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SOCIAL MEDIA FAKES: Ihr zerstört eine ganze Branche!

16. Februar 2017

„Ich kann dir nur sagen: Mach es nicht. Schreib keinen Artikel. Mach dir privat Luft und ignoriere es ansonsten. Du wirst die Branche nicht ändern und bist am Ende nur die Dumme, weil du es laut gesagt hast. Das ist eben unser Job, mitspielen und es selbst einfach besser machen. Ansonsten machst du dich selbst zur Zielscheibe. Was meinst du, warum sonst niemand was sagt?“ „Und wie genau soll ich es besser machen, wenn ich einfach mitspiele?“

Es ist die immer gleiche Unterhaltung. Wir führen sie alle 2 Wochen, immer dann, wenn neuer Mist auftaucht, wenn wieder betrogen wird – und zwar nicht einmal gut, sondern einfach nur so dreist, offen und kontinuierlich, dass niemand spürbar darüber stolpern würde. Man könnte jetzt sagen: Vielleicht macht genau das es ja schon wieder genial. Nur ist das hier kein Rennen zum smartest Social-Media Villian 2017, sondern für mich, die sich in dieser Blase, Branche, direkt dran befindet, der heftigste Missbrauch an Menschen und einer Branche, die andere mit harter Arbeit Tag für Tag, Stück für Stück aufgebaut haben, daran arbeiten, sie glaubhaft und respektabel, kreativ und unterhaltsam zu gestalten.

Ich weiß, dass ich dabei bin, eine Diskussion aufzumachen, die man auf hunderte Arten und aus unzähligen Perspektiven beginnen kann, in der es immer ein „noch schlimmer“ gibt, in der wahnsinnig viel Halbwissen existiert, das über die Jahre von selbsternannten Experten auf unterschiedlichsten Plattformen wie klare Fakten gestreut wurde. Es ist eine Diskussion, in der man eigentlich nirgends anfangen und erst aufhören könnte, wenn man sich so lange im Kreis dreht, bis man nicht einmal mehr weiß, wo man begonnen hat. Aber da ist eine Sache, die zumindest in meinem Fokus gerade so groß wird, das die tägliche, kreative und echte Arbeit so vieler schlicht in den Dreck zieht und ad absurdum führt, dass ich hier nicht sitzen und es achselzuckend hinnehmen kann, so wie ich Schleichwerbung, lieblose Product Placements für Proteinshakes oder den falschen Hype um Feminismus hinnehme.

Nun ist es so: Ich brauche hier kein Urteil tippen, ich bin nicht Kool Savas, ich hab keine Liste, keine Agenda, gar kein Interesse daran, auf jemanden zu zeigen, der sich dann mit seinem Finger, der auf alle anderen zeigt, herauswinden und ein wichtiges Thema zu einer Schulhofprügelei machen würde.
Aber ich kann ein paar Fragen stellen. Nicht, dass ich darauf eine Antwort erwarten würde, aber wenn das kein Artikel, sondern ein simpler Kaffee wäre, den wir zufällig miteinander trinken – ich käme nicht umhin, mit einem resignierten Schulterzucken zu fragen:

Wie fühlt sich das eigentlich an, täglich Likes und Follower zu kaufen? Wie reportet man 3000 Likes auf ein Bild, von dem nur 800 echt sind? Wie verkauft man eigentlich 30’000 Besucher auf dem eigenen Blog, wenn man nur 2’000 hat? Wie bedankt man sich mit einem liebevollen Selfie für 50’000 Follower auf Instagram, wenn man weiß, dass 30’000 davon gekauft, erworben oder nur erschlichen sind?
Ist man da stolz auf sich? Auf die #hardwork, die man angeblich an den Tag legt? Fühlt man sich so als #girlboss, als #businessstarter als #independentwoman?

Wie stolz ist man auf eine Kampagne, die man bekommen hat, weil man seine Zahlen fälschte? Wie gern feiert man einen Erfolg, den es eigentlich gar nicht gibt?
Wie nimmt man die Komplimente an, die andere einem für die große Authenzität machen? Guckt man sich manchmal im Spiegel an und weiß, dass man die angeblichen Partner, mit denen man langfristig und vertrauensvoll arbeitet will, dreist belügt, ihnen Geld für eine Leistung aus der Tasche zieht, die man nicht bringt? Dass man eigentlich, ganz schonungslos auf den Punkt gebracht, nichts weiter ist als ein dreister Lügner?

Und – wie kommt man dazu? Wie rechtfertigt man das? Ist es okay, weil man sich einredet, dass es alle machen? Ist es einem egal, weil dieses Bild, das man auf Social Media abgibt, sowieso nichts mehr mit Authenzität zu tun hat, Schein und Lüge zum Alltag gehören und die gekauften Likes, die gefälschten Zahlen dann irgendwie sogar dazugehören? Ich weiß, ich wiederhole mich, stelle meine Fragen ins Nichts und werde nie eine Antwort bekommen, aber –  wie ist das, vor einer Menschenmenge zu stehen, einen Vortrag zu halten und zu wissen, dass man kein einziges, eigenes Wort wirklich meint, wie ist das, als Social Media Berater sehr viel Geld damit zu verdienen, die Reichweite anderer Kunden zu steigern, während man die eigene für 9,99€ die Woche auf drittklassigen Seiten zusammenkauft?
Wie hält man es aus, 15’000€ für eine Kampagne überwiesen zu bekommen, die laut eigener Angabe 40’000 Menschen sehen und tatsächlich nur 8’000 anschauen?
Lacht man über die Kunden und Agenturen, die dumm genug sind, das eigene Schauspiel zu glauben, die ja mitmachen, es besser wissen könnten? Oder fühlt man sich sicher und erhaben in den gegönnten Gucci Slippern, weil niemand so richtig nachprüfen kann, was man da eigentlich macht. Fühlt sich betrügen und lügen mittlerweile so gut an, weil es so leicht ist? Verliert man irgendwann den Anspruch an sich selbst – oder ist man so benommen und verklärt von dieser Welle falschen Zuspruchs, fremder Bestätigung und gefälschter Geschichten, dass man sich irgendwann selbst jedes Wort abkauft, in dieser Blase verloren geht? Man sagt, so geht es vielen Lügnern, die jahrelang in ihrer Story leben. Irgendwann verschiebt sich die Realität.

Ich weiß, ich klinge wie ein armer Idealist, jemand der das Internet nicht verstanden hat und sicher werden mir einige vorwerfen, ich sei nur neidisch, weil ich einfach nicht so gut lügen könnte wie andere, aber: Ich will am Abend auf meine Arbeit schauen und wissen, dass sie echt ist. Dass mein Erfolg echt ist, dass ich wirklich stolz auf mich sein kann. Das ist für mich einer der Gründe, warum ich diesen Job so gerne mache, warum ich ihn mit Leidenschaft mache und ihn beschütze.
Ich will mich nicht irgendwann für die Bezeichnung „Influencer“ schämen, nicht noch mehr, als jetzt schon, ich will nicht jedem erklären müssen, dass ich den Job anders mache, als viele, ich will nicht mit noch mehr Vorurteilen kämpfen – aber vor allem will ich nicht dabei zusehen, wie ein paar von euch dafür sorgen, dass wir alle, die, die einen guten Job machen, mit euch gleichgestellt und zu den obsoleten Witzfiguren karikiert werden, die eigentlich nur euch zustehen.

Ich weiß, dass ich diese Fragen ins Nichts stelle. Ich weiß, dass sie nichts ändern und ich keine Antwort auf sie bekommen werde, nicht von denen, die es wirklich wissen. Ich weiß, dass ich die Branche nicht ändere, aber so habe ich wenigstens einen Tag lang nicht einfach mitgespielt. Auch, wenn es morgen dann wieder heißt: „Wieso ärgerst du dich darüber? Mach es doch auch …“

GEKAUFTE LIKES UND FOLLOWER, WIE SIEHT SOWAS AUS?

