#TWENTYSOMETHING COLUMN: TITS ARE THE NEW TITS

„Ist das nicht ein bisschen viel Dekolleté?“
„Puh, wem willst du denn heute was beweisen?“
„Warum genau musst du eigentlich ständig deine Brüste präsentieren?“

 

"..jeder Tag ist ein guter Tag für Boobs."

Ich höre diese Sätze ständig. Sie gehören dazu. Meisten blende ich sie aus, manchmal mache ich mir über den kleinen Horizont, den sie aufzeigen lustig, manchmal ärgern sie mich mehr, manchmal empfinde ich sie als stumpfen Angriff und dann wieder könnten sie mir nicht egaler sein. Es schwankt. Je nach Stimmung. Manchmal schließe ich Wetten darauf ab, wie lange es wohl dauert, bis ich den ersten dummen Kommentar bekomme, manchmal möchte ich dagegen ankämpfen wie herablassend gerade Frauen andere Frauen mit ihren Urteilen behandeln, einfach weil sie es auf Social Media können.

Heute zum Beispiel, gerade mal 120 Sekunden war mein Post online, als ich gerade angestiftet von meinen Freundinnen die Bildunterschrift mit dem Angebot #1Eisfür1Hater erweitern wollte. Ich kam zu spät. #HappyBoobsday hatte ich als Anspielung auf Mirellas genialen Song getitelt und direkt eine Antwort bekommen.

„Ist der bei dir nicht jeden Tag?“, wurde ich gefragt. Und obwohl kein Augenrollen via Emoji addiert wurde, war es virtuell nicht zu überlesen.

Um die Frage nicht einfach so im Raum stehen zu lassen: Ja. Stimmt. Bei mir ist jeden Tag #boobsday. Sie ist jeden Tag da. Und ich weiß auch nicht was falsch daran sein sollte meine Brüste zu mögen. Ich weiß nicht, warum ich mich anders kleiden oder verstecken sollte. Und ehrlich gesagt bin ich wütend darauf, dass ich es getan habe. Erst kürzlich. Aber von vorn.

Meine Boobs habe ich von meiner Mama. Klassisch vererbt. Einziger Unterschied: während ich nicht nur einen passenden Job, sondern auch die unterstützende Popkultur um mich habe, mich nie schmälern oder verstecken brauchte, das Glück habe in einer (vermeintlich!) aufgeklärteren, gleichgestellteren, noch offeneren Gesellschaft aufzuwachsen, hatte meine Mama immer das Bedürfnis ihre Brüste, zumindest im Alltag, kleiner wirken zu lassen. Zu kaschieren.
Meine Mama trug nie Spaghettitops, nie Oberteile mit größerem Ausschnitt, nie transparente Blusen. Zum Einen, weil es vielleicht nicht ihr Stil war, zum Anderen – und das sagte sie oft, wenn wir zusammen einkaufen waren – weil sie das „mit so viel Oberweite eben nicht tragen könnte.“

Minimizer trug sie stattdessen. Das sind BH’s, die deine Boobs auf bis zu 2 Größen kleiner drücken und formen. Natürlich weder schön noch bequem. Aber zu dem Zeitpunkt etwas, worin sie sich wohler fühlte. Meine Mama ist stellvertretende Schulleiterin, möchte fachlich respektiert und nicht körperlich diskutiert werden. Dass sie immer das Gefühl hatte ich Brüste wären ihr dabei im Weg, hat mich schon mit 16 aufgeregt. Nicht sie, sondern die Menschen, die ihr direkt und indirekt dieses Gefühl gaben.

Und vielleicht ist es bis heute eine Trotzreaktion in mir nicht einmal darüber nachzudenken, was irgendwer über meine Brüste denken könnte und welche Aussage sie für ihn über mich und meine Fähigkeiten treffen, eine Art Protest, mit dem ich sage: wer seid ihr eigentlich, um mir etwas verkleinern zu wollen, nur damit ihr euch von mir nicht so sehr eingeschüchtert fühlt? Ich lass mir von euch weder meine Meinung, noch meine Stimme, noch meine Boobs in einen engeren, verträglicheren, alltäglicheren Rahmen zwängen. Wieso sollte ich die Meinung von jemandem respektieren, wenn sie selbst so despektierlich begründet ist? Dass der Wert einer Frau noch immer auf verschiedenen Ebenen je nach Größe oder Sichtbarkeit ihrer Boobs gemessen wird, ist schlichtweg asozial.

 

"Das hast du doch nicht nötig?"
"Ich sag dir was ich nötig habe.."

Auf dem heutigen Bild trage ich einen Overall, den ich bei mehr als 4 verschiedenen Influencern längst gesehen habe. Er ist 2 Jahre alt und war 2016 ein ziemlich getyptes Teil. Wenn man ihn mit kleinen Brüsten trägt, sieht er edgy aus, wenn er lose an einer sehr schmalen Figur sitzt dann elegant parisienne. Und wenn man ihn mit Kurven trägt? Dann geht er gar nicht. Angeblich.
Und so soll das laut der Aussage einiger Follower auf Instagram mit vielen Kleidungsstücken sein, die an anderen sportlich oder einfach cute aussehen, bei mir aber sofort die geringschätzige Frage aufwerfen: „Und? Musst du mal wieder deine Boobs in Szene rücken?“ „Nein, aber sie sind halt da“, würde ich gern antworten. Aber das wäre natürlich wieder patzig.
Es ist nicht zu verleugnen, dass ein roter Badeanzug an mir nicht zart, sondern sexy sitzt. So ist das übrigens auch mit Camisoles, mit Tanktops, mit Sport-Bhs und Hippie-Kleidern.

Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten Trends der 90er für kleine, zarte Boobs gemacht sind. Und irgendwann, so nach dem 400sten Kommentar zu meinen Brüsten unter einem verdammten Urlaubsbild, auf dem ich meine Brüste im Kleid nun einmal dabei hatte, begann es mich zu nerven. Ich hatte es satt, dass die Einen ein Outfit trugen und ich „nur meine Brüste zeigte“. Im exakt gleichen Look.

Und ich begann keine Minimizer zu tragen, sondern Bilder zu bearbeiten.
Bei Photoshop. Und ich machte meine Taille nicht schlanker, sondern meine Brüste kleiner. Monatelang. Ich verbot Fotos von Freunden auf denen ich  wieder aussah, als würde es nur um meine Boots gehen“ und begann mich unwohl in meinen sonst so geliebten Klamotten zu fühlen. Übrigens mit dem erfolgreichen Ergebnis, dass trotzdem noch immer alle fanden, dass ich sie „zur Schau stellte“. Sie, die gerade gut 1 Körbchengröße digital geschrumpft waren. Immer noch zu groß. Zu plakativ. Zu viel für eine Frau, die „das“  doch „gar nicht nötig hatte“.

Es war dieser Kommentar einer Leserin, der mir so unerwartet, obwohl schon so oft gelesen, dann vor ein paar Wochen unter die Haut ging. Ich hatte „das“ also nicht „nötig“. Und mit „das“ war jetzt was genau gemeint? Meine Brüste, die hier als Beleidigung dienten? Die man nicht einfach hatte, sondern entweder „versteckte“ oder eben „benutze“? Die diese Frau offenbar immer noch als eine schnelle Wertetabelle für anderen Frauen sah?v Ich kann den Satz nicht einmal tippen, ohne wieder wütend zu werden. Vor allem, weil er von einer anderen Frau kam. Und so viel falsch daran ist, dass ich einen eigenen Beitrag und 2000 Wörter bräuchte, um mich wirklich abzureagieren.

 

Wer brain hat, der braucht keine Titten.

Ich meine, was exakt hatte ich nicht nötig?
Mich in meinem Körper wohl zu fühlen? Endlich mal? Zu tragen, worauf ich Lust hatte?

Nötig habe ich vor allem das Bedürfnis mal wieder einen Post oder vielleicht auch nur einen Abend mit meinem Körper, in dem ich mich wohl fühle, undiskutiert zu verleben. Die Option bleibt mir nämlich aktuell nur, wenn ich mich verstelle. Überhaupt bleiben Frauen offenbar nur diese zwei Optionen, „demütig verstecken“ oder „plakativ zur Schau stellen“

Übersetzt heißt das nichts anderes als: eine Frau muss sich entscheiden und dann zufrieden geben. Noch immer.
Lieber schlau oder sexy? Beides geht nicht. Denn wer das Eine ist, der „hat das Andere nicht nötig.“  Und ja, diese Perspektive gibt es noch immer, das hier ist kein Bericht über die Situation der Frau um 1952. Oder wie erklärt ihr euch, dass noch immer Frauen, die in ihrer Insta-Bio für Feminismus werben, T-Shirt mit Aufschriften wie „Brains are the new tits“, tragen und dafür ganz viel Applaus erhalten?

Wer Brain hat braucht keine Titten. Und wer die Titten schon hatte, der was .. darf sich damit fürs Brain nur anstelleb, wenn er sie erst zurückgibt?

anything to say?

Comments

  • Ganz ganz viel Liebe für den Beitrag. Der holt mich so ab. Hab mir aufgrund einer relativ früh entwickelten Brust laufend Sprüche anhören müssen und deshalb eine richtig schlechte Körperhaltung angewöhnt. Damit man „nicht so sieht“ wie sie halt nun mal einfach aussehen. Hab mir Sprüche anhören müssen, ich könne nicht einfach keinen BH anziehen unter einem lose sitzenden Shirt, obwohl sie auch ohne BH großartig aussahen. Man kann es nicht jedem recht machen, und deine Bilder ermutigen mich, mir mal wieder ein neues Top zu kaufen mit nem tieferen Ausschnitt!

    ❤️❤️❤️

  • Mittendrin geht es plötzlich um „Boots“ und nicht um „Boobs“. Kurz nach Photoshop.
    Der Kommentar muss nicht veröffentlicht werden. Ich wollte es nur irgendwie mitteilen.

    …n sah?v Ich ka…

    Traurig, dass du in Abständen immer wieder zu diesem Thema schreiben musst. Danke, dass du es trotzdem tust.

  • Du hast Recht, mich ins Nachdenken gebracht und mir bewusst gemacht, dass ich mich unbewusst diesen Vorgaben zu sehr anpasse. Ich werde meinen Kleiderschrank noch mal nach den tiefer ausgeschnittenen Kleidern durchwühlen, die ich eigentlich an mir mag, aber nicht trage.

