#TWENTYSOMETHING COLUMN: SELBSTVERLEUGNUNG | „ICH MAG DICH VIELLEICHT MEHR, ALS ICH SOLLTE..“

5. März 2017

Selbstverleugnung

Verleugnung ist für jemanden, der sich ungewollt verliebt hat, der Schlüssel zum Überleben. Wir leugnen, dass wir Gefühle haben, wir leugnen, dass wir dabei sind, uns abhängig zu machen, wir leugnen, dass wir die Ablehnung fürchten, dass Panik in uns aufsteigt, wenn wir an eine Konfrontation mit unseren Gefühlen denken, wir leugnen, dass wir sehnsüchtig sind  – und natürlich leugnen wir, dass wir all das leugnen. Wir halten uns an vermeintlicher Rationalität fest, die als neue Cleverness gehandelt wird. Warum sich auch wehtun? Warum auch etwas erfragen, was man mit Vernunft, Beobachtung und Verstand selbst herleiten und dann als Ergebnis anerkennen kann? Manche von uns, die es besonders hart getroffen hat, die längst sicher sind, dass kein Happy End vor ihnen liegt, die leugnen nicht nur, die schweigen, verdrängen und hoffen – dass es einfach vorbei geht. Wie letztes Mal.

Ich war über Jahre ziemlich gut darin. Immer wieder. Aber dieses Mal – kann ich nicht mehr leugnen. Nicht seit letztem Freitag, als ich matt auf dem Küchenfußboden saß, den Kopf an den Schrank lehnte, mich an eine Caprisonne klammerte und feststellte, dass mich seine 3 Zeilen so stark aus der Bahn warfen, mich durch ein Wechselbad zwischen Ärger und Verlustangst schickten, als würde ich mich auf unbestimmte Zeit von dem Mann, mit dem ich mein Leben teilte, verabschieden. Nicht aber, als hätte mir dieser Typ von nebenan, mit dem ich in den letzten Wochen ein bisschen mehr Zeit verbracht hatte, einfach nur versetzt.

„Hey, ich schaffs heute leider nicht. Bin auf ’nen Geburtstag einer Freundin eingeladen und hatte das vergessen. Sei mir nicht böse, wir holen das nach?“

Die Freundin klang für mich wie eine Bedrohung, das Verschieben unserer Verabredung wie eine Absage an meine ganze Person und der lässige Rahmen, in dem er mit mir sprach und den ich bei jedem anderen Freund völlig okay gefunden hätte – der schnürte mir bei ihm den Hals zu.
Weil wir nicht immer so miteinander gesprochen hatten, weil dieser Ton sich angeschlichen hatte, ohne dass ich es rechtzeitig bemerkt und mich gestoppt hätte. Weil er sich wie die Bestätigung anhörte – die ich nicht hören wollte. Weil ich sie dann akzeptieren musste. Und mit ihr den Fakt, dass ich wieder zu lange geschwiegen hatte, still geblieben war und gehofft hatte, dass es vorbei ginge. Weil das leichter gewesen wäre, einfacher. Weil du manchmal einfach lieber leugnest und wartest, bis du es erst weniger und dann gar nicht mehr fühlst – als zu verlieren. Vor allem dann, wenn es nicht irgendein Typ aus irgendeiner Bar ist, der maximal dein Ego verletzen könnte, sondern jemand, den du wirklich vermissen würdest, wenn er dann zu Recht türmt und wahrscheinlich vor dir und deinen Emotionen flüchtet. Auf Abstand geht.

Und auf einmal komme ich mir unheimlich feige vor. Gerade, weil ich mir vornehme, immer mutig zu sein, weil ich die meiste Zeit stolz darauf bin, dass ich mich vor nichts fürchte, dass ich für mich einstehe und für meine Ziele kämpfe, weil ich keinem Streit, keiner Herausforderung in meinem Leben aus dem Weg gehe – und doch immer wieder dieser einen.

Der – meine Gefühle einzugestehen, sie anzuerkennen und laut zu sagen. Und dann zu wissen. Und dann weiterzumachen. Ohne sich vorher sicher zu sein, von welchem Punkt aus. Nicht nur in mir selbst bereit zu sein, wieder zu springen, zu wagen, mich zu verlieben, denn das hab ich nie verlernt, aber es meinem Gegenüber zu zeigen, Gefühle zu wagen, ja vielleicht sogar offen und verletzlich zu scheitern und nicht einfach nur vorbeigehen zu lassen, das hab ich immer vermieden.

Bis jetzt. 

