#TRAVELDIARY: DIE PERFEKTE UNTERKUNFT IN KAPSTADT FINDEN

21. April 2017

Eine der meistgestellten Fragen zu meinem Kapstadturlaub war: Wo habt ihr geschlafen? Was könnt ihr empfehlen? Hotel oder Apartment?

Wenn ich mich vorrangig entspannen möchte, mich treiben lassen will, mir einfach nach dem Comfort von einem großen Bett (das täglich gemacht wird) und einem ausgiebigen Frühstück (das nur wenige Meter entfernt bereit steht) ist, wenn ich mir ein bisschen die Geschwindigkeit nehmen und runterkommen möchte, vielleicht auch, wenn die Stadt an sich schon so laut ist, dass ich einen quiet, safe Place, meine kleine Blase brauche, wähle ich das Hotel.

Wenn ich aber in eine Stadt eintauchen, jeden Morgen woanders frühstücken möchte, weil so viel Großartiges direkt vor der Tür ist, wenn ich den Ort nicht nur besuchen, sondern ihn aus einem näheren Blickwinkel erleben möchte (vielleicht auch mit mehreren Freunden reise), sind mir Apartments viel lieber.
Für die 12 Nächte in Cape Town haben wir am Ende fast ausschließlich auf AirBnB gebucht.

Wer im Suchfeld die Destination Kapstadt eingibt, wird bereits nach 5 Klicks merken: Hier ein Apartment zu finden, das nicht nur den klassischen Ansprüchen gerecht wird (meine: Bett, Dusche, Kühlschrank Wifi, Föhn!), sondern gleich noch als Location für diverse Shootings dienen könnte…

..und das so viel spannender eingerichtet ist als die meisten Hotels in dieser Preisklasse, ist ziemlich leicht. Über 300 Angebote gibt es, die meisten davon haben sich längst professionalisiert .

Die Entscheidung trifft man am besten mit der Lage, Kapstadt bietet unterschiedlichste Areas, jede mit einem anderen Vibe und anderen Vorteilen.
Weil wir genug Zeit hatten, alles mitnehmen und nicht nur an einem Platz bleiben wollten, entschieden wir uns für eine kleine Tour, verbrachten die ersten 3 Tage Downtown in der Nähe der Longstreet, verließen danach die Stadt für 3 Tage und entspannten in Stellenbosch, tauchten dann für 2 Nächte in Woodstock ein und entspannten uns schließlich in Camps Bay.

#1 DOWNTOWN LOFT

Unser erstes Apartment lag Downtown, nur 10 Schritte von den Company Gardens (und einem großartigen Café) entfernt und damit absolut im Zentrum der Stadt. Für alle, die zum ersten Mal in Kapstadt sind, die sich safe fühlen möchten (im Erdgeschoss ist 24/7 ein Wachmann positioniert, der alle Gäste notiert) und sich, so wie ich, sofort in das Interior verliebt haben, ist es die perfekte Wahl, denn ja: Es sieht wirklich genau so aus wie auf den Bildern.

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#2 GET AWAY: NATTE VALLEIJ IN DER NÄHE VON STELLENBOSCH

Stellenbosch liegt gut 40 Autominuten außerhalb von Kapstadt und ist eines der schönsten Weingebiete des Landes. Wer im Herbst (also im Frühling nach unserer Rechnung) das Land besucht, ist eigentlich verpflichtet, die Weinberge und einzelnen Estates zu besuchen. Das Cottage im Natte Valleij war ein absoluter Glücksgriff. Die meisten Unterkünfte in Stellenbosch waren ausgebucht und wir entschieden uns erst sehr spontan, einen Abend vor der eigentlichen Abreise, für den Trip aufs Land.
Gut 7 Hühner begrüßten uns bei unserer Ankunft auf dem riesigen Grundbesitz, auf dem wir das kleine Cottage bewohnten. Ich bezeichnete den Ort Lisa gegenüber als „Baby-Making-Place“.
Aber mal im Ernst, eine riesige, freistehende Badewanne, ein Himmelbett im Zimmer, eisgekühlter Rosé bereitgestellt, die Abendsonne auf der Terasse und ein kleiner Weinberg für einen Spaziergang nur 50 Meter entfernt und absolute Ruhe? Der perfekte Ort für Verliebte.
Für uns aber auch.