  • Danke für den tollen Text, Lina!
    Ich selbst habe sehr große Brüste (beim BH-Kauf im Sommer hab ich erschreckt festgestellt, dass ich vorher fast 3 Größen zu kleine BHs getragen hatte, und jetzt bei 75J angekommen bin :o) und kenne den Gedanken, sie verstecken zu müssen bei der Arbeit. Zumindest hatte ich den Gedanken lange Zeit, mittlerweile habe ich ihn nicht mehr. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich einfach trage, was mir gefällt und was praktisch ist. Da bin ich sehr froh drüber.
    Abfällige Kommentare habe ich zum Glück in meinem Leben kaum gehört, wenn dann eher Witze über meine Brüste, aber die mache ich selbst am häufigsten. Es ist hart zu hören, was Menschen untereinander für Bemerkungen machen über ein Körperteil. Wir haben nur diesen einen Körper, der ist nunmal da. Punkt. Und es gibt keinen Grund, an diesem Körper rumzumäkeln. Ein positives Körpergefühl ist so wichtig und so eine Wohltat für´s eigene Wohlbefinden, dass wir uns gegenseitig bestärken statt niedermachen sollten.
    Aber das ist nunmal leider klassisch menschliches Verhalten: den anderen in seinem Status erniedrigen, um sich selbst zu erhöhen. Ich glaube, dagegen kommen wir in tausend Jahren nicht an … :/

  • Endlich wird es mal ausgesprochen! 🙂 Brüste sind super.
    Ich musste mit 12 schon meinen ersten BH tragen, habe mir dementsprechend auch oft Sprüche anhören müssen. Geerbt habe ich sie auch einfach von meiner Mama, alle Frauen in unserer Familie haben große Brüste 😉 Und obwohl ich meine wahnsinnig gerne mag, fühle ich mich trotzdem unwohl sie „zur Schau zu stellen“. Habe letzten Sommer ein paar Experimente gemacht und mich auf Parties mal getraut mehr Ausschnitt zu tragen. Fazit des Abends: alle glotzen mich an, gefühlt schaut mir keiner richtig in die Augen und ich fühle mich unwohl dabei. Super. Mein Mann und auch meine Mädels sagen mir immer wieder wie toll das aussieht wenn ich Ausschnitt trage und dass ich mich ruhig öfter trauen soll. Aber irgendwie ist das in meinem Kopf noch nicht angekommen. Sehr schade, dabei mag ich’s bei anderen Frauen doch auch so gerne leiden.
    Finde deine Brüste auch super, Lina 🙂 Und ich find’s cool, dass du da so offen mit umgehst. Wie gesagt, niemand sollte das Gefühl haben sich verstecken zu müssen. Vielleicht kommt das ja bei mir auch irgendwann noch an? 🙂

    Liebe Grüße, Lisa

  • Lina, du sprichst mir aus der Seele! Ich finde diese abfälligen Kommentare so lächerlich… du hast eben diesen einen Körper, Punkt. Und dir dadurch irgendetwas abzusprechen (Brain) oder anzudichten (irgendwas nötig haben) ist absoluter bullshit! Ich habe auch große Brüste – und ja, für mich ist auch jeder Tag ein #happyBoobsday! Warum auch nicht?

  • wow. Vielen, vielen Dank Lina! Du kannst dir echt mal auf die Schulter klopfen…du sprichst genau das aus, was mir und wahrscheinlich vielen anderen Frauen im Kopf herumschwirrt. Aber viel wichtiger, du bewegst mich damit auf solche Kommentare zu scheißen und verdammt nochmal dieses Sommerkleid zu rocken! <3

  • Eigentlich kann ich deinen Worten, die es genau auf den Punkt bringen, nichts mehr hinzufügen, möchte aber trotzdem sagen: Danke.
    Ich glaube, du machst mit genau solchen Artikeln und Fotos (für die du leider immer wieder zur Zielscheibe wirst) alles richtig und ich hoffe so sehr, dass diese Message irgendwann bei allen Frauen ankommt. Denn das ist Female Empowerment – alle Frauen darin zu unterstützen, sie selbst sein zu dürfen. Sich in ihren Körpern wohlzufühlen. Egal, ob sie nun große, kleine, ungleiche, künstliche oder amputierte Brüste haben. Es darf einfach nicht sein, dass ein Ausschnitt für so viele negative Reaktionen sorgt. Und mit welcher Begründung vor allem? Warum muss etwas versteckt, verhüllt, minimiert werden, was augenscheinlich da ist und durch unsere Gesellschaft zu einem so starken sexuellen Reiz gemacht wurde, obwohl die weibliche Brust ja so viel mehr drauf hat. Kinder stillen zum Beispiel. Oh wow. Aber sobald mehr als das Schlüsselbein sichtbar wird, fällt bei vielen die Kinnlade herunter und das, was selbst mehr oder weniger erfolgreich verdrängt wurde (die Existenz von Boobs!), offenbart sich ihnen in seiner vollen Schönheit.
    Ich weiß sehr gut, wie es ist, mit großen Brüsten ausgestattet worden zu sein: Wenn du als Teenie in einer Kleinstadt nur auf deinen Vorbau reduziert wirst, immer „die mit den dicken Titten“ bist, dann macht das was mit dir. Dann willst du irgendwann mehr sein. Du veränderst deine Haltung, greifst – genau wie deine Mama – auch nur noch zu Minimizern, verbannst V-Ausschnitte, Spaghettitops und Co. aus deinem Schrank. Und auch jetzt, mit 31 Jahren, habe ich noch lange nicht die Beziehung zu meinem Körper und insbesondere zu meinen Brüsten, die ich gerne hätte. Aber ich lerne, sie so anzunehmen, wie sie eben sind. Und bin nicht mehr jedes Mal traurig, wenn der laut Produkttext „locker sitzende Jumpsuit“ aus mir zwei wandelnde Pampelmusen mit Kopf macht.
    Ganz viel Liebe. Für dich, diesen Text, deine Brüste und vor allem jeden Busen dieser Welt.