Vorverurteilung oder Unterstellungsmentalität geht schnell. Und die ist das Letzte, was ich in diesem Beitrag unterstützen, schüren oder verbreiten möchte.
Immer wieder passiert es (übrigens auch mir), dass ich über Nacht gerade auf Instagram schnell mal 5000 neue Follower erhalte, die mir dann in den Kommentaren oder per Direct Message eine Vergößerung eines Körperteils anbieten, das ich nicht besitze. Das ist unangenehmund und ziemlich aufwendig, weil ich teilweise schon bis zu 300 Kommentare löschen oder mein Instagram-Profil tagelang privat halten musste, um über dem Spam Herr zu werden.
Seit Neustem passiert es sogar, dass dubiose Firmen mit Sitz in den USA, Indonesien oder Polen „Likes“ als ungefragte Geschenke für den jeweiligen Influencer kaufen. (Luise twitterte erst gestern darüber)
Tatsächlich geht es darum, Werbung für eben genau solche Anbieter zu machen, mit denen man binnen Minuten und 3 Klicks zu 1000 Likes unter dem eigenen Post kommt.

Als wäre das nicht schon ärgerlich genug, gibt es dann immer in den ersten 15 Minuten 2-3 User, die sofort und unreflektiert: „Armselig! Du kaufst dir also Follower!“, brüllen. Tatsächlich gibt es kaum einen Account, der sich nicht schon einmal über Followerzuwachs gefreut hat, um dann desillusioniert festzustellen, dass es sich lediglich um SPAM-Follower handelt. Die sind oftmals binnen ein paar Tagen oder Wochen wieder weg, bereinigen sich dank der Cleaning-Prozesse von Instagram wieder allein. Grundsätzlich also immer: erstmal durchatmen.

Dennoch gibt es einfache Mittel um festzustellen, ob jemand tatsächlich Follower und Likes kauft, um so seine Reichweite und Relevanz zu fälschen.

1. Weniger als 1% Engagement unter den jeweiligen Postings. Fakt ist: Mit wachsender Reichweite nimmt oftmals das Engagement ab. Das ist vollkommen normal, dass sich mit großer Reichweite auch Streuverluste (also Menschen, die dem User aus gestreutem Interesse folgen, aber nicht stark mit ihm oder seinen Inhalten verbunden sind) erhöhen. Jemand, der 1000 Follower hat und unter seinen Bilder 100 Likes sammelt, hat eine sehr hohe Engagementrate (10%), die aber nicht repräsentativ ist, weil man ganz natürlich davon ausgehen kann, dass gut 50 der Follower Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder sind, die nicht zur eigentlichen Reichweite gehören. Jemand, der 50’000 Follower hat und im Durchschnitt 1000 Likes für ein Bild erhält, liegt in seiner Engagementrate bei knapp 2%, was noch immer real und ein gängiger Durchschnitt ist. Sieht man aber Account, die mit gut 102’000 Followern im Durchschnirt gerade mal 500 Likes für ein Bild sammeln, muss man sich entweder Gedanken darum machen, ob der Content die Zielgruppe nicht mehr anspricht – oder ob nachgeholfen wurde.

2. Viele Influencer kennen Punkt 1 und wissen darum, wie sie ihn umgehen und ihre Engagemenrate nach oben korrigieren: gekaufte Likes.
Die sind noch günstiger als gekaufte Follower, schon für ein paar Euro zu haben und mischen sich meistens recht unübersichtlich und homogen mit den echten Likes durch, sodass sie auf den ersten Blick nicht auffallen. Allerdings muss sich jeder Nutzer und jede Brand (von der ich erware, dass sie sauberes Monitoring betreibt, wenn sie schon vierstellige Beträge investiert) die Frage stellen: Wie kann es sein, dass eben jene gefakten Postings oftmals nach 2 Minuten bereits 1200 Likes bekommen (Das wird selbst für jemanden wie Caro Daur zielich schwer!) und dann nach 24h Laufzeit eine Gesamtanzahl von 1800 Likes anzeigen. Heruntergebrochen heißt das: Gut 70% der Follower haben das Bild in den ersten 2 Minuten gesehen und danach niemand mehr? Wohl kaum. Zwar entscheidet sich in gewisser Hinsicht binnen der ersten Stunde, wo ein Foto im Algorhythmus positioniert wird, allerdings schöpft es seine Sichtbarkeit und Relevanz in der App über einen Zeitraum von 24h aus. Wenn ein Bild also in den ersten Minuten bereits 1200 Likes generiert, ist es komisch, wieso 1400 weiteren Minuten nur noch 600 weitere hinzukommen.

3. Mittlerweile kann man schon viele Likes aus Deutschland kaufen. Likes aus Korea oder Osteuropa sind zwar noch immer viel billiger, aber viele Firmen bieten mittlerweile auch deutsche Likes an. Die sind schwieriger zu unterscheiden. Aber auch hier gibt es wieder eine Relation: Wenn ein Bild mit 5000 Likes performed, aber nur 3 Kommentare kassiert und dementsprechend echte Nutzer wenig Interesse zeigen, muss man sich fragen, wieso geklickt, aber nicht kommentiert wird? Sicher, manche Influencer bekommen mehr Kommentare als andere, haben eine vielleicht aktivere Community, aber wenn von 6000 Nutzern, denen der Beitrag gefällt, nicht einmal 10 Lust haben, ein simples Emoji zu hinterlassen? Schwierig. Auch für eher stille Communities, aber gerade im deutschen Mode- und Lifestylebereich!

BILDER – LENA SCHERER

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72 Comments

  • Susi 13. Februar 2017 at 12:30

    Chapeau, Lina! Ich würde mich auch schämen, wenn ich auch nur irgendeinen Follower oder ein Like jemals gekauft hätte. Oder mein Mediakit schönen würde.

    Letztlich ist das ja auch kein Kavaliersdelikt – sondern Betrug!

    Reply
  • finja 13. Februar 2017 at 12:41

    Wie erschreckend.. Danke, dass du hier mal so offen drueber sprichst. Ich find da gibt es echt viel Social Media Kram, was einfach mysterioeus unterm Teppich schlummert. Nette Anfangsszene, mitmachen in der grossen Wirtschaftskrake oder als Rebell aufkreuzen? Ein Spagat, der nicht so einfach ist. Aber: Ich hab noch nie gekauft und ganz stolz darauf. Sowas hat man nicht noetig. Fuer mehr Ehrlichkeit….. Nen guten Wochenstart Dir.
    xx finja | http://www.effcaa.com

    Reply
  • Blogger. 13. Februar 2017 at 12:44

    Ich bin auch Bloggerin und werde aber hier nicht öffentlich schreiben: habe schon zu viel durch.

    Mir persönlich ist das mit Instagram egal – ich finde das Kaufen von Traffic für den Blog noch viel viel schlimmer. Davon gibt es auch genügend. Klauen jeglichen Content, kupfern alles ab und kaufen dann auch noch Klicks. Besonders in der Mamabloggerbranche ist das Gang und Gebe.

    Liebe Grüße

    Reply
    • Lina Mallon 13. Februar 2017 at 12:47

      Ich weiß genau was du meinst …
      Darum auch meine Einleitung bei dieser Diskussion weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.

      Liebe Grüße an dich <3

      Reply
    • Susi 13. Februar 2017 at 12:55

      Man kann Traffic kaufen??? Wie das?

      Abgründe …

      Reply
      • Blogger. 13. Februar 2017 at 13:41

        Es gibt Websiten da kann man den Traffic aus den jeweiligen Ländern kaufen. Wir haben eine in der Branche die so dumm ist und günstigen Traffic aus den USA gekauft hat. Ist schon komisch, wenn man 80% USA zugriffe auf einem deutschsprachigen Blog hat.

        Reply
        • Lina Mallon 13. Februar 2017 at 13:42

          🙁

          Reply
        • Laura 14. Februar 2017 at 20:52

          uhm, grundsätzlich bin ich deiner Meinung und so, aber du weißt schon, wie das technisch funktioniert?
          Ich hasse Leute, die Klicks, Follower und so weiter kaufen. Aber mein Freund ist Informatiker und redet ständig von sowas. Kennst du Cloudflare?? damit macht man seinen Block und seine Seite sicherer, trägt aber deren DNS Server beim Hoster ein. Und schwupps, ist JEDER Besuch aus den USA…. Wenns jetzt China oder was wär ok, aber USA ist normal. Meinst du Tinyfeetadventures? die hatten auch mal 90 % USA.