PS: UBER als auch Taxis existieren hier trotzdem, wir haben uns zum Abendessen immer abholen die 15-20 Minuten nach Stellenbosch fahren lassen, was umgerechnet 10€ kostet. 

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#3 WOODSTOCK SWIFT STUDIO

Woodstock ist für mich einer der spannendsten Bezirke Kapstadts und seit die Stadt 2014 die World Design Capital war, nennen viele Woodstock das neue Brooklyn. Tatsächlich ist die Area im Westen der Stadt ein Melting Pot der Einflüsse, Jahrzehnte und Kulturen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es wieder der Charme des Verfallenen war, der Kreative und Start Ups dazu animierte, leerstehende Lagerhäuser, Fabrikgebäude sowie viktorianische Wohnhäuser zu kaufen und in trendige Räumlichkeiten umzuwandeln, aber Studios, Gallerien und Start-Ups reihen sich durch das Viertel.
Wir schliefen in einem der 14 Swift Studio Apartments, das zentral in der Area liegt.
Backsteinwände, hohe Decken, ein großer Esstisch, an dem ich gut arbeiten konnte, ein unheimlich bequemes Bett und große Fenster – in der Summe also der lässige Interior-Traum, der uns in sämtlichen RomComs der 2000er ausgemalt wurde.
Auch hier verifizierte man sich über eine elektronische Erkennung an der Tür und fand sogar einen Garagenstellplatz für mögliche Autos.

Tipp: Die„Old Biscuit Mill“ ist in 3 Gehminuten erreicht, sodass man die Samstage entspannt auf dem „Neighbourgoods Market“ (Sa, 9 – 14 Uhr)  verbringen kann.

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#4 CAMPS BAY – BLUE WATERS APARTMENTS

Die einzige Unterkunft, die wir nicht via AirBnB, sondern klassisch in den Suchergebnissen von Google fanden, waren die Blue Waters Apartments in Camps Bay. Für unsere letzten 4 Tage wollten wir es ruhig, entspannt, entschleunigt, direkt am Wasser sein und nachts Ozeanrauschen hören, uns an einem Pool entspannen, morgens kein Café zum Frühstück aussuchen müssen, sondern auf unserer eigenen Terasse essen, lesen und die Zeit ohne Termine, dafür aber mit Bubbly zum Lunch, Seafood und Sonnenuntergängen verbringen. Für all das ist Camps Bay perfekt. Eine Area, die zwar noch an die City grenzt, aber mit ihren 12 Aposteln, dem goldenen Licht, dem Beginn des Chapman’s Peak Drives und den vielen kleinen Strandabschnitten am Ende doch einfach eine traumhaft schöne Blase ist.

Die Blue Waters Apartments sind ein Traum für jeden White-Lover, mit ihren vielen Fenstern, dem weißen Interior, den großen Fliesen und dem Blick aufs Wasser (und übrigens auch einen großartigen Sonnenuntergang!).
Das Frühstück servieren die Hosts persönlich, im Kühlschrank gibt es immer Snacks, Drinks und Obst, wer Ruhe sucht, findet sie am Pool, wer Wellen braucht, geht 3 Minuten und steht mit beiden Beinen im Atlantik…

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Wie oben schon geschrieben, sind die meisten AirBnBs mittlerweile keine geteilten Schlafcouches mehr, sondern werden professionell geführt und vorrangig von verifizierten Nutzern angeboten. Wer unsicher ist: Werft einen Blick in die Bewertungen der einzelnen Nutzer zu eurer Unterkunft.

