#TWENTYSOMETHING COLUMN: LAUT SAGEN, NICHT MEHR HOFFEN, WEITERMACHEN?

9. April 2017

Ein Seriencharakter sitzt mit einem Drink und herunterhängenden Schultern an irgendeinem Tresen und offenbart sich nach 3-4 Episoden der unterschwelligen Andeutung und des Leugnens schließlich einem Kollegen, Freund, seinem behandelnden Arzt, der zufällig auch gerade neben ihm trinkt oder vielleicht auch einfach nur dem Barkeeper selbst. Er ist unglücklich verliebt. Entweder in jemanden, den er nicht haben kann, den er schon hatte und nicht mehr wollte oder aber in jemanden, der schon jemand anderen hat. Jeder hat diese Szene in irgendeiner Form schon einmal gesehen. Und jeder von uns kennt die Antwort, die ihm sein Tresennachbar geben wird: „Sag ihm, wie du dich fühlst. Dann weißt du, wo er steht. Und kannst weitermachen.“

Am Ende solcher Finalszenen hört sich das alles sehr klug und machbar an, wir nicken, zucken mit den Schultern, geben theoretisch Recht, fühlen uns vielleicht sogar verstanden oder zumindest ertappt. Aber dann tun wir nichts.
Weil das Leben nicht Grey’s Anatomy ist und wir nur 1 weitere Episode niedergeschlagen sind, bis wir spontan eine Herztransplantation auf einem Küchentisch durchführen müssen und damit zugegeben ganz andere Probleme haben.
Seriencharaktere sind per Script daran gebunden, unerwartete Liebesgeständnisse hinzunehmen und sich binnen 90 Minuten wieder ganz normal zu verhalten, aber dieser Typ dir gegenüber, dem du seit 2 Monaten und 3 Baumarktdates vormachst, dass ihr nur Freunde seid, obwohl du dich ziemlich verliebt hast– der ist es nicht. Der hat jede Möglichkeit zu rennen, sich zu entfernen, in Panik zu verfallen, im schlimmsten Fall sogar zu ghosten und sich schlicht nie wieder zu melden. 3 von 5 Singles sind laut einer Statistik aus dem Jahr 2010 schon des Öfteren heimlich verliebt gewesen – und haben nichts gesagt. Mehr als die Hälfte setzt damit in der Realität auf: schweigen, hoffen, runterschlucken.

SCHWEIGEN, HOFFEN, RUNTERSCHLUCKEN?

Ich auch. Zumindest bis jetzt. Oder vor Kurzem. Die Gründe für die Feigheit mit dem eigenen Herzen? Warum wir unserem Nick Miller nicht in einem attraktiven Wortgefecht unsere Zuneigung gestehen und ihn dann leidenschaftlich auf dem Flur küssen? Ziemlich einfach. Dafür braucht es letztlich weder therapeutische Rotweingespräche gegen Mitternacht noch einen gedruckten Beziehungsratgeber. Zum einen ist es so: Wer heimlich und unausgesprochen verliebt ist, der ist für eine Zeit lang sicher verliebt, der genießt es, denn er verzichtet auf Risiken, der geht einer echten Bindung und der Möglichkeit, sich einem anderen Menschen tatsächlich und damit unromantisiert zu öffnen, schlicht aus dem Weg. Es ist einfach, sich einem Gefühl voll hinzugeben, wenn es gleichzeitig so unerreichbar ist, dass es uns nicht verletzen oder herausfordern könnte.

Einige schütteln vielleicht jetzt beim Lesen mit dem Kopf, behaupten, sie würden definitiv bereit für eine echte Beziehung sein, für Mut und Kompromisse, gelebtes Gefühl –  würden aber schlicht keinen guten Freund verlieren wollen, oder den Job kompliziert machen, oder einer dritten Person weh tun und das Risiko nur deshalb nicht eingehen. Mh-hm.

Alles nur Synonym für den ersten, größten und eigentlich einzigen Grund, aus dem all diese Verhaltensmuster entspringen: der großen Angst vor Ablehnung. Und die sitzt bei den meisten von uns tief.