          MfG
          Laura

          Reply
      • Fashionkitchen 13. Februar 2017 at 16:18

        Ich bin grad auch echt geschockt!

        Reply
    • A Guy Called Classic 13. Februar 2017 at 13:06

      „Mamablogger“ sind sowieso eine ganz eigene Spezies. Habe mich schon oft darüber gewundert, warum diese oft eine exorbitant hohe Followerzahl haben.

      Reply
      • Nadine 13. Februar 2017 at 13:33

        Auch da gibt es natürlich solche und solche. Ich habe bisweilen die Erfahrung gemacht, dass die Community der „echten“ Mamablogger verhältnismäßig klein ist und sich viele der Bloggerinnen untereinander kennen und einander schon sehr lange folgen und unterstützen. Deshalb haben viele eine ähnlich hohe Followerzahl.

        Wenn man dann davon ausgeht, dass viel Traffic gekauft wird, wird schnell klar, woher die hohen Zahlen kommen…

        Reply
      • Blogger. 13. Februar 2017 at 13:43

        Also es geht schon, gerade wenn man eine Mamabloggerin mit einem Mädchen ist. Viele junge Frauen mit Kinderwunsch sind richtig verrückt danach. Dann noch die Mamas die mit einem mitfiebern und vergleichen wollen.

        Mir wurde mal gesagt „Du hast so wunderschöne Bilder, aber ich folge dir nicht.“ „Wieso?“ „Weil du einen Jungen hast“

        Aber alles ab 100k ist nicht mehr real… wenn man nicht gerade noch Mode und Reisen macht.

        Reply
        • Lina Mallon 13. Februar 2017 at 13:45

          Weil du einen Jungen hast? Nicht dein Ernst 😳

          Reply
        • Susi 13. Februar 2017 at 14:04

          hahaha, ich habe mein Blog-Thema verfehlt – ich hätte einen Mamablog machen sollen. Drei Landkinder plus Katzen! Zwei davon allerdings Söhne, uuups.

          Was hätte ich Erfolg haben können … ;-)))))

          Reply
        • Romy 13. Februar 2017 at 14:08

          Reisen und 100k? Nur in Zusammenhang mit Fashion und/oder Lifestyle. Es gibt keinen reinen Reiseblogger, der in Deutschland diese Zahlen hat.

          Reply
        • Christian 14. Februar 2017 at 06:27

          Ich habe selbst einen 1 jährigen Sohn und wir bekommen gerade das zweite Kind. Durch meine Fotografie stoße ich auf viele Blogs. Ich kann vieles nachvollziehen, aber die Mamablogs finde ich erschreckend!! Gerade dieses Vergleichen und sich und sein Kind zur Schau stellen, selbst wenn die Gesichter der Kinder meistens nicht sichtbar sind.
          Und ich werde den Eindruck nicht los, dass die Eltern oder Mamas ihrem Blog mehr Beachtung schenken als dem Kind 😥😥😥. Die Schwangerschaft und das Kind wird irgendwie als Projekt gesehen. 🤔

          Follower und Reichweiten zu kaufen spiegelt meiner Meinung nach genau unsere Gesellschaft wieder.

          Reply
  • Mela 13. Februar 2017 at 12:53

    Wirklich toller Post, genau diese Sachen habe ich mich auch schon oft gefragt wie es sein kann in 2min über 1000 Likes zu bekommen und am nächsten Tag nicht sonderlich viele mehr. Ich frag mich nur noch ist es denn Kunden egal oder unternehmen sie mittlerweile etwas dagegen?
    Danke für deine Aufklärung 🙂

    Reply
    • Lina Mallon 13. Februar 2017 at 12:56

      Ich weiß es nicht. Es ist schon absurd, dass man bei vielen Kunden ganze Verträge über eine Kooperation unterschreibt, dann noch einmal eine Erklärung zur treffenden, richtigen Kennzeichnung, noch einmal eine Belehrung über Schleichwerbung … und dann sieht man das Produkt doch wieder bei eben jenen Bloggern, die fleißig kaufen.
      Blind Side…

      Reply
  • A Guy Called Classic 13. Februar 2017 at 12:59

    Zum Thema selbst kann ich nichts schreiben, weil ich aus reinem Spaß blogge. Die Gründe für Betrug sind aber branchenunabhängig gleich: Skrupellosigkeit und Faulheit. Da kann auch ich mich wahnsinnig drüber aufregen, ändern tut es aber nichts.

    Am wichtigsten ist, nach den eigenen Werten zu agieren. Idealismus, Ehrlichkeit und Fleiß sind sehr positiv. Von daher: Nicht aus der Ruhe bringen lassen.

    Reply
    • Lina Mallon 13. Februar 2017 at 13:22

      <3 Du hast vollkommen recht!

      Reply
  • Dirk 13. Februar 2017 at 13:04

    Hi Lina,

    hier stand ein recht langer dir gegenüber kritischer Kommentar zu dem Thema den ich nun aber wieder gelöscht habe da es wahrscheinlich in einer endlos anstrengenden Diskussion enden würde. Inhaltlich lässt es sich nämlich nicht besser zusammenfassen als: Du hättest auf den Ratschlag deiner Freundin hören sollen. Mir hat das aber gezeigt wie genervt ich von dem ganzen Social Media Krempel bin und da wirklich mal ein paar Monate alles abschalten sollte.

    Viele Grüße
    Dirk

    Reply
  • Nina 13. Februar 2017 at 13:06

    Danke für diesen Artikel und dafür, dass du dir nicht nur privat Luft gemacht hast, wie die meisten von uns.

    Für mich geht das Ganze sogar noch einen Schritt weiter und ich halte das benutzen von Automatisierung (Bots, die anderen Accounts folgen, liken, kommentieren um Follower zu generieren) oder Like-Posse-Gruppen für genau so fake und betrügerisch, wie das schnöde kaufen von Likes/Followern. Es gaukelt genau so ein Engagement vor, das nicht echt ist.

    Das Problem ist ja, dass man ohne zu bescheißen kaum noch in der Lage ist, auf Instagram echtes Engagement zu erhalten bzw Follower zu erreichen. Was nicht heißt, dass man anfangen soll zu bescheißen, sondern sich vielleicht lieber nach einem anderen Outlet umzusehen, in das man seine Energie steckt…

    Reply
  • Martina 13. Februar 2017 at 13:22

    Ich geb dir recht: Wo fängt man da an, wo hört es auf! Einerseits gibt es ja Online Seiten wo man das Blog Engagement überprüfen kann, ob sich ein Blogger wirklich besser schummelt als er tatsächlich aufgestellt ist, andrerseits finde ich sollten die Firmen selber nicht nur auf Reichweite und Follower setzen! Es gibt Blogs mit zigTausend Followern auf Instagram und tollen Fotos, aber die Essenz des Bloggens, der Text an sich, ist entweder kaum vorhanden oder so gespickt mit Fehlern, dass einem das Lesen vergeht…. Ich finde Firmen sollten da schon selektiver sein was das zur Verfügung stehende Budget angeht!

    Ich selber blogge auch, erst seit kurzem auf professioneller Ebene, und wäre noch nie auf die Idee gekommen mir irgendeine Art von Engagement zu kaufen, auch wenn ich damit vollgespamt werde. Ich kann zwar den Druck verstehen, den manche zu spüren scheinen und dann einfach mitmachen, aber ich denke, dann können wir das alle sowieso sein lassen. Blogging ist dann gestorben!

    Von daher, versuch ich mein Bestes dagegen zu arbeiten und auch um mehr Miteinander unter uns Bloggern zu kämpfen. Viele hissen die Feminist Flag, ohne die Werte im Alltag zu leben und einer erfolgreichen Mitstreiterin ihren Erfolg missgönnen…. Aber das ist ja wieder ein andres Thema!

