FOOD: EINFACHER PFLAUMENKUCHEN FÜR ALLE, DIE NICHT BACKEN KÖNNEN

8. September 2017

Wenn ihr noch nie eine Torte kreiert habt, wenn ihr auch im Ernstfall keinen simplen Keksteig zustande bringt und für euch selbst jene Brownie's, "die immer gelingen",  zum Edgegner werden, heiße ich euch herzlich in meinem Club willkommen. Dem für Menschen, mit großen Ambitionen, geplatzten Träumen und verwüsteten Küchen. Ich kann einfach nicht backen. Nicht wenn es um mein Leben ginge. 

Ich meine das ganz ernst. Ich krieg's einfach nicht hin. Sicher, ab und zu habe ich Ausreißer dabei und fabriziere ungewollt ein wunderschönes Pinterest-Rezept, weiß am Ende selbst nicht, wie es dazu überhaupt kommen konnte, aber im Regelfall kaufe ich die Sonntagstorte diskussionslos in meinem Lieblingacafé. Wer will sich denn auch ständig selbst enttäuschen. 

Trotz der entmutigenden Erfahrungen packt mich aber alle 1-2 Jahre doch wieder die Lust und der Ehrgeiz mit dem Stolz eines Schöpfers  aus ein Stück Backwerk zu blicken. Meistens endet das damit, dass  ich für 49,99€ eine Küchenwaage und einen neuen Schneebesen von WMF anschaffe, um wenigstens in ästhetischer Gesellschaft zu versagen, aber vor ein paar Tagen die Wendung. Nach dem Rezept meiner Oma zauberte ich einen Pflaumenkuchen, der für alle Bäcker unter euch nichts als eine Basisleistung ist, für mich aber der erste Kuchen, der zufriedenstellend funktioniert hat... 

HEFEBODEN MIT PFLAUMEN

250 mlwarme Milch oder Wasser
100 gwarme Butter oder Margarine
500 gWeizenmehl
1 Pck.Trockenbackhefe
60 gZucker
1 Pck.Vanillin-Zucker
1 gestr. TLSalz
1Ei 

 

Hefe und Mehl mischen, dann Butter, Milch, Zucker, Salz und Ei zugeben und 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.

An einem warmen Ort zugedeckt 30 Minuten gehen lassen (oder länger, bis der Teig sich sichtbar vergrößert hat), auf einem Blech ausrollen oder in die Springform kneten. 

Von hier aus, könnt ihr mit dem Belag weitermachen.
Ich habe einfach Zwetschgen entkernt, in Scheiben geschnitten mit Zucker und Zimt großzügig vermengen und auf den Teig gegeben.

Danach hab ich den Boden noch einmal 20 Minuten abgedeckt stehen gelassen und schließlich im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad gut 20 Minuten gebacken. FINI! 

Mein Boxtraining zahlt sich aus, die Sahne habe ich locker mit der Hand geschlagen, weil ich einfach keinen Mixer besitze. 

Ich kann zwar nicht backen, dafür aber 5-7 repräsentative Gerichte kochen, eine Festtagsente beispielsweise. 

Ich habe den größten Respekt vor Food Bloggern, die schön gestylte Bilder ihrer Kreationen machen. Ich finde das unheimlich schwer. 

Meine Lieblingstorte ist übrigens eine klassische Schwarzwälder Kirschtorte. Man meint noch heute, ich hätte einmal eine ganze Torte in einer Nacht verspeist. 

Ich hasse Cupcakes. Und Cakepops. Und Biskuitboden. Die Bloggerjahre 2010-2014 waren hart für mich. 