„Aber was ist denn schon das Schlimmste, das passieren kann, wenn er dir sagt, dass er nichts für dich fühlt?“, fragte mich ein Freund neulich, als er von meinem Schweigen und den heimlichen Gefühlen erfuhr. „Dass er nichts für mich fühlt. Und damit endet auch schon die Analyse. Denn genau das ist für jemanden, der hilflos seine unerfüllten Gefühle hegt, schon das Schlimmste und nichts, was er rational verkleinern könnte.“

Wie ich es geschafft habe mich zu überwinden? Wieso ich es dieses Mal anders gemacht habe? Nicht zu den 3 von 5 gehörte, sondern gesprungen bin? Ich weiß es nicht. Nicht, weil ich bessere Aussichten oder Hoffnung gehabt hätte. Nicht, weil die Gefühle dieses Mal so viel größter oder intensiver gewesen wären als sonst, wenn ich einen Crush einfach so lange auslaufen ließ, bis ich ihn verschnüren und wegstellen konnte, zu den Altlasten im Herzen, um die man sich ‚irgendwann mal kümmern will‘.
Vielleicht hatte ich das Gefühl, dass ich mir ein bisschen Mut schuldig war – oder dass ich ihn brauchte, um mich aus dem immer gleichen Hamsterrad zu befreien, das mich zuweilen so frustrierte. Sex, Crush, Friendzone. Sex, Crush, Friendzone. 

Ich wollte nicht einmal so sehr, dass es gut ausging, ich wollte überhaupt, dass es endete. Die Möglichkeit auf irgendwas in meinem Kopf und die Sehnsucht nach ein bisschen irgendwo in meiner Brust. Es musste vorbei sein.
Nicht nur für ein paar Monate, bis zur nächsten Party, bis ich nach ein paar Signalen oder Blicken, vielleicht sogar einer gemeinsamen, aber einfach nicht exklusiven Nacht, wieder rückfällig wurde.
Mein Wunsch danach, nicht mehr der Spielball meiner eigenen Feigheit zu sein, die war es vielleicht am Ende, die mich angetrieben hat.

SCHLUSS MIT DER BROMANCE

Und jetzt? Im Nachhinein? War es das Beste, was ich tun konnte. Ja, immer noch. Auch mit 6 Wochen Abstand.
Es tat nicht einmal weh. Das Nein. Das Ende. Der Schluss dieser Bromance, der du am liebsten mit dem Skalpell ihren überflüssigen Buchstaben entfernen würdest.

Bis heute gab es keine Tränen. Nur Erleichterung. Anfangs hielt ich das für das große Leugnen, bis mir irgendwann bewusst wurde, dass ich tatsächlich vollkommen okay war.

Weil ich die ewige, wiederkehrende Enttäuschung losgeworden bin, die sich ganz automatisch einstellt, wenn du vom nächsten Abendessen heimkehrst, das mit einer kurzen Umarmung an der Straßenecke endet, während du an die geteilte Bettdecke denkst, wenn du in die eine Richtung hoffst und er sich in der anderen vollkommen wohl und unwissend fühlt. Weil ich nicht mehr in meiner passiv-aggessiven Geiselhaft stecken muss.

Ich weiß, dass ich ziemliches Glück damit habe, meine Gefühle jemandem gestanden zu haben, der sie ernst genommen, aber nicht zu seiner persönlichen Panik gemacht hat, der nicht gerannt oder getürmt ist, sondern der blieb, zuhörte und weitermachen wollte, wenn ich es könnte. Aber selbst wenn es anders gelaufen wäre, selbst wenn wir jetzt nur noch einen unbequemen Gruß beim Bäcker austauschen würden, wenn wir uns an einem Sonntag über den Weg liefen, es wäre okay, ich wäre damit ok  – und nicht schwach.
Gestandene Gefühle, offene Emotion, Leidenschaft für jemanden und Euphorie im Blut sind weder negativ noch ein Fehler an uns, den wir abschaffen oder klein halten müssten. Sich noch verlieben können, springen können, fallen wollen, das ist mutig und unheimlich schön. Auch ohne Finalszene.
Natürlich gibt es ein Zuviel. Aber wenn du genug haben kannst, wenn du nicht jeden dritten Samstag in einer zeilenlangen Nachricht gegen 02:42 hören willst, wie es ihm gerade geht, wenn du die Finger von verschickten Links zu dramatischen Taylor Swift Songs lassen kannst, wenn du deine Emotionen nicht unbedingt auf 8 DIN A4 Seiten niedergeschrieben hast, die du Sonntagabend in seinen Briefkasten wirfst und wenn du dich nach einer einfachen Umarmung lösen kannst und nicht Arme und Beine um ihn schlingst, dann ist nichts Schlechtes an einem Gefühl und sein Geständnis nicht der Grund für einen totalen Bruch.