  • Liebe Lina,
    wieder ein großartiger Text, der alles sagt, was gesagt werden muss. Ich finde es bemerkenswert, wie unterschiedlich die Sichtweisen auf bestimmte Dinge sein können. Mir ist noch nie, niiiieeemals in den Sinn gekommen dich aufgrund deiner Brüste kritisch zu beäugen. Und auch bei niemand anderen. Ich verstehe auch gar nicht wie solche Gedanken entstehen. Ich kann diesen Punkt einfach null nachvollziehen.
    Schön, dass du wieder laut aussprichst, was eigentlich alle denken sollten. Weiter so!

    Eileen

  • Liebe Lina,
    Wirklich ein toller Beitrag! Mich nervt das auch total, dass immer ein Kommentar kommt, sobald ich mal was tiefer ausgeschnittenes Trage. Wieso sollte ich einen Teil meines Körpers verstecken müssen? Bloß weil andere ihn immer sofort sexualisieren? Das ist deren Problem, nicht meins. Ich will anziehen, worin ich mich wohl und schön und gut fühle – und niemand hat das Recht da irgendetwas zu kommentieren, nur weil es einen Körperteil von mir zeigt durch den er oder sie sich eingeschüchtert oder sonst was fühlt! Free the boobs.

  • Liebe Lina,
    ich finde Deine Brüste wunderbar und ich frage mich bis heute, warum Menschen danit ein Problem haben. Sie sind toll.
    Und ich verstehe die ganzen jungen Frauen nicht, die sich die Brustwarzen abkleben, damit man die Nippel nicht sieht. Alle sind so verklemmt. Oder haten Frauen wie dich. Ich verstehe es einfach nicht. Was gibt es an Deinen Brüsten und Deiner Liebe zu Ihnen zu meckern? Neid? Können sich die Leute nicht einfach mal darum kümmern, mit sich selbst zufrieden zu sein und sich um ihre eigene Persönlichkeitsentwickljng zu kümmern? Statt auf Deine Brüste zu schauen, sollten sie ihren eigenen geistigen Horizont betrachten.
    Ich selber trage 85 E. Mit Ausschnitt. Und erhobenem Haupt. Und ich liebe meine Möpse!
    Weiter so Lina.
    Evi

  • So ein toller und wichtiger Beitrag! Ich habe mich total in der Situation wiedergefunden. Ich verstehe nicht, warum Menschen, die eigentlich überhaupt nicht das Recht haben, andere Menschen sexualisieren und daraus dann ihre (negativen) Rückschlüsse ziehen. Hä?

  • Hallo Lina,
    als ich vor 2 oder 3 Jahren angefangen habe deinen Blog zu lesen habe ich mich gefragt „warum zeigt sie sich so „freizügig“ im Internet“ und dir diese Frage auch tatsächlich unter einem entsprechenden post gestellt. Deine Antwort damals war „ganz einfach weil ich mir so gefalle“. Und ganz ehrlich: seitdem habe ich nie wieder deinen Ausschnitt in Frage gestellt und freue mich über deine Kurven und die sinnlichen Bilder.
    Nichts desto trotz finde ich es wichtig und toll, dass du heute nochmal klar stellst: wenn eine Frau Brüste hat (zeigt), fehlt ihr nicht automatisch Hirn.
    You go Girl!

  • Ich verneige mich vor dir. Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Es ist immer wieder erschreckend und ein Rätsel für mich, dass das überhaupt noch thematisiert werden muss. Mir fällt so etwas nicht einmal besonders auf und vorallem ist es für mich unbegreiflich, wie man darauf kommt den Körper eines anderen Menschen so zu sexualisieren und zu bewerten, egal ob negativ oder positiv.
    Und übrigens: habe schon tagelang einen Ohrwurm von Mirella🎶

  • Amen!
    Ich freue mich immer, wenn du aml deine in meinen Augen perfekten Brüste „dabei“ hast.
    Wie oft habe ich mir scho Heimlich gedacht: ach, wenn deine nur so wären wir Linas….
    Dann denke ich immer direkt, ach mädels, ich mag euch auch so <3
    Ich hab mein halbes Leben und meine halbe Pubertät in den 90ern unter meinen Boobies gelitten.
    Schon früh grosse Brüste zu haben, das war kein Segen.
    Irgendwann macht ich aber meinen frieden mit Ihnen und so gab es ein Happy End! <3

    Ich mag deine Brüste, und freue mich bei jedem Foto wie toll sie sitzen! 😉

  • Ich muss bei deinem Text gerade an Worte meiner Dozentin denken. Wir haben gestern in einem Seminar, in dem es um Vielfalt geht, über Merkmale gesprochen, welche zur Be-/Abwertung im Alltag führen. Es wurden natürlich die Klassiker genannt :ethischer Hintergrund, Hautfarbe, Geschlecht. Und beim Punkt Geschlecht hakte die Dozentin dann ein und fragte :“Woher wisst ihr was für ein Geschlecht euer Gegenüber hat?“ Die Diskussion ergab dann, dass es das Aussehen, das Verhalten, die Stimme, die Mimik etc.waren, die einem zu dem Schluss kommen ließen.
    Und dann kam das, worauf ich hinaus wollte :“Ihr wisst es nicht. Ihr wisst nicht was sich unter den Klamotten des anderen verbirgt sondern ihr unterstellt es ihm.“
    Und genau das ist es. Denn das gilt nicht nur für das Geschlecht, sondern auch für die politische Einstellung, den Job, die Religion und in diesem Fall für dein Motiv hinter einem Bild. Frau+“große“Brüste=sie will Aufmerksamkeit und Sex.
    Dieses direkte Unterstellen und Kategorisieren ohne Sinn und Verstand, es nervt. Bis zu dem Schluss, dass die“ einfach an dir dran sind“ und somit auch auf Bildern dabei sind kommt keiner mehr, weil lieber direkt mal was unterstellt und jemanden kategorisiert wird. Aber ja sicher, wir sind alle total offen und wollen Vielfalt, Natürlichkeit, wahre unbearbeitete Momente, Personality, aber bitte nur so, wie es uns vorschwebt und bitte nicht zu viel. Ich finde es zum kotzen.

