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PERSONAL: WAS ICH GERNE GEWUSST HÄTTE, BEVOR MEINE FREUNDE KINDER BEKAMEN…

10. Mai 2016

Es gibt unheimlich viele, unterhaltsame und aus dem Herzen sprechende Texte über die Hürden, die junge Mütter oder Schwangere nehmen müssen, diese Dinge, die dir niemand gesagt hat, die du gern vorher gewusst hättest. Die meisten Punkte sind mit einem Augenzwinkern geschrieben und bewegen sich irgendwo zwischen Humor und Wahrheit. Neben Anekdoten über körperlichen Veränderungen, Hormonwahnsinn und Produktdschungel, bekommen auch die Freundinnen der werdenden oder frisch gebackenen Mütter immer wieder ihr Fett weg. Wir sind meistens die, die sich nach Kräften bemühen, aber einfach keine Ahnung haben. Arbeitszeugnis ausreichend quasi. Erneute Einstellung fast schon fraglich.

Ich habe ein paar Freundinnen, die bereits Kinder haben oder aber gerade schwanger sind, sodass ich immer wieder mit diesen Artikel in meiner Timeline in Berührung komme. Über die meisten Punkte, die mich als Freundin betreffen, kann ich manchmal augenrollend und doch immer schmunzelnd nicken, aber eine Sache fällt mir auf: Während die Fast- oder Neu-Mamis ihre kinderlosen Mädels gern mal aufs Korn oder in die nicht erfüllte Pflicht nehmen, gibt es keinen einzigen Artikel über die Dinge, die ich, der Single, gern gewusst hätte, bevor meine Freundinnen alle schwanger geworden sind.

Der Grund liegt eigentlich auf der Hand: es ist ziemlich dünnes Eis sich vielleicht zu nah an die meisten Mütter heranzuwagen. Nicht umsonst gelten im Tierreich diejenigen als besonders gefährlich, die gerade ihr verletzliches Junges beschützen – oder in unserer Welt vielleicht auch sich selbst oder ihre sensiblen Schwächen bei diesem Thema. Trotzdem wage ich es und erzähle, natürlich ein bisschen überspitzt, mal aus dem Alltag einer jungen Frau, die irgendwo zwischen „Tante“ und Twentysomething hängt …

tantelina

 

  1. Samstagabende können zur Tretmine werden.

    Dass mit einem Baby die Samstagabende weniger spontan oder gemeinsam angegangen werden können, ist natürlich klar. Dass man mit einem Baby nachts nicht um die Häuser zieht, weißt selbst du irgendwie und vermutlich wirst du eine Absage kassieren, wenn du deine Freunde, die jetzt Eltern sind, zu Drinks am Samstagabend um 22:00 Uhr einlädst, während es Samstagnachmittag 16:00 Uhr ist. Trotzdem versuchst du es, fragen kostet nichts, du willst niemanden ausschließen und wenn du Glück hast, kommt vielleicht wenigstens einer von beiden vorbei.  Wenn du Pech hast, kommt niemand und du noch dazu in Bedrängnis zu erklären, wie du dir das eigentlich gedacht hättest, oder, ob du vergessen hast, dass die beiden nicht mehr ganz so spontan sind und ein Baby haben, dass natürlich 22:00 Uhr längst schläft, was es schwierig macht einfach mal so im Moment um die Häuser zu ziehen. Immerhin hätten sie ja letzte Woche auch schon die Grilleinladung um 18:00 Uhr abgesagt, weil die nunmal mit den Schlafzeiten des Kleinen kollidierte.

    Schuldbewusst und passiv getadelt trollst du dich, um am nächsten Samstag vorsorglich weniger ignorant zu sein, man lernt ja dazu. Um deine Freunde nicht wieder in die unangenehme Situation einer erneuten Absage zu bringen, fragst du daher gar nicht erst nach, ob sie die Samstagnacht auf einem Open-Air mit euch verbringen wollen.
    WRONG. SO, SO WRONG.

    „Sorry, aber werden wir jetzt nicht mal mehr gefragt, nur weil wir die mit dem Kind sind? Vielen Dank auch!“ Ähm …

  2. Home Early

    Von nun an, legst du die Reservierungen in den Restaurants auf 18:00 Uhr, 20:00 Uhr sitzt du wieder in der Bahn und 20:30 Uhr überlegst du, was du noch mit deinem Abend anstellst.
    Lösung? Aufsplitten als Kompromiss und Treffpunkt auf halbem Weg: Gemeinsames Dinner mit allen, Drinks mit denen, die danach noch Lust und Zeit haben.
    Mögliches Problem: siehe Punkt 1.

