WEEK IN SOME NOTES – WOCHENRÜCKBLICK #4 IN 2018

#4

Es hat mich nicht mal 14 Tage gekostet, um eine gewisse Morgenroutine zu entwickeln: 06:oo Uhr geweckt werden, meistens vom Sonnenlicht, immer von den Möwen auf dem Flachdach gegenüber (love u mates ..x), ein Kaffee, ein paar bequeme Sneaker, Spaziergang am Ozean, in den Bootlegger in Seapoint setzen, Frühstück bestellen und mit dem WiFi connecten. Klingt random, stellt dich aber ungemein zufrieden, wenn du in deiner eigenen Wohnung mal wieder Stunden am Vorabend damit verbracht hast eine Verbindung überhaupt ein paar Minuten steady zu halten. Vermieterquote: "Welcome to Africa."  

Die Wifi-Situation klingt erst mal wie eine Ausrede, ist aber tatsächlich einer der Gründe, wieso ich hier seit Wochen (neben den Vlogs und dem Podcast natürlich!), nur Weeklys hochlade. Alles dauert ungefähr drei Mal so lang und immer wenn ich beginne mich so richtig über ständige Uploadabbrüche zu ärgern, klappe ich meistens den Laptop zu. Damit muss natürlich irgendwann Schluss sein, aber zumindest 14 Tage habe ich meine kleine bubble jetzt mal einfach so genossen und nur den content hochgeladen, der mir quasi einfach so von der Hand ging und zu dem ich mich jeweils im Moment inspiriert gefühlt hab. Man sagt ja: a few days well spent, bring in weeks full of content. 

Könnte stimmen. Ich hab nämlich so so viele Stories, die mir jetzt unter den Nägeln brennen, die wir gerade erst geshootet haben, die seit längerem noch ausstehen und auf die ich wieder so richtig Lust hab. Macht euch auf ein paar Travel Diaries gefasst, neue Kolumnen, auf noch mehr Podcasts und hoffentlich immer besser werdende Vlogs (unten mehr zur aktuellen Folge..) 

HERE IS
MY MORNING ROUTINE
IN A NUTSHELL

 

(A FEW DAYS WELL SPENT..)



"SAY SOMETHING BEFORE YOU FEEL DISCONNECTED TO EVERYTHING"                        

THOUGHT, WEEK #4

Und dann war da diese Zeit, in der du gekämpft hast, ums Glück, um dein Herz, um dich herum, in dich rein, ins Leere. 

Erschöpft, müde davon mutig zu sein – immer allein. 
Manchmal ist das gut. Das Alleinsein. Manchmal heißt bei sich selbst bleiben aber auch, dass man sich immer fremder wird, statt sich näher zu kommen. 

Wenn du so lange mit dir allein bleibst, dass du es bist. Wenn aus dem Singular die Einsamkeit wird, wenn dich keiner mehr versteht, weil du und die anderen dich nicht mehr kennen können. Wenn du keine Verbindung mehr fühlst, weil es schon so lange keine mehr zu dir gab.

Dann sag was.

Sag was. Denn in dem Moment, in dem du teilst – bist du nicht mehr allein.


Weil du es nie warst. 

WEEKLY MUSIC PICKS 

CAPETOWN UPDATE

Mit dem Regen in Kapstadt ist es wie mit der Sonne in Hamburg. Was der Eine zu viel hat, könnte der andere so dringend gebrauchen. 

Seit knapp 2 Tagen hängen die Wolken tief in die Stadt hinein, verdecken die Sicht auf den Lionshead, hüllen die Promenade in nebligen Dunst und kriechen bis in die langen Gassen unseres Viertels. Die Temperatur kühlt sich ab, der Wind nimmt Geschwindigkeit auf – und trotzdem regnet es einfach nicht. Heute Nacht sollen die Chancen endlich ein bisschen besser stehen. Auf einen Wolkenruch, den das Kap so dringend braucht. 

Ich wurde jetzt schon ein paar Mal auf die Wasserkrise angesprochen. Ich weiß nur nie so richtig, was ich auf Fragen wie: "Wie gehts du mit der Wasserkrise um?", antworten soll.