  • DANKE LINA!

    Ich hab meine Boobies auch von meiner Mutter geerbt und war mir sehr lange gar nicht darüber im Klaren, dass ich „große“ Brüste habe. Bis ich eine Freundin kennengerlent habe, die mir ständig damit in den Ohren hing, wie schön sie meine großen Brüste findet und wie eifersüchtig sie darauf ist.
    Schon vorher hab ich regelmäßig Kleidungsstücke, die mir eigentlich gefallen haben, nicht gekauft, weil ich dachte „Darin sehen deine Brüste riesig aus“. Aber seit dem achte ich noch viel mehr drauf und habe ständig das Gefühl, dass es das erste ist, was Leuten an mir auffällt. Richtig anstrengend und unnötig eigentlich..
    <3

  • Liebe Lina,
    ich habe zwar genau das gegenteilige Problem, kenne aber genau das, was du ansprichst: Dass uns andere Leute sagen wollen, dass wir bestimmte Sachen nicht tragen dürfen, weil man das ja nur mit einer bestimmten Figur tragen kann. Beziehungsweise genau auf ein Merkmal reduziert wird. Wenn ich einen großen Ausschnitt trage, sagen mir oft Menschen, dass ich das gar nicht tragen kann, weil ich das Oberteil ja gar nicht „ausfülle“. DAs Problem ist, dass das dann genau die Menschen sind, die selber Komplexe haben. Früher wollte ich auch immer meine breiten Hüften und meinen runden Po verstecken, weil ich mich geschämt habe, eine kurvige Figur zu haben. Heute trage ich zum Sport gerne Leggings und pfeife drauf, was andere Leute mir sagen wollen.
    Leider trifft es einen trotzdem oft, wenn man so einen abwertenden Kommentar zu hören bekommt und kann nicht immer drüber hinwegsehen. Vor allem kann ich mir vorstellen, dass es schlimm ist, so etwas wie du so viele Male am Tag hören zu müssen. Bitte hör trotzdem nicht auf große Ausschnitte zu tragen oder erotische Fotos zu posten! Sie sehen nämlich toll aus!
    Alles Liebe,
    Laura

  • Und wieder mal auf den Punkt gebracht. Ich gehöre eigentlich zu den Leserinnen, die Herzen verteilen aber selten bis nie kommentieren. Aber jetzt – jetzt muss ich einfach. Gefühlt sind Boobs schon seit der 5. Klasse ein Thema, weil sie bei den einen da waren und bei den anderen nicht und letztere immer wussten, wie sie sticheln konnten. Noch heute fällt es ab und an schwer zu akzeptieren, was man hat. Eben ein bisschen mehr. Oder auch nicht. Denn was ist eigentlich mehr?
    Ganz viel Liebe an dich. Weiter so.

  • Hey Lina,
    mal ganz off topic: ich wollte dich schon länger mal auf eine kleine Sache hinweisen, die mir jetzt schon in vielen deiner Texte aufgefallen ist und mich beim Lesen ein bisschen stört. Ich finde bei dir immer ein, zwei, drei kleine Rechtschreibfehler (durch schnelles Schreiben, Autokorrektur; z.B. boots, anstelleb), die mir leider immer sofort beim Lesen ins Auge springen. Ist an sich gar nicht schlimm und menschlich, aber mich ärgert sowas immer und stört meinen Lesefluss (kann auch sein, dass ich da einfach empfindlicher bin als andere) Vielleicht kannst du da beim Korrekturlesen mehr drauf achten.
    Soll wirklich als konstruktive Kritik gemeint sein und nicht als meckern.

    Liebe Grüße, Line

  • Danke! Als Frau, die seit ihrer Jugend immer schon größere Brüste als andere hatte. Als Jugendliche, die sich derer schämte. Als Frau, die lange überlegte, was sie kaschierend tragen könnte. Als Mädchen, das im Sportunterricht wahrscheinlich mit Sport-BH mehr Freude gehabt hätte. Als Frau, die die Blicke von anderen immer auf ihre große Oberweite wandern sieht. Als Kollegin, die indiskret gefragt wurde ob „die echt sind. Als Liebhaberin, die einen Ticken zu oft nur darauf reduziert wurde, große Brüste zu haben.

    Bedauerlich, dass deine tollen – mich motivierenden Bilder, nichts mehr kaschieren zu müssen weil man nun mal so fucking nochmal ist wie man ist (nämlich wunderbar!)- Bilder andere zu solchen Ekelhaftigkeiten anspornen. Ich wünsche diesen Menschen nur das Beste. Denn hinter solchen Aussagen steckt oft Wut. Und Neid. Und Traurigkeit. Und viel Ärger über sich selber. Irgendwann merken sie es und schämen sich ihres Verrats an so tollen Frauen wie dir, die vielen jungen Frauen/Mädchen ein positives Selbstbild vermitteln (schade, dass ich das vor 17 Jahren mit Anfang 13 nicht harte – hätte mir viel Verzweiflung erspart).