RANDOM FACTS 

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12 Comments

  • finja 8. September 2017 at 09:01

    Hi Lina,
    Sieht richtig lecker aus! Definitiv irgendwie so ein besonderer Herbstklassiker, weiss auch nicht genau warum. Hab Dir deine Backkuenste bereits schon in der Instastorie verfolgt.
    Bei dem Zusammenhang zwischen Boxtraining & Schneebesen musste ich schon schmunzeln.
    Guten Appetit!
    x finja | http://www.effcaa.com

    Reply
  • Katharin 8. September 2017 at 10:32

    Zwetschkenkuchen gehört einfach zum Herbst und dieser hier sieht wirklich gut aus! Ohne Biskuitboden könnte ich aber nicht leben – die Schwarzwälder Kirschtorte übrigens auch nicht! 😀
    Vielleicht wird das aber ja auch nochmal was aus euch beiden, jetzt wo’s läuft! 🙂

    Reply
  • marta 8. September 2017 at 10:52

    Haha, willkommen im Club 🙂 Kochen- kein Problem, auch das exotischste Rezept aus jeder erdenklichen Küche krieg ich hin. Sobald Teig involviert ist, Scham und Enttäuschung. Wenn das Rezept gelingt, stelle ich dir (und deiner Oma) ein Monument im Hof auf!

    Reply
  • Katja Genius 8. September 2017 at 12:19

    Da wollte ich gerade im Club eintreten und dann,.. naja doch halt nicht. Tschüss Mädels ich brauch einen Club der noch weniger kann als das. Weil, also… warm? Warme Milch/Wasser, wie warm, so bisschen, lauwarm oder eher schon warm warm, warm zu heiß oder warm zu kalt…

    Reply
    • Nadine 9. September 2017 at 15:35

      Die Milch sollte etwa 35° haben, maximal. Weil sich sonst die Hefe nicht mehr wohlfühlt und der Teig nicht aufgeht. 🙂 Liebe Grüße! ♥

      Reply
  • Lisa 8. September 2017 at 12:27

    Pflaumenkuchen ist immer gut! Den habe ich tatsächlich noch nie versucht selbst zu machen aber mit deinem Rezept mache ich das vielleicht mal 😉

    Reply
  • Jessica 8. September 2017 at 15:20

    „in ästhetischer Gesellschaft zu versagen“ —- made my day! Hoffe das Kamera-Debakel hat sich in Wohlgefallen aufgelöst 🙂 Bussi aus München

    Reply
  • katie 8. September 2017 at 20:25

    Yummy! <3
    Ich persönlich lasse immer die Hefe mit der Milch und den Zucker 10 min ruhen, dann den restlichen kram dazu und bei mir kommts auch sofort in die Backform. Da ersparrt man sich das Zweifache warten. Ich bin zumindest so ungeduldig, möchte am liebsten sofort Kuchen. 🙂

    Reply
  • Anna 8. September 2017 at 22:13

    Okay, das klingt richtig gut! Ich habe mich vor allem in deiner Einleitung sehr wiedergefunden 😀
    Liebe Grüße!

    Reply
  • Miriam 10. September 2017 at 11:44

    Und schon weiß ich, was ich mit dem halben Kilo Pflaumen anstellen kann dass meine Mutter mir gestern mitgebracht hat. Danke für das Rezept!

    Reply
  • Tina 11. September 2017 at 13:20

    Liebe Lina, das Rezept hört sich wirklich sehr einfach und lecker an. Ich würde allerdings sterben wenn ich Sahne mit der Hand schlagen müsste – da fehlt mir wohl das Boxtraining 🙂 Du hast eine sehr lustige Art zu schreiben. Backen liegt mir wohl etwas mehr als dir 😉 vor allem kann ich die Dinge gut vereinfachen. 🙂 Vielleicht versuchst du es mal mit meinem easy-peasy-Biskuit 🙂

    GLG Tina von http://www.alltagsfreuden.com

    Reply
  • Corinna 18. September 2017 at 00:06

    „Die Bloggerjahre 2010-2014 waren hart für mich.“ – hahahaaaa! Kann ich aber verstehen. Ich backe gerne. Auch schon Schwarzwälder Kirschtorte. Solange man bei fehlenden Back-/Kochkünsten gute Quellen für fertige Speisen hat, ist doch alles easypeasy 😉 Deinen Kuchen backe ich nach! ♡

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