    Reply
  • tina 13. Februar 2017 at 13:22

    Danke, Lina! Als unbedarfte Leserin, die ihr Profil nur mit Freunden teilt, macht man sich einfach viel zu wenig Gedanken über solche Themen. Passenderweise habe am Wochenende kategorisch all jene Profile gelöscht, die mir „gekauft“ vorkamen oder keine offensichtliche Werbung kennzeichnen. Authentizität wird sich am Ende durchsetzen! Allein anhand deiner Insta-Live-Story kann man sehen, wie wichtig dir das Thema Ehrlichkeit ist und du 1:1 hinter dem stehst was du sagst. Danke, dass du die Fahne noch hältst! Es gibt mittlerweile keinen Blog mehr, den ich lieber lese als deinen <3

    Reply
  • Sandra 13. Februar 2017 at 13:35

    Genau so sehe ich das auch und habe dazu (nicht ganz so ausführlich und detailliert) auch schon auf meinem Blog etwas geschrieben. Das ist einfach unverschämt, unehrlich und unschön. Eben unfassbar, wie manche Leute so drauf sind und dass diese Personen bereit sind für Luft Geld auszugeben. Denn letztlich ist es doch nur Luft und dazu auch noch heiße, mit der versucht wird Zahlen zu schönen und ein Bild von sich zu vermitteln, das nicht mal im Ansatz der Realität entspricht. Glaube mir, da ärgern wir uns alle so sehr drüber, dass wir graue Haare bekommen (und ich Trottel lasse mir die Haare noch grau färben) und bei diesen Individuen kommt davon null an. Die verdrängen glaube ich, was sie da tun. Und sie sorgen dafür, dass Firmen nicht mal mehr nach nem Mediakit gehen können – denn wie belegt man nun Zahlen, die man dort mitteilt? Ich könnte mich stunden- oder auch tagelang drüber aufregen…. aber NÖ – ich mag mich nicht mehr über die Fehler anderer aufregen 🙂

    Was ich sagen wollte – toller Post 😉

    Reply
  • Anonymous 13. Februar 2017 at 13:56

    Liebe Lina,
    ich finde es gut das du dich gegen den Rat deiner Freundin entschieden hast und diesen Artikel verfasst hast, denn warum sollte man so etwas nicht öffentlich raus lassen? Weil andere sich wieder auf den Schlips getreten fühlen und sich in ihrer Comfortzone gestört fühlen?
    Genau SO, wie du es sagst ist es nunmal! Danke für die ehrlichen Worte!

    ein sehr Angebrachter Post !
    🙂

    Reply
  • Vanessa 13. Februar 2017 at 14:03

    Wenn ich diese Thematik höre, versuche ich selbst daraus Schlüsse zu ziehen wer die jenigen den sind, die das betreiben. Für mich als Anfänger ist das Thema interessant, weil ich nie so werden will. Erst vor kurzem Poste ich einen Beitrag seit längere Zeit auf meiner FB Page und siehe da… mein Ranking zu den früheren Post ist dermaßen gesunken. Was mich ziemlich angekotzt hat, weil mich mir die Veröffentlichung wichtig war. Und wenn dieser keine Beachtung geschenkt wird, schmerzt es.
    Aber nie würde ich daran denken, mir dieses „geilheitsgefühl“ zu erkaufen, das ich durch eine gewissen Anzahl von Likes besser bin als andere. WHAT THE FUCK!

    Mir sind ebesno Kommentare wichtig auf meinem Blog z.B. die sich auf meinen Post beziehen, als ein langweiliges Kommentar „schönes Foto XY BlogAB..“, die nur ihre eigene Webseite werben wollen. Wenn meine Leser sich aber auf den Post beziehen, weiß ich das person X sich damit identifiziert hat bzw. sich auseinander gesetzt hat. Ähnlich wie bei Instagram und Co… da geht es nur schneller mit einem Klick.

    Dieses kaufen um besser, schneller, geiler zu werden damit Brands auf einen zukommen – egal ob viele Follower oder weniger – ist Betrug sowie du es sagst. Betrug an sich selbst und an die Firmen.

    Aber Geilheit und eigener Fame ist anscheinend um einiges mehr Wert heutzutage als Persönlichkeit.

    Liebe Grüße

    Vanny <3

    http://vanessa-may-photography.blogspot.de

    Reply
  • Taddy 13. Februar 2017 at 14:06

    Liebe Lina, ich kann deinen Ärger über die gekauften Zahlen verstehen. Unfairer Wettbewerb macht den Job für den man sich mit Herzblut einsetzt nur kaputt und ist einfach unfair und ganz großer Mist! Was ich allerdings fast noch schlimmer finde, ist die Tatsache, dass sich das Lesen von Blogs mittlerweile wie Werbungschauen auf einem privaten Fernsehsender anfühlt – leer und unnötig. Ich wünsche mir, dass die kreativen Menschen, die tolle Inhalte produzieren (ganz so wie du es tust 👍🏼) endlich wieder die große Bühne bekommen, die ihnen zusteht !

    Reply
  • Romy 13. Februar 2017 at 14:09

    Danke, dass Du das mal gesagt hast. Ich ärgere mich auch ständig darüber und man weiß wirklich nicht, wo man anfangen soll. Mich ärgern gerade besonders die Gruppen mit Like4Like, Comment4Comment etc., die sich auf WhatsApp und/oder FB zusammentun. Dass sie damit auch gegen die Instagram Policy verstoßen, ist denen herzlich egal. Fake it till you make it… 🙁

    Reply
    • A Guy Called Classic 15. Februar 2017 at 18:42

      Blogs, die fast ausschließlich werben, fliegen bei mir aus dem Reader. Leider haben sich einige in diese Richtung entwickelt. Hier wird zwar auch geworben, aber erstens transparent und zweitens auf eine Art, die nicht nervt. Im Gegenteil: Oft eingebunden in richtig gute Texte. Auch das klare Profil und die starke Meinung gefallen mir. So, genug Komplimente für heute.

      Reply
  • Lina Mallon 13. Februar 2017 at 14:14

    Das ist mir jetzt einfach bisschen zu viel Gossip zwischen den Zeilen, bitte nimm mir das nicht übel, aber das mag ich hier nicht haben, auch wenn dein Unmut bestimmt berechtigt ist!

    Reply
  • Lisa 13. Februar 2017 at 14:38

    Danke Lina, dass du dir nicht nur Luft zu diesem
    Thema machst, sondern auch wirklich erklärst, was es bedeutet und wie es überhaupt funktioniert. Wenn man nicht auf der Business Seite von Instagram/Social Media in allgemeinen, ist das alles manchmal schwer zu verstehen.

    Liebe Grüße und alles Gute
    Lisa

    Reply
  • Sabrina 13. Februar 2017 at 15:20

    Seit dem neuen Instagram Algorithmus ist mir das mit den gekauften Likes stärker aufgefallen. Nur wer in den ersten Minuten genügend Likes bekommt, schafft es auf die Chroniken der Leser ganz nach oben. Schnell ein paar Likes gekauft und schwupps wird man bei den Lesern angezeigt, anstatt in den Untiefen der Masse zu verschwinden. Dass es viele andere Möglichkeiten gibt, die notwendige Interaktion zu bekommen, wird dabei häufig einfach mal vergessen, vor allem weil diese ja mit Aufwand auf Seiten des Account-Betreibers einher gehen.
    Es gibt jede Menge Möglichkeiten seinen Instagram Account zu pushen und richtige Menschen als Follower zu gewinnen und das ganz ohne sich Fakes zu kaufen. Aber hey wer investiert schon gerne 2-3 Stunden täglich in Interaktion und Follower-Aufbau wenns auch mit 2 Klicks und 3 Euros geht – die Kooperationen kommen ja auch mit den Fake-Followern.

    Reply
  • Lena 13. Februar 2017 at 15:54

    Habe neulich sogar einen Fernsehbeitrag gesehen in dem gezeigt wurde, dass auch Parteien, Politker …
    Likes und Traffic kaufen, um Einfluss zu nehmen. Finde ich mehr als bedenklich.

    Reply
  • Sophie 13. Februar 2017 at 18:21

    Sehr spannender Artikel, Lina! Vielen Dank für die Infos. Beschäftige mich in meiner Abschlussarbeit mit dem Thema und freue mich sehr, Klartext von jemandem aus der Branche zu hören.
    Ich lese bzw. höre dir übrigens super gerne zu, da du einfach einen sehr hohen Unterhaltungswert für mich hast – deine Person, deine Themen und die Art und Weise, wie du Themen vorstellst.
    Viele Grüße!