  3. Ohrwürmer, die du nie wieder los wirst

    Nein, Marteria bei offenem Fenster ist keine gesunde Idee, wenn das 4-Jährige Kind deiner Freunde mit im Auto sitzt. Nicht auszudenken, welche Konversation der Kleine am Montag im Kindergarten  anstößt. Von nun an hast du während gemeinsamer Fahrten die Wahl zwischen Taylor Swift oder Phil Collins. Oh – oder Disneysongs. Dass du 3 Tage lang mental von Hakuna Matata heimgesucht wirst, ist keine Seltenheit, man gewöhnt sich dran und überhaupt ist der neue Song von One Direction ja gar nicht so schlecht.Vorteil: du stehst ähnlich wie ich sowieso schon auf seichte Popmusik und hast alle Folgen der Carpool-Karaoke gesehen, um dem Kind zu seiner Unterhaltung auch noch ne anständige Performance zu bieten.

  4. Kindheitsträume 2.0

    Als du damals gedacht hast, du hättest den lästigen Federball, das Springseil, den Hula-Hoop Reifen oder deine minderwertigen Fähigkeiten im Bodenturnen und deine Furcht vor Spielbällen oder Sand mit der Grundschule final hinter dir gelassen, hast du noch nicht an die Kinder deiner Freunde gedacht. Die entdecken nämlich gerade all das neu, was dir damals eher Unwohlsein bereitet hat. Sich weigern, wenn klein Tara mit dir eine Rolle vorwärts üben will, während du dir eigentlich gerade einen Mojito gemacht und dich im Maxikleid auf der Decke im Stadtpark niedergelassen hast? Unmöglich.

    Hoffnungsschimmer: Schaukeln! Anschubsen geht auch mit einem Arm. Und: wenn sie endlich 8 sind, zockst du sie zur Revanche einfach im Monopoly ab, weil sie noch daran glauben, dass die Parkstraße rentabel ist.

  5. Todesfalle Singlewohnung

    Du hast deine Vasen extra mit frischen und durchaus kostenintensiven Blumen bestückt, du kochst Pasta, korkst Wein auf und richtest die Wohnung beinahe feierlich her, weil du heute Abend zur Dinnerparty eingeladen hast.
    Die Kinder sind dabei – kein Problem. Obwohl, vielleicht ja doch? Denn nach diesem Abend ist dein Bouquet zerpflückt, ein Glas kaputt, auf deinem hellen Teppich hat jemand einen Riegel zerdrückt und für Dienstag kannst du eigentlich eine Firma zur Reinigung deiner Glasfronten bestellen.
    Sicher, du bist nicht böse, dass Moritz deine gesammelten und heiß geliebten Magazine anleckte, verteilte und zwei davon halb zerfledderte, während seine Eltern vergnügt über seinen „Entdeckungsdrang“ lachten, aber irgendwie hättest du zumindest erwartet, dass ihn irgendjemand bremsen würde, als er begann seine Süßigkeiten nicht am Tisch oder auf dem Parkett, sondern ausrechnet auf cremefarbener Baumwolle zu zerkrümeln. Ob du selbst etwas hättest sagen können? HELL NO! Kamikaze-Gedanke! Nur Kanye hätte wohl das Selbstbewusstsein die Kinder seiner Freunde zu maßregeln, während er selbst nicht mal ein Haustier hat.

    Also guckst du zu und zuckst nur kurz zusammen, wenn er dein Lieblingsglas fallen lässt oder ungefragt auf deiner Sonnenbrille kaut, hörst dir an, dass dein fancy Geschirr (das du übrigens, genau wie die Blumen, die Magazine oder die Pralinen, sorgsam und nach deinen persönlichen Vorstellungen ausgesucht hast, um aus einer Wohnung dein Zuhause zu machen, das du dir vielleicht gegönnt oder abgespart hast, das vielleicht sogar einen emotionalen Wert hat..) wohl einfach nicht für kleine Kinderhände gemacht sei und du überhaupt noch einiges tun müsstest, um die Wohnung kinderfreundlicher zu gestalten. Was du jetzt tust? Nur denken, dass es keinen Grund gibt eine Singlewohnung kindgerecht zu gestalten und vielleicht der kleine Moritz sich besuchsfreundlicher entwickeln könnte. Einfach winken, die Tür schließen, dir dann das letzte Glas Wein einschenken und dich freuen, dass du sonst einen schönen Abend hattest.

