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PERSONAL: „IMMER ZEHN MAL MEHR ALS DU!“

26. Juli 2017

"Ich wünschte ich würde weniger fühlen! Gott, ich wünsche ich könnte auch einfach arrogant und kalt sein..", sage ich stockend und meine es nicht mal wirklich so. Wir sitzen unbequem, er unsicher neben mir, ich erdrückt und mit hängenden Schultern in dieser Situation fest. "Ist schon okay..", sagt er und streichelt unbeholfen meinen Arm. Ich spüre, wie unwohl er sich mit mir fühlt, wie fremd es für ihn ist, mich, die sonst so toughe, laute, lebendige Person so angeschlagen zu sehen.

Ich kenne das Gefühl längst, ich weiß was hier mit mir passiert, für ihn ist das hier neu, er erlebt mich zum ersten Mal verletztlich – und ist damit zum ersten Mal so dicht dran an mir, wie nie zuvor. Nichts an mir ist mehr geschützt. Alles fühlt. Alles fühlt immer zehnmal mehr als alle anderen. Das Gute, wie das Schlimme. Ungefiltert. 

 

Ich hatte nie das Bedürfnis euch diese Geschichte zu erzählen, für mich ist Hochsensibilität kein Label, das ich mit mir herum- oder vor mir hertrage, nichts, dass ich zu einer Definition von mir machen will oder am besten noch zu einer USP.
Dass ich mehr fühle, dass ich stärker fühle, in mir Emotionen, gute wie schlechte, grundlegend lauter sind, mich manchmal, ohne, dass es für andere hörbar wäre, überrollen, ich mit ihnen kämpfe oder voll von ihnen eingenommen werde, weiß ich, seit ich ein Teenager bin. Das musste ich nicht publik diagnostizieren und dann wie ein Schild vor mir hertragen, damit auch alle anderen Bescheid wissen – um mich dann anders zu behandeln? Das musste ich vor allem für mich selbst erkennen – um mich selbst anders zu behandeln. Und das lerne ich ja noch immer. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich meiner Emotionalität einfach ein Label oder einen Namen gebe, ihn dann laut sage und mich auf einmal alle verstehen. Das fühlt sich für mich eher wie ein Stempel an, den ich an mir selbst ja nicht einmal sehe. Ich glaube, dass die meisten meiner Freunde längst wissen, dass ich anders fühle als sie, auch wenn sie es nicht benennen können, aber für mich müssen sie das auch gar nicht. Ich möchte weder richtig – noch falsch gelabelt werden.

Natürlich geht jeder anders damit um, für manche ist es eine Befreiung etwas zu benennen und vielleicht für Schwächere eine Art Anker, wenn sie sich an einem Label festhalten können, das sie erklärt. Das will ich nicht ranken.

 

IMMER 10 MAL MEHR ..

Warum ich also jetzt darüber schreibe? Weil ich glaube, dass, während ich selbst in dieser Sache gar keine Stimme für mich sein möchte, ich eine für die Menschen sein könnte, die selber nicht in Worte fassen können, was in ihnen vorgeht.

Ich habe mich in der letzten Woche viel mit Menschen gesprochen und geschrieben, die auf meine Gedanken und meinen Nachruf zu Chester Bennington geantwortet haben. Ich sagte darin, dass ich es als größtes Problem unserer Generation empfinde, dass wir zwar alle Möglichkeiten haben, so kommunikativ sein könnten, wie nie zuvor – aber einfach zu wenig miteinander sprechen, einander selbst dann nicht zuhören können, wenn wir es tun. Eine Leserin schrieb mir daraufhin, dass unsere Welt eben lauter geworden ist, schneller, voller – und gerade leisere Menschen, solche die ihre Stimme nicht gewohnt sind laut zu benutzen oder sich damit Platz zu machen, untergehen. Und dass es darum Menschen braucht, die vielleicht stellvertretend für sie eintreten und andere aufmerksam machen.

Das gab mir zu denken. Und inspirierte mich meine Geschichte zu teilen – wenn nur 5 Leute da draußen zuhören und ein bisschen mehr zu diesem Thema verstehen, ihre Mitmenschen sehen und sich auf eine andere Perspektive einlassen, habe ich vielleicht jemandem geholfen, der sich so Fehl am Platz fühlt, wie ich auch manchmal, aber eben noch keinen Weg gefunden hat, das auch auszudrücken. 

 

Emotion, Hingabe, Verlustangst, Zuneigung, Verbundenheit, Nähe, Distanz, Schmerz, Leere, Hoffnung wie Hoffnungslosigkeit und aufflammende Stärke  -  ich nehme all diese Emotionen in mir auf, ungefiltert, von meiner Außenwelt, 10 Mal stärker, als andere, ich kann nicht aussortieren, ich kann schlecht dichtmachen, ich kann mich selten abkapseln.

Ich fühle alles und immer. Und genau das macht mich als Menschen aus, als empathische Freundin, die zuhört, mitgeht, mitlebt, als jemand, der jede Perspektive einnehmen und sich in sie hineinversetzen kann – aber auch als Autorin, vielleicht Künstlerin.

Ich schreibe nur so greifbar, so nah, so unverfälscht und dicht an mir dran – weil ich so viel fühle. Mein Talent liegt in meinen Worten und die liegen in meinen Emotionen.

Meine Kolumnen und Texte, kommen nicht von irgendwoher, sind keine pure Fiktion, sondern Erlebtes, dem ich einen neuen Rahmen gebe, leicht wie schwer, euphorisch wie zurückgezogen. Ich sehe mich als Autorin manchmal wie eine Hülle, die sowohl das Schöne, als auch das Schlimme aufnimmst, zulässt – und dann mit ihrer eigenen Stimme wiedergibt.

