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Allein aufs Festival – sich unabhängig glücklich machen! #nurwennicheswill

2. Juni 2017

"Ich würde ja gern den Sommer genießen, ich würde ja gerne auf Roadtrips gehen oder auf Festivals tanzen oder überhaupt mal wieder reisen. Aber mit wem? Ich bin Single und alle Freunde haben mit ihren Partnern längst andere Pläne gemacht. "     LINA MALLON, 22. JUNI 2015

Allein reisen? Allein ins Auto setzen und einfach irgendwohin fahren?
Wenn überhaupt, denkt das Klischee dabei an jemanden, der sich hinters Steuer setzt, um allein zu sein und möglichst am Meer zu sich selbst zu finden, so wie die Movies es uns beigebracht haben. Wer allein reist, der braucht einen Moment der Ruhe und will im grauem, übergroßen Strickpulli in einer Düne sitzen und auf die Wellen gucken oder sich bei Sonne und gutem Essen irgendwo in Italien wieder ins Leben finden. Allein reisen, das steht in den verschiedenen Stereotypen vor allem für eins: sich selbst finden. 

Aber was, wenn man das gar nicht braucht? Was, wenn ma gar kein "eat pray love", nötig hat, wenn man nicht lesen und denken und zu Lösungen kommen – sondern einfach nur mal wieder tanzen will? Oder im Auto laut singen? Was, wenn man einfach nur mal wieder einen Roadtrip machen möchte – einfach so – oder  Lust darauf hat, vor ein paar Bühnen zu klatschen und zu springen? Warum soll das nicht auch allein funktionieren? 

In Kooperation mit der Kampagne Nur wenn ich es will, die für selbstbestimmte und starke, junge Frauen eintritt, erzähle ich euch von einer der besten Entscheidungen meines Single Lebens, die nicht nur ein kleiner Sieg für mich selbst, sondern auch ein Wendepunkt war. Und vor allem ein richtig guter Abend. 

Es ist 21:00 Uhr, ich lasse mir das Bänden überstreifen, meine Tasche kontrollieren und dann ein Bier in die Hand geben. Es zieht mich am Riesenrad vorbei, weiter aus Gelände, bevor ich vor ihr stehe, der grünen Bühne, für die ich gekommen bin. Auf der in gut zwei Stunden Marteria das komplette Festival abreißen würde. Aber das weiß ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das hoffe ich nur. Ich bin spontan auf dem Hurricane. Und ich bin allein hier.

LINA MALLON, 23. JUNI 2015


"Hat sie nicht mal genug Freunde, um auf ein Festival zu fahren?"
 Ich höre den Satz, den ich eigentlich nicht hätte hören sollen, noch immer. Es kam von einer Bekannten, die sich über meine Entscheidung ganz allein aufs Hurricane zu fahren, lustig machte, die fand, dass ich irgendwie zu bemitleiden sei und dass sie wenig Lust hätte, wie ein einsamer Trottel mit einem Bier in der Menge zu stehen und ganz allein zu sein. Vielleicht war sie am Ende der finale, letzte, kleine Auslöser, der daür sorgte, dass ich mich mit meiner Karte tatsächlich ins Auto setzte und nach Scheeßel fuhr. Allein schon, um es ihr und all den anderen herablassenden Menschen da draußen, die hne ihren Partner oder seinem Freundeskreis gar nichts unternehmen würden, zu beweisen. Aber vor allem auch mir – dass ich nicht auf sie hörte und dass sie nicht Recht hatte.

Nein,  ich bin und ich war nicht zu bemitleiden. Ich bin stolz darauf, dass ich vor 2 Jahren ganz allein auf diesem Rasen und vor der Bühne stand, dass ich es einfach gemacht hatte, einfach losgefahren war, weil ich so große Lust darauf hatte.

Denn das war nur ein weiterer Schritt in einem großen Ganzen, das ich damals zu lernen begann: mach dein Glück nicht von den Entscheidungen anderer abhängig, sondern nur von deinen eigenen.