  6. Kategorie Unwissend

    Warum du wie oben erwähnt deine Eltern-Freunde niemals, aber wirklich niemals mit zarter Kritik oder auch nur geringsten Tipps versorgen solltest? Weil es ungefähr so läuft: Expertise gilt nur unter Clubmitgliedern. Du hast zwar noch einen gesunden Menschenverstand, einige Lebenserfahrung und Empathie am Start, aber in einem Punkt sind sich alle Eltern, vorrangig dann, wenn sie eine Exit-Strategie brauchen, einig: Keine Kinder, keine Ahnung.Überhaupt wirst du dich zuweilen wie ein unreifer, degrdierter Teenager fühlen, wenn du deine ziemlich klare Ansicht zu einer Erziehungsfrage abgibst („Na ja, ich seh das so: sie ist zwei. Die Frage, ob sie bei Wind eine Jacke tragen möchte oder nicht, stellt sich doch eigentlich gar nicht?“) und die Eltern in der Runde sich diesen wissend amüsierten Blick zuwerfen, der sagt: „Lass sie erstmal so weit kommen wie uns  …“

    Von jetzt an, gibt es eben dieses Narnia, diese Magic Door, hinter der nur die Erleuchtung finden, die dazu gehören. Leb einfach damit.

  7. Deine Uhr fängt an zu ticken

    Sowas von! In meinem Freundeskreis bin ich aktuell die einzige ohne feste Beziehung und auch kinderlos in der totalen Unterzahl. Hat mich nie gestört, ich bin im Durchschnitt auch 2-3 Jahre jünger und die Lebensplanung anderer, hat mich eigentlich nie beeinflusst. Und trotzdem, gegen deine Vernunft, gegen deinen Plan oder deine innere Einstellung, beginnt auf einmal deine Uhr zu ticken. Was, wenn alle meine Freunde jetzt Kinder kriegen und ich nicht mehr zu ihnen passe? Und was, wenn ich doch eins bekomme und alle dann Schulkinder haben und ich die einzige mit einem Baby bin? Ogott, was, wenn ich keinen Mann vor 30 finde und dann überstürzt Kinder kriegen muss, um es noch innerhalb der magischen 35-Grenze zu schaffen? Ob das absurd und paranoid klingt? Total!
    Und trotzdem, du erwischst dich zu deinem eigenen Erschrecken dabei, wie du vor dem Kinderbettchen des Neugeborenen stehst, es auf den Arm nimmst, dich im Spiegel betrachtest und dich fragst, ob dir sowas auch steht und überlegst, wie wohl die Kinder mit dem Typen aussehen würden, den du gerade 2 mal casual gedatet hast. Slightly creepy …

    Und was da noch wäre? Diese Väter! Ich weiß nicht, wie ich das außerhalb der von mir besuchten Kindertagesstätten oder Spielplätzen verhält, aber offensichtlich sind das die viel zitierten und immer wieder gesuchten Orte, an denen die ganzen schönen Männer sich herumtreiben.

  8. Under pressure

    Früher hielt ich die Szene, in der Samatha Jones sich überfordert mit dem kleinen Brady zeigt, für witzig aber voll von Klischee. Ein Baby zu hüten, das ist doch kein Hexenwerk. Pizza, Netflix, Kind schaukeln, ha! Als ich zum ersten Mal für einfache 4,5 Stunden in die Pflicht meines Tantendaseins genommen wurde, saß ich danach zwar erfolgreich, aber erschöpft und strapaziert auf der Couch der jungen Eltern. Es ist nicht der körperliche Stress, auch nicht der organisatorische oder die Belastung durch eventuelle Lautstärke, es ist die seelische. Da stehst du nämlich und hast die Verantwortung auf das, was deine Freunde zwar beim Abschied mit „Ihr macht das schon!“, verabschiedet haben, aber in einigen emotionalen Reden zu dem neuen Sinn ihres Daseins, oder dem Grund, weshalb sie endlich wissen, wofür sie leben, auserkoren haben. Und mit dem Wurm, der all das ist, stehst du dann da – und bekommst auf einmal schwitzige Hände, weil von einer auf die andere Sekunde alles an dir hängt. Also neben der erfolgreichen Datenight deiner Freunde. Aber hey, no pressure!

    Hier sind die Dinge, die du dir vornimmst unbedingt zu vermeiden: code red wäre ein Baby, das so viel weint, dass die Nachbarn sich am Folgetag bei den Eltern nach seinem Wohl erkundigen, code blue eine nicht ausgetrunkene Flasche, die kalt auf der Couch liegt, während die Haustür aufgeht und das Elternpaar dich mit dem schreienden Säugling vorfindet, der finale code black? Anrufen müssen. Das Date der Eltern vorzeitig beenden. Da-Damm.
    Ich habe nach den Abschlussprüfungen nie wieder so hart für das Bestehen geschuftet, wie an jenem Abend.
    Freundinnen mit Babyerfahrung am Telefon, Google offen, den Wein auch. Failure is not an option!!!