Das ist der lesbare, hörbare und vielleicht auch fühlbare Teil von mir, den ich an euch weitergebe. Das heißt nicht, dass mir ständig schwer zumute ist – und es ist vielleicht das größte Vor- und Fehlurteil, mit dem emotionale Menschen zu kämpfen haben, das uns mürbe oder wütend macht – aber ich fühle eben immer. Immer. Immer. Alles immer zehnmal mehr, als andere. Darum reicht ein Funken aus, um mich für etwas brennen zu lassen. Aber noch lange kein Hauch, um mich umzuwerfen. Das ist der Unterschied.

Ich bin nicht schwach – ich fühle nur. Das kann ich nicht abstellen. Aber ich kann es zu etwas Gutem machen. Als Mensch – und auch als Künstler. Wenn man mich lässt.

 

 

Wenn ich schreibe und arbeite, steige ich in die Situation ein, lasse sie mich einnehmen. In den früheren Kolumnen und auch noch in manchen, spürt man, dass ich mich in ihnen verlieren kann. In anderen habe ich gelernt zwischen Vergangenheitslina und Gegenwartslina zu unterscheiden, kann beobachten, nachfühlen, aber trotzdem bei mir bleiben. Das ist eine Entwicklung meines Stils, aber auch meiner Persönlichkeit. Weil das immer wieder ein Tanz auf dem schmalen Grat ist, sind viele Kolumnen, deren Thema längst fest steht, viele Kapitel für mein Buch, die ich unbedingt verfassen, tippen und loswerden will, so schwer für mich zu schreiben. Ich muss mich überwinden, in sie hineinzugehen und will gleichzeitig auch nicht an meinem eigenen Anspruch daran scheitern, sie genau so aufzuschreiben und auszudrücken, wie ich sie auch empfinde.

Den meisten Künstlern geht das so, viele sind hochsensibel. Und das kann auszehrend sein, wenn man weiß, wie unsere Welt eben gestrickt ist, wie sie an ihrer Oberfläche und vor allem hinter geschlossenen Türen funktioniert. Echt zu sein, wird in einer Welt, in der alle präsent sein, gesehen und gehört werden wollen, in der Selbstoptimierung und das positive Urteil anderer eine bestimmende Rolle für uns selbst spielt, in der keiner Zeit für Tiefgang hat und alle süchtig nach kurzen Endorphinkicks und Leichtigkeit für das eigene, oft unterentwickelte Ego sind – als Schwäche verstanden. Wer echt ist, wer schlecht mitspielen, mitmachen kann, wer nicht emotional stumpf oder zumindest mainstream, gleichgemacht und pinteresque ist, der wird leicht kritisiert und schwieriger honoriert.

Und trotzdem war es für mich noch nie ein Grund anders, einfacher, schlichter zu sein, besser zu passen um endlich zu passen. Und außerdem kann ich es auch gar nicht. Wer mich erlebt, der bekommt auch mich. Ich muss darum besser darauf aufpassen, wer mich erleben darf. Ich muss immer wieder neu lernen, Grenzen zu ziehe – und sie auch zu wahren.

 

Denn genau darin bin ich sehr schlecht– wenn ich mich wohl fühle, reiße ich sie ein, gebe mich hin, bin ganz nah dran, wo andere einfach noch uninvestiert oder distanzierter bleiben, abwarten, nur mitnehmen, was ihnen entgegenkommt, während ich gebe, voll lebe und mitreiße. Und dann immer mal wieder ziemlich leer daneben stehe und mich frage, wieso es für mich so groß – und für andere so viel kleiner war. Das Erlebnis, die Freundschaft, der Flirt, die Chance – aber auch die Enttäuschung, der Verlust oder der Streit.

Gerade in persönlichen Beziehungen stelle ich mir damit immer wieder ein Bein. Männer, die ich date, bekommen den Eindruck, dass ich zu viel will, mehr will, Bindung will, obwohl ich eigentlich nur den Moment voll auskoste. Freunde verstehen nicht, wie ich tagelang unter heftigem Liebeskummer für eine Stadt leiden kann, die ich aber vermisse, als hätte ich ein kleines Leben dort zurückgelassen. Ich höre immer wieder, dass ich "zu viel" von mir selbst bin, zu schnell zu weit, viel zu tief sowieso. Überhaupt so anders und vielleicht einfach zu doll.
Ich weiß, wie viele großartig finden, was ich tue und es honorieren, ich weiß, dass ich nicht allein bin – und trotzdem fühle ich mich eben doch manchmal Fehl am Platz, weil wieder mal unverstanden, mal wieder falsch eingeschätzt oder mit einem falschen Urteil besehen, gegen das ich dann kämpfe, weil es falsch und unfair ist, aber das mich auch nicht loslässt. Und bis heute ist das Gefühl in mir, dass mein Leben anders aussehen könnte, Beziehungen anders verlaufen wäre, wenn man mich nicht falsch verstanden hätte.

 