 

Dabei hab ich nicht immer so gedacht und selbst einen  Tag vorher noch ziemlich mit mir gehadert und Platz für ganz viele Zweifel gelassen. Vergangenheitslina hätte ebenso gern vor den Bühnen getanzt und gesprungen, wäre gern ausgeflippt, saß aber trotzdem immer wieder zu Hause.
Ich steckte irgendwo zwischen Leidenschaft und Liebeskummer, Loslassen & Festhalten. Also ja, ich suchte Ablenkung, Zerstreuung, eine richtig gute Party und Glücksgefühle. Ich hatte damals erfolglos versucht meine Freundinnen zu überreden. Die eine war mitten in den Prüfungen, die nächste am anderen Ende der Welt, eine andere damit beschäftigt die gemeinsame Wohnung mit dem Boyfriend zu genießen und bei der letzten war es schlicht - schwierig. Also blieb auch ich zu Hause, allein mit dem üblichen Freitagabend: einen Film ansehen, eine Pizza bestellen und mich in langen Whats-App-Konversationen mit dem Mann, der mir das Herz gebrochen hatte, unglücklich machen. Ich war wirklich fabelhaft darin, Momente und möglichkeiten mich losgelöst oder frei zu fühlen erst verstreichen zu lassen, um mich dann an ihnen festzuklammern. Am Konjunktiv. Am "Hätte ich doch, wäre ich doch, dann ...".

Bis Mitternacht hatte ich mich so tief in meine Gefühle hineingesteigert, dass ich alles in Frage stellte, alles an mir, alles an meinem Leben, jeden Umstand, jedes Wort, jede verpasste Chance, dieses verdammte Timing – das alle hatten, nur eben ich nicht –  jede vielleicht falsche Entscheidung. Die wichtigste aber vergaß ich: ich war es, die ihr Glück von allen anderen abhängig machte, einem miesen Kerl, einer falschen Freundin, ein paar alltäglichen Stolpersteinen, nur nicht von mir selbst.

Genau so sah ich mich. In dieser Situation. In diesem Licht, in das ich mich gestellt und verbissen hatte, in dem ich mich selbst klein machte. Ich, das ewige Singlemädchen, das nicht so richtig passt.

Ich würde lügen, gäbe ich nicht zu, dass die Perspektive von Vergangenheitslina mich auch heute noch manchmal wieder einholt, dass ich mir manchmal wünschte, mein Freundeskreis wäre ein bisschen interessen-homogener, nicht ganz so verstreut, nicht ganz so eingespannt, manchmal spontaner. Aber wenn ich an diesen Abend zurückdenke? An das damalige  Hier und jetzt? Dann habe ich nichts verpasst, sondern alles richtig gemacht. Ich rannte nicht mehr irgendwelchen Optionen hinterher, mühte mich nicht für ein paar Luftschlösser ab, zwang mich in keine Rolle. Ich war spontan gewesen, ich hatte meinen Samstagabend selbst in die Hand genommen, ich schlenderte einfach auf eine Bühne zu – und plante nichts, außer ein paar Endorphine dank drückender Bässe.

Nichts fühlte sich in dem Moment an, als wäre ich allein oder Fehl am Platz. Es war einfach so, wie es immer ist: mitreißend und aufregend. 

Allein fahren? Allein auf das Gelände gehen? Den armseligen Trottel spielen, der sich nur an ein Bier klammert und sich in einer feiernden Menge fremd fühlt?

Es dauerte vielleicht 10 Minuten, dann hattee ich die erste Bekanntschaft gemacht. Ich brauchte ein Feuerzeug, sie hatten eins. Man stellt sich vor, brüllt sich den Namen gegenseitig ins Ohr und stößt an. Einmal. Noch mal. Sie fanden Cro übel, ich auch. Mehr braucht es nicht, um dann gemeinsam bei K.I.Z. zu feiern, im Staub zu tanzen und schließlich bei Marteria die Texte zu kennen und die Nummern auszutauschen, um sich im Trennungsfall wiederzufinden. Gerade als ich mich vollkommen mitreißen lasse, stolperte jemand über mich. "Lina? Bist du das?"  War ich. Und den Herrn, der gerade mein Bier ausgekippt hatet, den kannte ich auch.