Sehr viele Optionen gibt es da ja nicht. Die einzige: so sparsam wie möglich sein. 

Lasst mich vorweg nehmen: Nur weil ich über etwas nicht öffentlich poste oder mich auf Instagram mit 3 Zeilen für meine #awareness feiern lasse, heißt das noch lange nicht, dass ich ignorant gegenüber der Thematik wäre.

Ich weiß, dass auch in Deutschland die Krise in Kapstadt und anderen Städten der western region endlich sichtbar wird, obwohl sie nicht erst in diesem Jahr, sondern schon seit mehr als 1082 Tagen besteht. Ich erinnere mich daran, dass ich schon 2014 auf unzähligen Schildern auf die Krise hingewiesen wurde. Viele der Artikel hinterlassen bei mir allerdings eher Frust, als dass ich sie informativ oder aufklärend fände. Fakt ist: es wird den Day Zero geben. Wenn nicht am 21. April (dem aktuelle day zero), dann zu einem späteren Zeitpunkt. Das große Problem hier in Kapstadt ist neben der Infrastruktur und den noch immer begrenzten Möglichkeiten der Facilities natürlich auch das Versagen der Politik und der noch immer konfusen Strukturen. Die Bürgermeisterin Kapstadts gab erst in dieser Woche zu (!), dass es tatsächlich zum day zero kommen würde, Pläne für die Notfallversorgung sind noch immer nicht sichergestellt oder umgesetzt. Monatelang hatte sie den Ernstfall geleugnet, jetzt dreht ihr Kurs in eine andere Richtung. Die Bürger und ihr verschwenderischer Umgang mit dem Wasser sein der grundlegende Faktor für die Wasserkrise. Während das natürlich ein unumgänglicher Fakt ist (dass es noch immer größtenteils möglich ist durch loop holes Pools in Camps Bay privat mit Trinkwasser aufzufüllen, bleibt für mich unerklärlich), kann man das komplexe Umweltproblem kaum singulär auf die Endverbraucher zurückführen. Natürlich sparen die meisten Haushalte wo sie nur können, das wird aber nicht reichen. Und das ist Experten und all jenen, die zuhören, schon seit Jahren klar. 
Als Kampf gegen Windmühlen, hat ein befreundeter Hotelier mir gegenüber mal das Schaffen von Awareness bezeichnet. Die Politik, die Wirtschaft, ignorante Touristen, die Verschwenderbubble  und vor allem die Möglichkeiten eines korrupten Kapitalismus machen es fast unmöglich gegen das Erblinden anzukommen. 

Ein ziemlich guter Artikel zum Thema ist hier zu finden. 

Was mich nämlich tatsächlich ängstigt, wenn ich mich mit Locals unterhalte: die wenigstens Kapstädter sind wirklich informiert und eher übersättigt an einem Thema, das für sie seit Jahren präsent, aber ebenso undurchsichtig ist, "wird schon regnen, hat bisher immer geregnet", ist die Einstellung vieler residents, die sich vermutlich einfach nicht vorstellen können, dass sie in weniger als 2 Monaten an collection point in der Stadt stehen werden, um die täglichen 25 Liter, die Ihnen zugeteilt werden, abholen zu können. 

Ich glaube das ist auch genau das Problem vieler Touristen, die vielleicht erstmals von der Thematik hören, wenn sie am Zoll das große Plakat sehen, das aber trotzdem nicht einmal, in Ansätzen aussagt, wie es wirklich um das Kap steht. Es ist einfach schwer vorstellbar, dass eine eigentlich so fortschrittlich wirkende Stadt, mit all ihrem Puls und Leben – versiegen, austrocknen und in die Krise stürzen soll.