     

  9. „Aber du sagst mir doch, wenn..?“

    Jede schwangere Freundin zu jeder nicht-schwangeren Freundin: „Du musst mir versprechen, dass du mir sagst, wenn ich mich in so eine Helikopter-Mum verwandle?! Wenn ich anfange praktische Shirts und strapazierfähige Hosen zu tragen, wenn mir meine Frisur egal wird, wenn ich mit meinem Kind den Saft teile, statt mit meiner Freundin einen Wein, wenn ich mich wie eine Glucke aufführe und nur noch Mutter bin! Du musst da ganz ehrlich sein.“

    Versprichst du, aber bist du nicht. N-i-e-m-a-l-s.
    Es sei denn, dir liegt nicht viel an dieser Freundschaft und du hattest sowieso vor sie auf Facebook zu beenden.
    Du wirst es vielleicht 1x kurz versuchen, immerhin war das abgemacht, aber schneller zurückrudern, als ein Schulmädchen während einer unerwiderten Liebeserklärung.
    Ok, vielleicht ist das mit der Hose, das kannst du versuchen.

Das alles sind natürlich Punkte, die hier ein bisschen unterhaltsam überzeichnet wurden und nicht auf alle Eltern zutreffen müssen. Könnten sie aber, zumindest ein paar davon. 
Ob ich genervt von den Eltern und ihren Kindern in meinem Freundeskreis bin, fragen jetzt ein paar? Auf gar keinen Fall! Das sind nicht irgendwelche Stereotype, das sind meine Freunde, die sich eine Familie aufbauen, vielleicht einen Traum erfüllen, selbstverständlich stehe ich dabei hinter ihnen und freue mich über jeden Moment, den wir gemeinsam teilen. Sicher, ich möchte nicht gezwungen werden, die Lebensentscheidungen meiner Freunde einfach zu 100% mitzutragen, ich möchte mich nicht zum biegsamen Jongleur unserer Freundschaften machen, weil ich mich nunmal anpassen kann und „niemanden habe, auf den ich Rücksicht nehmen müsste, außer mich selbst!“, aber ich bin von Herzen bereit dabei zu sein, mitzukommen und das Glück zu teilen, das eine kleine Familie einfach ausstrahlt.
 
Ob ich manchmal trotzdem Angst habe, gerade die Mädels zu verlieren? Klar. 
Wie könnte ich auch nicht? Es gibt keine größere Prüfung für eine Freundschaft, als zwei verschiedene Richtungen und ich komme nicht umhin mich manchmal ganz leise, unsicher und heimlich zu fragen, ob es irgendwann nur noch Mütter gibt, mit denen man befreundet ist, oder ob sie meine Freundinnen bleiben. Wirklich bleiben. 
Aber das ist normal, das ist keine Einbahnstraße, denn erst vor ein paar Tagen, saß ich mit meiner schwangeren Freundin auf dem Balkon und tauschte mich über all das aus. Ich glaube es ist so: sich gegenseitig schätzen, auch mal auf den anderen lehnen, viel sprechen, wirklich vertrauen und vor allem: nie labeln.
Wir sind nicht der Single und die Mutter. Sondern Freundinnen. 

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25 Comments

  • Katharina 10. Mai 2016 at 13:17

    Wir hatten unsere Differenzen, aber genau wegen solchen Artikeln liebe ich diesen Blog.

    Du schreibst über Themen, die normalerweise ignoriert werden und bist die Stimme für Gedanken die man sich teilweise gar nicht denken traut.

    Mir gehts genauso, alle Mamis bzw. in der Planung dazu und ich sitze wein nippend, katze streichelnd mit meiner „lässigen Beziehung“ daneben und frage mich, ob ich irgendwann überflüssig werde oder eben einfach nicht mehr dazu gehöre

    Reply
  • Jenny 10. Mai 2016 at 13:22

    Hey Lina,

    Danke für diesen Artikel! Sehr amüsant.
    Bei mir ist das leider nur komplett andersrum gelaufen. Ich bin mit 23 ungeplant schwanger geworden. Mein Sohn ist jetzt 2,5 und alle, wirklich alle meine Freunde und Freundinnen sind kinderlos und werden es, sollte alles wie geplant ablaufen, auch noch länger bleiben. Das ist schon sehr schwierig. Aber ich kann es auch wirklich sehr gut verstehen, dass man eben nicht alles verstehen kann, wenn man keine Kinder hat.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    Reply
  • Julia 10. Mai 2016 at 13:33