Man sagt, dass die guten Zufälle immer dann passieren, wenn man die richtige Perspektive hat, um sie überhaupt zu bemerken.. Wenn man eigentlich nicht auf sie wartet. Vielleicht ist es genau das. 

"Wieso hast du denn nicht gesagt, dass du hier bist? Komm mit, ich geb dir ein Neues aus." Hinter uns recketn sich 50'000 Arme in den Abendhimmel von Scheeßel. Ich grinste und dankte mir. Für die richtige Entscheidung, auch wenn sie ein bisschen Mut gekostet hat, auch wenn sie icht jeder verstanden hat, auch wenn es so viele Stimmen gab, die sie irgendwie komisch fanden. Es war die richtige. Eine nur für mich selbst. Eine, die mir einen fantastischen Abend beschert hatte, an den ich noch immer zurück denke, der für mich in gewisser Weise ein Wendepunkt war, dieses eine gute Erlebnis, das ich als Bestätigung unbedingt gebraucht hatte.  

Denn wenn du losziehst, wenn du offen bist, wenn du springst und dich traust, dann bist du alles mögliche – aber nicht allein. 

Zweifel

"Super – und dann steh ich da den ganzen Abend vollkommen allein und spreche mit niemandem."

"Sieht das nicht armselig aus? So ganz allein auf ein Festival zu fahren."

"Und was mach ich dann da?"

"Aber Festivals machen nur Spaß, wenn man eine große Gruppe ist.."

"Ok, aber es ist halt auch so unsicher allein – als Frau.."

"Ja, aber..."

Realität

Festivalbesucher sind nett, sie haben gute Laune und sie sind lange nicht so betrunken, wie Klischees und Spiegel Online dir erzählen wollen. Wenn du ab und zu lächelst, sprechen sie dich auch an – oder du einfach sie. Es dauert nie länger als 10 Minuten. Und dann? Dann feiert ihr zusammen, bis sich eure Wege an der nächsten Bühne trennen. 

Ist ne Sache der Perspektive oder? Wie viel besser sieht es aus mit einer Pizza auf dem Sofa zu kauern und zum Staffelfinale von Grey's Anatomy zu heulen – im Juni.

Tanzen. Tanzen und mitspringen und dich treiben lassen.

Kommt darauf an, wie viel Spaß du dabei empfindest die Hälfte der Bands die du eignetlich magst, nicht zu sehen, weil deine Freunde andere Pläne haben und du sowieso ständig zu spät kommst. weil ihr  alle 50m stehen bleibt,  weil immer jemand fehlt, aufs Klo muss, noch was essen will oder euch schlicht ziemlich angetrunken aus den Augen verloren hat. 
Was ich damit sagen will? Alles hat Vor- oder Nachteile. 

Dann ist es ja gut, dass du nicht allein bist, richtig? 
Du gehst nicht um 02:00 Uhr nachts vollkommen allein und wehrlos durch eine dunkle Seitenstraße auf St. Georg, du stehst da mit 50'000 anderen Menschen, die auch noch aufeinander aufpassen. 
Plus: wenn du nicht allein zelten möchtest, schlaf im Auto oder fahr nur für einen Abend hin. 

Ok, wenn du es bis hierher geschafft hast und noch immer zweifelst, dann soll es vielleicht nicht sein. Am Ende ist es deine Entscheidung und es ist ok, wenn du doch lieber zu Hause bleibst – aber bitte mach was dein Bauch dir sagt, nicht was deine Zweifel dir vorgeben. Manchmal musst du nur .. einfach springen, es versuchen, probieren, mal gemacht haben! Lasst euch von niemandem einreden, dass ihr jemand anderen bräuchtet, um Spaß zu haben, dann ihr jemand anderen bräuchtet um irgendetwas machen zu können, worauf ihr Lust habt. Macht einfach. Über seinen Schatten zu springen, bleibt nie unbelohnt. 

Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung mit Cohn&Wolfe  und im Rahmen der #Nurwennicheswill Kampagne und entstanden, die sich mit sexueller und körperlicher Entscheidungsfreiheit junger Frauen beschäftigt, dazu ermutigen und vor allem aufklären will. Eine starke Frau zu sein – oder zu einer zu werden – hat viele Facetten und nicht wenige Momente, in denen wir uns klar entscheiden und mutig positionieren müssen.

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25 Comments

  • Angie 2. Juni 2017 at 08:27

    Toller Text, tolle Geschichte!

    Reply
  • Anne 2. Juni 2017 at 08:31

    Ach Lina, deine Artikel sind großartig, sie sprechen mir so oft aus der Seele.
    Lange habe ich genauso gedacht, gezweifelt – und bin irgendwann einfach gesprungen. Ich habe großartige Freunde, die ich alle von Herzen liebe. Aber viele von Ihnen mögen nicht dieselbe Musik – also bin ich alleine losgezogen. Und, wer ahnt es? Ich bin nie alleine geblieben. Ich habe tolle neue Freunde gefunden, Menschen, die auch außerhalb von Club und Festival richtige Freunde geworden sind.
    Öfter mal springen!
    Fühl dich lieb gedrückt, ich find’s toll wie du dich entwickelt hast.

    Reply
  • Nessa 2. Juni 2017 at 08:33

    Wie recht du hast!!!
    Wäre ich vor knapp 12 Jahren nicht zum ersten und einzigen Mal bis dahin alleine feiern gegangen, wäre ich wohl jetzt nicht seit 11 Jahren mit meinem Traummann zusammen und hätte keine zwei wundervolle Kinder. Manchmal muss man sich einfach trauen und es war einer der Besten Abende den ich hatte! So zwanglos und frei in jeder Entscheidung.
    Danke für den Beitrag liebe Lina!

    Reply
    • Lia 5. Juni 2017 at 23:27

      Ich schließe mich dir an!
      Toller Text!
      Sehr ermutigend!
      Ich muss es auch öfter mal versuchen!

      LG
      Lia

      Reply
  • Katharina 2. Juni 2017 at 08:34

    Toller Post und Chapeau! Ich glaube, ich hätte mich das nicht getraut. Aber ich stimme dir vollkommen zu, man sollte mehr auf sich selbst hören und wenn man Bock auf was hat, dann genau das auch tun! Klingt leichter als es ist 🙂

    Reply
  • Kathi 2. Juni 2017 at 09:04

    Hallo Lina,
    wieder ein toller Artikel den du da geschrieben hast. Ich war auch schon ab und alleine auf einem Festival und finde es gar nicht schlimm. Bei mir im Freundes- und Bekanntkreis höre nicht viele meine musik daher bleibt mir oft nichts anderes übrig als allein zu gehen,oder halt mit meinem Mann,aber der arbeitet viel im Schicht- und Notfalldienst.Ich finde es auch nicht schlimm alleine zu gehen,teilweise mag ich das lieber weil ich mich so voll und ganz in die Musik und in die Stimmung fallen lassen kann ohne auf jemand anderen achten zu müssen,oder mir vielleicht sogar die Stimmung verderben zu lassen,weil meine Begleitung das alles doof findet 😉
    LG
    Kathi

    Reply
  • Anne 2. Juni 2017 at 09:37

    Genauso geht es mir….
    das ewige Single Mädchen , dass für sich alleine Konzertkarten kauft.
    Und auch wenn ich jedes mal aufs neue süringen muss, und es überwindung kostet, lohnte sich der Sprung bisher immer.
    Lieber ein paar Krokodilstränen verdrücken zur Lieblings-Kitsch-Rock-Ballade , als aus Verzweiflung, Selbstmitleid zu Kitschfilm XY !!!!