Maggie und ich sind beide von Natur aus sehr concious, wenn es um das Thema Wasser geht. Mir fällt es allein in Deutschland schon schwer Wasser zu verschwenden, hier in Kapstadt ist absolut jeder, jeder Tropfen kostbar.
Ich wurde einfach schon immer so erzogen und habe Wasserknappheit noch dazu auf sehr vielen Reisen mit meinen Eltern miterlebt. Das prägt und geht unter die Haut, du gehst schlicht sorgsam mit einem Gut um, das für andere niemals so selbstverständlich sein wird, wie für dich. Wir haben uns informiert, wissen, was auf uns zukommen wird, auch wenns es momentan noch nicht einmal spürbar ist. Aber an diesem Punkt können wir nur noch eins: hoffen, dass es regnet. 

FAMILY FUEZ

Ein ziemlich sattes Dankeschön geht an dieser Stelle an Maggs und ihre Familie. In den letzten 14 tagen haben sie mich so herzlich und gastfreundlich aufgenommen, mich zu wunderbaren Dinnerabenden eingeladen und mir wirklich das Gefühl gegeben willkommen zu sein. Das war der perfekte Einstieg in meine Zeit hier in Südafrika und ist etwas, das ich sehr sehr schätze. 

Auf den Bildern hier im Post sind wir in der Area des BLANKO Hotels, in dem wir uns zum Abendessen verabredet hatten unterwegs. Ein absoluter Tipp, wenn ihr euch in der Region um Constantia befindet, das Essen war ein Traum! 



 

NEW PODCAST = NOW ON SPOTIFY

In der aktuellen Podcastfolge erzähle ich davon, wie es ist allein ins Ausland zu gehen, wie ich überhaupt dazu gekommen bin allein so viel zu reisen, warum ich es als kostbar empfinde und es mir nie, nie nehmen lassen würde.

Der Podcast soll euch motivieren eigene Träume zu leben, das Reisen ganz natürlich zu empfinden und euch vielleicht inspirieren, mehr auf das eigene Bauchgefühl und weniger auf die Zweifel der Anderen zu hören, die mal irgendwo gelesen haben, dass das, was ihr da wollt, so eigentlich nicht geht .. 

PS: hier im Weekly wird immer der Podcast der letzten Woche vorgestellt, meistens geht aber spätestens am Dienstag oder sogar Montagabend schon immer die nächste Folge online. Wer immer wissen will, wann neue Folgen online gehen, kann mich auf Spotify oder itunes abonnieren und wird dann benachrichtig. <3 

anything to say?

Comments

  • Liebe Lina,
    vielen Dank für diesen Einblick. Auch wenn ich verstehe, dass du dich nicht „feiern lassen willst“, finde ich es toll, dass du dich und vor allem WIE du dich hier äußerst. Es tut gut zu sehen, dass das schöne Leben aus dem Internet tatsächlich mit realen Probleme verknüpft und nicht total angehoben ist. Damit meine ich natürlich nicht dich speziell, sondern die Situation allgemein. Denn wie du selbst schon schreibst: Manche Dinge sind einfach schwer vorstellbar, bis sie einen selbst treffen.
    Bin gespannt auf deine weiteren Posts! Ich mag die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe.
    Liebe Grüße
    Stacia

  • Hallo Lina,

    Während ich sonst gerne deinen Vlog lese und auch mit kritischen Standpunkten kein Problem habe, finde ich, dass du mit deiner Anspielung auf Sturm Friederike über das Ziel hinausgeschossen bist.
    Angesichts der Todesopfer kann man sicj sowas sparen. Das Bild selbst ist toll, die Bildunterschrift geschmacklos.

    Genieße weiterhin deinen Kapstadtaufenthalt
    Viele Grüße
    Lisa

    • Hey Lisa (Susi?),

      tut mir leid, dass die Caption bei dir nicht gut ankam, die war natürlich nicht herablassend gemeint!
      Gruß, Lina

  • Ich liebe deine Vlogs und freue mich jetzt schon auf den Nächsten!
    Weiterhin eine fantastische Zeit in Kapstadt!

    Liebe Grüße,
    Tina

  • Hi Lina,

    toller Weekly und auch ich liebe deine Vlogs – natürlich, echt und trotzdem schön anzusehen. Mach weiter so und genieße Cape Town. Freue mich sehr für dich und überlege gerade selbst, ob ich es nicht mal schaffe ein paar Monate aus dem Ausland zu arbeiten.

    Chantalle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Name