    Wunderbar geschrieben, Lina, ich musste an einigen Stellen so schmunzeln und du hast genau die Punkte aufgezählt, die mir zu diesem Thema auch eingefallen wären.
    Auch ich habe manchmal Angst, dass aus Freundschaften „Lebensabschnitts-Freundschaften“ werden und, sobald sich die Richtung einer oder beider Personen auch nur leicht verändert, man plötzlich nicht mehr „zusammenpasst“. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass eine echte Freundschaft auch solche Richtungswechsel und sich verändernde Lebensumstände verträgt und dadurch noch stärker wird. Aber wie jede Beziehung bedeutet das natürlich Arbeit 🙂

    Reply
  • Martina 10. Mai 2016 at 14:00

    Ich kann das 1:1 nachvollziehen, nur mit dem Unterschied, dass ich keine eigenen Kinder will. Interessanterweise habe ich durch jüngere Geschwister und viel Verantwortung als Jugendliche, die meiste Erfahrung und bin IMMER die, die von Müttern, Schwangeren und Neu-Mamis aus dem Freundeskreis angerufen wird, wenn irgendwo der Schuh drückt. Ich helfe gerne, ich babysitte gerne, aber ich bin auch froh es dann wieder abgeben zu können und mein Leben nach meiner Vorstellung zu leben.

    Die dargestellte Situation der Hausparty, sehe ich allerdings anders. Ich finde nicht, dass es okay wäre, würde sich ein Kind von Freunden so in meiner Wohnung verhalten! Ich hab da kein Problem ein bisschen Kanye zu werden und trotzdem ist alles gut und man wird nicht auf Facebook defriended 🙂

    Reply
  • Linda 10. Mai 2016 at 14:07

    Liebe Lina,
    ein wirklich herrlich amüsanter Artikel! Du hast einen wunderbaren Schreibstil, der es mit einem Augenzwinkern und viel Sympathie auf den Punkt bringt. Zum Schmunzeln und laut Loslachen!

    Liebst,
    Linda

    Reply
  • Jessica 10. Mai 2016 at 14:41

    Herrlich! Wie oft bin ich auch schon in so eine Tretmine gelaufen. Natürlich denkt man sich was dabei, aber gar nicht fragen ist halt auch keine Option. Ich habe die magische 30 übrigens letztes Jahr überschritten und übe mich nun im „entspannt bleiben“, was Punkt 7 angeht. Nicht mehr lange, dann bin ich nämlich die letzte Unwissende außerhalb des Clubs. Ooohhhmm! Und nein, ich habe auch keiner Freundin mitgeteilt, dass sie komplett irre geworden ist („mit 30 sollte man es aber schon geschafft haben“) 😉 Sind glücklicherweise auch nur Einzelfälle – die meisten hab ich natürlich noch genauso lieb wie vorher <3

    Reply
  • Solveig 10. Mai 2016 at 14:50

    Herrlich… Und so wahr… Ich schließe mich mal Jennys Kommentar an, die Angst ist umgekehrt ganz genauso da!
    Was ich als Mutter wichtig finde:
    Redet mit uns! Wenn unser Kind irgendwo nicht hin soll, irgendwas nicht anfassen soll, etc. dann sprecht das an! Euer Haus, eure Regeln. Und ja, auch ein sehr kleines Kind darf lernen dass es nicht überall so zugeht wie zu Hause. Und Respekt vor dem Eigentum anderer kann man nicht früh genug lernen.

    Klar, es gibt Dinge die sieht und erfährt man wirklich erst wenn man ein Kind hat. Aber das macht einen nicht zum besseren Menschen oder zum Mitglied in nem exklusiven Club. Und viele Dinge sieht man als Außenstehender viel viel besser, weil man eben irgendwann als Mutter ein bisschen betriebsblind wird.
    Ich bin für mehr Ehrlichkeit, auf beiden Seiten. So wie Mütter meiner Meinung nach sagen dürfen dass Muttersein auch mal ätzend und nervig ist, so müssen Freunde auch ehrlich sein dürfen… Ob es nun um fleckige Mom-Jeans geht oder um Kinder außer Kontrolle…