Natürlich kannst du niemanden dazu zwingen, befreundet mit dir zu sein, während er sich unsicher in deiner Nähe fühlt, für einen Moment überfordert ist. Aber mit ein bisschen Zeit, Geduld, Abstand, nach dem ersten, vielleicht holprigen Wiedersehen, nach dem ersten Bier, das wieder einfach nur ein Bier und keine unerfüllte Hoffnung ist, wenn du wieder datest und er vielleicht sogar wieder derjenige ist, dem du davon erzählen kannst, wird es auch wieder leicht. Und selbst wenn das dauern sollte, besser ist es ja längst.

 

 

 

 

 

 

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23 Comments

  • Alina 9. April 2017 at 18:04

    Achja, Gefühle zu gestehen ist echt nicht einfach, aber meistens einfach die beste Lösung. Die Angst vor Ablehnung kennen wir glaube ich echt alle. Aber im Endeffekt hast du ja sehr schön beschrieben, dass es keine Katastrophe sein muss, wenn der andere sie nicht erwidert.

    Toller Text.

    Liebste Grüße,
    Alina von http://www.selfboost.de

    Reply
  • Tanja 9. April 2017 at 18:08

    Wow. Durch die Art wie du schreibst, fühle ich mich total verstanden und ja ich saß zustimmend und kopfschüttelnd beim Lesen da. Eine ähnliche Situation hatte ich neulich erst. Und ich bin gut mit allem 🙂

    Reply
  • Julia 9. April 2017 at 18:39

    Hi Lina!
    Ich habe vor knapp 2 Jahren das selbe getan. Meine Ausgangssituation ist eine andere. Ich bin verheiratet und war zu dem Zeitpunkt unheimlich verliebt in einen Kollegen. Nach 5 Monaten flirterei und umeinander rumtanzen habe ich es ihm gesagt. Ich wollte die chance nicht verstreichen lassen. Meine Ehe war stagniert. Wir sind schon etliche Jahre zusammen, seit ich 20 war und im Grunde ist er meine erste richtige Beziehung. Ich hatte mich kurzfristig verloren, dass weiß ich jetzt. Ich hielt meinen Kollegen für den besten Mann der Welt, einer der zu mir passt, der so ganz anders ist als mein Mann, wir verstanden uns blind und ach, du weisst ja wie das ist, wenn man unfassbar verliebt ist.
    Jedenfalls sagte ich es ihm. Wir haben darüber gesprochen und er sagte letztendlich nein. Oh ich habe geweint. Ich hab schrecklich gelitten und ich glaube ich hatte niemals solchen Liebeskummer erlebt. Ich war der festen Überzeugung meinen Mann zu verlassen und ein neues Leben anzufangen.

    Fast 2 Jahre später läuft meine Ehe besser denn je. Ich hab mich wiedergefunden und vieles das ich in meinem Kollegen gefunden hatte, hatte auch mein Mann und meine Ehe.
    Ich mag meinen Kollegen immernoch sehr und er mich auch. Mein Mann und er verstanden sich von Anfang an sehr gut. Wir sind enge Freunde geworden und es war das beste das ich tun konnte. Ich hab es ihm gesagt, er hat reagiert und wir konnten drüber hinweg und haben uns erholt und weiterentwickelt. Ich bin sehr dankbar für seine Reaktion, dass er nein sagte obwohl er es gern getan hätte, das er in dem Moment der Stärkere war und das er mich gut genug kannte und liebte um zu wissen was es anrichten würde und das es niemals geklappt hätte, denn es ist die aussichtsloseste Ausgangssituation die man sich schaffen könnte.

    Ich möchte damit sagen, fasst euch ein Herz, sagt was ihr fühlt, lasst nicht zu euch jemals fragen zu müssen „was wäre wenn…“. Es gibt überhaupt nichts schlimmeres im Leben. Die Wahrheit tut sehr weh, für eine kleine Weile, aber euch die eine Frage zu stellen, lässt euch nie wieder ruhig schlafen.

    Alles Liebe

    Reply
  • Mel 9. April 2017 at 19:56

    Wow, ein fantastischer Text für den Sonntagabend. Er passt so perfekt, denn ich bin selbst gerade hin und her gerissen ob ich einfach mal Klartext reden oder besser den Mund halten soll.
    Aber letztendlich….wer nicht sagt was er will, wird es vermutlich auch nicht kriegen. <3
    Seien wir alle mal wieder etwas mutiger!