    Du bsit mein Girlcrush Lina!!! 😉

    Reply
  • Sophia 2. Juni 2017 at 09:38

    Und wieder voll ins Schwarze getroffen. Ich lese deine Worte und sie gehen mir unter die Haut, sprechen mir aus der Seele. Ich habe eine Reise jahrelang von Anderen abhängig gemacht, mich alleine nicht getraut. Genau aus den selben Zweifeln, Ängsten und Gedanken. Jetzt ist der Flug gebucht, ein One-way-Ticket und ich könnte nicht glücklicher sein. Die skeptischen Nachfragen und Blicke mit dezentem Mitleid kann ich mittlerweile weglächeln. Einfach weil ich weiß, dass sich der Mut am Ende lohnen wird.

    Lina, mach bitte stets weiter so. Egal wo ich auf der Welt sein werde, deine Artikel lese ich definitiv.

    Reply
  • Marta 2. Juni 2017 at 09:46

    Je schneller man aufhört, sein Glück von anderen abhängig zu machen, desto schneller wird man tatsächlich glücklich. Mein Moment war, als ich den Film Mondsüchtig gesehen habe. Es gibt da eine Szene, in der die Mutter der Protagonistin, eine stylishe italienische Lady, selbstverständlich herausgeputzt einfach allein essen geht und das überhaupt kein Thema ist. Es folgten viele Urlaube, Konzerte, Kinogänge, Ausstellungen etc., bei denen ich weder mich selbst gesucht, noch jemand anderes vermisst habe.

    Reply
  • Denise Bazinga 2. Juni 2017 at 10:09

    Ich feiere diesen Text gerade so sehr. Danke dafür, dass du dein großartiges Talent wichtige Botschaften in eingängige, verständliche und einen nicht mehr loslassende Text zu verwandeln, mit der Welt da draußen teilst. Ein Hoch auf das Internet, dass es einem ermöglicht, Menschen wie dich zu begleiten und deine Arbeit so einfach und direkt genießen zu können. Deine Texte treffen so mitten ins Herz und sind so klar und einleuchtend formuliert, dass am Ende gar kein ja, aber… mehr übrig bleibt. Manchmal wünschte ich, es gäbe einen Sammelband all deiner hier veröffentlichten Lebensweisheiten, den ich meiner späteren Tochter dann mal überreichen kann, da du so wundervolle Worte für meine eigenen, ganz persönlichen Botschaften zu finden schaffst. Danke dir, für alles, was du mit uns teilst, für deine Leidenschaft, Kreativität und einen ganz besonderen Blick für die Vorgänge um dich rum! Alles Liebe aus Berlin

    PS: Falls mir mal wieder ein Fragebogen mit der Frage, welche Persönlichkeit ich gerne mal auf einen Kaffee/zum Abendessen treffen würde, dann würde ich in Großbuchstaben LINA MALLON schreiben/antworten 😉

    Reply
  • Linda 2. Juni 2017 at 10:19

    Du hast es einfach total auf den punkt gebracht! Ich hätte vermutlich nicht den Mut gehabt zu fahren also respekt! Wenn sich mir das nächste mal auch wieder so eine situation ergibt dann denk ich jetzt einfach an dich und diesen text und wer weiß; vielleicht wag ich es ja dann auch mal 🙂

    Reply
  • Indie 2. Juni 2017 at 11:01

    „Sieht das nicht armselig aus? So ganz allein auf ein Festival zu fahren.“

    Was ich dazu noch ergänzen möchte: die Freunde, die das armselig finden, sind überhaupt keine Freunde. Und wir überschätzen alle wie stark sich andere (Fremde) mit einem beschäftigen, die man zufällig auf der Straße (oder einem Festival) sieht. Ich dachte auch immer die Leute halten mich für armselig, wenn ich mal alleine in einem Cafe sitze. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie mich kein Stück wahrnehmen.

