LIFESTYLE: ROADTRIPPING WITH MINI

23. Juni 2017

Vor 1 Woche lud MINI mich zum Roadtrip ein. Gut 1500km in 72h, durch 3 Länder und hunderte Kurven. Da sagst du nicht nein, du ziehst dir einfach Schuhe an, nimmst noch ne Jacke mit –  und steigst ein...

IN FREUNDLICHER KOOPERATION MIT MINI

Wenn ein Mini im Raum steht, fallen immer genau 3 Worte, die dieses Auto ausmachen: Lifestyle, Design und Fahrspaß.  

Was jeder darunter versteht, ist eine subjektive Geschichte. Für die einen ist der Mini total süß, für die anderen ist er Hamburg Eppendorf, viele ringen ihm Respekt für seine lässige Sportlichkeit ab – für mich, ist er vor allem das schönste, britische Go-Kart der Welt. 

Ob man die großen Kulleraugen, das flache Dach und die heftigen Farben des Klassikers nun feiert oder eher vorsichtig betrachtet, eins muss man dem Mini und seiner Familie lassen: sie traut sich, sie schüttelt negative Stimmen ab und macht einfach weiter, solange es sich gut anfühlt. Hatte der Clubman anfangs noch viel Kritik für seine Optik, das steile Heck und die beiden zur Seite klappenden Split Doors einstecken müssen, darf er sich nun immer mehr feiern lassen. Vor allem auch, weil er Mit Klischees wie "da passt nichts rein, außer zwei große Tüten von H&M" oder "das ist doch nur was für die Stadt", aufräumt und nur müde lächelt, als wir Reisetaschen, 20kg Koffer, Equipment und uns selbst im Innenraum verstauen. 

Der Clubman S in Volcano Orange, den wir für die kommenden 3 Tage testen, kommt mit 192 PS und einem Zweilitermotor als stärkster Mini seiner Klasse daher, wiegt knapp 1500kg und leistet sich wie immer einen dynamischen Vorderradantrieb mit typisch breitem Radstand und sehr direkter Lenkung, die ihm richtig viel Spaß in den italienischen Serpentinen erlauben. Ich habe das recherchiert.  Den Sprint auf 100 km/h schafft der Mini Clubman S übrigens in 7,1 Sekunden. 

1

MÜNCHEN - DOLOMITEN | 433km 

Ich lande gegen 12:30 Uhr in München. Ein Koffer, ein Kaffee und ein Wiedersehen mit Flo, der mich direkt vom Flughafen abholt. 
Den Clubman muss ich nicht suchen, in sattem volcanic orange steht er auf dem Parkplatz, schluckt auf Knopfdruck meinen Koffer und surrt dann entspannt mit uns auf die A7. Erstmal raus aus München, dann machen wir Pläne. 

Würden wir die heutige Strecke bis in die Dolomiten über die vom Navi vorgeschlagene, dynamische Strecke fahren, stünden 362km und eine ungefähre Fahrtzeit von 4 Stunden auf unserem Plan. Aber wer macht das schon, du dem Süden und damit den Temperaturen, der Sonne, aber auch den Bergpässen entgegenfährst? Eben. 

Wir entscheiden uns für einen Ausreißer über Sölden. die Kaunertaler Gletscherstraße und schließlich das Timmelsjoch, berühmt für seine Serpentinen, den Blick über die Alpen und ein bisschen Bond-Flair, immerhin war Daniel Craig auch schon hier. 

Wir treffen allerdings nur ein paar Kühe – und auf Schnee. Hier oben liegt nämlich selbst im Sommer noch welcher.

Kurzer Insider für alle, die schon immer mal einen burger with a view essen oder ihre McDonals-Erfahrung aufs nächste Level heben wollten: wer über die A13 und an Insbruck vorbei fährt, kann sich nicht nur einen Erdbeer-Milchshake zwischendurch, sondern auch einen Panorama-Blick übers Stubaital gönnen. Kann man mal machen.  

