WEEKLY NOTES – WOCHENRÜCKBLICK #11 IN 2018

#11

"Stell dir vor, du kannst alles sein was du willst ..", haben sie uns damals gesagt, als wir unsere Träume geformt haben. 
Und wie großartig fühlte sich das an stundenlang darüber zu träumen, wer man irgendwann mal sein wollte. Und wie bitter schmeckt es, wenn dann dann irgendwann – irgendwann ist. Und du nicht einmal irgendwas bist. Aber einfach nur irgendwer sein willst. 

Ich las bei Jana von Bekleidet in der letzten Woche einen Artikel, für den sie offenbar viel Kritik einstecken musste, aber den ich persönlich ziemlich großartig fand. In einem Nebensatz wirft sie darin die Frage auf, ob es für Blogger und Influencer nicht am Ende das Unerträglichste ist, dass wir eigentlich – gar nichts sind. Dass es eigentlich sogar nur ok ist, wenn wir da sind, aber uns niemand vermisst, wenn wir es nicht wären. Und damit auch so leicht verträglich. Die ganze Zeit streben wir nach Leichtigkeit, bis uns unsere eigene so unerträglich vorkommt, dass wir sie nicht einmal mehr anschauen wollen. Dass wir sie verstecken. Hinter großen Geschichten und Ankündigungen und geflügelten Worten und immer neuen Plänen, deren Scheitern wir dann vergessen zu erwähnen. 

Die unsichersten Menschen können dir hier vormachen, dass sie wissen was sie tun und es gemeinsam mit dir sich selbst glauben, wenn sie Lebenstipps nach da draußen werfen, ob sie hier drinnen noch nicht einmal ihren kleinen Mittwoch unter Kontrolle haben, Jeder kann jeden alles glauben lassen. Jede Lüge so schön verkaufen, dass er sich selbst in ihr wohl fühlt. Manche sicher ewig. 

"Ich will einfach nur was veröffentlichen. Einfach nur gesehen und gehört werden. ist mir erst einmal egal womit", hat sie vor ein paar Monaten zu mir gesagt und genau so gemeint.
"Anspruchslos", hab ich damals gemacht und wahrscheinlich hat mans mir sogar angesehen. Aber vielleicht funktioniert eben genau so das Internet. Solange du gehört wirst, ist völlig egal, ob du auch etwas zu sagen hast. 

"Stell dir vor, du kannst alles sein was du willst .."

Stolz auf mich sein. Das will ich. Wollt ihr das eigentlich auch noch? Und könnt ihr es? 

DIE UNERTRÄGLICHE

Leichtigkeit unseres Seins..



"There is not one bone, not one single nerve  in my body, that could feel any anger for you.
          Still."                         

THOUGHT, WEEK #11

Ich vermiss dich.
Ich vermiss dich schon die ganze Zeit. Immer noch und bestimmt noch immer, selbst wenn das hier endet. 

Ich vermisse dich. Das ist das Ehrlichste, was ich tippen kann, verschwommen und mit lahmen Fingern, dabei ganz klar. Alles sagt sich  so falsch und so wahr und so einfach dahin, wenn die Welt um dich herum ein bisschen schwirrt. Alles vergisst sich so leicht, wenn sie wieder stehen bleibt. Außer das. Dass ich dich vermisse. Das bleibt. Die ganze Zeit. 


WEEKLY MUSIC PICKS // ANOTHER SPECIAL EDITION

"Don't let the sound of your own wheels drive u crazy .."

PODCAST

In der neuen Podcastfolge geht es um die unterträgliche Leichtigkeit des Seins, also das Thema das ich auch hier schon angeschnitten habe. 

Aktuell braucht Spotify immer grässlich lange, um den Podcast vom Host zu synchronisieren, er ist zwar gerade frisch hochgeladen, aber vermutlich dauert es wieder bis in die Mittagsstunden 😀 

IDEALISMUS

Am Wochenende, ich saß da so bei Wein und gutem Essen und neuen Menschen, kamen meine Gedanken mit Freundinnen auf das Thema Idealismus, ich hätte nie geglaubt, dass ich das mal über mich selbst sagen würde, aber ja, ich bin zu einem Idealisten geworden. Früher waren das für mich unweigerliche Weltverbesserer, die sich in Details verlieren – heute verstehe ich, dass ich nicht die Welt verbessern will, sondern einfach nur an meinen Idealen festhalte und mich selbst dazu pushe nach ihnen zu leben. Und das ist ja erst einmal nichts Schlechtes, wenn auch Unbequemens, in einer Welt, in der niemand mehr ausschlagen, sondern lieber auf gemein gemocht auf Nullinie bleiben will, Trotzdem kann dieser Gedanke der eigenen Ideale umschlagen. In so eine Verbissenheit, mit der man es sich selbst schwer macht. Ich fand früher, ich wäre ein Verräter meiner eigenen Überzeugungen, wenn ich mich einen Nachmittag lang mit Menschen unterhalten, mit ihnen feiern oder Spaß haben würde, die so gar nicht meiner Lebenseinstellung entsprechen. #notoneofu – grundsätzlich! Am Wochenende stellte sich dann aber für mich die Frage, ob die eigenen Ideale zur Seite zu packen und sich für 48h anzupassen am Ende nicht einfach nur eine gewisse Sozialkomptetenz ist, die ich mir von meinem Gegenüber auch wünschen würde ..  und stellte sm Ende fest: genau daran mangelt uns allen gehörig. Vielleicht sollte es mal wieder mehr darum gehen, wie wir miteinander umgehen, statt darum, wie wir uns von anderen für uns selbst abgrenzen..