    Reply
  • Iris 2. Juni 2017 at 11:04

    Ich bin leider auch so ein Mensch, der im Kopf ständig zweifelt, ob ich nun alleine auf ein Fest/Festival gehen soll, oder es doch bevorzuge, gemütlich auf dem Sofa zu bleiben. Manchmal gewinnt der Kopf, und ich bleibe auf der Couch, manchmal aber wird es dann doch das Fest/Festival, und dann stört es mich nicht, alleine zu sein, denn dann kann ich für mich entscheiden, was ich machen möchte, wo ich bleiben möchte etc. Denn wie du schon sagst: man sollte sich nicht von anderen abhängig machen, um Spaß zu haben. Natürlich ist es auch super, mit Freunden das ganze zu erleben, aber alleine funktioniert’s auch wunderbar!

    Reply
  • Nicole 2. Juni 2017 at 11:32

    Liebe Lina,
    ich muss mal ein „Danke“ loswerden. Ich lese deinen Blog schon lange und ich bin sicher nicht immer deiner Meinung. Eigentlich bin ich auch niemand, der kommentiert und seinen Senf dazu abgibt, aber in letzter Zeit triffst du mich mit deinen Texten – und das genau da, wo ich es verdammt nochmal jetzt gerade brauche. Du machst Mut und lässt einen wieder an sich selbst glauben, lässt aber gleichzeitig auch zu, dass man mal etwas scheiße finden darf. Du sprichst Themen an, die einen wirklich beschäftigen, ohne dabei abgehoben zu klingen. Es ist nicht alles rosa und glitzert, es ist einfach menschlich – und schön. Dafür danke. Danke, dass du deine Sicht mit uns teilst.

    Reply
  • Jana 2. Juni 2017 at 13:24

    Dein Text ist wieder einmal auf dem Punkt! Großartig! Ich fahre gerne alleine in den Urlaub, mache Roadtrips, gehe zu Konzerten … Wenn man sich einmal überwunden und festgestellt hat, dass andere Leute oft nur neidisch sind, wenn sie abschätzige Kommentare abgeben, weil sie nicht in der Lage sind, das Alleinsein zu genießen, machte es einfach nur Spaß.

    Reply
  • Clara 2. Juni 2017 at 14:03

    Liebe Lina,

    dein Text kommt gerade genau zum richtigen Zeitpunkt und ich könnte dir nicht dankbarer dafür sein. Ich bin gewissermaßen seit Jahren Vergangenheitslina, stecke in einer Endlosschleife aus Enttäuschungen über Freunde, verpassten Gelegenheiten und Selbstzweifeln,und verbringe als Mittzwanziger viel zu viele Tage und Abende mit mir alleine. Aber ich möchte rausgehen und etwas ändern! Und dein Text ist ein wunderbarer Anstoß, nicht mehr so viel zu grübeln, das „was wäre, wenn?“ und „wie kommt es denn rüber, wenn ich …?“ endlich sein zu lassen und einfach zu machen. Zu machen, worauf man Lust hat, die Richtung einzuschlagen, die man ganz tief im Inneren schon immer gefühlt hat und einfach mal selbst die Hauptperson im eigenen Leben zu spielen. Ohne Kompromisse, ohne Angst, ohne schlechtes Gewissen. Du bist ein großes Vorbild, ich danke dir.

    Reply
  • Sarah 2. Juni 2017 at 17:10

    Lina, der Beitrag ist seit 2015 mein Lieblingsbeitrag auf dem Blog. Ich habe damals schon kommentiert, was für ein gutes Gefühl es ist, eben nicht allein abends zuhause zu sitzen und Gedankenendlosschleifen im Konjunktiv II im Kopf laufen zu lassen, sondern einfach loszufahren und die Musik zu genießen. Und selbst, wenn man niemanden getroffen oder kennengelernt hat, hatte man trotzdem einen besseren Abend, als auf dem heimischen Sofa, auf dem man sich selbst bemitleidet, dass keiner Zeit hatte.
    Aber auch, wenn man eigentlich weiß, dass es guttut, auch alleine auf Festivals zu gehen, auf Konzerten zu tanzen oder einen Städtetrip zu machen, so kostet es doch immer wieder Überwindung. Und manchmal, wenn ich wieder gezweifelt habe, dann habe ich deinen alten Beitrag aus 2015 gelesen und mich dann doch getraut. Letztes Jahr für einen Städtetrip ganz allein, dieses Jahr für ein Konzert im November und eventuell auch fürs Lollapalooza. Danke dafür, dass du uns ewigen Singlemädchen immer wieder vor Augen hältst, dass wir uns nicht von anderen abhängig machen sollten!