STREIT IST DAS ANSTRENGENDSTE

Denn Streit ist das anstrengendste Thema. Ich muss in solchen Momenten unheimliche Kraft aufbringen, um eine Grenze wiederaufzubauen, jemanden von mir wegzuschieben, der eigentlich dicht dran ist, um mir Platz zum Atmen zu verschaffen. Bei den meisten Menschen geht das automatisch, die können an sich abprallen lassen oder ziehen mit aufkommenden Streitigkeiten eine Mauer um sich, die aus Arroganz, Distanz oder Herabwürdigung bestehen kann, das ist nicht gerade erstrebenswert, aber eine Art des Schutzmechanismus. Bei mir gibt es den nicht. Ich sauge auf. Und werde zusätzlich noch getriggert von bereits erlebten Ängsten, dass man mich nicht versteht, nicht verstehen will, mich einfach wegwirft, weil ich nicht einfach oder leicht genug bin. Andere können sauer schreien und dann den Schauplatz verlassen. Ich bleibe drauf hängen - und höre nicht auf zu fühlen.
Das heißt nicht, dass ich nicht streiten kann. Noch einmal: hochsensibel zu sein, ist kein Label für Unzulänglichkeiten oder Makel, es ist eine Besonderheit an meiner Persönlichkeit, die erfordert, dass ich mich auf sie einstelle und an ihr arbeite. Ich streite darum immer direkt und lerne ständig dazu, mich nicht in distanzierte oder passiv aggressive Situationen ziehen zu lassen, in denen ich nur untergehe. Ich hasse Nachrichten, ich hasse Mails oder geschriebene Worte, ich hasse über Entfernung hinweg mit jemandem zu streiten, denn ich bin mit einer SMS, mit ein paar Zeilen oder einem Brief allein. Allein mit mir selbst, mit meinen Gedanken, ohne dass irgendwer sie stoppt, mich beschützt oder sie von mir abhält, jemand sie korrigiert oder abschwächt. Worte, die jemand im Streit unbedacht zu mir sagt, donnern auf mich ein und setzen sich in mir fest.
Ich brauche persönliche Gespräche und emotionale Nähe – nicht einmal um mich gezwungen zu vertragen oder einen Konsenz zu schaffen, sondern um dann ohne mulmiges Gefühl  in die Distanz zu gehen.

Ich reagiere sehr stark darauf, wenn man sensiblen oder emotionalen Menschen immer Schwäche oder ihrer Persönlichkeit das Label "anstrengend" unterstellen will. Tatsächlich sind Menschen, die viel fühlen können, oftmals die besten Partner in Auseinandersetzungen, weil sie alle Perspektiven einnehmen können und ihnen Empathie leicht fällt, sie sind so gut wie immer gesprächsbereit. Und machen wir uns mal nichts vor: es gibt kaum einen Streit, der an einem Tisch bei einem guten Gespräch nicht geklärt worden wäre, aber hundert, die passiv getippt zwischen den Zeilen Erde verbrannt und Beziehungen zerstört hätten. Wenn man offen zueinander ist, wenn man sich aufeinander einlässt, dann ist das keine große Sache, manchmal vielleicht ein bisschen Mehrarbeit – aber auch lange Sicht unheimlich wertvoll, weil von Grund auf ehrlich.

Wenn meine Freunde genießen, wie ich für sie mitfühle, für ihre Ideen brenne, ihre Freude noch größer mache, sie mit aller Kraft unterstütze, sie anschiebe, mit ihnen ihre Ängste teile, ihnen zuhöre, sie inspiriere oder auffange – dann ist es doch nur fair, wenn sie mir Raum geben und sich den Moment nehmen, um mich zu verstehen oder? Und dann ist es nämlich auch einfach.

Und auch, wenn ich das Fühlen manchmal satt habe, auch wenn ich manchmal so gern weniger Emotionen hätte, kalt oder abgeklärt wäre, weil das so einfach aussieht: wenn ich einen Moment erlebe, der sich wie übersprudeln anfühlt, wenn sich Endorphine in mir ausbreiten, wie eine aufgedrehte Flasche Gerolsteiner mit zu viel Druck, wenn ich frei und wild auskosten kann, echte und überwältigende Freude fühle, dann ist es das alles wert. Ich erlebe intensiver, kann noch ungebremst und voller Leidenschaft genießen , während andere nur milde lächeln –  manchmal kann ich sie sogar mitreißen und teilen. Und das alles bleibt eben auch hängen und tut mir so gut, füllt mich so aus, dass ich es gegen keine Distanz auf der Welt eintauschen würde.

 

Es ist schwer in einem ersten, Einstiegsbeitrag zu diesem Thema zu erklären, wie ich mit meiner Hochsensibilität umgehe, wie ich Grenzen wahre, reagiere oder verstehe. Abgesehen davon gibt, es keinen Fahrplan, dem man kopieren und anwenden könnte, weil es so viele unterschiedliche Formen und Stärken von Hochsensibilität gibt. Vielleicht könnte es über einen Podcast funktionieren, in dem ich Fragen zum Thema beantworte. Wenn ihr welche habt, etwas genauer wissen wollt, schreibt sie mir bitte ins Kommentarfeld, ich werde dann versuchen im Podcast darauf zu antworten. 

 

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39 Comments

  • Synne 26. Juli 2017 at 15:07

    Oh Lina. Das wird ausgedruckt, markiert, unterstrichen und immer wieder laut gelesen. Wahnsinnsworte! Vielen Dank ❤️

    Reply
  • Franka 26. Juli 2017 at 15:11

    Deine eine Leserin hat Recht – die Welt ist zu laut um einen herum, dass das Schreien etwas schwer fällt.
    Dennoch und was ebenfalls so wichtig aber gleichzeitig auch von uns verlernt wird ist, unangenehmens auszusprechen. Kritik zu äußern oder auf Mängel hinzuweisen wird heutzutage besonders in Social Media gleich mit negativen, persönlichen, aggressiven Posts beantwortet. Die meisten wollen nur noch gutes erleben und das negative völlig ausblenden. Das fällt mir immer mehr auf.
    Das gleiche gilt auch beim Gespräch, viele nehmen Kritik zu persönlich, werden beleidigend und „schlagen“ mit Worten um sich.
    Ich finde das ist mitunter auch das Problem warum wir eigentlich „schwache“ Momente nicht zulassen oder auch nicht sehen wollen. Vielen können damit auch einfach nicht mehr umgehen, belächeln das, weil Sie eigentlich total unsicher sind was Sie im hier und jetzt tun sollen, oder hauen dann nochmal extra darauf.