    Reply
  • fraumau 10. Mai 2016 at 15:31

    Danke für die vielen Lacher und die Schmunzel-Einlagen! <3
    Mit diesem Text hast du einfach mal wieder auf so sympathische und ehrliche Art ausgesprochen was so vielen (MIR MIR MIR) auf der Seele brennt!
    Dieser Stempel "Keine Kinder, keine Ahnung" ist einfach so unerträglich und das Totschlagargument jeder Diskussion! Manchmal kann ich es echt nicht mehr hören, auch wenn ich allen den "neuen Club" gönne, aber bitte nicht den "alten Club" so runter reden.
    Fühle mich herrlich inspiriert und traue mich vielleicht auch mal darüber zu schreiben… vielleicht auch nicht ^^

    Reply
  • Uli 10. Mai 2016 at 15:41

    Hell Yeah,
    Danke das ist ins tief schwarze getroffen. Ich selber habe zwar einen Partner aber kein Kind. Unser Freundes Kreis wächst durch die Kinder die dazu kommen. Und erst am Samstag hatte ich mit meinem Bruder eine Diskussion als er zum 5 mal seine 2 Jähre Tochter fragte ob sie denn die Mütze aufsetzten möchte. Sie sagte immer wieder nein, da wir aber bei Mittagssonne spazieren gegangen sind, habe ich sie ihr einfach aufgesetzt. Dann ging es aufeinmal…
    Ich denk die Kinderlosen Freunde sollten für einige Dinge Verständnis aufweisen und die Eltern weiterhin Verständnis haben für ein Leben und Einstellungen die sie selbst gehabt haben. Dann kann auch eine Freundschaft weiterhin funktionieren.
    Mach weiter so liebe Lina!

    Reply
  • Silke 10. Mai 2016 at 16:15

    Super Artikel. Ich musste wirklich schmunzeln und manchmal auch herzhaft lachen. Ich kann das eins zu eins so unterschreiben. Und ich finde es noch nicht mal überspitzt sondern einfach nur ehrlich und realistisch 🙂 LG

    Reply
  • Marmormaedchen 10. Mai 2016 at 17:15

    Hallo Lina
    Ich musste echt schmunzeln. Gerade die Szene beim Dinner kenne ich soo gut. Und dann hilft nur eines: leise sein und Daumen drücken, dass die Lieblingssachen heilbleiben.
    Genial geschrieben.
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

    Reply
    • Katharina 11. Mai 2016 at 15:41

      Versteh ich nicht ganz … warum leise bleiben und Daumen drücken, anstatt ein „Du schau mal Max wirft fast die Vase runter?“ oder „Oh, die kleine Laura wollte gerade meine teueren Schuhe mit dem Flitzstift verschönern“ .

      Reply
  • Theresa 10. Mai 2016 at 18:06

    Während des Lesens habe ich ca. 10 mal genickt und mir „SO nämlich!“ gedacht.
    Bei mir ist die Baby-Kiste zwar zeitlich schon absehbar, aber momentan gehöre ich eben jetzt noch zu dem Kreis der „Außenstehenden“. Viele meiner Freundinnen haben Babies bzw. Kleinkinder und HERRGOTT – es bringt mich manchmal fast um den Verstand.
    Punkt 5 – so, so true! In unserer Wohnung steht ein Haufen teurer Technik, eine beachtliche Sammlung heißbeliebter Schuhe und jede Menge Zeugs, was einfach nicht in Kinderhände gehört. So oft halte ich die Luft an, wenn hier ein kleiner Erdenbürger rumwatschelt und meine Wohnung als wahnsinnig spannenden Spielplatz betrachtet wird. Allerdings: Wenn mir was nicht passt spreche ich es aus. Freundlich, aber bestimmt. Es ist halt meine Wohnung und hier greifen meine Regeln – und die beinhalten ein striktes Anschlabber-Verbot von Dingen, die mir lieb und teuer sind. Hut ab vor deiner entspannten Einstellung, bei mir ziehen hier Kids im Zweifel den Kürzeren 🙂
    Nr. 9 bin momentan 100% ich. Ich bin zwar nicht schwanger, aber ich erwische mich sehr häufig dabei den Gedanken zu haben „So werde ich bitte, bitte, bitte NIE NIE NIE!“ – und ich glaube ich würde mich tatsächlich freuen, wenn mich eine Freundin mal an meine Vorsätze erinnert, auch wenn sich vielleicht mit einem Kind auch diesbezüglich einiges ändert. Aber einen kleinen nett gemeinten Reminder würde ich bestimmt nicht böse aufnehmen.

    In jedem Fall – danke für diesen Artikel. Für viele junge Mütter ist diese Perspektive bestimmt interessant!

