ verkaufen können, hätte von dem Geld offene Rechnungen bezahlt oder es einfach vernünftig weggelegt. Aber ganz ehrlich? Ich hätte mein Geld gar nicht besser anlegen können, als in einen Abend mit Endorphinen und Sonne, Staub und 80'000 mitsingenden Menschen zu teilen, während auch noch einer neben mir steht, den ich sehr sehr gern habe und der dann mitten im Konzert zu mir sagt: "Ich bin gerade so glücklich.."

Ey, das ist unbezahlbar. Und mir so, so viel wert gewesen. So viel mehr, als Geld!

 

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Comments

  • ich liebe diese ehrlichen, ungeschönten Zeilen, das ist sowas von erfrischend!

    Ich lasse manchmal meinen Hund aus meinem Wasserglas trinken, wenn ich das Gefühl habe, er ist durstig. Und wenn ich richtig faul bin, trinke ich danach einfach selbst weiter daraus. Ja, ich bin eklig. Haha

    Liebe Grüße,
    Arunika

  • Ich vermisse die Herz-Funktion. Ich würde hier so gerne öfter ein „Feedback“ hinterlassen, aber nicht immer passende Worte. Daher zusammenfassend: Danke für dein Weekly, die ehrlichen Worte und auch die ungeschönten, ehrlichen Zeilen. So wie das Leben eben spielt, und man sich fühlt. <3

  • Ich vermisse die Herz-Funktion auch!

    Deine Texte sind sehr authentisch und sympathisch, und auch wenn ich das natürlich eigentlich nicht wissen kann, gehe ich davon aus, dass du im „echten“ Leben genauso bist.
    Daher möchte ich kurz einen Kommentar zur aktuellen Podcastfolge hierlassen. So wie du die Situation beschreibst, finde ich nicht, dass es deine Schuld ist, dass das Date nicht so super verlaufen ist. Du bist doch nicht dazu da, den Typ zu unterhalten bzw. ist er genauso sehr dafür da, DICH zu unterhalten und sich Mühe zu geben. Du bist sehr reflektiert, und überlegst was du besser machen könntest. Das ist ja sehr löblich, aber du bist doch kein Dating-Dienstleister, der sich optimieren muss 😀 Wenn die Chemie besser gestimmt hätte oder er ein bisschen lockerer/souveräner gewesen wäre, wäre deine Aufregung wahrscheinlich kein großes Problem gewesen.
    Ich hab verstanden, dass er dir eben gut gefällt/gefiel und du unbedingt wolltest, dass es ihm genauso geht. Mir gefällt er aber überhaupt nicht 😉

    • Hey Astrid,
      danke für dein liebes Feedback <3

      Ach ich glaub ich war einfach anstrengend – und er hat dann keine Lust mehr darauf gehabt was zu ändern. Ich werf mir das sehr vor, weil ich genau weiß wie schnell erste Eindrücke festhängen 🙁
      Und ich hab das Gefühl diese Partie einfach versaut zu haben, das schmerz halt, gerade weil ich ihn sehr gern habe – so offen kann ich da sein..

  • Das, was Chantalle sagt! Danke, Lina, danke! Es war wirklich schön, diesen Weekly zu lesen und er hinterlässt ein warmes Gefühl ums Herz.

  • Hi Lina 🙂

    den ersten Punkt, den du beschreibst, finde ich sehr spannend!
    Ich kann auch beide Seiten gut verstehen, zum einen natürlich, dass man nach einem Beziehungs- oder Freundschaftsende nicht gerne weiter darauf eingehen möchte – zum anderen natürlich auch (meine) Seite des Lesers. Klar wird man irgendwo neugierig, wenn die eine oder andere Person plötzlich von der Bildfläche verschwindet.
    Bei dir ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass von Luise gar nichts mehr zu sehen oder hören ist, obwohl sie doch letzten Sommer so präsent war? Auch von Regina hat man schon länger nichts mehr gelesen, was ich schade finde, da ich sie sehr gerne mag.
    Vielleicht magst du ja den Anfang machen und mal erzählen was da los ist :)?