    Reply
  • Sophie 13. Februar 2017 at 18:25

    Sehr spannender Artikel, Lina! Vielen Dank für die Infos. Beschäftige mich in meiner Abschlussarbeit mit dem Thema und freue mich sehr, Klartext von jemandem aus der Branche zu hören.
    Ich lese bzw. höre dir übrigens super gerne zu, da du einfach einen sehr hohen Unterhaltungswert für mich hast – deine Person, deine Themen und die Art und Weise, wie du Themen vorstellst.
    Viele Grüße!

    Reply
  • Mina 13. Februar 2017 at 19:38

    „Wie hält man es aus, 15’000€ für eine Kampagne überwiesen zu bekommen, die laut eigener Angabe 40’000 Menschen sehen und tatsächlich nur 8’000 anschauen?“ – DANKE!

    Liebst,
    Mina von Minamia.de

    Reply
  • Full Of Diaries 13. Februar 2017 at 19:58

    Das Kaufen von Followern und Likes finde ich fürchterlich. Da belügt man sich dich komplett selbst! Einfach nur dumm.

    Neri, Full Of Diaries

    Reply
  • Max 13. Februar 2017 at 20:15

    👍

    Reply
  • Liola 13. Februar 2017 at 20:27

    Verrückt sowas zu lesen, wenn man gar nicht in dieser Welt lebt und nichtmal instagram hat.
    Manche bezahlen also Geld für was rein Virtuelles. Werd ich nie verstehen.
    Danke Lina für den kurzen Einblick! 🙂

    Reply
  • Stephie 13. Februar 2017 at 20:37

    Danke für diesen offenen Artikel und deine klare Haltung dem Thema gegenüber. Es herrscht einfach bei vielen Blogs einfach viel zu wenig Transparenz. Immerhin bist du ein Positivbeispiel – traurig, dass man dafür heutzutage ‚dankbar sein sollte und es eben kein Standard ist.

    Reply
  • MoKoWo 13. Februar 2017 at 22:41

    Wow! Verrückt was es alles gibt! Das mit den Firmen ist interessant und hätte ich nie gedacht. Crazy!
    Interessant ist auch das ständige Folgen und Entfolgen, aber das ist wohl ein alt bekanntes Instagram Phänomen.

    Schöner und mutiger Artikel!

    Viele Grüße vom MoKoWo Blog aus Berlin

    Reply
  • Katharina 13. Februar 2017 at 23:34

    Oh, Lina … würde sich die Bloggerzene auch nur ein Fitzelchen von dir abschneiden

    Reply
  • Mel_Zett 14. Februar 2017 at 07:23

    Hallo Lina, danke für die Aufklärung. Ich bin weder Blogger, noch Influenzer, habe nur einen einfachen ehrlichen Instagram Account mit um die 500 Follower. Manchmal wundere ich mich schon, woher diese Mädels so viele Follower haben. Dank Deiner Erklärungen kann ich mir jetzt ein Bild darüber machen, als normalo Mitleserin. Ich finde das so schade, aber anscheinend baut diese Branche lieber auf Betrug auf. Die Gefahr ist nur, dass es zu viele Leser und Follower glauben, was sie da sehen. Letztlich wird harte ehrliche Arbeit siegen! Ich mag Deinen Blog und Deine Ehrlichkeit, mach weiter so, auch wenn es nicht immer der einfachere Weg ist. Aber einfach ist doch langweilig 😉
    Alles Gute für Dich und die Fotos da oben sind toll!
    LG, Melle

    Reply
  • Die Freiberuflerin 14. Februar 2017 at 08:13

    Ich warte auf den Tag, an dem auch Pinterest oder Twitter oder sonst irgend ein Social Media Account auch von diesem Thema so extrem betroffen ist wie Instagram. Traurig, dass die meisten es in der heutigen Zeit echt für nötig halten, sich Follower zu kaufen – und die sind dann mit ihren unzähligen unechten Followern dennoch allein und haben keinen zum Kommunizieren – ist das dann ausgleichende Gerechtigkeit? Ich glaube schon^^

    Reply
  • Serin 14. Februar 2017 at 08:24

    Liebe Lina, vielen Dank für deine Offenheit. Ich frage mich schon sehr lange, ob das alles mit rechten Dingen zugeht und du bestätigst mir mein Gefühl. Mich macht das echt traurig – gebe auch ich mir jeden Tag aufs neue Mühe meinem Blog und Instagram mit aufrichtigen content zu füllen. Dass das mit den Followern bei mir nur sehr schleppend vorran geht, ist echt deprimierend. Aber ich will eben echt bleiben. Und dann heißt es wohl geduldig bleiben und weitermachen.

    Liebe Grüße
    Serin

    Reply
  • Angela Steere 14. Februar 2017 at 11:04

    Liebe Lina, ich bin – nucht nur von Berufswegen – sondern auch aus persönlicher Überzeugung für mehr Reflektion in der Branche. Nicht alles ist Gold was glänzt, und das bewahrheitet sich wieder Mal mehr in diesen Tagen. Also, Respekt für den Artikel, nein dafür dass Du das Thema auf die Agenda genommen hast.
    Liebe Grüße sendet Angela

    Reply
  • Lisa 14. Februar 2017 at 11:50

    Wie gehst du damit um, wenn das Freunde/Bekannte von dir machen?

    Reply
    • Lina Mallon 14. Februar 2017 at 11:52

      Was soll ich da schon machen? Ich distanziere mich stark, aber ich kann es nicht verhindern. Tatsächlich weiß ich von 2 Fällen, in beiden hatte das erheblichen Impact auf das Verhältnis. Ich finde es unheimlich schwer denjenigen dann noch in seiner Arbeit zu respektieren ..

      Reply
  • K. 14. Februar 2017 at 12:48

    Ich habe mal engeren Kontakt mit einer Instagrammerin gehabt. Irgendwann sind ihre Followerzahlen in die exorbitante Höhen geschossen. Sie stand dazu. Hat mir gesagt, dass nur so Türen geöffnet werden. Jetzt wird sie überschüttet mit Gratisartikeln. Und ihr Profil ist eine reine Werbeplattform geworden. Aber erstaunlicherweise scheinen viele davon gar nicht abgeschreckt zu werden. Ich finde das unterste Schublade. Leider spiegelt es einfach sehr gut unsere erfolfsgeile Gesellschaft (höher, schneller, besser) wieder…

    Reply
  • Franka 14. Februar 2017 at 15:31

    Irgendwie erinnert mich dieses gewissen Verhalten der Branche an Barney Stinson – wo er die Rolle des Lorenzo von Matterhorns benutzt um mit gefakten Seiten und Referenzen vorgibt jemand zu sein, der eigentlich nicht existiert.
    Das gleiche ist leider in diesem Falle auch so.
    Das Problem mit mehr Schein als sein haben wir leider schon seit einigen Jahren auf den Sozialen Medien allerdings sich eine Reichweite zu erschleichen ist das aller letzte. Entweder man muss sehr an sich selbst und an der eigenen Qualität zweifeln oder man ist einfach nur skrupellos und versucht den größtmöglichen „Success“ für sich einzuheimsen indem man permanent die eigenen Zahlen fungiert. Mehr Follower – mehr Aufträge – mehr Success.
    Ich hatte mal so einen Tweet gelesen mit der Frage „Derzeit ist es so Gang und Gebe Follower zu kaufen, ich glaube ich komme da nicht drum herum…“ Damals dachte ich mir schon „oha! Was geht denn hier ab?!“
    Ich will da nicht jeden über den Kamm scheren aber es ist echt schade, dass selbst manche Blogger das in Erwägung ziehen, da Sie 1. denken, dass das alle machen um quasi nicht unter zu gehen oder 2. keinen Ausweg mehr sehen Ihre Followerzahl zu halten.
    Bevor ich sowas in Erwägung ziehe, würde ich erstmal in die Interaktion mit meinen Followern gehen und gegebenenfalls fragen was man denn noch besser machen kann, ob jemand vielleicht auch gewisse Themenvorschläge hat die man gerne sehen will.
    Denn gekaufte Followerzahlen sind wie Leichen im Keller. Die mögen zwar verschwinden, haften aber an einem ewig…

    Reply
  • elena 14. Februar 2017 at 16:26

    Hallo Lina,

    vielen Dank für deinen ehrlichen Post. Ich finde nicht, dass man bei diesem Thema schweigen sollte. Lieber noch hundert Mal ansprechen – und wenn man wenigstens einen davon überzeugen kann, dass gekaufte Follower nichts mit ehrlicher Arbeit zu haben, ist schon etwas gewonnen.
    Mich würde interessieren, wie man herausfinden kann, ob Leute auf Instagram Follower gekauft haben? Gibt es Seiten dafür? Das Selbe gilt für Facebook, woran erkennt man das genau? Ich habe mich nämlich bei manchen Bloggern auch schon öfter gefragt, woher sie plötzlich so viele Follower haben und würde gerne mal Mäuschen spielen.