    Reply
  • Stefanie 9. April 2017 at 20:01

    Hi Lina,
    die Situation, die Du grad beschreibst, kenn ich nur zu gut. Stecke selbst grad mitten drin. Und Du bringst es wieder auf dem Punkt. Die Angst vor Ablehnung ist das was einen hemmt. Realistisch betrachtet weiß man es schon längst, aber so lange es nicht ausgesprochen wird, besteht noch dieses kleine Fünkchen Hoffnung, was den Schmerz noch etwas verdrängt. Ein rumschleichen und nicht ganz ehrlich sein von Beiden, auch wenn die Ehrleichkeit das Einzige ist, was Dich am Ende mit der Situation klar kommen lässt. Ich finde es echt mutig und toll, dass Du gesprungen bist und Dich offenbart hast, auch wenn es nicht positiv ausging. Ich hoffe ich schaffe das auch bald.
    LG Stefanie

    Reply
  • Anna 9. April 2017 at 20:41

    Hey Lina,
    Ich finde deinen stilistisch Text wie immer toll, aber mir fallen immer öfter Rechtschreibfehler auf (hier wieder), die wahrscheinlich mit dem schnellen Tippen zusammenhängen. Wenn du etwas mehr darauf achten könntest, würde ich deine Texte wieder mehr genießen.

    Und Gratulation zu deinem Mut; das hast du echt toll gemacht! ♥

    Reply
    • Lina Mallon 9. April 2017 at 21:07

      Betti korrigiert die Texte so schnell sie kann, manchmal dauert das einen Abend 😌

      Reply
  • Saskia 9. April 2017 at 20:43

    Darüber zu reden ist meist der beste, wenn auch nicht immer der einfachste Weg. Klarheit tut am Ende wirklich weniger weh bzw. vllt. nur nicht ganz so lange, als dieses ständige Hoffen und die Ungewissheit…wieder eine sehr treffende und wunderbar geschriebene Kolumne!

    Reply
  • Rebekka 9. April 2017 at 22:34

    Deine Rechtschreibung ist leider unterirdisch wer berufsmäßig Texte veröffentlicht und im ersten Satz drei fette Fehler sind sollte man echt nochmal drüberlesen! So macht das Lesen keinen Spaß!

    Reply
    • Lina Mallon 9. April 2017 at 22:36

      Wer sich die Mühe macht so einen herablassenden Kommentar zur angeblichen „Rechtschreibung“ meiner Texte zu verfassen, darf sich auch die Mühe machen in seinen eigenen 4 Zeilen nicht gleich 9 fette Fehler zu hinterlassen. So wirkt der Diss einfach nicht.

      Reply
      • Josie 10. April 2017 at 08:45

        Linas Blog sticht sprachlich immer hervor und zwar positiv. Es gibt nicht viele Blogs, die einen so eigenen hochwertigen sprachlichen Stil haben, wie dieser hier. Deshalb finde ich nur eine Sache unterirdisch: Solche Kommentare. Lina hat eine leidenschaftliche Art zu schreiben und da darf sich auch mal ein Fehler untermischen. Es gibt so unglaublich lieblos verfasste Texte auf anderen Blogs in einfachster Sprache, die leider viel mehr gehypet werden.
        Ich versteh solche Kommentare auf diesem Blog hier einfach nicht.

        Reply
        • Lina Mallon 10. April 2017 at 11:21

          Danke Josie <3

          (Und ja, Ich finds auch immer sehr schade, wenn die Leute hier nur zum Korrekturlesen erscheinen und auch nur dann mal einen Kommentar hinterlassen.)

          Reply
    • Kati 10. April 2017 at 14:50

      Die Rechtschreibung eines Anderen in zwei Zeilen zu kritisieren, die stilistische – insbesondere aber hinsichtlich der Zeichensetzung – eine Katastrophe sind, ist so kontrovers, dass man darüber nur lachen kann.
      Ich finde das Lesen deiner Texte macht sehr viel Spaß, Lina.
      Viele liebe Grüße

      Reply
      • Sina 18. April 2017 at 08:46

        ugh mich kotzen diese Tippfehler-Kommentare so an. Stilistisch sind Linas Texte klasse – da überles ich doch einfach ein paar Tippfehler :/

        @Lina: Du bist großartig – weiter so <3

        Reply
  • Saskia 10. April 2017 at 07:10

    Toller Post Lina. 🙂
    Danke für deine Kolumne und die Arbeit die du da rein steckst. Auch in dieser Kolumne hab ich mich häufig wieder erkannt. Hut ab, dass du den Mut hattest zu deinen Gefühlen zu stehen. Das hätte es bei mir wohl manchmal auch um einiges leichter gemacht und mir einfach Klarheit verschafft. Aber wie so oft hindert einen die Angst vor Enttäuschungen daran.