Ich habe außerdem darauf geachtet, nicht im Erdgeschoss zu schlafen, immer einen abgeschlossenen Stellplatz für das Auto zu haben und nur in Areas zu buchen, in denen ich mich wohl fühle.
Abends, wenn du ausgehst oder zum Dinner verabredest bist, nimmst du ein UBER oder bestellst ein Taxi via Taxify, um von A nach B zu kommen (aber wer macht das nicht auch um 03:00 Uhr nachts in Hamburg oder Berlin?), bist einfach umsichtig und passt auf dich auf, hast aber keinen Grund, dich panisch zu verhalten.

Die Frage, die sicher gestellt wird, ist die nach der Sicherheit. Habe ich mich in den Apartments sicher gefühlt? Kann man einfach so in privaten AirBnBs absteigen, obwohl immer wieder vor der Kriminalität in der Stadt gewarnt wird?

Klares: JA! 

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20 Comments

  • Laura 21. April 2017 at 15:43

    Du hast alles so schön in Szene gesetzt und die Bilder lassen einen sofort den entsprechenden Vibe spüren. Ich will einen großen Anlauf nehmen, reinspringen und an den tollen Orten landen. Hach Lina <3 Geil 😀

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  • Nadine 21. April 2017 at 17:45

    Sehr schöner Post mit tollen Bildern. Ich hatte dich letztens schon in dem sonntäglichen Live-Chat auf Instagram nach deinem Sicherheitsgefühl in Südafrika gefragt, nachdem mir immer von einer Reise dort hin abgeraten wurde. Dieser Post bestärkt mich darin, doch mal hinzufliegen! Danke! 🙂

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    • Lina Mallon 21. April 2017 at 17:50

      Ich kann immer nicht verstehen, wieso Leute von Kapstadt oder Südafrika allgemein abraten. Sicher, die Statistik sagt das Eine, aber wer sich kurz mit dem Thema beschäftigt weiß, das diese Rate durch die Kriminalität in den townships zustande kommt, mit denen ein klassischer Tourist nicht in Berührung kommt. Lass dir südafrika nicht entgehen! ❤️

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  • Jorina 21. April 2017 at 21:00

    ich bin eigentlich immer eher stille Leserin deines Blogs, aber jetzt muss ich mal was loswerden! Deine Fotos werden immer schöner, du schaffst es mega gut Stimmungen einzufangen und diese dann an den Betrachter weiter zu geben, das ist echt genial <3 🙂

    Reply
  • Saskia 21. April 2017 at 21:06

    Wirklich ganz besondere Unterkünfte, jede auf ihre eigene Art! Die Bilder setzen alles so wunderbar in Szene. 🙂
    Könntest du vielleicht mal berichten, wie und wo du deine Flüge buchst? Gerade weil man durch AirBnB wirklich tolle und preiswerte Unterkünfte findet und es bei mir oftmals an teuren Flügen gescheitert ist. :/

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    • Lina Mallon 21. April 2017 at 21:23

      Hast du dir die Mühe gemacht 2 Minuten die Flüge auch wirklich zu googeln? Das mein ich nicht böse, aber 2 Klicks reichen, um zu sehen, dass man über jegliche Suchmaschinen außerhalb der Saison bzw. am Rande super günstige Flüge findet. Ich fliege im Mai wieder für 500€, ich bin auch kein Pro im Schnäppchenfinden und steige nicht gern 3x um und habe eine Flugzeit von 57h, nur um 129€ zu sparen 🙈 .. aber ich gucke halt immer mal wieder in den gängigen Suchmaschinen rein und vergleiche, am liebsten bei Skyscanner.