    Reply
  • Kathrin 10. Mai 2016 at 22:29

    Mal wieder super geschrieben, ich musste mehrfach lachen. Die Sache mit der Wohnung ist mir auch schon öfter mit meiner Nichte passiert – mittlerweile putze ich in diesem Fall nicht mehr bevor der Besuch kommt, sondern danach, wenn alle samt die Kleine wieder weg sind. 🙂

    Liebe Grüße
    Kathrin
    https://loveisallyouneed19.wordpress.com/

    Reply
  • Linda Lou 11. Mai 2016 at 08:38

    Ich habe herzlich gelacht!
    Und das nach über zwei Stunden im wartebereich vom bürgerbüro. (Habe meiner Singlefreundin natürlich eine voicemessage vom Tobsuchtsanfall des Kindes neben mir aufgenommen. Guten Morgen!)

    Reply
  • Jana 11. Mai 2016 at 21:06

    Ein sehr interessanter Post, stellenweise natürlich sehr lustig (und sehr unterhaltsam geschrieben!), stellenweise bei genauerem Nachdenken aber auch ein wenig traurig.
    Aber mit dem letzten Satz hast du es für mich auf den Punkt gebracht: Trotz dem Hin und Her geht es ja eigentlich um die Freundschaft, und dass man diese erhalten sollte.

    Liebe Grüße,
    Jana
    janatuerlichblog.blogspot.de

    Reply
  • cacanito 11. Mai 2016 at 22:41

    Toller Post! Hab bei sehr vielen Punkten geschmunzelt. Als Mann Anfang 30 fühl ich zu 100% mit. Ich finde Beziehungen, heiraten, Kinder sind der Anfang vom Ende 🙂 ! Samantha aus SATC hatte in vielem Recht :)ƒ

    Reply
  • Franka 12. Mai 2016 at 10:03

    Oh wie ich das kenne.
    Auch eine Szenze von mir die ich NIE wieder vergesse.
    Bin auf einem Geburtstag von meiner Freundin – ihre Nichte ist da und schaut gerade fernsehen.
    Ich hab mich dazugesellt und bisschen mit Ihr gespielt. Dann wurden alle zu Tisch gerufen – allerdings die kleine hat keinerlei Anstalten gemacht die Couch und den Fernseher zu verlassen. Trotz mehrmaligem Bitten von Ihrer Tante, Mutter und meiner Freundin – nix passiert.
    Ich – so nassforsch wie ich bin – nehme die Fernbedienung und mache den Fernseher aus mit dem Kommentar “ So der Fernseher braucht jetzt auch eine Pause.“
    Ich sage nur eins: FATALER FEHLER!!! Kind hat geweint, Oma und Mutter schütteln den Kopf und meinten nur : Das war jetzt ein Fehler jetzt kommt Sie nicht mehr an den Tisch, findet dich doof und muss sich erstmal abgreagieren.“
    Für mich als Außenstehender – leichte Sprachlosigkeit (meine Mutter hat das früher IMMER gemacht) aber den weiteren Kommentar habe ich mir dann geflissentlich verkniffen..

    Reply
  • Grieta 13. Mai 2016 at 12:25

    Der Artikel ist einfach toll.
    Was noch fehlt, ist das dauernde Argumentieren der Eltern mit ihren Kindern. Da wird Klein-Elias/Jonas/Emanuel lang und breit darüber aufgeklärt, warum das Ü-Ei nicht gekauft wird oder warum man denn an einer Ampel stehen zu bleiben hat oder nicht. Ich verstehe ja, wenn man dem Kind nicht starre Regeln aufzwingen will, aber hören bzw. aufhören mit diesem elenden Gekreische tun die Kinder eh nicht!
    Und jetzt zu Punkt 5 habe ich wirklich eine Frage an die Eltern: muss man sie wirklich vorher daraufhinweisen, welche Sachen kostbar (materiell und emotional gesehen) sind, kann man nicht von ihnen erwarten, dass sie ihre Kinder vorher im Griff haben? Das klingt jetzt nach einer bösen Verallgemeinerung, aber bei Besuchen mit Kleinkindern wurde ich immer angegiftet, warum ich die Wohnung nicht kindersicher gemacht hätte und nicht die Kinder darüber aufgeklärt, dass man bei Fremden nichts anfasst. Oder ist das nur ein Einzelfall oder der jetzigen Elterngeneration geschuldet?