    Mit der Hochsensibilität hatte ich jahrelang „Probleme“ damit Situationen, Worte und Situationen richtig einzuschätzen. Das „zu Herzen nehmen“ ist ein Punkt dere mich an irreationalen „Tagen“ *;)* immernoch Gefühlsausbrüche kostet.
    Ich kann dich da voll verstehen bei allem was du schreibst und teilweise komme ich nicht damit rum, meinen eigenen Filter manchmal nach zu justieren, damit icht bei manchen Situationen nicht gefühlsgeladen gegen Wände renne. Damit umzugehen ist schwer in Worte zu beschreiben und es gibt auch keine Methodik oder ein Rezept damit umzugehen und für sich selbst die gesunde Mitte zu finden. Ich würde mich aber wirklich darauf freuen, davon einmal einen Podcast zu hören. 🙂

    Reply
  • Julia 26. Juli 2017 at 15:18

    Liebe Lina,

    Sehr lange war ich Stille Leserin aber mit dieser Kolumne hast du mich geknackt.
    Es hat einen Burnout, eine Psychotherapeutin, eine Yogalehrerin und eine Homöopathin gebraucht bis ich verstanden habe dass ich ok bin so wie ich bin.
    Dass es ok ist mehr zu fühlen und dass ich nicht einfach zu laut oder „empfindlich“ bin und „übertreibe.
    Jetzt mit 32 Jahren weiß ich annähernd wer und vor allem wie ich bin.
    Aber ein bisschen muss ich mich noch mit mir anfreunden..
    Hochsensibilität ist ein Thema das, wie viele andere, in unserer Gesellschaft nicht erwünscht ist und deswegen nicht kommuniziert wird.
    Ich bin froh dass du nicht gefallen möchtest sondern sprichst über das was dich bewegt.
    DANKE.
    Interessieren würde mich noch was du tust um dich abzugrenzen, um nicht alles an dich ran zu lassen und damit wie du diese, nennen wir es mal, Gabe im Alltag handelst.
    Liebe Grüße, Julia

    Reply
  • Anonymous 26. Juli 2017 at 15:25

    Liebe Lina, wie du schreibst, wie du fühlst, wie du bist… unglaublich… immer wieder… Danke für deine Offenheit.

    Reply
  • Julia 26. Juli 2017 at 15:25

    Liebe Lina,
    ich habe diesen Text von dir verschlungen. Und nach dem ersten schnellen Lesen dann sofort erneut gelesen. Wahrscheinlich werde ich ihn noch 100 Mal lesen. Denn ich erkenne mich selbst in deiner Beschreibung, das Thema Hochsensibilität ist ein ganz besonderes, finde ich..
    Die Labels „anstrengend“, „irgendwie von allem zu viel“ und übertrieben“ kenne ich. Ich weiß, dass man genau so auch über mich spricht. Noch bis vor kurzem habe ich wahnsinnig gelitten, wollte immer einfach „normal“ sein. Nicht so anstrengend, nicht immer alles so extrem fühlen. Auch mal ein Mittelmaß kennen. Mein Gedankenkarussell einfach stoppen können. Wenn ich neue Leute kennenlerne und ich will, dass sie mich mögen, dann denke ich nach dem Treffen/Gespräche o.ä. noch tagelang darüber nach, wie ich wohl rüber gekommen bin. Ich ärgere mich, dass die Menschen mich wahrscheinlich schon wieder „merkwürdig“ finden. Bei Freunden die ich mag, habe ich diese Angst zwischendurch auch immer wieder. Denn nicht jeder versteht, dass diese vielen Emotionen und Wahrnehmungen nicht nur unbequem sind, sondern – wie du sagst – mich auch zu einem guten Gesprächspartner und einer loyalen, mitfühlenden Freundin machen können.
    Ich könnte noch ewig so weiter machen und dir bei jedem der von dir beschriebenen Facette zustimmen.
    In den letzten Monaten habe ich angefangen, mich selbst mehr zu mögen und mich nicht mehr nur darauf konzentriert, angepasster zu sein. Das ist ein riesen Durchbruch für mich, es fühlt sich an, als hätte ich mich selbst emanzipiert. Aber zwischendurch kommt diese Unsicherheit immer wieder hoch. Wie du schon sagst, wenn man mich erlebt, dann erlebt man micht ganz. Ganz oder garnicht. Und das passt nicht immer, das ist nicht immer angemessen. Ich hoffe sehr darauf, dass der Tag kommt, an dem ich keine Angst mehr davor habe, mit meinen Eigenheiten die Menschen um mich herum zu verschrecken. Ich komme auch gut alleine klar, manchmal besser als in Gesellschaft – eben weil ich dann nicht „aufpassen“ muss und meinen Emotionen freien Lauf lassen kann. Aber es wäre so schön zu wissen, dass ich in Ordnung bin so, wie ich bin. Dass alle meine Eigenheiten mich ausmachen und nicht nur anstrengend sind.

    „Und trotzdem war es für mich noch nie ein Grund anders, einfacher, schlichter zu sein, besser zu passen um endlich zu passen. “ Da steckt für mich viel Hoffnung drin. Danke!

    Liebe Lina, eigentlich wollte ich dir in diesem Kommentar sagen, wie großartig ich deinen Text finde. Dass du die richtigen Worte für ein schweres Thema gefunden hast. Stattdessen habe ich nur über mich geschrieben – aber das sind die wirren Gedanken, die dazu in mir aufkommen sind.