2

DOLOMITEN – VERNAZZA - FLORENZ | 489km 

Wir schlafen über Nacht im Vitalpina Hotel Pfösl, einem großzügigen, umgebauten Bauernanwesen, das mit absoluter Ruhe, viel Licht, gutem Essen, einem Wellnessbereich inklusive Infinity-Pool  und einem Stall voller Babyziegen besticht (der steht nicht im offiziellen Programm, den musst man sich erarbeiten, indem man Freundschaft mit den kleinsten Gästen schließt, die die richtig guten Spots kennen..)

Uns bleibt viel zu wenig Zeit, um das Hotel wirklich zu genießen, immerhin ist das hier nur ein kurzer Pitstop auf dem Weg ins Innere Italiens, aber der kurze, erste Eindruck, den ich bekomme, während ich mir den Rücken nach 5h Fahrt im Mini dehne und mich kurz umsehe, stimmt schon mal. 

Hier treffen wir überraschen auch auf die anderen Jungs, die mit uns gemeinsam bis nach Florenz weiterfahren. Das Team von Mr. Goodlife ist dabei, außerdem noch Philipp und Andre. 

Nach dem Frühstück geht es los, Motoren starten, erst eionmal ohne Zielführung, aber zumindest in die richtige Richtung fahren und sich dann Gedanken machen: was liegt auf dem Weg, was wollen wir noch sehen, was wäre zeitlich drin? 

Die richtige Balance auf einem guten Roadtrip liegt immer irgendwo zwischen geführter Strecke und dem Part, in dem du dich gewollt oder ungewollt verfährst, einfach schaust, wohin die nächste Straße führt und dich bei offenem Fenster ein bisschen treiben lässt. 

Ich überlasse irgendwann gegen Mittag Flo die Entscheidung und das Lenkrad. Der schlägt Vernazza vor. Das liegt zwar ein bisschen außerhalb der eigentlich Strecke nach Florenz, ist den Umweg aber wert. Wer nicht sofort weiß, wovon ich spreche: diesen View kennt ihr alle.

Bucketlist-Goals. Also los. Runter von der Autobahn. Rein in die Kurven, Serpentinen, immer den Locals hinterher, die das Tempo machen, nicht wundern, immer vertrauen, dann doch zweifeln und schließlich nicht mehr weiter können. Sackgasse. Schluss. Aus. Auto parken – und dann eben zu Fuß weiterlaufen, riskieren, manchmal klappt es ja, manchmal biegst du um die Kurve und hast Glück... 

Wir landen erst auf einem Markplatz, schließlkich direkt am Hafen und stellen mit Blick auf die Postkarten am Stand neben uns fest: hier kriegen wir keinen View, wir sind mittendrin, Wer den Moneyshot machen willm muss nämlich ein bisschen klettern und kann nicht einfach nur das Auto abstellen. 25 optimistische Minuten würde die Tour über den Pass und Trampelpfad wohl dauern. Bei 37°C Ortstemperatur für uns aber keine Option. Also machen wir das Beste draus: am Hafen schlendern, eine Pizza bestellen und kurz die Luft an der Riviera genießen. 

PS: wer die Sache mit der Cinque Terre (die Region ist als Nationalpark geschützt und wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt) richtig machen möchte, der schaut sich am besten vorher mal die Wanderwege an. Die Strecke, die Vernazza und Monterosso verbindet, gilt als dieSchönste. Wer sie nicht ganz, sondern nur bis zum Aussichtspunkt laufen möchte, startet wie schon erwähnt in Vernazza, legt gut 25 Minuten zurück und schau dann von oben auf genau den Hafen, an dem wir an diesem Nachmittag noch standen.. 