„Wann sind wir in die Friendzone gerutscht?“

Ich weiß nicht, was dieses Mal anders ist, der Prozentsatz meiner Hoffnung ist es nicht, schon gar keine bessere Prognose, die mir in Aussicht stehen würde, es ist vielleicht nicht einmal er oder das, was ihn für mich ausmacht, es bin vielleicht viel mehr ich ganz allein, die dieses Mal, völlig unerwartet, bereit ist diesen Fling nicht nur abzuhaken und das was mir an ihm fehlen könnte herunterzuschlucken, sondern mit dem Gefühl loszulassen, dass ich es versucht hab. Wenigstens versucht. Wirklich versucht. Vielleicht, weil ich mir nicht mehr nur das Herz mit verschnürten Kisten und wirr beschrifteten Boxen voll stellen, sondern es endlich aufräumen will. Vielleicht aber auch, weil es das dieses Mal wert war. Oder ich mir schuldig.

Also nehme ich mein Handy in die Hand. Ich öffne seine Nachricht, ohne lange darüber nachdenken, wie ich es angehe, ob persönlich oder virtuell, bei einem Bier, bei ihm, bei mir, mit einer Frage oder nur vielen Antworten meinerseits, ob besser an einem Sonntagmorgen oder in einer Samstagnacht. Ich folge einfach meinem Gefühl, anstatt es zu unterdrücken. Und tippe: „Wann sind wir zwei eigentlich so sehr in die Friendzone gerutscht?“
Und dann warte ich.

„Ich weiß es nicht…“, antwortet er. Es dauert nicht einmal 10 Minuten. Und dann: „Stört es dich..?“ 
Jetzt zählt es. Noch könnte ich laufen, so lange und weit genug weg, bis ich mich sicher fühle und mein Herzschlag sich beruhigt, die bekannte Angst kleiner wird und ich so lange die Distanz halte, bis ich sie los bin. Oder ich springe.

„Ich glaube ja.“, als er meine Nachricht liest, aber nicht antwortet, als würde er auf meine Erklärung warten, tippe ich weiter.

„Oder ich glaube was mich stört, ist wie das mit uns passiert ist.
Ich hab eigentlich nie gewusst, woran ich bin, ich wusste von Anfang an nicht, ob wir nur Freunde sind, ob da mehr ist als das Plus, ob da vielleicht tatsächlich eine echte Chance ist..und gleichzeitig wollte ich natürlich unkompliziert und easy sein und mich nicht einmischen und hab mich nie getraut, was zu fragen oder zu fordern. Ich weiß auch nicht, ’ne Zeit lang hatte ich manchmal schon das Gefühl, dass da etwas zwischen uns ist, dass uns irgendetwas anzieht, nicht nur körperlich, nicht nur freundschaftlich..aber jetzt..“ 

Dieses Mal dauert es länger, bis er antwortet.

„Ich glaube, ich kann gerade niemandem emotional etwas bieten ..“  

Da ist sie. Die klassische Zeile. Die, die man leicht und frustriert als feige Phrase wegwischen – oder glauben kann. Die so oder so nicht weniger final wird. Die du nicht ändern kannst. Und die jetzt den Unterschied zwischen rationalem Abhaken und echtem Loslassen ausmachen soll.

„Lina?“
Und dann „Hey, antworte..“
Und dann:„Ok komm, jetzt wird es awkward..“ 

„Was soll ich denn sagen?“, tippe ich und lege das Handy zurück in meinen Schoß.
„Ich dachte wir sind ..Freunde..sind wir das jetzt nicht mehr? Willst du nicht mehr mit mir befreundet sein?“

„Ich will auch nicht sagen, dass wir nicht befreundet sind. Es ist nur – ich war mir nie sicher, wo wir stehen, ich konnte es nie 100%ig zuordnen und wollte gleichzeitig keinen Druck machen. Ich wollte es genießen, weil es wirklich schön war. Nur, du bist halt wortlos in die Friendzone gegangen, aber ich nicht hinterher. Ich hing immer noch auf Anfang, irgendwo zwischen geteilter Bettdecke und gemeinsam einschlafen. Für dich bin ich einfach zur Freundin geworden. Aber du bist für mich zu einem Freund geworden, den ich so viel mehr mag, als ich vielleicht sollte. In den ich mich verliebt hab.“ 

„Und was jetzt?“
„Ist die Antwort dein Ernst?“,
tippe ich und spüre, wie der Ärger in mir das Loch füllt, das Anspannung und Selbstverleugnung in mir hinterlassen haben. 
„Ich meins nicht böse. Das kam nur so überraschend und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Was ist denn das Beste für dich? Was machen wir denn jetzt?“ 

Ein Teil von mir will sich aufraffen, will wütend werden, weil er es sich so leicht macht, aber der größere begreift, bleibt ruhig und versteht, dass zwar meine Enttäuschung sich bestätigt hat, nicht aber meine größte Angst. Denn er rennt nicht, er belächelt mich nicht, er ergreift nicht die Flucht. Zumindest nicht in diesem Moment. In diesem Moment bleibt er. Und will, dass ich es auch tue.
Und auf einmal finde ich zu meiner alten Form, zu unserer alten Stimmung zurück, zu meinem Galgenhumor.