    Ganz viel Liebe an dich!
    Julia

    Reply
  • Mimmi 26. Juli 2017 at 15:28

    Liebe Lina
    Bis anhin habe ich deinen Blog täglich verfolgt, ohne jedoch einen Kommentar zu hinterlassen. Nun sprichst du aber ein Thema an, dass mich seit ca. einem Jahr beschäftigt, nämlich Hochsensibilität. Ich bin froh, dass du so einen Blogpost schreibst. Ich musste mir in der Vergangenheit oft anhören „jetzt tu doch nicht so kompliziert“ oder „du bist mal wieder sehr anstrengend, sei doch mal locker“. Das hat bei mir zu einem minderen Selbstwertgefühl geführt, dass ich mir aber seit den letzten Jahren wieder angeeignet habe. Ich habe auch gelernt, mir Pausen herauszunehmen und meine Gedanken zu bremsen, wenn es mir zu viel wird. Das geht mal gut, mal weniger gut. Hochsensibilität ist mal Segen, mal Fluch. Man fühlt wie durch einen Verstärker. Aber man fühlt, und das ist auch gut so. Ich versuche es als Bereicherung anzusehen und manche Menschen mit meinen sensiblen Antennen zu helfen, ohne den Fokus auf sich selber zu verlieren.
    Dies nur ein kleiner Auszug meiner Gedanken den ich soeben loswerden musste 🙂 Ich bin mit dir stolz auf deinen Artikel und bin gespannt auf alles was zu diesem Thema noch kommt. Herzlich, Mimi

    Reply
  • Eileen 26. Juli 2017 at 15:31

    Liebe Lina,
    mal wieder ein großartiger Text! Für mich ganz persönlich kommt er tatsächlich wie gerufen. Es ist erst ein paar Tage her, als jemand zu mir sagte, ich solle mich doch mal mit dem Thema Hochsensibilität auseinandersetzen, eventuell sehe ich mich darin wieder. Ich habe lange nicht mehr so viel zu einem Thema gelesen. Auf allen möglichen Plattformen und sogar in Zeitschriften. Ich bin nie auf die Idee gekommen, wusste nicht mal, dass es „so etwas“ gibt. Habe vorher einfach noch nie etwas davon gehört. Nun Deinen Text zu lesen tut mir irgendwie gut. Weil ich mich in Deinen Worten wiederfinde und total mitfühlen kann. Ich weiß nicht, gerade fühle ich mich das erste Mal verstanden, auch wenn du ja einfach von Dir geschrieben hast. Es ist was anderes, Fachtexte über dieses Thema zu lesen oder von jemanden zu hören, dem es ganz genauso geht wie einem selbst. Ein riesengroßer Unterschied! Ich finde es ziemlich groß von dir, dass du so offen sprichst und deinen Lesern so viel von dir gibst. Und ich persönlich wünsche mir, dass du noch mehr zu diesem Thema sagst. Ich bin ganz bestimmt nicht die einzige, der es so geht und ich glaube du kannst wirklich vielen Menschen mit deinen Gedanken weiterhelfen.
    Dankeschön und liebe Grüße aus Bremen nach Hamburg <3

    Reply
  • Sabine 26. Juli 2017 at 15:33

    Liebe Lina,
    danke, dass du diese Kolumne mit uns teilst! Es ist, wie du schon bei Instagram sagtest, nicht wirklich überraschend – zumindest nicht für jemanden, der sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat, weil er ebenfalls hochsensible Züge hat. Trotzdem gut, dass du es besonders für die anderen noch einmal erklärst; und vor allem darauf eingehst, wie man oft missverstanden oder als irgendwie „drüber“ wahrgenommen wird, obwohl man einfach nur fühlt.
    Womit ich gedanklich gerade ein bisschen beschäftigt bin, sind die ersten Absätze. Du sagst zwar, du willst es nicht „ranken“, aber jemanden schwach zu nennen, weil ihm eine Einordnung als „hochsensibel“ dabei hilft, die eigenen Gefühle zu erklären? Was ist falsch daran, auch so etwas zum „USP“ zu machen, indem man es ins Zentrum des öffentlichen Auftritts stellt? Meine Introversion ist zum Beispiel ein Hauptthema auf meinem Blog, ich schreibe eine (leider nicht ganz regelmäßige) Kolumne darüber – und bekomme sehr dankbares Feedback, sowohl von anderen Introverts als auch von denen, die uns besser verstehen wollen. Natürlich drücke ich mir mit „Introvert’s Diary“ einen Stempel auf, und da es in deiner Kolumne um andere Aspekte deines Lebens geht als um die Eigenschaft, verstehe ich voll, dass du es nicht so machen willst. Aber inwiefern, glaubst du, machen uns Labels – im Öffentlichen oder im Privaten – schwach?
    Liebe Grüße,
    Sabine

    Reply
    • Franka 26. Juli 2017 at 15:55

      Ich glaube du musst das hier nicht aus dem Blickwinkel „Schwäche“ per se sehen sondern eher im Rahmen von Angriffsfläche, Privates oder auch „gegebenes“. Man muss nicht eine Eigenschaft in den Vordergrund stellen wenn man es selbst als „normal“ oder Teil von sich selbst sieht, was man als „given“ interpretiert ohne es als Label auszustellen.
      Vielleicht ist auch der Zwist zwischen tough und hochsensibel hier ein Thema. Denn viele kommen bei diesen Eigenschaft in einem Satz zu einer Person etwas ins strudeln und behaupten „das geht doch nicht“. Ich kann mir das bestimmt gut vorstellen und da bietet eben der Raum für „Diskussionen“ die man vielleicht nicht führen will.
      Ich meine wir alle setzen uns selbst ja fest wie wir nach Außen wirken wollen, egal welcher Gedanke dahinter steckt.
      Falsch ist keines davon, Hauptsache ist doch das, dass man sich nicht verstellt oder sich als jemand darstellt was man nicht ist, oder?