    Liebe Grüße und ein großes Lob für deine ehrliche und durchaus mutige Arbeit 🙂

    Reply
  • Torsten 14. Februar 2017 at 18:14

    Hallo Lina,

    ich bin auf Twitter auf deinen Blogpost aufmerksam geworden.
    98 % dessen was du schreibst, unterschreibe ich so auch. Einen kleinen Teil sehe ich etwas anders.

    Du schreibst, daß es zumeist Fakelikes sind, wenn plötzlich ein Bild bedeutend mehr Likes bekommt als andere. Das mag häufig stimmen, aber nicht immer. Ich habe jetzt erst erlebt wie das ist wenn ein Foto von zwei anderen Accounts geteilt wird. Dann werden aus durchschnittlich 100 Likes auch mal ruckzuck über 1000 Likes.

    Zum anderen schreibst du, daß bei Accounts mit 1000 Followern und durchschnittlich 100 Likes rund die Hälfte der Likes aus dem Familien- und Freundeskreis kommt. Das möchte ich mal auch widerlegen. Ich habe aktuell knapp 1400 Follower und 2016 hatte ich durchschnittlich 214 Likes pro Foto. Familienangehörige sind von mir gar nicht auf Instagram und auch sonst kenne ich nur einige wenige der Instagramer live. Die meisten finden wohl auf anderem Wege zu mir. Ich will damit nur sagen, daß man das nicht alles so pauschalieren sollte. Es mag sicher in vielen Fällen zutreffen, aber halt nicht überall.

    Viele Grüße

    Torsten Maue
    https://instagram.com/torstenmaue

    Reply
    • Lina Mallon 14. Februar 2017 at 19:08

      Naja, du widerlegst ja nun nicht mit deinem individuellen Beispiel. Natürlich ist mein Vergleich stark vereinfacht, wenn ich von Familienangehörigen spreche, allerdings dient das dazu, die Systematik zu erklären.
      was heraufschnellende followezahlen betrifft, redest du sicher von Facebook, da sind sharings normal (aber auch dort klar aufgeschlüsselt und nachzuvollziehen) und gängig, bei Instagram sind sie nicht möglich. Wenn dort ausgerechnet der gesponserte Beitrag 5000 Likes sammelt und 4000 davon in der ersten Stunde, sollte das aufmerken lassen ..

      Gruß, Lina

      Reply
      • Torsten 14. Februar 2017 at 19:23

        Nein, ich rede ausschließlich von Instagram.

        Das mit dem Teilen der Fotos klappt dort auch, ist gerade im Reisebereich weit verbreitet. Schau dir Accounts wie ig_deutschland, ig_nrw usw. mal an.

        Reply
        • Lina Mallon 14. Februar 2017 at 19:32

          Du kannst auf Instagram ein Bild „reposten“ und auf die Quelle verweisen, richtig. Das ist etwas anderes als klassisches Teilen, denn dennoch müssen die Follower auf deine Seite umgelenkt werden und dein Bild manuell abermals herzen. Ich bin durchaus vertraut mit den Medien und natürlich sind Ausreißer durch Verlinkungen oder ShoutOuts völlig normal. Die sind aber ganz leicht von gekauften Likes zu unterscheiden und passieren peek-artig, nicht regelmäßig und musterhaft. Außerdem: die Likes verteilen sich trotz des Peeks homogen, gekaufte Likes werden meisten binnen der ersten Minuten eingesetzt, um nicht nur das Bild zu schönen, sondern auch den Algorithmus zu beeinflussen. Du gehst da von anderem Basiswissen aus, das ich gar nicht mehr aufgeführt oder erklärt habe.

          Ich denke ich habe eigentlich schon sehr ausführlich erklärt, dass ich vereinfachen muss ist klar, immerhin soll so eine Erklärung verständlich ein Prinzip aufzeigen, da kann ich nicht noch jede Ausnahme aufzeigen, die sich ja aber von allein und mit ein bisschen Reflexion ergibt.
          In Einzelfällen ist man ja im Zweifel gut beraten einfach mal in die Likes reinzugucken. 👌🏻

          Zu meinem Beispiel der „irrelevanten Followermenge“ kannst du übrigens auch anstatt Familienmitgliedern befreundete Blogger nennen, wenn du dich im Reisebereich bewegst. Die Likes bleiben auch da in der eigenen Blase , um einander zu unterstützen, generieren aber grundsätzlich keine freie Reichweite.

          Gruß, Lina

          Reply
  • Moderiamia | Fashion Blog, Mamablog, Modeblog 14. Februar 2017 at 18:29

    […] „Ihr zerstört eine ganze Branche!“ Das ist der berechtigte Vorwurf von Lina. Ihren Aspekt des „Betrugs“ finde ich besonders wichtig! Mehr muss man einfach nicht mehr sagen. […]

    Reply
  • Christian Spanik 14. Februar 2017 at 21:19

    Du vergisst die Kunden in der Diskussion . Die agieren oft zahlengetrieben. Woher die kommen ist erstaunlich nicht relevant, weil viele Projekte eh nicht lange genug leben. Und im stillen Einvernehmen zwischen Kunde und Agentur entsteht der Selbstbetrug. Die Zeit die das Projekt hat: nutzen und kassieren. Und wenn du dann sagst: das stimmt hier nicht und ausscherst bist du schnell auf allen Seiten Nesrbeschmutzer und draussen… Wahrheit kann schmerzhaft sein. Ich weiss wovon ich da rede. Übrigens: wir wollte gerade aus technischen Gründen 100 Abonnenten für einen yt Kanal. Wäre leicht gewesen. Aber wir haben stattdessen unser SoMe Freunde gebeten. Nach verstanden waren wir da. War schön. Sehr schön. Das ist das andere Gefühl. Und lass uns lieber darüber reden. Der Kaiser ist nackt. Irgendwann sehen das dann auch alle. Als Digisaurier bin ich vielleicht nicht mehr jung genug das Spiel zu spielen, dass das viele spielen Aber: anders ist schöner. Ich hoffe das war ein wenig Antwort, auch wenn du keine erwartet hast. Und alles auf dem Smartphone getippt. Beim Italiener sitzend. Auch als Anerkennung Deines Textes. Viele Grüsse aus Berlin

    Reply
    • Christian Spanik 14. Februar 2017 at 23:33

      Oh – sorry für die Tippfehler… Smartphone-Getippe – wie gesagt Das meiste kann man trotzdem korrekt verstehen… Nur ein Satz. Der sollte hei0en „…nach vier Stunden waren die da“ und nicht „nach verstanden waren wir da“ 😉 Und ansonsten: ich glaube dass immer mehr Leute erkennen das Mikroblogger Konzepte zieflührender ist, als großzahliges Influencer-Irgendwas-Marketing. Aber man muss Geduld haben.

      Reply
  • Ria 14. Februar 2017 at 22:08

    Hallo liebe Lina,

    bin durch die liebe Ari und ihren Blog auf deinen Artikel gestoßen und bin entsetzt, aber auch nicht überrascht. Allein diese Leute die an einem Tag über 400 bis 1000 neuen Leuten folgen, um am nächsten Tag wieder nur bei ihren 300 zu sein. Folgen um zu entfalten, aber neue Follower bekommen. Finde ich wirklich ganz furchtbar. Ich schreibe wirklich sehr gerne. Versuche derzeit immer etwas mehr Zeit abzuzwacken, um es zu meinem 2. Standbein zu machen und da ist es umso niederschmetternder, wenn man es dann evtl. tatsächlich schafft sich etwas aufzubauen und es dann evtl. nicht ernst genommen wird, weil schon so ein schlechtes Bild entstanden ist. Ich muss dir sagen, dass ich sehr auf die offene und direkte Art stehe und deshalb deinen Artikel ganz und gar wundervoll finde.