„Na ja, Du könntest dich schlicht geschmeichelt fühlen, dass ich hier meine Gefühle vor dir ausbreite und mich in dich verliebt habe, ohne dass du dich überhaupt bemüht hättest. Und ich könnte das als positive Erfahrung sehen, dass ich nicht verdreht und verloren bin, sondern mich immer noch offen verlieben kann.“
„Okay. Klingt gut..also für mich.“
„Arsch..“ 
Okay. Das klappt also noch. Nächster Schritt: wie war dein Tag noch? Und was machst du heute Abend?

 

…Es dauert nur 2 Nachrichten, dann fühlt sich alles wieder gut an und nicht – als hätte sich gerade alles geändert. Als wären wir noch wir, als hätte ich ihm nicht gerade meine Gefühle gestanden, ihn nicht verschreckt und als würde seine Ablehnung nichts an mir oder an uns ändern, als könnte ich sie hinter mir lassen und einfach das schätzen, was wir haben. Zumindest für diesen einen Moment.

Wahrheit

Verleugnung ist für jemanden, der sich unglücklich verliebt, der Schlüssel zum Überleben. Wir leugnen, dass wir nicht loslassen können, wir leugnen, dass wir noch hoffen, dass wir noch an diesem möglichen Gefühl festhalten, wir leugnen, dass es weh tut, wir leugnen, dass wir Distanz brauchen werden und vor allem leugnen wir unsere Enttäuschung, unser Unverständnis.
Und vielleicht ist das Ok. Vielleicht ist das unser Schmerzmittel, die Betäubung, die wir für eine Weile brauchen. Solange wir uns nicht so lange etwas vormachen, dass uns die Lügen wie die Wahrheit vorkommen. Bis wir abhängig von unserer Selbstverleugnung sind – und nicht mehr von ihr loskommen.

 

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52 Comments

  • Alice 5. März 2017 at 19:57

    Das spricht mir aus dem Herzen. Danke.

    Reply
  • Jojo 5. März 2017 at 20:05

    Danke Lina, danke für den Text. Wie du es immer wieder schaffst, es auf den Punkt zu treffen Ich glaube, in so einer Situation war jeder schon mal.
    Und P.S.: Ich habe übrigens die gleiche H&M Story wie du erfahren. Nichts passt. Falle wohl nicht unter das, was man als „normal“ definiert.

    Reply
  • Betty 5. März 2017 at 20:05

    Das ist das treffendste was ein Sonntagspost 20:00 hätte sagen können.. mir fehlen die Worte. Und ich weiß wie wichtig Dir vernünftiges Feedback ist, wie gern würde ich solches da lassen- aber ich kann es gerade nicht. Ich kann Dir nur sagen „Danke Lina“ – danke dass Du genau das heut veröffentlicht hast, genau dass was in dem Moment 100% in meinen Moment passt..

    Reply
  • Anne 5. März 2017 at 20:10

    Ja, leugnen hilft beim weiter machen. Bis der Moment kommt und die Wahrheit das Herz zuschnürt. Dann durchatmen und weiter leugnen, dann geht’s…

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  • *Sarah* 5. März 2017 at 20:11

    Liebe Lina,
    Ich glaube deine Situation hat jeder schon durch. Hat die Sekunden bis zu seiner Antwort gezählt. Jede Verzögerung als Absage gewertet, das er nur nicht weiß wie er die Absage verpacken soll. Das er nett und unkompliziert das gesagte runter spielen will.
    Die Situationen sind schlimm. So für das eigene empfinden.
    Und doch ist man immer wieder in der Situation und schmeißt manchmal doch wieder alles in die Waagschale.
    Und dieses eine mal funktioniert es – auf mein gerumpeltes „ich fand dich schon immer echt heiß. Jetzt würde ich gerne noch wissen, ob dein Charakter das hält“ antwortete er nach 3(!!!!) Stunden nur mit „Na, du hälst dich mit Türen machen auch nicht auf, sondern trittst sie gleich ein, oder?“
    Jetzt sind wir 3,5 Jahre zusammen und reden von heiraten.

    Also go Girl! Bleib du! Folge immer wieder deinem Ich. Der, der damit umgehen kann, wird genauso lässig reagieren wie meiner und wird sich mit dir in das Wagnis werfen!

    Keep rockin‘ – ich finde deine Art großartig!