    Ganz liebe Grüße

    • Ich kann die Neugierde total verstehen, ich hab ja auch volles Verständnis für beide Seiten.
      Ich glaube es hängt auch viel damit zusammen, dass gerade bei Trennungen, die andere Seite, die gerade nicht für sich sprechen kann und nur lesen muss, was beispielsweise ich oder jemand anderes sagen würde, sehr viel schneller wütend oder verletzt ist.
      Solange man Liebe, Freundschaft und Glück teilt, ist die Gefahr und auch der Wunsch der Anderen nach Privatsphäre kleiner, geht es um Trennungen, sieht das schon wieder ganz anders aus. Das muss man auch akzeptieren und kann nicht über den Kopf anderer entscheiden.
      Mal ganz abgesehen davon, dass ich mit einer Aussage weder den Menschen, noch den Situationen gerecht werden würde.
      Das ist das gleiche Schema. Wenn du Freundebilder teilst, musst du wenig erklären und die Menschen verstehen wenig falsch, graben nicht irgendwie in deinem Innersten. Die Leute sind glücklich oder süß zusammen und gut. Das ist anders, wenn auf einmal diese Bilder fehlen – oder am besten noch ein Tauziehen um Menschen oder die bessere Position in der Trennung auf Social Media stattfindet, wie es ja leider oft ist. All diese Annahmen, zu denen dann völlig Unbeteiligte springen, sind aufreibend.

      Ich glaube so viel kann ich mit gutem Gefühl sagen: Luises und meine Geschichte war sehr, sehr schön und ich schätze die gemeinsame Zeit mit ihr sehr, allerdings haben wir momentane keine gemeinsame Grundlage mehr. Ich glaube wir waren schon immer sehr unterschiedlich, allerdings war die Bereitschaft die Unterschiede des Anderen zu mögen vermutlich irgendwann nicht mehr gleichmäßig da. Wenn man aufhört zu sprechen, aufhört sich für einander zu interessieren, hört man auch auf sich zu verstehen und beginnt einfach nur eigene Annahmen zur Realität zu machen.

      Regina hat während meiner Zeit im Ausland, zusammen mit ihrer Freundin Ivy einen neuen Blog gegründet, in den sie all ihre Arbeit und Energie steckt, dadurch, dass unsere Jobs sich trennten, trennten am Ende auch wir uns privat. Ich glaube, wenn du so intensiv miteinander warst, wie wir, dann fällt es schwer einfach so auf ein auf ein „man sieht sich bestimmt bald mal wieder“, zu wechseln.

      Am Ende sind das alles Dynamiken und Prozesse, kein Blatt, das liegt, liegt ewig so. Ich habe für mich gelernt, dass ich meine Freunde nicht verstecken oder weniger „zeigen“ möchte, aber dass ich meine Freundschaften und Beziehungen noch privater führen werde. Eine Freundschaft öffentlich zu führen, wissentlich, wie komplex gerade langjährige Freundschaften teilweise sind, muss für mich nicht noch einmal sein. Es erschwert tatsächlich das eigene Privatleben, wenn dir 50’000 Menschen dabei zugucken, wie du vielleicht einen Streit beiseite räumen, erst einmal überhaupt Raum schaffen und dekomprimieren musst, wenn sie Veränderungen noch vor dir bewerten oder sich überhaupt ungefragt darüber unterhalten.

      Ich hoffe das war eine faire Antwort,
      alles Liebe,
      Lina

  • Ich habe hier noch nie etwas kommentiert und das obwohl deine Texte so ist noch nachklingen und mich zum nachdenken bringen und es so so viel zu kommentieren gäbe. Deshalb fang ich jetzt damit an 🙂
    Du sprichst mir wie so oft aus der Seele ich finde es immer etwas irritierend wenn unangenehme Themen oder eben genau diese Veränderungen wie Trennung,nicht mehr vegan etc. plötzlich totgeschwiegen werden. In diesem Sinne vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Und ich finde genau diese Authentizität macht deinen Blog so besonders und so besonders lesenswert (neben den Inhalten natürlich 😉
    Und ich wollte noch ein Feedback zur aktuellen Podcastfolge dalassen: hast du dich mal gefragt warum du so aufgeregt bei dem Date warst? Ein Faktor war sicherlich dass du den Mann gern mochtest und du ihm gefallen wolltest. Vielleicht hat ja auch die Chemie (oder wie auch immer man das nennen will) nicht gestimmt. Er scheint dir ja auch wenig angeboten zu haben, was ja auch zu einer Entspannung beigetragen hätte. Letztlich will ich vielleicht nur sagen: sei nicht zu hart zu dir selber. Auch wenn der erste Eindruck nicht so doll war wars mit Sicherheit nicht alleine deine Schuld dass nicht mehr draus wurde. So eine Interaktion ist ja keine Einbahnstraße…

    • So lieb, dass du das sagst <3
      Leider ist so ein Eindruck ja schwer zu korrigieren une es fühlt sich gleichzeitig so unfair und gleichzeitig so ärgerlich an 🙁

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