    Ich denke ich werde mir sicher noch ein paar deiner Artikel durchlesen, da ich gerne noch mehr über dich erfahren möchte.

    Vielen Dank für deine Offenheit.

    Liebe Grüße Ria

    Reply
  • Rebecca 14. Februar 2017 at 22:20

    Ich glaube dir wurde wirklich schon jedes gute Wort zu diesem mehr als ehrlichen Beitrag genannt!
    Leider ist es schade das Wir wohl nie die Antworten auf deine/unsere Fragen zu dieser Art seine Person zu Präsentieren bekommen werden… Wer diesen Weg geht, dem ist nicht mehr zu helfen, so jemand ist kein ehrlicher Mensch und würde auch nie deine Fragen beantworten ohne hinterrücks die Finger zu kreuzen.

    Danke für diesen interessanten Beitrag.
    Ganz liebe grüße Rebecca @batmom_and_little_robin

    Reply
  • Annaklein 15. Februar 2017 at 10:32

    Hey Lina,

    ein toll geschriebener Artikel, der mich ehrlich gesagt sehr, sehr nachdenklich und entsetzt macht. Ich habe danach angefangen meine Accounts, denen ich folge, genauer anzuschauen. Mir ist erschreckendes aufgefallen. Wie kann es sein, dass die Bloggerin, die Du hier kurz namentlich erwähnst 100.000 Follower hat und ca. 15.000 likes für ein Bild????? Im Vergleich dazu: Anine Bing hat 400.000 Follower und so 3.000 likes für ein Bild. Wer betrügt da wohl mehr???? Ich bin enttäuscht:(:(

    Reply
  • Bibi 15. Februar 2017 at 10:41

    Inhaltlich gebe ich dir zwar vollkommen recht, aber wenn ich mich recht erinnere war dein Instagram Profil eines mit besonders hohem Followerverlust, als Instagram damals zum ersten Mal inaktive Accounts gelöscht hat. Das war so auffällig, dass es sich auch nicht einfach über ein paar Spamaccounts erklären lässt.

    Reply
    • Lina Mallon 15. Februar 2017 at 11:56

      Well – genau das ist das Halbwissen was ich anspreche, da haben sich dann ein paar User aus einer Kombination von Twitternews, Facebookdiskussionen und oberflächlich weitergegebenen Infos eine Art „Wissen“ angeeignet, mit dem dann schnell mal abgeurteilt wird (vor allem, wenn man Blogger XY eh nicht ganz so leiden kann ..) 👌🏻
      Das liest man immer wieder, ob nun über mich, über Ricarda von CatdandDogs oder damals sogar über die Girls von Journelles. Die Wenigsten machen sich die Mühe noch 2 andere Perspektiven überhaupt zu beleuchten, bevor sie lospoltern. Ich habe aufgehört mich darum zu scheren, was irgendwer an meinen bloßen zahlen zu sehen vermag, denn ich bin viel zu stolz (tatsächlich) auf die Zielgruppe, die ich mir erarbeitet habe und die Community, die ich darauf aufbauend jeden Tag erlebe. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, was andere selbsternannte Experten in meine zahlen interpretieren oder mal darüber aufgeschnappt haben.
      Aber, da du hier kommentierst: ich bekam erst letzte Woche wieder 3000 Follower aus Indonesien dazu. Nein, die waren nicht eingeladen oder am besten noch bezahlt , nein, ich freue mich nicht über deren hunderte Kommentare, die ich natürlich von Hand löschen darf, ja, ich hatte sogar noch Glück, denn manche Kollegen von mir bekamen 7000 Follower über Nacht und müssen sich jetzt natürlich dafür rechtfertigen, (was ich verstehe) ..

      In kurz: lies dir mal die Kommentare hier durch, damit relativiert sich einiges. Spam-Follower sind leicht von systematisch gekauften zu unterscheiden. Die Menge ist dabei aber nicht der Faktor ..

      Gruß, Lina

      Reply
      • Sebastian 15. Februar 2017 at 13:31

        Liebe Lina,

        inhaltlich finde ich deine Beiträge zum aktuellen Stand der Blogger-Szene und den Auswüchsen immer super spannend und lese sie sehr gerne mit. Aber (leider) wird man tatsächlich immer misstrauischer, da auch andere Blogger gerne zu dem Thema schreiben, dann ein Blick bei influencerdb auch bei diesen vermeintlich sauberen Schafen und Kämpfern für die Gute Sache klar „unnatürliche“ Followerzuwächse oder Verluste anzeigt. Beste Zeit ist immer, wenn Instagram mal wieder aufräumt. Das gilt schockierenderweise auch für die Firmen. Wenn ich mir einen bekannten gefeierten (online) Modehändler aus Hamburg anschaue, frage ich mich, ob die sich nicht schämen. Da kommen alle paar Wochen paar tausend Follower hinzu und den Rest der Zeit sinkt die Followerschaft täglich. Scheint leider Alltag geworden zu sein.

        Reply
  • Kathrin 15. Februar 2017 at 14:03

    Auf die Social Media Branche insgesamt habe ich als ITlerin eines großen Deutschen DAX Unternehmens insgesamt einen etwas anderen Blick. Zeitweilig, vor allem während meiner Elternzeit(en), habe ich die bunten deutschen Mama Bloggerinnen sehr beneidet, die ihre Leidenschaft und Kreativität zum Beruf gemacht haben und auch noch ihr eigener Chef dabei sind, während ich Tag für Tag an gläserne Decken, Konzernvorgaben und dem üblichen Männergehabe innerhalb der IT stoße. Je mehr man sich (von außen) damit beschäftigt desto eher stellt man fest, dass diese Branche wie jede andere neue, schnell wachsende im Laufe der Zeit an denselben Problemen krankt wie alle anderen Wirtschaftsbereiche auch. Einige wenige sind erfolgreich, viele hat auf dem Weg dahin der Mut, das Geld, die Zeit oder das Vertrauen in die Branche verlassen. Es gibt jene ehrlichen und eben die anderen die vor allem den Willen zum Erfolg haben – um jeden Preis. In einem klassischen Konzerngefüge wundert sich niemand, wenn sich mit fremden Federn geschmückt, geklüngelt, intrigiert und auf dem Rücken anderer nach oben gestrampelt wird. Da hilft im Zweifelsfall auch keine Compliance Abteilung. In einem so jungen Feld, in dem es noch wenig „checks and balances“ gibt und den kleinen Betrügereien damit Tor und Tür geöffnet wird ist das aber vermutlich sehr desillusionierend.

    Vielleicht stehe ich schon zu lange im Berufsleben, aber wo es um Geld geht wird man immer schwarze Schafe finden, die sich am Ende auch noch als cleveren #girlboss empfinden.

    Gruß, Kathrin

    Reply
  • Claudia 15. Februar 2017 at 14:15

    Liebe Lina,

    du sprichst mir so aus der Seele.
    Chapeau, dass du dieses Thema so ungeschönt ansprichst.

    Ich habe keinen Blog, sondern nur einen Instagram-Account mit knapp 10.000 Followern und selbst mich regt es auf, dass so viele um mich herum Follower zu kaufen scheinen. Und ich stelle mir so häufig die Frage, wie man dann stolz auf seine Arbeit sein kann. Hinter meinen Followern stecken zwei Jahre lang Arbeit und ich würde nie auf die Idee kommen, mir das selbst zu versauen. Allerdings war ich mit solchen Moralvorstellungen schon immer allein. Ob damals in der Schule oder im Studium – ich hätte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können, zu spicken. Lieber habe ich eine schlechte Zensur in Kauf genommen. Wie oft bin ich dafür belächelt worden, wenn ich sagte, dass ich mir selbst dann nicht in die Augen schauen könnte, dass ich dann nicht stolz auf mich sein könnte, dass ich lieber eine schlechte Zensur kassiere, wenn ich eben nicht gelernt habe. Und dasselbe spielt sich doch nun in den Social Media ab. Viele sind es gewohnt, unehrlich zu sein, Hilfsmittel zu verwenden. Es ist schlichtweg normal. Ich find das traurig.