      Reply
  • Marie 26. Juli 2017 at 15:49

    Liebe Lina,

    mir ist unsere Welt auch manchmal zu laut, zu schnell, zu unverbindlich. Ich würde mir wünschen, mehr Menschen wie dich um mich zu haben. Menschen, die sich trauen, eigenständig zu denken & das laut stark. Die trotzdem so viel fühlen und herzlich sind. Ich glaube, du bist eine tolle Freundin <3

    Ich bewundere deine Leidenschaft, deinen Mut und deine Stärke. Vermutlich ist es auch genau das: Menschen, die mehr fühlen als andere sind nicht schwach – schon gar nicht schwächer – sie müssen viel öfter als andere wirklich stark sein.

    Ich liebe Worte. Sie sind für mich so viel mehr als nur das, ein Wort. & jedes deiner Worte bewegt mich. Jedes scheint mit Bedacht gewählt zu sein und drückt tiefes Gefühl aus.
    Danke dafür!

    Alles Liebe,
    Marie

    Reply
  • Jana 26. Juli 2017 at 15:55

    Ich finde es gut, dass du einen Beitrag darüber veröffentlicht hast. Ich kann mir gut vorstellen, dass du damit winigen hilfst. Aber vor allem kann ich mir gut vorstellen, dass auch viele deine Leser nun auch dich eventuell besser verstehen. Deine Beiträge sind immer etwas ganz besonderes, du schreibst sie mit Seele und lässt und daran teilhaben. So als ob man das selbst erlebt und das schätze ich sehr an deinen Texten. Sie sind immer so viel mehr. Du hast aus deiner Situation etwas wunderbares gemacht. Und dafür danke ich dir.

    Liebe Grüße
    Jana

    Reply
  • Mona 26. Juli 2017 at 17:00

    Wahnsinnig tolle Worte & mutig es zu veröffentlichen! Ich bin auch so ein Mensch, der hochsensibel ist & immer mehr fühlt als alle anderen. Ich werde sehr oft falsch verstanden, wurde schon oft als zu emotional & verweichlicht betitelt.
    Ich finde es wichtig zu fühlen, was man fühlt & das auch zu zeigen! Wenn ich traurig bin, dann weine ich & wenn es mir gut geht Lache ich, mache Scherzen.
    Ich leide unter Depressionen & da spielen, die Gefühle ja eine ganz große Rolle! Ich kann dich deshalb so gut verstehen!
    Seine Gefühle sollte man nicht verdrängen oder überspielen!
    Ich würde gerne einen oder mehrere Podcast dazu hören! Ich denke das wird vielen Menschen helfen oder anregen mal bei anderen wieder genauer hinzusehen!

    Danke Lina für deine offenen, ehrlichen Worte :*

    Reply
  • Käthe 26. Juli 2017 at 17:05

    <3

    Reply
  • Lila 26. Juli 2017 at 17:07

    Oh mein Gott, du sprichst mir so aus der Seele. Mal wieder. Ich weiß seit ca. einem Jahr dass ich hochsensibel bin. Ich erinnere mich noch an dieses Gefühl, vor allem in der Pubertät, nirgends reinzupassen, anders zu sein, zu viel zu fühlen, zu tief zu fühlen, ein Alien zu sein. Es war furchtbar und es hat mich unglaublich viel Zeit gekostet, an den Punkt zu kommen, an dem ich mich jetzt, mit 25 befinde; nämlich der, an dem ich mich selbst annehme und verstehen gelernt habe. Ich hätte so gerne mehr Gleichgesinnte in meinem Umfeld,, aber diese tolle Charaktereigenschaft scheint so rar.

    Reply
  • Analena 26. Juli 2017 at 18:34

    Ach Lina,
    Großartige Worte, die direkt ins Herz gehen.

    Reply
  • Michelle 26. Juli 2017 at 18:43

    WOW!
    Liebe Lina, Danke für deinen Mut.
    Danke für deine Worte.

    Je länger ich den Text gelesen habe, desto mehr habe ich mich in Deinem Text wieder gefunden.
    Und ich dachte schon, dass irgendwas in mir kaputt ist, weil ich immer etwas „drüber“ bin. Viele kommen damit nicht so recht klar. Aber das bin ich. Und Du bestärkst mich gerade, dass das so auch genau richtig ist.

    Einfach toll. Wirklich.
    Danke, dass Du hier das Wort ergriffen hast. Weil es richtig und wichtig ist.

    <3

    Reply
  • Patricia 26. Juli 2017 at 19:01

    Liebe Lina,
    Respekt, dass du uns, deinen Lesern, so einen tiefen Einblick gibst! Respekt, dass du deine Gefühle so wunderbar in Worte packen kannst!
    Ich höre auch öfter, gerade vom männlichen Teil der Bevölkerung, dass ich “zu viel“ bin. Danke dass du mir wieder in Erinnerung gerufen hast, dass einen genau das besonders macht 🙂

    Alles Liebe
    Patricia

    Reply
  • Louisa 26. Juli 2017 at 19:09

    Danke! …einfach mal danke für diesen Beitrag. (:

    Reply
  • Conny 26. Juli 2017 at 19:49

    GROßARTIG!!!! ♡♡♡

    Reply
  • Nehle 26. Juli 2017 at 20:26

    Danke danke danke für diesen so ehrlichen, wunderbaren Text!
    An einer Stelle habe ich mich selbst zu 100% wiedergefunden. Nämlich da, wo Männer viel zu schnell denken, dass man eine Beziehung will oder sich viel zu viel erhofft. Leider verstehen sie meistens einen nicht so, wie es egtl ist. Aber dann war es in der Hinsicht auch nicht der Richtige.

    Und das ist eine wundervolle Eigenschaft das Sensibelsein.