    Andererseits hat mich das zu dem was ich heute bin: verdammt stolz auf mich. Alles zu tragen was mir gefällt. Fotos so zu mögen wie sie sind. Und einen Fuck auf Gemeinheiten zu geben. Denn ins Gesicht sagen sie es dir nie. Und das zeigt, wie stark du auftrittst.

    Lina, die 13-jährige Corinna bedankt sich bei dir aus dem Jahr 2001 heraus!

    (Gott…ich werde alt)

  • Wow, es tut mir Leid, dass du regelmäßig mit so einem shitstorm klarkommen musst und ich finde es großartig, dass du dich davon nicht aufhalten kannst. Ich kann selbst nicht mitreden, da ich so kleine Brüste habe, dass BH’s eher kontraproduktiv sind, aber ich finde es gut, dass du so für dieses thema kämpfst. Weil wie du schon sagst: seine brüste hat man eben immer dabei. Sie sind kein Accessoire, dass man sich extra kauft um sich damit aufzuhübschen. Sie sind da wie eine Nase oder die Hände, und die stellt man ja auch weder zur Schau oder versteckt sie. Und ganz btw. Der Overall sieht bei den Flachbrüstigen vllt edgy aus. Allerdings kann man sich darin dann nicht bewegen, da nämlich alles verrutscht und dann wirklich alles zu sehen ist. Ich spreche aus Erfahrung 😉

  • Liebe Lina,
    lass dir von einer Frau mit B Körbchen sagen: Duhast wunderschöne Brüste und die muss man genauso wenig verstecken
    wie schöne Beine oder anderes. Die ganzen Instagram-Fitness-Girls strecken ihren prallen Hintern ja auch jeden Tag in die Kamera
    und werden dafür gefeiert. Zu recht!
    Es ist schon irgendwie schräg. Man soll auf seinen Körper stolz sein aber wenn man es dann ist, dann wird man dafür angegiftet.

    Weiter so!

  • Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich gehöre auch zu den gesegneten Frauen mit großer Oberweite und die meiste Zeit liebe ich das und zeige gern immer einen kleinen Brustansatz und schäme mich nicht dafür. Meistens zumindest. Aber bei deinem Beitrag habe ich doch auch reflektieren müssen, dass ich nie weit ausgeschnittene Kleider tragen, um bloß nicht negativ aufzufallen. Manchmal ist es mir dann ja doch unangenehm, wenn die Brüste so sehr in den Fokus rücken. Und andererseits fällt es mir bei anderen Frauen natürlich auch auf, Brüste fangen den Blick ein. Aber ich wünsche mir auch von mir selbst da mutiger zu werden und auch selbst nicht abwertend über andere Frauen zu denken, denn leider erwische ich mich ja doch immer wieder dabei. Danke, dass du dich mit solchen Themen auseinandersetzt und zugleich Schade, dass sich diese Probleme überhaupt auftun….
    Liebe Grüße an dich,
    Alex

  • Ich finde deinen Beitarg wirklich gelungen! Ich kann es einfach nicht verstehen, wieso bestimmte Körperteile, wie z.B. eben Brüste so ein Tabu darstellen. Ich mein HALLO? Die Dinger gehören eben dazu, genauso wie meine Nase und die kann ich ja nun auch nicht verstecken? Und das Frauen andere Frauen tagtäglich nieder machen müssen geht mir auch einfach nicht in den Kopf… finde das einfach nur traurig…
    Mach auf jeden Fall wieter so und kümmer dich nicht um die Meinungen anderer – ob du nun „deine Brüste in die Kamera halten“ willst oder Nahaufnahmen von deinen Ohrläppchen posten magst ist und bleibst dein Ding! Finde das super, wie du damit umgehst 🙂 Daumen hoch!

  • Liebe Lina, einfach danke für diese Worte. „Sie sind nun mal da“ – so ist es. Gerade wo doch #selbstliebe gefeiert wird, sollte man doch einfach jeden tragen lassen dürfen, was der oder diejenige möchte. Brüste verstecken sollte da nicht mal auch nur ein Gedanke sein.
    Liebe Grüße nach Kapstadt, Anna

  • Besser hätte man dieses topic nicht anreißen können. Die eigenen Brüste sind nun mal da. Punkt aus. Ob groß, klein, hängend etc. Sie gehören zu einer Frau. Das ist Weiblichkeit. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Da sollte Frau nichts verstecken, nur um sich anzupassen oder unsichtbar zu sein. Ich finde es auch ganz schrecklich, wie Frauen über andere Frauen herziehen müssen. Erlebe ich unter Freundinnen ganz oft. Da sag ich dann auch „Ja und? Und wenn Caroline aus der Uni ein sehr tief geschnittenes Oberteil zum feiern anzieht, das ihre Kurven betont – wen juckts?“ Wieso muss es auch immer diese Lager geben? Hast du große boobs und zeigst sie noch, bist du so eine… Hälst du deine boobs zurück, bist du gebildet. Aha. Größter Bullshit. Btw meckern auch gerade die Frauen, die nicht so gesegnet sind und sich insgeheim wünschen, besser ausgestattet zu sein 😉

    Ich finde, dass du die Sache genau richtig angehst. Stolz auf seinen Körper zu sein, sich nicht zu verstecken und sich so zu zeigen, wie man gerade bock hat. Es ist seltsam, wie in so einer reizüberfluteten und angeblich offenen Welt Brüste oder die Körper andere Frauen immer noch so ein Thema sind. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Weniger sexualisieren, sich mehr für den Menschen an sich interessieren. Das wäre doch mal ein Anfang.