    Umso mehr weiß ich nun, warum ich deinen Blog so gerne mag. 🙂

    Liebe Grüße
    Claudia

    Reply
  • Michael Kieweg 15. Februar 2017 at 16:44

    Gute Fragen, die da stellst. Ich glaube ja, du hast die Antworten schon selbst gegeben. Es wird gelogen und betrogen, weil es allgemein übliche Geschäftspraxis geworden ist.
    Es heißt dann halt nicht mehr lügen und betrügen sondern optimieren und Reichweite vergrößern und das ist doch ein alter Hut.
    Schon vor 30 Jahren haben Zeitschriftenverlage behauptet, daß die Reichweite und Sichtbarkeit ihrer Produkte xmal größer sei, als die Zahl der verkauften Items zeige, „weil jede verkaufte Zeitung von mindestens 5 (?) weiteren Personen gelesn wird.“
    Eine Behauptung ohne den Schatten eines Beweises und trotzdem hat sich niemand dran gestört.
    Oder die vielzitierten Einschaltquoten bei Rundfunk und TV? Sagen die irgendetwas aus über die tatschliche Rezeption der Werbespots? Ich kenne niemanden, der sich die Dinger antut. Entweder wird umgeschaltet, oder man geht pinkeln oder Chips holen. Trotzdem sind sie immer noch akzeptierter Maßstab und „Währung“ für den Wert des Sendeplatzes.
    Lange Rede, kurzer Sinn – Ich glaube, daß diese Art der Manipulation schon immer im Wesen des Marketing verankert war.
    Daher hast du auch Recht, es wird sich nichts daran ändern. Denn niemand will der Erste sein, der es anders macht. Sollte es nämlich schiefgehen, wird man ihm die Schuld geben und er ist raus aus dem Spiel. Kein Kunde wird sich die Mühe machen, zu evaluieren, ob das Versagen seines Produktes tatsächlich an der „schlechten“ Marketingkampagne mit zu geringer (scheinbarer) Reichweite lag. Zuminde´st eine Alternative wäre ja auch zu unangenehm – Sein Produkt ist einfach uninteressant. Wer will das schon hören.

    Reply
  • Raphaela 16. Februar 2017 at 12:08

    Liebe Lia,
    Danke für diesen Post. Ich kann als reine Blog-Leserin und nicht mal ansatzweise in dieser Branche Arbeitende nur sagen: DANKE dass du deine Arbeit ehrlich und GEWISSENhaft machst. Es macht mir persönlich schon lange nur mehr Spaß Blogs wie eben den deinen zu lesen, weil darauf EHRLICH refklektiert wird und Themen angesprochen werden die für andere ev. ‚unangenehm‘ sind. Weil du mir damit das Gefühl gibst, es wirklich ehrlich zu meinen. Ich kauf dir dein Geschreibe einfach ab 😀 Und auch dein Instagram ist erfrischend anders als die ganzen ‚big profiles‘. Der Austausch unter den Bildern (wenn auch manchmal bisschen mühsam) kommt von echten Menschen hinter echten Smartphones. BIG LIKE!!!

    Ich denke, dass man diese Diskussion bzw Fragen auf viele andere Bereiche ummünzen kann. Fängt in meiner (Rechtswesen) Branche schon an, mit kopierten, von bezahlten ghost-writern geschriebenen Plagiaten äh. Diplomarbeiten zur Erreichung des akademischen Grades. Weiter gehts mit Eingriffen auf fremde PCs während der Gerichtspraxis, Löschen von vorgefertigten Urteilen der Anderen usw um die Anderen vor den Ausbildern bloßzustellen. Dann die diversen Assesmentscenter – wo Vorträge 1:1 nachgesprochen werden, Unterlagen geklaut und benützt werden, „verschönerte“ Lebensläufe verwendet werden usw.
    ICH KOTZE! Weil es auch in meinen Berufen so viele schwarze Schafe gibt. Wobei ich natürlich dazu sagen muss, dass es relativ oft und relativ schnell ans Tageslicht kommt, wenn jemand betrügt. Da es am Ende des Tages (GOTT SEI DANK!) noch um die erbrachte Leistung geht und wenn die nicht passt, ist der Rest egal. Trotz alldem bekommen solche Betrüger leider oftmals die Jobs und werden erst DANACH entlarvt, wohingegen die ehrlichen Menschen unzählige weitere Anläufe brauchen, um einen Job zu finden.

    Liebe Grüße und mach bitte weiter so! Ich find, dass es ein gutes Gefühl ist, sich abends ins Bett zu legen und wissen, was man SELBST geschaffen hat. Ich möchte niemals mit einem ‚kriminellen‘ Gefühl einschlafen müssen. Das haben wir auch eigentlich alle nicht nötig.

    <3
    Raphaela

    Reply
  • Jamie 17. Februar 2017 at 08:28

    Du sprichst bestimmt solche Firmen wie http://www.best-Views.de an in deinem Artikel oder?

    Aber man muss auch klar entscheiden zwischen Fake und realen Followern die man kaufen kann und ich denke solange es reale Fans oder Follower sind ist es okay.

    Reply
  • Kirsten Wick 20. Februar 2017 at 13:04

    Liebe Lina, ich bin froh, dass Du darüber schreibst. Erst kürzlich habe ich einen Beitrag darüber geschrieben, dass ich mich ziemlich ausgebrannt fühle, weil ich mir kaum noch Zeit für mich selbst gönne. Das alles, um u.a. auf Instagram zu wachsen. Ehrlich gesagt, wollte ich mein Instagram löschen, weil mich das alles so ankotzt. Ich bin eine ältere Bloggerin, oft denkt man ‚die sind ja älter, haben das vielleicht weniger nötig‘. Von wegen. Und dann liest man noch einen Beitrag einer amerikanischen ü40 Bloggerin, die kürzlich noch 1800 Follower hatte (und jetzt über 90.000), wie sie gerade in NYC ist, um von einer Agentur vertreten zu werden Alles Fake! Das mit dem Traffic wusste ich auch nicht, das kann man auch kaufen? Wie kann man so sein und sich dann noch ansehen, sich stolz auf die Schulter klopfen? So abscheulich und so viele Leute verderben die ganze Branche. Es ist einfach nur traurig. Gruppen, in denen ich mich zu Likes und Kommentaren verpflichte, sind nichts für mich. Also wachse ich im Schneckentempo aber ich möchte mich verbessern und an mir arbeiten und das mit Arbeit und nicht mit einem Riesenbetrug. Ob das überhaupt noch gelingt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass Instagram für mich nicht mehr so wichtig ist, ich finde es falsch, dass viele sich nur darauf fokusieren und ich hoffe immer noch, dass Firmen diesen ganzen Fake endlich mal kapieren. Ich war bei einer Agentur und es war einer der Gründe, weshalb ich meinen Vertrag mit denen gekündigt habe. Liebe Grüße, Kirsten

    http://www.thelifbissue.com

    Reply
  • Tina 23. Februar 2017 at 11:30

    Toller Post – kurz und knackig, weil esb hier einfach schon soo viele Kommenatre dazu gibt belasse ich es mal dabei 😉

    Als recht „neue“ Bloggerin, würde mich wirklich mal ein Post dazu interessieren, wie man das alles tracken kann? Vielleicht kannst du da weiterhelfen?
    Erst kürzlich hat z.B. ein Bild bei mir um die 1000 likes bekommen (was unnormal hoch ist – ich habe meist um die 300) und ich kann mir partout nicht erklären warum und vermute eben auch, dass mir da was „geschenkt“ wurde vcon irgendwelchen dubiosen Anbietern. Wie du schreibst erfolgen dann ja meist die Likes in den ersten Minuten nachdem das Bild gepostet wurde- das war hier allerdings nicht der Fall (sondern über Nacht) – wie kann ich dies herausfinden?
    Sorry wenn mein Post hier eher in die Info-Ecke geht 🙂

    Danke dir wie immer für deine ehrliche Meinung – ich finde es sehr wichtig, dass du auch über sowas schreibst!! (denn wenn nicht du – wer sonst ?!)
    Tina

    Reply
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