CO-STAR

Die App fand ich bei Nori in ihren Stories. Und sie ist genau das, wonach ich suchte. Jeder, der sich irgendwie für Astrologie interessiert, für die Zusammenhänge von Gestirnen und unseren Stimmungen, Anziehungen und Energien, findet Co-Star vielleicht nützlich, ich allein mag ja schon das Design und die ganze Aufmachung sehr!

CAPE TOWN UPDATE

Die Entscheidung ist gefallen, bzw, ich habe sie selbst getroffen, weil ich mich einfach zu unwohl und unsicher mit meiner aktuellen Situation hier fühle und nichts riskieren will. Nicht für ein paar mehr Tage. Ich komme früher zurück. Nicht so viel früher als gewollt, am Ende sind es nur 10 Tage, die ich verliere. Das ist kein Beinbruch, nichts worüber ich grässlich unglücklich sein müsste. Wie viel sind denn 10 von 100 Tagen? Eben ..  aber trotzdem verbeiße ich mich gerade ein bisschen an der verlorenen Woche. Kennt ihr das? Wenn auf einmal 10 Tage die Welt zählen und sein könnten? ich muss mich wirklich daran erinnern, dass ich mit Mosern oder Moppern nur einen weiteren Tag verschwende, der eigentlich ein guter werden könnte. oder zumindest einer ohne langes Gesicht. Ich glaube, was mir fehlt ist der Rückkehrtermin. Ich habe nämlich noch keinen, nur eine grobe Vorstellung davon, wie ich es gern hätte. Für die muss ich natürlich arbeiten. Logisch. Und selbst darauf freue ich mich, wenn ich mal die Angst davor zur Seite schiebe. Der Sommer in Europa wird mein Anlauf .. die Dinge endlich wieder in Bewegung zu bringen, statt nur darüber zu philosophieren. Lange genug gedacht Mallon.

(Ich glaube wir denken alle sowieso viel zu viel, weil wir uns vorm Machen drücken. Generationskrankheit. Neue Hefter kaufen ist wie lernen. Neue Pläne machen ist wie leben. Ist nur halt nicht so.) 

DATING UPDATE

So, why is it always your best friend that wants to marry me?
(3 times in a row. Not joking)

NEW VLOG – EVERY MONDAY!

Wie gehts eigentlich mit dem Vloggen weiter Lina? Hier kommen ein paar Antworten! 
(Und hey, die Geist-Story ist kein Clickbait...) 

anything to say?

Comments

  • „Ich glaube wir denken alle sowieso viel zu viel, weil wir uns vorm Machen drücken. Generationskrankheit. Neue Hefter kaufen ist wie lernen. Neue Pläne machen ist wie leben. Ist nur halt nicht so.“

    Du hast so recht damit und bringst auf den Punkt, was in meinem Kopf so lange rumschwirrt. Ich verbeise mich an Plänen, habe Angst vor der Umsetzung. 2018 soll ein tolles Jahr werden, mit neuer Stadt, erstem Job usw. Aber ganz ehrlich. Ich habe Angst davor.

  • Habe gerade deinen Podcast dazu gehört – großartig!!! <3
    Du sprichst aus was ich denke und vermutlich sehr sehr viele andere auch.
    Ich finde die Richtung in die sich dein Blog entwickelt ganz wunderbar, er ist der einzige den ich noch so “von damals“ lese, einfach weil er tiefgang hat und zum denken anregt.
    Großartige Arbeit! 🙂

  • Hallo Lina,

    ich muss wirklich mehr bzw. überhaupt bei dir kommentieren. Einfach weil dein Blog einer von fünf ist, die ich über die Jahre überhaupt noch regelmäßig ansteuere. Weil jeder einzelne deiner Artikel interessant ist, gut geschrieben. Einfach dein ganzer Blog stimmig ist, ein Konzept hat, du eine „Marke“ bist. Mach weiter so, ich lese deine Worte so gerne.

    Ich finde es ganz wichtig, dass man das Ziel hat, auf sich selbst stolz sein zu können und zu wollen. Das gibt doch einfach mega viel Ansporn und zumindest ich habe das automatisch aus mir heraus. Manchmal ein bisschen zu viel, aber grundsätzlich finde ich das ganz wertvoll und ziehe daraus viel Selbstwertgefühl und auch Zufriendenheit, wenn ich weiß, ich mache meine Sache gut, auch wenn das von außen vielleicht gar nicht explizit wahrgenommen wird. Wenn ich mir vorstelle, dass das immer mehr Menschen abgeht, weiß ich nicht, wozu das dann letztendlich führt. Ob man dann nicht irgendwann eine innere Leere erreicht..

    Ganz liebe Grüße,
    Jasmin

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