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WAS MACHT EIN GUTES PRESET AUS? // FREE DOWNLOAD!

Presets wirken ein bisschen wie der neuste Instagram-Trend, sind aber eigentlich uralt. 

Ein Preset ist nichts anderes, als ein Filter, den ihr auf eure Bilder anwenden könnt.
Preset heißt eigentlich nichts anderes als: Vorgabe.
Für verschiedene Programme gibt es verschiedene Presets, ich arbeite vorrangig mit Adobe Lightroom und bearbeite dort beinahe ausschließlich meine Fotos und Bildstrecken.

(Wie ich meine Fotos grundsätzlich in 3 Schritten kreiere , habe ich hier schon einmal ein bisschen genauer erklärt.)

Was ist eigentlich ein Preset? 
Wie wende ich sie an?
Wer benutzt sie?
Was können die?

Ein Preset, oder eben Filter, legt die Bildstimmung fest, verändert die Farbe, die Tiefen und Lichter eines Bildes, regelt die Helligkeiten und Kurven des Orginals. Das großartige: hat man alle Bilder einer Strecke an gleicher Location und bei gleichem Licht fotografiert, reicht ein Klick, um allen Aufnahmen den gleichen Look zu geben. Kein ewiges Klicken oder Vergleichen, Regeln oder Umherprobieren, einfach die Voreinstellungen für alle Bilder übernehmen – done. 

Im Moment erleben #presets einen richtigen Hype. Und während es natürlich auf der einen Seite großartig ist, verschiedene Looks der Lieblingsfotografen auch auf die eigenen Bilder anwenden zu können, gibt es auf der anderen Seite immer wieder Enttäuschungen, weil die Presets dann doch nicht halten, was sie eigentlich versprechen. Ich habe euch mal ein paar Tipps zusammengefasst, an denen ihr gute, hochwertige Presets erkennt und herausfindet, ob sie zu euren Bildern passen... 

HIER KÖNNT IHR MEINE PRESETS ANSCHAUEN 

1

PASST MEIN BILDSTIL

Allererste Frage: passt euer Bildstil zu dem des Presets, das euch gefällt?

Wenn ihr zum Beispiel im Schnee unterwegs seid und einen Look für lebendige, emotionale Aufnahmen mit hellen Tönen sucht, braucht ihr kein Preset für einen Urban Streetstyle herunterladen. Schaut nach Sets, die Bilder unterstützen, die eine ähnliche Mood haben, wie eure.

*(Das heißt natürlich nicht, dass ihr ein Summer-Set ausschließlich auf Sommerfotos anwenden könnt, es kommt am Ende einfach auf die Tonbalance an. Meine Moody Summer Set unterstützt zum Beispiel vor allem warmes, natürliches Licht. Das gibt es genau so auch im Herbst, in einer Abendstimmung oder auf einem Weinberg..)

2

IST DAS PRESET VIELSEITIG ANWENDBAR?

Es gibt so viele Presets da draußen, die auf genau einer Vorlage angefertigt worden sind – und leider meistens auch nur auf genau dieser funktionieren. 

Grundsätzlich gilt: je heftiger ein Preset mit selektiven Tönen spielt (aus Grün wird Gelb, aus Blau wird Türkis, die Sättigung wird stark nach oben gezogen oder die Schatten aufgehellt), desto eher wird es auf euren eigenen Bildern nach Karneval aussehen.

Jeder der (Ich bin auch schuldig! Mir ist das in meinen Anfängen so oft passiert!), schon einmal ein kostenloses "Vintage"-Preset heruntergeladen hat, weiß, wie schnell man statt eines dezenten Polaroids auf einmal eine blau-gelbe, völlig überfilterte Version seiner Selbst vor sich liegen hat. 

Ich wähle darum immer Presets aus, die eher eine grundsätzliche Stimmung auf die Bilder transportieren, die man anpassen und individualisieren kann, statt solche, die einen bestimmten Bildstil auf meine Datei kopieren wollen. 

Presets, in denen kleine Anpassungen möglich sind, ohne dass sich der komplette Look zerschießt. Je minimalistischer der Creator den Look programmiert hat, desto einfacher kann man ihn selbst noch verändern oder individualisieren. Das macht für mich ein gutes Preset aus! 

3

´DAS PRESET ERHÄLT DIE ORGINALFARBEN

Das ist unheimlich wichtig! Ein Preset soll einem Bild eine neue Stimmung und Charakter geben, es aber nicht absurd verwandeln.