    Reply
    • Indie 27. Juli 2017 at 07:28

      Ich möchte zu dem Satz „wo Männer viel zu schnell denken, dass man eine Beziehung will oder sich viel zu viel erhofft“ mal was sagen 😉

      Was zur Hölle läuft 2017 eigentlich falsch, dass es jetzt schon zu viel ist, sich von einem Date etwas zu erhoffen? Warum date ich denn überhaupt jemanden? Weil ich denjenigen doch interessant finde und mich möglicherweise verlieben und eine Beziehung eingehen will. Wem meine Zuneigung zuviel ist, ganz ehrlich, der ist es auch einfach nicht.

      Reply
  • Rebecca 26. Juli 2017 at 23:08

    Ganz ganz toller Text! Vielen Dank! <3

    Eine Frage für deinen Podcast (falls du einen zu dem Thema machst;) :
    Kannst du auch leicht(er) wahrnehmen, wie andere sich fühlen bzw. hast du gute Menschenkenntnis oder erkennst du leicht die Stimmung anderer?
    Und überträgt sich die Stimmung anderer auch leicht(er) auf dich?
    Das ist nämlich so eine Art "Vorurteil" die ich zu Hochsensibilität habe bzw. was ich immer wieder gehört habe.

    Reply
  • Tina 27. Juli 2017 at 07:59

    Hach Lina
    Du kannst dich so gut ausdrücken und es käme mir vor, als würdest du mich beschreiben . . ..
    Denn ganz genauso geht es mir . . . .
    Hochsensibilität ist Segen und Fluch zugleich. . . .
    Lieben Gruß Tina

    Reply
  • Simone 27. Juli 2017 at 08:24

    Liebe Lina… ich fühle mit dir. Bei jedem Abstaz, jeder Zeile, jedem Wort. Das Mitfühlen ist nicht immer leicht.
    Aber was is schon leicht… 🙂
    Alles Liebe, Simone

    Reply
  • Claudia 27. Juli 2017 at 09:16

    Vielen Dank, liebe Lina. Dass du gerade dieses Thema ansprichst. Meine Hochsensibilität begleitet mich auch mein Leben lang und ich mache mich durch sie häufig zum Außenseiter. Weil ich denke, ich könnte andere überfordern. Zu viel sein. Es braucht nicht viel, um mich aus der Bahn zu werfen. Ein Gedicht zum Beispiel. Und schon sitze ich schluchzend da und weiß nicht, wohin mit meinen Gefühlen. Ein Sonnenuntergang, und mir stehen die Tränen in den Augen. Ich liebe mit jeder Faser, bin aber auch oft so übermannt von meinen Gefühlen, meinem Gedankenkarussell, dass ich mich ganz fern von Liebe und Zuneigung fühle. Irgendwie wie abgekapselt. Ich brenne für meinen Job, bin leidenschaftlich. Und dann braucht es eine Kleinigkeit, dass mein Feuer nicht mehr lodert. Ich mich zurückziehe. Es ist anstrengend und schön. Denn die Empathie, die ich habe, ist toll. Ich arbeite als Trainerin und kann mich perfekt in mein Gegenüber hineinversetzen. Meinem Gegenüber genau das geben, was er/sie gerade benötigt. Und doch frisst mich gerade das auf. So viel von mir zu geben. Jeden Tag. Hach, Lina, ich hoffe sehr, dass du mehr von dir und deinem Umgang mit deinen Emotionen berichten wirst… <3

    Reply
  • Brini 27. Juli 2017 at 10:06

    Oh wow – das ist ein toller Text. Du hast so Recht, man lebt eigentlich in so einem kommunikativen Zeitalter.. Aber ich glaube es ist leider dadurch total oberflächlich geworden und über wahre Emotionen etc. spricht man umso weniger.
    LG
    Brini
    http://www.brinisfashionbook.com

    Reply
  • Stephie 27. Juli 2017 at 12:16

    Danke Lina! Es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine so hochsensibel ist. Ich weiß ziemlich genau, was du meinst. Gerade die Streitsituationen kenne ich zu gut.
    Ich danke dir für diese ehrlichen und offenen Worte. Wunderschön ausgedrückt und geschrieben!
    Gerne mehr über deinen Umgang damit 🙂
    Danke! <3

    Reply
  • Kiki 27. Juli 2017 at 12:32

    Liebe Lina,
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Ich habe mich sehr oft in deinen Worten wiedergefunden.
    Auch ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass ich „anders“ bin. Tatsächlich kostete es mich viele Therapiestunden und lange Gespräche. Meine Therapeutin sagte mal zu mir, ich hätte einen unglaublich hohen „emotionalen Quotienten“ – meine Antwort war: „mit ’nem hohen Intelligenzquotienten könnte ich mehr anfangen“ 😉 . Nun, mit 32 Jahren komme ich langsam damit klar – die Mauer, die ich jahrelang aufrecht erhalten habe, weil ich nicht wusste, wohin mit meinem „drüber sein“ , hat nun Treppen und andere Möglichkeiten, um zumindest bestiegen zu werden. Nicht immer gelingt es mir, die lauten Gefühle in mir passend einzusetzen, aber ich arbeite weiter dran.
    Nochmals, tolle Worte, danke!
    Alles Liebe
    Kiki

    Reply
  • Amanda 27. Juli 2017 at 14:13

    Bei dem Satz, dass Beziehungen vermutlich anders verlaufen wären, hätte man mich nicht falsch verstanden bin ich voll hängengeblieben. Das habe ich mir schon so oft gedacht, mir schon so oft eine zweite Chance gewünscht, um mich selbst zu erklären.. Generell habe ich mich an vielen Stellen wiedererkannt.
    Womit ich oft ,,Probleme“ habe, ist die Tatsache, dass ich Dinge oft sehr persönlich nehme, die vielleicht gar nicht so persönlich gemeint sind. Da fällt es mir dann auch schwer, das Ganze objektiv zu betrachten, Distanz zu wahren und nicht alles zwangsläufig gleich auf mich persönlich zu beziehen. Vielleicht könntest du darauf mal in einem Podcast eingehen?:)
    Liebe Grüße
    https://soulstories-amandalea.blogspot.de/

    Reply
  • Verena 27. Juli 2017 at 18:25

    Liebe Lina,

    danke für diesen Beitrag und deine Offenheit. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht war, den Schritt ins Öffentliche zu wagen.