    Liebe Grüße
    Saskia

    Reply
  • Indie 10. April 2017 at 07:51

    Hallo Lina,
    ich hatte schon oft den beruhigenden Effekt, dass du über ein „Liebesthema“ geschrieben hast, von dem ich bisher dachte ich wäre ganz alleine mit diesem Problem auf der Welt. Das hat mir oft schon so gut getan zu lesen, dass es dir und der einen- oder anderen Kommentatorin hier auch schon so ergangen ist.

    Letztes Jahr habe ich mich ziemlich in einen Mann verliebt, den ich schon ein paar Monate kannte und für den ich heimlich „schwärmte“. Es kam wie es kommen musste, wir sind dann irgendwann doch im Bett gelandet, aber er sagte mir gleich er möchte sich auf nichts und niemanden momentan festlegen und ich habe natürlich akzeptiert. Wenn wir uns sahen war ich glücklich, wenn nicht dann habe ich mir den Kopf zerbrochen.
    Nach einigen Wochen wurde mir klar, dass ich die Situation so nicht mehr aushalte und habe etwas getan, was ich mich zuvor auch noch nie getraut hatte: ich habe mich offenbart. Und habe eine Absage bekommen. Zunächst. Nachdem wir zwei Wochen keinen Kontakt hatten, kam er irgendwann doch wieder an und teilte mir mit er möchte es doch versuchen.
    Das wäre jetzt die Stelle in Filmen mit dem Happy End und alles wird gut aber die Wahrheit ist, ich habe lange gebraucht seinen Gefühlen zu trauen und so ganz gelingt es mir noch immer nicht. Und ob das wirklich der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte war oder ob eine Geschichte die kompliziert beginnt auch kompliziert bleibt, dass muss ich weiterhin herausfinden.

    Liebe Grüße

    Reply
  • Franka 10. April 2017 at 09:37

    Es ist so schwer den inneren Schweinehund in dieser Situation zu überwinden.
    Damals hat es mir recht gut getan, als ein Bekannter mir erzählte, wie er seine Gefühle jemand anderem gestanden hat.
    Mich hat das zum damaligen Zeitpunkt so überzeugt und mir Courage dazu gegeben den Schritt selbst zu wagen.
    Es war schwierig, anfangs habe ich mich auch darum drücken wollen, habe es dann auch schlussendlich gemacht.
    Und ja ich hatte ebenfalls damals eine Person gehabt, die nicht sofort getürkt ist. Zwar hat es Ihn tatsächlich überrannt, aber er hat wirklich wie Gentlemen darauf reagiert und mir die Zeit gegeben darüber „hinweg“ zu kommen.
    Ich muss sagen, es war der kürzeste und weniger intensivste Liebeskummer den ich je hatte. Ich habe mir immer gedacht, dass die Serien übertreiben, wenn es um das „Hinweg kommen“ nach einer Aussprache ging.
    Wenn man eben genau weiß, dass da keine Hoffnung mehr ist, erfolgt das Abschließen damit um ein vielfaches.
    Ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, das wegen dem eigenen „Seelen- und Herzfrieden“ zu tun, denn nichts ist schlimmer als mit einem „hätte, wette,könnte“ das ganze in die Länge zu ziehen.

    Mädels traut euch einfach, es kann nur zu eurem Vorteil sein und ihr lernt dadurch euch selber besser kennen.