  • Ich habe halt echt eine kleine Oberweite, aber es ist schei* egal ob Brüste klein, groß oder sonst was sind, ich finde sie wundervoll und sie dürfen gezeigt werden !:) Viel zu viele Frauen fühlen sich unwohl in ihren Körpern und nur weil die Brüste der Frau total sexualisiert worden sind, sollte sich niemand für sie schämen.

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

  • Liebe Lina,

    ich finde es unglaublich schlimm, für wie viel Aufregung so ein Frauenkörper auf Social Media immer wieder sorgen kann. Insbesondere, wenn das Feedback von anderen Frauen kommt, die doch ebenso Brüste haben und wenn sie sie auf einem Bild zeigen wöllten, dann sind sie doch frei in ihrer Entscheidung, genau das zu tun, oder eben auch nicht. Warum diese Kommentare, sich gegenseitig herabwürdigen, an Stelle einander positiv zu feedbacken, dass eben alles seine Berechtigung hat, zu existieren und auch eben gezeigt zu werden. Kleine Brüste, große Brüste, viel oder wenig Hintern, kleinere oder größere Dellen. Mach genau weiter so. Ich finde deine Bilder sehr ästhetisch und wer es nicht mag, der kann doch einfach vom Bild ablassen und deine schönen Texte lesen. Oder eben einfach weiter scrollen, wischen, klicken. Leben und leben lassen. Hab noch einen tollen Abend, liebe Lina.

    Liebste Grüße,

    Stephie 🙂

  • Lina!

    Ich applaudiere gerade sehr laut für deine Worte. Du triffst auf den Punkt, was ich oft nicht in Worte fassen kann. Danke danke danke dafür, dass du das Thema aufgreifst. Und wie traurig ist es bitte, dass es noch immer thematisiert wird?
    Ich hab die (hoffentlich nicht ewig) utopische Hoffnung, dass es irgendwann einfach egal ist. Egal, ob ich meine Brüste zeige, oder nicht. Egal ob ich welche habe, oder nicht. Es geht das Gegenüber weniger als einen feuchten Dreck an, was ich mit meinen Boobs mache.
    Deine Erfahrungen ähneln meinen – leider. Wie viele Frauen haben wohl ähnliches durchgemacht? Ich habe jahrelang meine Brüste versteckt, weil sie ja sonst Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden. Und warum? Weil ich mich in der Gesellschaft nicht wohl fühlte, sie zu zeigen. Stolz darauf zu sein, selbstbewusst zu sein. Dabei kommt es so gar nicht auf die Brüste selbst an, mir egal ob groß, ob klein. YOU DO YOU WOMAN. Da ist für mich die Diskussion beendet.

    Wie oft ich wütend wurde, und mich hilflos fühlte, wenn ich auf die Tiefe meines Ausschnittes reduziert werde. Dabei fällt mir eine Freundin im Speziellen ein, die sich jedes Mal beschwerte, wenn sie mich umarmte, weil meine Brüste „im Weg wären“. WTF? „Im Weg“? Es dauert lange zu realisieren, dass sie ihre Unsicherheit auf mich projizierte. Große Boobs vs. kleine Boobs. As if I would care. GIRLS wir müssen uns gegenseitig unterstützen – BOYS ihr ebenso. Wie oft die Kritik aus weiblichen Mund zu hören war, lässt erahnen wie weit der Weg vor uns noch ist. Aber ich glaube fest daran, dass es sich wandelt, verbessert. Durch Artikel wie diesen, die Awareness schaffen.

    Es ist schwer und mein Temperament macht es noch schwieriger, in so einer Situation einen kühlen Kopf zu wahren um aufzuklären. Auf die falsche Meinung hinzuweisen und mit Argumenten die Wichtigkeit des Themas Selbstbestimmung und Respekt zu untermauern.

    Deinen Post mit #happyboobsday hab ich gefeiert, so wie das Lied <3

    #teamlina #happyboobsday

  • Lieber schlau oder sexy? Beides geht nicht. Denn wer das Eine ist, der „hat das Andere nicht nötig.“ Und ja, diese Perspektive gibt es noch immer, das hier ist kein Bericht über die Situation der Frau um 1952. Oder wie erklärt ihr euch, dass noch immer Frauen, die in ihrer Insta-Bio für Feminismus werben, T-Shirt mit Aufschriften wie „Brains are the new tits“, tragen und dafür ganz viel Applaus erhalten?
    —————–
    Dieser Satz verdient so viel Applaus, dass es den Leuten nur so um die Ohren fliegt. Danke Lina!

  • Hallo Lina,

    ich liebe deine Brüste sehr 🙂 generell deine Figur ist einfach der Hammer.
    Ich habe weder deine Brüste, noch deine Figur, daher finde ich es immer so schön wie du dich kleidest und zeigst was du hast. Ich verstehe diesen ganzen Körperkram eh nicht. Meine beste Freundin trägt keine Röcke, ihre Knie sind nicht schön (?). Eine andere keinen Ausschnitt, ihre Brüste sind zu klein (?). Wiederrum eine andere keine Bikinis, ihr Bauch ist zu dick (?). Unnötig zu erwähnen das sie alle perfekt sind wie sie sind und trage könnten was sie wollen.

    Daher liebe Lina, raus mit den Babes 🙂 Du bist perfekt so wie du bist und machst das alles genau richtig.