    Reply
    • anna 14. Mai 2016 at 13:01

      Ich habe vollstes Verständnis für deine Sichtweise! Das Problem ist: Kindrr unteressueren sich IMMER für das, was am wertvollsten/gefährlichsten ist. Ich achte sehr darauf, dass mein Kind in den Wohnungen anderer nichts zerstört. Allerdings bedeutet das, dass der Besuch im Endeffekt sinnlos ist, weil man nur damit beschäftigt ist, sein Kind davon abzuhalten die Kabel durchzunagen oder die Wutanfälle abzufangen. Deswegen: Entweder wirklich wertvolle Dinge hochstellen oder sich an einem kinderfreundlichen Ort treffen. Dann habenalle wasdavon. 🙂

      Reply
  • MIRJAM 13. Mai 2016 at 21:09

    Hab mir beim Lesen die ganz Zeit „ja-genau-so-ist-es“ gedacht – so ein toller Text und deine Beschreibungen sind einfach super treffend! Wirklich gelungen!
    xx. Mirjam // http://www.miiju.ch

    Reply
  • Lisa 14. Mai 2016 at 14:08

    Ein ganz toll geschriebener Post – ich musste die ganze Zeit grinsen, aber man merkt einfach an deinem Schreibstil, dass auch du das ganze mit einem Augenzwinkern geschrieben hast. Wirklich super!

    Ich habe erst vor gar nicht langer Zeit einige Freundschaften einbüßen müssen, weil sich unsere Leben in verschiedene Richtungen entwickelten – und dabei spreche ich noch nicht mal von etwas gravierenden wie einer Schwangerschaft. Es reicht schon, dass sie mit ihren Partnern zusammen ziehen, während ich als Single nach England auswandere. Dass sie in dieser Kleinstadt, in der wir wohnen, schon immer zufrieden waren, ich aber immer größere Träume und Pläne hatte. Das geht lange gut – bis einer oder sogar beide einen Schritt machen, wie eben mit dem Partner zusammen oder alleine weg zu ziehen.

    Ich hoffe, irgendwann Freundschaften zu knüpfen, die mehr überstehen, als das…

    Lisa x

    Reply
  • elv 18. Mai 2016 at 13:05

    Sehr niedlich geschrieben. Ich bin zwar nicht die einzige ohne Kind, aber ich weiß genau was du meinst und musste oft lachen! Das mit dem Zeitdruck ist komisch oder? Mein Leben ist in allen Belangen anders, als das meiner Freunde und ich wusste schon immer, dass das bei mir erst später losgeht, doch auch ich fühl mich jetzt so alsob ich nur noch bis 30
    Zeit hätte und die Uhr rennt. Er könne. Ja zusammen üben uns davon frei zu machen!

    Reply
  • Dea 18. Mai 2016 at 14:39

    Zu 1. Samstagsabende: Die Spontanität ist einfach weg – also ich denke, so lange ein paar Tage vorher angefragt wird (zwecks Organisation des Babysitters) sollte es kein Problem sein. Zu 3. Ohrwürmer: Bei meiner Schwester sind es Kinder-Hörbücher – finde ich noch schlimmer als Kindermusik… Habe mir geschworen, dass ich im Auto immer hören werde, was ich will! Zu 5. Singlewohnung: Ganz ehrlich – da gehören Grenzen gesetzt! Ich hätte da keine Hemmungen, die Kiddies nett aber bestimmt zu maßregeln, wenn’s schon die Eltern nicht tun. Da geht es um Basic Rules der Erziehung – Achtung des Eigentums anderer und so. (Natürlich sobald das Baby/Kind auch versteht, was man ihm sagt! Wenn der 4 Monate alte Maxi auf die Lieblingsdecke sabbert, kann man schlecht schimpfen! 😉 Zu 7. die tickende Uhr: Oooohhh jaaa, kenne ich nur zu gut! Nur ist es so, dass meine Uhr in den Köpfen der anderen tickt! „Und wann ist es bei euch so weit?!“ „Deine Kollegin ist ja jetzt schwanger, da wird es doch bei dir auch bald soweit sein?“ „Und, wann gibt’s Heirat und Kinder?“ Ich bin jetzt 33, seit langem in einer festen Beziehung, wir haben ein gemeinsames Haus. Manchmal fühle ich mich echt, als wäre ich nur noch eine Gebärmutter auf zwei Beinen!!! Mein unangenehmstes Erlebnis, war eine entfernte Bekannte, die mich lauthals an der Supermarktkasse – vor den anderen, die anstanden und der Kassiererin – über meine Familienplanung ausgefragt hat, mit dem Hinweis, dass es ja schon „allerhöchste Zeit wäre, bevor wir ES noch übersehen“… :-/

    Reply
  • Tiza 2. Juni 2016 at 10:41

    Toller Text, ich bin gerade neumama und hoffe dass ich meine Single Freundinnen nicht durch mein Dauer Baby Thema nerve. Es ist schwierig da die richtige Mitte zu finden
    LG tiza

    Reply
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