    Reply
  • Sarah 2. Juni 2017 at 19:39

    Liebe Lina, toller Text! Super Message!
    Ich lebe diesen Punkt ähnlich wie du: Ich esse für mein Leben gern gutes Essen und kann mich endlos lang daran erfreuen. Und das mache ich allein genauso gern und häufig wie in Gesellschaft. Berlin ist in der Hinsicht sehr entspannt: Es juckt weder den Wirt noch die anderen Gäste, in welcher Konstellation man das Lokal besucht. Wenn mich spontan der Sushi- oder Tortenappetit überkommt, schwing ich mich auf den Roller und los geht’s. Wenn wer mitkommt, schön. Wenn nicht, auch schön. 🙂
    Alles Liebe!

    Reply
  • Magda 3. Juni 2017 at 06:43

    Super Post!
    Der einzige Grund, wieso ich nicht allein auf ein Festival fahren würde, ist, dass ich die volle Zeit dort bleiben möchte und mittlerweile einige Ansprüche habe. Pavillon, Campingtisch usw. machen allein wenig Sinn, bzw. könnte ich niemals alleine schleppen. Aber vermutlich ist das auch nur eine faule Ausrede, denn würde man eine Gruppe mit Pavillon etc. lieb fragen, könnte man sich bestimmt anschließen.

    Reply
  • Hannah 3. Juni 2017 at 09:06

    Liebe Lina,

    Danke für diesen tollen Text. Ich bin dieses Jahr selbst das erste Mal alleine auf ein Konzert gegangen. Ich hatte es satt, dass ich mir so viele Chancen entgehen lassen habe Künstler, die auf meiner Bucket list stehen, nicht gesehen habe, nur weil keiner mit hin wollte weil alle anderen einen anderen Musikgeschmack haben, keiner Zeit hatte oder man dafür das Geld nicht investieren wollte. Ich hab es einfach getan, bin hin und hatten einen unglaublich tollen Abend! Ich hatte ähnliche Bedenken vorher aber es war überhaupt nicht merkwürdig und im Nachhinein bereue ich es, dass ich das nicht schon viel früher gemacht hab und so viele Chancen damit verpasst habe. Ich habe sogar schon das nächste Konzert geplant auf das ich, so wie es aktuell aussieht, alleine gehen werde…und ich freue mich jetzt schon sehr drauf!