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      • Saskia 22. April 2017 at 13:12

        Selbstverständlich habe ich das gemacht! Wenn ich irgendwohin fliegen möchte verbringe ich mehrere Tage mit der Recherche: sei es bei scyscanner, momondo und was es da nicht alles gibt. Meist ist das ein langer Prozess, um den möglicht preiswerten Flug ab zugreifen. 🙂 Allerdings hätte es ja sein können, dass sich bei deiner Recherche hilfreiche Tipps aufgetan haben: dass z.B. ein Wochentag oder eine Tageszeit besonders günstig für den Flugbuch ist oder dass es weit im Voraus tendenziell preiswerter ist. Aber vielleicht lässt sich sowas, gerade heute- ganz einfach nicht pauschalisieren.

        Reply
        • Lina Mallon 22. April 2017 at 13:29

          Lässt es sich tatsächlich nicht, ich brauch immer genau so lange und mache es genau so wie du 🙂

          Reply
  • Laura 21. April 2017 at 21:08

    Sehr tolle Tipps! Danke! Ich plane gerade meine Trip nach Kapstadt im September und werde mal schauen ob eine der genannten Unterkünfte in dieser Zeit noch Platz bietet. Also tausend Dank für diesen Post!
    Viele Grüße, Laura

    Reply
  • Luise 21. April 2017 at 22:37

    wirklich megaschöner post, ich komme nächsten winter mit <3

    Reply
    • Lina Mallon 22. April 2017 at 07:23

      Du bist so lieb Puppy ❤️ Ich freu mich drauf 😌

      Reply
  • Lilli 21. April 2017 at 22:44

    wunderschöner Bericht 😀

    Reply
  • Sandra 22. April 2017 at 06:27

    Wow da hast du ja echt wahnsinnig schöne Unterkünfte rausgesucht gehabt. 😍 Die werde ich mir auf jedenfall merken.
    Liebste Grüße

    Reply
  • Annie 22. April 2017 at 13:41

    Fernweh geweckt! Der Post ist richtig toll geworden <3

    Reply
  • Full Of Diaries 22. April 2017 at 13:41

    Kapstadt wird für mich wohl ein Traum bleiben. Tolle Einblicke.

    Neri

    Reply
  • Alex 23. April 2017 at 05:51

    Einmal Südafrika- immer Südafrika!
    Ich habe 5 Jahre dort gelebt, dein Bericht war herrlich, Erinnerungen wieder aufleben zu lassen!

    Reply
  • Alina 23. April 2017 at 11:23

    Mega tolle Bilder! Ich würde jede der Unterkünfte mit Vergnügen nehmen haha 🙂 Super schöne Einblicke in deine Zeit dort.

    Liebe Grüße,
    Alina von http://www.selfboost.de/

    Reply
  • Esra 23. April 2017 at 16:50

    Ich habe auch gerade in unserem Thailand Urlaub so gute Erfahrungen mit Air BnB gemacht, dass ich jetzt Fan bin 🙂
    Wunderwundervolle Bilder!!! Gerade das erste Apartment ist LIEBE! Und auch echt tolle Shootinglocation, wie du schon sagst <3

    Wen eine Thaiand- Reise-Reihe interessiert – würde mich sehr über Besuch freuen: http://nachgesternistvormorgen.de/?s=thailand
    lg
    Esra

    Reply
  • Janina 24. April 2017 at 07:25

    Auch dieser Artikel kommt wie gerufen 🙂 Letzte Woche war es noch Athen, was bei mir im Mai ansteht und jetzt Kapstadt, was als Roadtrip für nächstes Jahr aufm Zettel steht 🙂 Die Airbnbs sind dort echt ein Traum, da fällt die Entscheidung wirklich schwer. Mal sehen, was nächstes Jahr noch so frei ist 🙂 Ich kann schon echt verstehen, warum es dich im Mai wieder in die Mother City zieht 🙂

    Reply
  • Xenia 24. April 2017 at 10:56

    WOW – wir wollen im November nach Südafrika und dein Beitrag macht wirklich Lust auf mehr… die Unterkünfte 1 und 3 sind auf jeden Fall in der engeren Auswahl <3 schreibst du sonst noch ein Traveldiary mit Tipps und co?

    Liebe Grüsse
    Xenia

    Reply
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