Das heißt eigentlich in kurz: Farbtöne dürfen sich verändern (Ich liebe zum Beispiel einen dunkleren Himmel, der in ein Aquamarin abrutscht), sollten aber trotzdem in der Farbfamilie bleiben. ich sehe aktuell so viele Presets, bei denen sich Grüntöne auf einmal in ein helles Braun verwandeln. Das kann für ein Bild in der richtigen Location cool sein (siehe Punkt 2), aber wenn die Palmen am Strand dann plötzlich in die Dürre stürzen (sich hässlich verfärben), hilft auch der schöne Himmel nicht weiter .. 

Das gleiche gilt auch für Hauttöne. Presets, die auf Landschaften großartig wirken können, stellen mit den Rot- und Orangetönen eurer Haut vielleicht ganz absurde Sachen an. 
Grundsätzlich gilt also: je mehr ein Presets verändert (achtet auf Details in den Bildern!), desto spezifischer ist es und desto weniger variabel.. 

 

4

DIE QUALITÄT BLEIBT ERHALTEN

Ich habe schon so viele Presets gesehen, die zwar eine schöne Stimmung, aber auch heftigen Qualitätsverlust der Bilder bedeuten, einfach weil derjenige, der zwar die Mood erstellte, ein schönes Auge für Ästhetik, aber keine Kenntnisse der Bildbearbeitung hatte. 

Wenn zum Beispiel das Set im ersten Schrit alle Töne abdunkeln um sie im zweiten wieder aufzuhellen, den Kontrast mindert, um ihn dann in den Farben aber doch wieder hochzuziehen, könnt ihr davon ausgehen, dass euer Bild einiges an seiner Qualität einbüßen wird. Das ist einfach schade. 

Woher man sowas vorher weiß?
Wenn man sich mit der Bildbearbeitung nicht gut auskennt, ist das schwer.
ich würde empfehlen auf Presets von Fotografen zu setzen oder einfach Creators, die ihr schon lange für ihre guten, hochwertigen Bilder schätzt. 

BTW: bei meinen Presets könnt ihr frei einstellen, ob ihr den Grain/die Körnung wollt oder lieber die klaren Bilder behaltet! 

5

WAS BEKOMME ICH FÜR MEIN GELD?

Über diesen Punkt lässt sich natürlich streiten, aber ich finde immer: wer eine Mood als Preset verkauft, also eine Bildstimmung, der gibt nicht nur 1 Preset heraus und verlangt dafür 25€.

Die meisten Fotografen, die Presets anbieten, verkaufen immer Packages, die aus verschiedenen Stimmungen des Sets bestehen. Man wird nie 1 Preset auf alle Bilder anwenden können, eine Landschaft verlangt ganz andere Faktoren, als ein Portrait, wer professionell bearbeitet, der weiß das und bietet Variationen im Paket an. 

6

DAS PRESET HAT CHARAKTER

Auf manche Presets schaue ich drauf und denke: ich soll Geld dafür bezahlen, dass jemand einfach nur die Helligkeit nach oben schraubt? Ehrlich jetzt? 

Ein gutes Preset bringt einen Charakter mit in eure Aufnahmen, es passiert was mit der ganzen Atmosphäre des Bildes. Wenn lediglich die Helligkeit und der Kontrast sich ändern, kann könnt ihr das mit 2 Klicks auch selber, versprochen! 

7

EMPFEHLUNGEN! 

Achtet auf Erfahrungsberichte! Wen euch ein Preset empfohlen wird, wenn Freunde oder andere Blogger/Fotografen jemanden erwähnen, schaut euch die Sachen an, Erfahrungsberichte finde ich gerade bei Presets immer super wichtig! 

8

VORHER & NACHHER

Schaut euch immer den Vorher-Nachher Vergleich eines presets an, bevor ihr euch dafür entscheidet. Da seht ihr nämlich, was wirklich mit dem Bild passiert und auf welchem Orginal der Look basiert.

9

NACH FREEBIES AUSSCHAU HALTEN!

Ich finde es nur fair, dass man Presets verkauft, gerade wenn sie den eigenen Stil und Signature-Look enthalten. Man gibt da ja nicht nur eine Datei, sondern auch die eigene Erfahrung, die man sich über Jahre angeeignet hat, die eigene Mühe und ein Stück weg auch seine Individualität und sein Ästhetikempfinden an andere weiter.