3

FLORENZ - MÜNCHEN | 659 km 

Wir kommen fast pünktlich zum Abendessen am Zielort an. Florenz habe ich zum letzten Mal mit 17 Jahren besucht. Damals war das meine Studienreise, ich im Abiturjahrgang und der Tag bestimmt von Fresken, Kirchen und Michelangelo.
Heute haben wir von der geschichtsträchtigen und eleganten Stadt noch nicht all zu viel gesehen, nur geparkt, die Schuhe gewechselt, ein Taxi zum Restaurant genommen und lehnen uns alle ein bisschen tiefer in unsere Sessel, bis die Drinks und der erste Gang uns erreichen. Spätestens beim Dessert fühle ich mich wiederhergestellt – und habe nicht nur Lust auf die Pitti Uomo, die wir 8 Stunden später zum Designtalk mit Mini besuchen werden, sondern auch auf die Rückfahrt nach München. 659 km müssen wir nämlich auch wieder zurück. 

Anders als auf den vorherigen 2 Touren, entscheiden wir uns für keine weiteren Ausflüge, lassen Spotify regieren und schaffen zu Deutschrap, wilden Genremixes und echten Klassikern einfach nur Kilometer im Mini, um noch bei Tageslicht zurück in München zu sein... 

Um 22:00 Uhr lassen wir uns ein Steak servieren, stoßen in München an – auf 72h im Auto, auf 1584km Roadtrip und ne ziemlich gute Zeit zwischen 3 Ländern...

Ein fettes Danke an Flo, der nicht nur ein spitzen #travelbuddy ist, der genau den gleichen Vibe auf solchen Reisen fährt wie ich, sondern auch die großartigen Bilder geschossen hat, die diesen Post geschmückt haben! 

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9 Comments

  • Isa 23. Juni 2017 at 08:41

    Boah, die Fotos sind wirklich der der Hammer – da bekommt man wirklich gleich Lust nen eigenen Roadtrip zu machen! 🙂

    Liebe Grüße
    Isa

    Reply
  • Johanna 23. Juni 2017 at 08:45

    Liebste Lina in meiner liebsten Auto Marke.
    Ich muss sagen,dass ich als ich deine Instagram Story gesehen habe schon dezent neidisch war. GEDANKE: Blogger müsste man sein.
    Aber Lina,ich gönns dir und danke,dass Du diese schönen Fotos mit uns teilst. Ich bin verliebt in diese Bilder💖

    Reply
  • Sina 23. Juni 2017 at 09:18

    Woooow ich habe diesen Post verschlungen. Und soo tolle Bilder (die Babyziege ist mein persönlicher Favorit).

    Reply
  • Sarah 23. Juni 2017 at 09:20

    Wow – die Fotos sind wirklich toll, und spiegeln den ‚Vibe‘ Deiner Texte super wider 🙂

    Reply
  • Miri 23. Juni 2017 at 11:29

    Klingt nach einem super „Ausflug“. Aber was ich witzig finde ich ist, dass du auch die Studienreise mit 17 gemacht hast. Ich auch !!! Damals war es meine Kunstfahrt 😉
    Die Fotos sind fabelhaft vor allem das Bild mit der Kuh.
    Liebste Grüße

    Reply
  • Vicky 23. Juni 2017 at 12:25

    Es macht einfach immer wieder unheimlich Spaß deine Texte zu lesen. Musste einige Male schmunzeln 🙂

    Reply
  • Malika 24. Juni 2017 at 20:02

    Ich kann zwar mit Autos eigentlich nicht so viel anfangen, aber deine Reviews, wenn du verschiedene Autos, die du testen durftest, vorstellst, die liebe ich einfach!! Vielleicht, weil man durch die Zeilen durch so deine Begeisterung und deinen Spaß am Autofahren spürt. Für mich sind das die authentischsten Werbeposts, weil du das so toll verpackst!
    Mach weiter so und behalte dir vor allem die Freude daran, das macht unglaublich viel Spaß zu lesen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Malika

    Reply
  • Anna 25. Juni 2017 at 15:57

    Als ob man dabei gewesen wäre. Wunderschön hast du die Stimmung rüber gebracht, jetzt hab ich Sehnsucht. <3

    Reply
  • Jojo 26. Juni 2017 at 20:54

    Ich will gar nicht viel sagen. Nur: Die Bilder! Die beeindrucken mich unheimlich. <3

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