    LG Julia

  • Sehr gut! Als Männerblog haben wir zwar keine Brüste, aber man soll einfach das machen was einen gefällt. 🙂

    Viele Grüße vom MoKoWo Blog aus Berlin

  • Ich selbst habe, ich würde mal sagen, ein „Standard“ B-Körbchen. Standard, weil gefühlt immer meine BH Groesse ausverkauft ist. Und trotzdem habe auch ich oft Scham einen tiefen Ausschnitt anzuziehen. Warum?! Deine Worte holen mein Gefühl so ab, denn keine Frau sollte sich verstecken. Du bist eine große Inspiration für mich, nicht nur mit diesem Beitrag, endlich mutig genug zu sein ICH selbst zu sein. Danke Lina! Ich finde im übrigen deine Bilder mit Boobs unglaublich ästhetisch – nicht, weil du sie angeblich in Szene setzt, sondern weil du eine Klasse Frau bist! Mit Boobs und Bain!

  • MEGA !
    Der beitrag haut rein! Gut gedacht, gut geschrieben!

    Es gehört einfach mehr gelebt wie wir sind und mit der portion freude und leichtigkeit!
    Und es ghört mehr gschmust!

    Alles liebe, weiterhin!
    Marie.

  • Im Gegensatz zu den anderen Kommentaren, muss ich sagen das ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum man so viel Nacktheit im Internet, egal ob Blog oder Instagram von sich preisgeben muss. Natürlich sind es immer sehr ästhetische Bilder, aber auch wenn du deinen nackten oder halbnacken Hintern hier in Szene sitzen würdest, würde ich das so empfinden. Ich stelle mir die Frage auch schon bei selfies, warum müssen sich Menschen anderen Menschen präsentieren? Ihren Körper von allen Vorder – und Rückseiten zeigen, um Ihr Selbstwertgefühl zu stärken um sich durch Kommentare besser zu fühlen? Woher kommt dieser Selbstdarstellungsdran und nehmt es mir nicht übel, fast alle Bilder bei Instragram egal ob bei Lina oder anderen Bloggern sind eben oft gestellt und gepost. Natürlich siehst du super aus und kannst alle Klamotten tragen auf die du Lust hast, auch wenn du damit deine Brüste zeigst etc. Aber ich frage mich einfach, warum muss müssen Menschen so viel nacktheit öffentlich machen und es dem worldwideweb zeigen?

    • Gegenfrage (ganz ehrlich gemeint): warum nicht?

      Man MUSS es ja nicht. Und man MUSS es ja auch nicht einmal ansehen. Aber warum MUSS es verurteilt werden?
      Jetzt mal einfach auf dein Selbstdarstellungsargument bezogen. Dass meine Boobs einfach da sind, ist ja nicht diskutabel 😄

  • i love your boobs! ehrlich! ich freu mich immer über die bilder, weil bei dir einfach das gesamte Bild passt und du eine wunderschöne, weibliche Figur hast!
    Warum also solltest du nicht dazu stehen? & deine Gegenfrage im Kommentar über mir, warum es verurteilt werden MUSS, finde ich absolut richtig. Das WWW steht jedem frei zur Verfügung (ok, fast), niemand wird gezwungen, sich Blogs, Selfies etc. anzuschauen… manche brauchen aber was zu mosern… 😉

  • Hallo Lina,
    Ein wundervoller Post ! Ich bin auch der Meinung du sollst dich so zeigen wie du bist und brauchst dich auf gar keinen Fall verstecken oder verändern nur damit irgendwer aufhört blöde Kommentare zu schreiben denn irgendwer wird auch einen neuen Grund finden, um dumme Kommentare zu schreiben.
    Ich habe ziemlich kleine Brüste und wünsche mir so oft sie wären größer but it is what it is & I can’t change it 🙂
    Liebe Grüße!

  • Liebe Lina,
    ich lese seit fast einer Stunde deine letzten Artikel, um „aufzuholen“, was ich die letzten 3 oder 4 Wochen hier verpasst habe wegen Urlaub & Umzug. Bei diesem hier bin ich hängen geblieben. Weil du so Recht hast! Ich kenne das „Problem“ nur zu gut und bin froh, dass es mir mittlerweile egal ist. Wie mir heute vieles egal ist und es mir damit so verdammt gut geht. Heute muss ich lachen, wenn ich daran denke, dass es ernsthaft Zeiten gab, in denen ich mir kleinere Brüste gewünscht habe.
    Ich frage mich nur ehrlich, was sich Menschen denken, die solche Kommentare abgeben oder schreiben? Denn die Sache ist ja die – es gibt scheinbar an wirklich allem etwas zu bemängeln. Hier sind es große Brüste, woanders ist es zu wenig Brust, zu viel Bauch oder zu viele Knochen, die man sieht, unsportlich oder sportsüchtig, ungesunde Ernährung oder „die übertreibt es abermit ihrem healthy Essen“, ganz schön schüchtern oder „ist die hyperaktiv?“, overdressed oder „wie läuft die denn rum, könnte echt mehr aus sich machen“.
    Danke, dass du immer wieder den Finger in Wunden legst und nicht aufhörst, auch wenn es sicher manchmal nerven muss.

  • Meeega, einfach danke
    Habe so ziemlich jeden Satz sehr nachgefühlt und zum Ende gemerkt wie ich aus dem, was viele andere Frauen immer (negativ) kommentiert haben, für mich schon verinnerlicht habe, dass ich mir als erstes meine Brüste kleiner wünschen würde, wenn ich könnte und die Schnitte der gekaufen T-Shirts und Pullis der letzten Jahre auch eher immer weiter geworden sind

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