Trotzdem: das hier ist immer noch eine Community und esmacht mir sehr viel mehr Spaß Presets von Fotografen oder Retouchern zu probieren oder an ihnen zu lernen, wenn ich nicht das Gefühl habe, dass ich für jeden neuen, singulären Look gleich wieder Unsummen ausgeben muss. Freebies sind ein schönes Dankeschön und geben den Followern außerdem eine Möglichkeit einen einzelnen Look zu testen, bevor sie sich für ein Set entscheiden. 

Meinen aktuellen Freebie (ein Portrait Look, der auch im  neuen BEACH SET hinterlegt ist) könnt ihr übrigens hier testen und aktuell kostenlos herunterladen! 

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Comments

  • Bitte mehr Instastories – es ist schön so kurze Einblicke mitzuerleben ! Gefällt mir persönlich – aber das ist bitte nur meine Meinung – besser als ein ganzer Vlog ❤️

    • Das versteh ich natürlich, Geschmäcker sind total verschieden!
      ist natürlich trotzdem immer son .. uff … zu lesen 😀

      So ein Vlog macht so viel Arbeit und die macht man gern, einfach weil es so viel Spaß macht Leidenschaft und Freude in einen kleinen Film zu packen. Und dann zu hören, dass „Hauptsache persönlich“ den Followern längst ausreicht, weil jemandem privat zuzuschauen mehr Spaß macht, als ästhetische Eindrücke anzusehen…
      Ich meine, ich versteh’s wirklich <3 .. aber trotzdem ist das so: ach maaaaan 😀

  • Schön geschrieben und erklärt! Ich arbeite sowohl in Lightroom und Photoshop auch schon immer total gerne mit Presets, allerdings habe ich mir die auch immer selbst gemacht. Presets für Photoshop zu erstellen macht mir sogar noch mehr Spaß, weil es viel anspruchsvoller ist, damit es auch in Gruppen etc. funktioniert und nicht einfach den ganzen Arbeitsprozess zerschießt, aber auch Lightroom macht mir eine Menge Spaß! Früher habe ich das nie benutzt, sondern immer nur mit Capture One gearbeitet, weil man da noch deutlich mehr machen kann. Aber ich habe seit ich dieses Jahr beim Blog zu arbeiten angefangen habe festgestellt, dass Lightroom einfach viel besser in der Stapelverarbeitung ist und deswegen mehr Sinn macht, wenn man viele Bilder ausgeben will, was echt schade ist, weil Capture One viel mehr Möglichkeiten in der Bearbeitung zulässt und mir auch vom Handling her immer besser gefallen hat. Bei Lightroom mag ich dafür total gern, dass man auch Collagenvorlagen selbst definieren kann, in die sich Bilder rein und rausziehen lassen, das ist echt eine schöne Sache. Uuuuund… ich merke gerade dass ich in den Bereich Nerd abgedriftet bin. Sorry! Eigentlich wollte ich nur sagen: Schöner Beitrag und gut verständlich – ich freu mich immer zu sehen, wenn andere auch die Programme so lieben und schätzen wie ich, da fühlt man sich so verbunden. <3

  • Vielen Dank für den Post. Ich bin ja großer Fan deiner Bilder und freue mich daher immer etwas über Bildbearbeitung bei dir zu lesen.
    Fand nämlich dass der Post nicht nur dazu dienst ein gutes Preset zu finden, sondern auch eines selber zu machen.
    Denn als ich versuchte welche selber zu machen, habe ich ein paar Fehler gemacht die ich nun hier gelesen habe und weiß nun, wie ich es besser machen kann.
    Vielleicht hast du ja Lust in Zukunft mehr über Fotografie und Bildbearbeitung zu schreiben. Mich würde das sehr freuen. (:

  • Tut mir leid aber ich wollte deine Arbeit nicht Minderschätzen die ist nämlich großartig und die vlogs eine der besten die ich sehen durfte… es ist einfach nur so – durch solch kurzen instastories hat man irgendwie das Gefühl mit dabei zu sein bzw den Alltag miterleben zu dürfen und das ist wirklich ein kleines Geschenk… vor allem weil ich glaube nie nach Kapstadt zu kommen … find du bist eine der aufregendsten Persönlichkeiten in dieselnd es macht so viel Spaß an deinem Leben Anteil nehmen zu dürfen – DANKE

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