    Liebste Grüße,
    Hannah

    Reply
  • Virginie 3. Juni 2017 at 10:48

    Hallo Lina, ich war vor drei Jahren auch das erste Mal allein auf einem Casper-Konzert. Warum? Weil mein Freundeskreis relativ klein ist und meinen Musikgeschmack komisch findet. Aber ich liebte seine Songs damals und wollte es unbedingt. „Erschwerend“ dazu kam, dass ich kurz vorher erfahren hatte, dass ich in Zukunft keinen Zucker mehr essen konnte. Ich hatte also des Öfteren Probleme etwas zu essen zu finden, was ich vertrug und aß demnach öfter mal zu wenig – vor einem heißen,stickigen Konzert nicht die beste Idee. Ich bin aber trotzdem gefahren, hatte einen bomben Abend, mein belegtes Brot ist bei der Taschenkontrolle nicht weiter aufgefallen und ich konnte damit die Wartezeit zum Konzertbeginn überbrücken. Eine Cola light mitten im Konzert hat meinen Kreislauf auch gerettet. Dank meines entspannten Platzes (ich musste ja zu niemandem zurück) konnte ich das Konzert auch dort genießen wo ich gerade war. 🙂 Ich habe dort auch tatsächlich eine Bekannte aus dem Abi getroffen, mit ihrer Mama und Bruder. Wir haben uns zwar nicht extrem viel unterhalten, standen einfach nebeneinander, aber es war ein witziges Gefühl, sich dort zu treffen.
    Seitdem war ich noch öfter allein zu Veranstaltungen, im Kino, Bummeln und sogar auf Festivals. Habe mich nur zum Fahren mit Leuten organisiert die ich mehr oder weniger flüchtig kannte. Ergebnis: viele geile Konzertmomente, meine Lieblingsbands live und ein paar kritische, mitleidige Kommentare. Letzten Monat war ich allein zum Programm von Caroline Kebekus und wurde dafür bemitleidet. Wozu um alles in der Welt brauche ich eine Begleitung, wenn ich zu einem Comedy-Abend gehen will? Tränen lachen kann ich sehr gut alleine! In dem Moment habe ich wohl ein männliches Weltbild zerstört. 😀
    Liebe Grüße, Virginie

    Reply
  • Nicoletta 3. Juni 2017 at 11:24

    Ganz toller Artikel! Ich (auch das ewige Sigle-Mädchen) habe auch mit Anfang zwanzig angefangen einfach alleine auf Konzert oder ins Museum zu gehen.
    Sechs Wochen durch Europa reisen? Kein Problem! Alleine ins Kino oder Restaurant – warum nicht. Dadurch habe ich so unglaublich viel erlebt und bin sehr
    froh das ich über meinen eigenen Schatten gesprungen bin und kann einfach jeden nur ermuntern Dinge auch alleine zu tun und sich selbst sein bester Freund zu sein!
    Und die ganzen negativen Kommentare und mitleidigen Blicke ( ja, die kenne ich auch) sind nichts im Vergleich zu den Erfahrungen die man sammeln kann.

    Liebe Grüße

    Reply
  • Michelle 3. Juni 2017 at 20:51

    Und wieder einer dieser Texte, die man nicht zweimal lesen will, weil sie einen dazu zwingen, über etwas nachzudenken, was man lieber verdrängen würde. Und es dann doch tut. Weil es wichtig ist. Ich habe wirklich wenige Freunde, größtenteils selbstgewähltes Schicksal, entweder ich komme super mit Leuten aus oder eben gar nicht. Middle ground kenn ich nicht. Dann war ich es nach einem einzigen super Mädelstrip nach Barcelona satt, immer zu hören: Keine Zeit, kein Geld, falsches Ziel, ich hab doch jetzt nen Freund. Und so bin ich das erste Mal mit 17 nach Leipzig verreist und hab mich ein Jahr später spontan in einen Flieger nach London gesetzt. Allein im Ballett, am Restauranttisch, im Kino, beim Feiern auf einem Konzert. Nichts ist unmöglich, es ist meistens doppelt so sicher, wie die besorgten Menschen fürchten, macht dafür aber auch doppelt so viel Spaß. Ich würde nichts davon gegen daheim bleiben und warten eintauschen. Man hat niemandem Rechenschaft darüber abzulegen und als Singlemädchen ist es doch noch viel leichter, mit Partner schaut man dann halt schon manchmal, ob man es alleine machen kann oder will. Also raus in die Welt, Bilder sammeln und Eindrücke, die die Anderen mit ihrem Unverständnis dann eben verpassen. <3

    Reply
  • Lou 4. Juni 2017 at 20:20

    Toller Text und so wahr <3

    Reply
  • Julia | themagnoliablossom 5. Juni 2017 at 13:12

    Liebe Lina, so ein toller Text mit guten Gedanken. Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis es klick gemacht hat. Komme gerade von einem traumhaften Urlaub zurück. Guess what. Allein. <3
    Liebe Grüße
    Julia

    Reply
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