    Hochsensibilität, Emotionalität… Ich glaube, davon gibt es viele verschiedene Formen und wir alle erleben sie anders. Das alles zu akzeptieren, ist unglaublich wichtig.

    Also von Herzen Danke <3

    Reply
  • Iris 28. Juli 2017 at 09:21

    Dein Text hat mich wie immer gefesselt und mir aus der Seele gesprochen. Mehr kann ich auch nicht sagen. Nur danke für diesen Beitrag!

    Reply
  • Anna 28. Juli 2017 at 14:39

    Genau. Ihr seid ALLE hochsensibel. -.- Moment, ich glaub, ich war auch mal hochsensibel, wenn ich mir das recht überlege! Zwischen 13 und 19. Dann hat das wieder aufgehört und ich hab mich selber nicht mehr so wichtig genommen. Das hört sich alles an als hätte es ein unreflektierter Teenie geschrieben (gilt auch für die Kommentatorinnen übrigens, denen es gaaaaanz genauso geht). Genau wie dieser Beitrag zu: „Ich ecke dauernd an, weil ich immer allen die Wahrheit sage, blabla…“. Schon mal drüber nachgedacht, dass DEINE Wahrheit vielleicht gar nicht so wichtig und richtig ist, dass du sie jedem ungefragt unter die Nase reiben musst, sondern das einfach ne Frechheit ist? Werd doch mal erwachsen und get over yourself.

    Reply
    • Lina Mallon 28. Juli 2017 at 15:20

      Und es ist jetzt besonders erwachsen oder in deinen Augen reflektiert unter einem Beitrag mit Fakemail so dermaßen zu wettern?

      Nur weil du etwas nicht verstehen willst oder kannst, muss es deswegen nicht dumm sein – und warum es dich so angreift, versteh ich tatsächlich nicht.
      In wiefern bedingt es denn jetzt dein Wohlbefinden, dass ich hier von mir selbst erzähle? Von meinen Erlebnissen und Gefühlen? Warum hast du es nötig sie mir abzusprechen oder mich anzufeinden, wenn du mich nicht einmal kennst?

      Grüße an die Uni Göttingen, ich glaub kaum, dass deren Netzzugang für herablassende Kommentare auf Lifestyleblogs gedacht ist.

      Reply
  • Christine 28. Juli 2017 at 16:43

    wer verletzt ist, verletzt gelegentlich auch andere, „nur“ um sich im anderen zu spüren. für dritte fühlt sich das gelegentlich wie liebe an. vielleicht ist es dann aber auch „nur“ eigenliebe. verletzte eigenliebe. gemeinsam eigenliebe zu erleben wäre schön. besonders nach verletzung. das ist jetzt kein rapport. aber den hatte ich auch nicht vor.

    Reply
  • Sophie 29. Juli 2017 at 13:04

    Empathie ist ein Geschenk. Nutze es. Es ist anfangs leider schwer sich vor den Gefühlen, die andere – meistens unterbewusst- an dich weitergeben, abzugrenzen und dich nicht von ihnen überrennen zu lassen. Leider fehlt es meist vielen anderen Menschen an Empathie, sodass sie die Situation ihrer Mitmenschen nicht verstehen oder sogar blind mit sich selbst umgehen. Ich finde es sehr wichtig, sich selbst, seine Werte und auch seine Grenzen zu kennen und zu kommunizieren. Genieße es, dass du Emotionen so pur empfinden kannst.

    Soll zum Nachdenken anregen:

    „Wenn du liebst, wenn du arbeitest, wenn du die Welt kennen lernst, wirst du Schmerz erleben. Und Angst. Und Traurigkeit. Liebst du nicht, arbeitest du nicht und verschließt du dich vor der Welt, weil du den Schmerz und die Angst und die Traurigkeit nicht spüren willst, wirst du leiden. Und dieses Leid wird ein stumpfes, lähmendes, erdrückendes Leid sein. Das Leid, zu leben ohne lebendig zu sein.“ – Eine kleine Lebensphiliosphie von Matthias Wengeroth

    Reply
  • S 30. Juli 2017 at 20:44

    WOW!
    Und ich dachte immer, ich wäre alleine mit meinen Gedanken.
    Und ich bin ok so, wie ich bin <33
    Danke Lina!

    Reply
  • Marleen 1. August 2017 at 15:57

    Ich würde mich jetzt gern mit dir treffen um dir zu sagen wie großartig das von dir Geschriebene ist. Ich habe nach fast jedem Absatz einen Screenshot gemacht, weil es so richtig ist. Bleib wie du bist.

    Reply
  • Monatsrückblick Juli 2017 | Kati on clouds 1. August 2017 at 20:38

    […] Lina von LINAMALLON gibt sehr tiefe Einblicke in das Thema Hochsensibilität. Ich habe mich in diesem Text sehr stark wiedergefunden und mich seit dem intensiv mit diesem Ansatz beschäftigt. Bewegend und mitreißend geschrieben – unbedingt lesen: „Immer zehn mal mehr als du“ […]

    Reply
  • Introvert's Diary: Der Lärm des Sommers | A HUNGRY MIND 15. Oktober 2017 at 12:27

    […] wäre dann auch alles okay. Wie Lina in einer schönen Kolumne zu den Thema schon sagte: Es geht nicht darum, anderen eine Sonderbehandlung abzuverlangen, sondern darum, wie du mit dir selb… Dass du dich kennst und verstehst, was mit dir passiert, wenn es […]

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