    Danke Lina für den schön geschriebenen Artikel <3

    Reply
  • Marsmädchen 10. April 2017 at 13:04

    Es macht einfach immer wieder so viel Spaß deine Texte zu lesen. <3

    Reply
  • Regina 10. April 2017 at 13:37

    Wunderschön geschrieben und inhaltlich genau der Punkt. Genau der Punkt, der so schwierig ist, dass ihn theoretisch doch eigentlich alle verstehen aber leider nicht in die Praxis umsetzen können. Ich habe schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass die offen ausgesprochene Wahrheit der Schlüssel zum Glück gewesen wäre. Aus einem unverbindlichen Freundschaft-Plus-Ding hätte mehr werden können, aus einer tiefen, nie angesprochenen Zuneigung und Sympathie hätte vielleicht etwas ganz Großes werden können und aus einer unsterblichen Schwärmerei hätte sie zumindest etliche Tränen und Enttäuschungen verhindert. Warum haben wir so große Angst uns dem anderen in dieser Art und Weise zu offenbaren? Ich denke, weil wir uns damit preisgeben, wir können uns nicht mehr hinter zweideutigen Anspielungen verstecken und begeben uns in einen Bereich, der meist nur in schwarz oder weis zu haben ist. Wir machen uns damit angreifbar und klein, zumindest auf den ersten Blick. Und der vielleicht wichtigste Punkt, wir nehmen uns all unsere Illusion, die sich oft so gut anfühlt und der wir uns stundenlang hingeben können, die uns manchmal den Tag rettet und ungemein viel Motivation verleiht, für die wir morgens gerne aufstehen und die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Genau das zerplatzt mit einem Geständnis oftmals schneller als wir unsre Gefühle in Worte fassen können. Meiner Meinung nach ist diese Illusion und die damit verbundenen (Tag-)träume wichtig für uns selbst. Eine Art Rückzug aus dem Alltag, dennoch sollte man spätestens dann einschreiten, wenn das Lächeln von Tränen überschattet wird. Wenn unerfüllte Hoffnungen und überinterpretierte Handlungen unsere Träume bestimmten ist es Zeit aufzuwachen und klare Worte zu finden. Genau das ist übrigens alles andere als klein und angreifbar, wie ich finde, vielmehr ist es genau das, was Charakter und Stil beweist. Gefühle auszudrücken, sich diesen stellen und sich darauf einlassen, auch wenn der Erfolg vorher nicht garantiert ist. Verlieren wäre in dieser Situation das falsche Verb, letztendlich hat meine Erfahrung gezeigt, dass es meistens sowieso Gendanke waren, die nicht nur einer der beiden Protagonisten hegte, vielmehr fehlte dem Anderen schlicht und ergreifend der Mut, diese anzusprechen. Daher habe ich mir fest vorgenommen, mich vor unnötigen Enttäuschungen und unerfüllten Hoffnungen zu bewahren und genau das zu tun, was Du in deinem wundervollen Artikel beschreibst.
    Danke an der Stelle für diese Inspiration!

    Reply
  • Lea 10. April 2017 at 15:53

    Oh man, oh man. Du triffst mal wieder den Nagel auf den Kopf. Seit anderthalb Jahren drücke ich mich davor einem guten Freund von mir zu sagen, dass ich mich in ihn verliebt habe und ich glaube inzwischen ist der Zug wirklich mehr als abgefahren. Beim nächsten mal sollte ich früher springen und mir das lange Leid ersparen.
    Danke für den tollen Artikel!

    Reply
  • Janin 14. April 2017 at 09:07

    Hach Lina, du sprichst auch mir aus der Seele. Nachdem ich deinen Podcast zum Thema „Selbstverleugnung“ gehört hatte, habe ich wieder einmal mehr den Mut gefasst endlich wirklich für Klarheit in meinem Herzen zu sorgen. Leider ist es echt ein ganzes Stück schwerer, wenn man selbst darauf wartet vom Gegenüber eine klare Antwort zu bekommen, damit man damit abschließen kann. Aber alles ist ein Prozess. Danke für deine Power-Kolumnen <3

    Reply
  • Anonym 8. Mai 2017 at 12:43

    Liebe Lina,
    ich habe diesen Post kurz nach der Veröffentlichung ein erstes Mal gelesen. Ich war/bin in derselben Situation. Und ich bin auch gesprungen, weil ich das so einfach nicht mehr weiter machen konnte. Ich konnte dieses Hin und Her in meinem Kopf nicht mehr ertragen. Und jetzt bin ich echt unendlich erleichtert! Ich weiß nicht, ob mich dieser Post auch in die richtige Richtung bewegt hat – aber zumindest ist er mir gerade wieder eingefallen und da musste dir doch zumindest mal einen Kommentar da lassen 🙂
    Der besagte Typ erwidert meine Gefühle in der Art und Weise leider nicht, aber es ist wirklich okay für mich. Ich muss jetzt schauen, wie wir das weiter hinbekommen, ich möchte auf keinen Fall den Kontakt komplett abbrechen.
    Ich kann jetzt nachvollziehen, was du mit der Erleichterung meinst – ich fühle mich seit gestern Abend richtig stark. Ich bin nämlich ansonsten eher ein Mensch, der dem sonst aus dem Weg gehen und alles mit sich allein ausmachen würde. Es war definitiv die richtige Entscheidung!

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