    Liebste Grüße,
    Sarah

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    • LG 6. März 2017 at 11:44

      Das zeigt doch das man es nicht immer bereuen muss mal laut auszusprechen was man denkt und wie es ist. Das kann in die Hose gehen aber wer nicht wagt der nicht gewinnt oder?!?! 🙂

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  • Marie 5. März 2017 at 20:16

    Super geschrieben, du triffst Situationen immer so genau auf den Punkt! Allerdings würde es mich interessieren, wie es weitergeht…könnt ihr noch so locker befreundet bleiben? Oder wird die ganze Situation jetzt komisch? Ich war in einer ähnlichen Lage und bei mir war danach die Freundschaft erst ganz merkwürdig und dann vollkommen aus. Deshalb interessiert mich, wie es bei dir funktioniert hat.

    Liebe Grüße,

    Marie

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  • Henrietta 5. März 2017 at 20:18

    Liebe Lina,
    Danke! Oft versuchen wir „starke Frauen“ ja immer, alles tough wegzustecken. Die Kritik im Job. Das bodyshaming von irgendeinem Fremden, den Zurückweisung von Menschen, die wir gern haben. Wir haben dann immer die Wahl zwischen „einfach durch da“ oder „den Schmerz zugeben“ – beides Konzepte, die ich super finde. Aber manchmal haben wir eben weder die Kraft fürs Starksein, noch die Kraft für einen emotionalen Zusammenbruch. Und dann hilft das Leugnen. Einfach mal zu Seite schieben. Das ist sicher nicht immer gesund – aber manchmal der einzige Ausweg. Schokolade, Drinks und Kippen sind ja auch nicht gesund und manchmal trotzdem die perfekte Lösung …

    Reply
  • Mona 5. März 2017 at 20:23

    Liebe Lina,
    dieser Text beschreibt genau wie ich mich leider schon zu häufig gefühlt habe. Mich zu verlieben, Gefühle für jemanden zu entwickeln, das fällt mir leicht. Aber mir selbst diese oder jemand anderen gegenüber eingestehen? Unglaublich schwer, manchmal fast unmöglich, weil ich weiß das es mich verletzlich und angreifbar machen würde. Mir eine Zurückweisung um so viel mehr weh tun würde, wenn ich mir die Gefühle eingestehen würde. Aber wenn ich diesen Schritt nicht wage, weiß ich das ich es hinterher bereuen würde, also versuche ich es doch immer mal wieder. Auch wenn ich dabei meistens scheitere.
    Zu wissen das man mit diesem „Problem“ nicht alleine ist, das hilft ungemein. Danke dafür!

    Reply
  • Nadine 5. März 2017 at 20:31

    Wow, ganz toller, feinfühliger und wunderbar treffend formulierter Text! Danke dafür.

    Reply
  • Lotta 5. März 2017 at 20:32

    Wow! Mitten ins Herz!

    Reply
  • Debby 5. März 2017 at 20:39

    Und wieder ein Text der mit aus der Seele spricht! Danke dass du immer wieder zeigst das solche Sachen (wo jeder denkt damit ist man alleine) ganz normal sind und sie jeder mal erlebt!! DANKE ❤️

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  • Anna 5. März 2017 at 20:42

    Tolle Kolumne Lina!
    Ich kenne das nur zu gut. Manche Männer definieren nicht gerne und bleiben unverbindlich. Das ist so schön bequem, ein bißchen wie Beziehung, aber ohne Verpflichtungen und wirkliche Verbindlichkeiten, wollen sie diesen (für uns) irgendwann zermürbenden Schwebezustand so lange wie möglich aufrecht erhalten. Warum? Tja… ich glaube das ist insbesondere ein Generationenproblem. Beständigkeit wird immer weniger Teil unseres Lebens: wir schmeißen ständig Ding weg und ersetzen sie, nicht weil sie kaputt sind, sondern weil sie „alt“ sind, weil es etwas „Neues“ und „Besseres“ gibt. Dummerweise wird dieses Prinzip eben auch gerne auf zwischenmenschliche Beziehungen angewandt. Da passt die Unverbindlichkeit doch super in dieses Schema. Dann muss man die Beziehung nicht mal wegschmeißen, sich nicht groß erklären, weil man aus Bequemlichkeit ja erst gar keine ernsthafte solche angefangen hat. So hat man im Zweifelsfall niemandem das Herz gebrochen und kann jeden Abend ruhigen Gewissens ins Bett gehen. Und was bleibt für den, der bereit war den vollen Einsatz zu gehen? Viele Fragezeichen und vielleicht ein Herz, das zu zerbrechen droht.
    Da ist Leugnen, liebe Lina, der erste Selbstschutz, bis das Herz soweit ist, dass es der Wahrheit, die der Verstand längst kennt, standhält.

    Reply
  • Simone 5. März 2017 at 20:45

    Du Liebe, wie du siehst, sind alle Frauen gleich und alle Männer auch… Danke für Dein Augen-öffnen… Auch ich schließe sie gerade vor der Wahrheit und versuche immer wieder die für mich persönlich beste Kurve zu kriegen, bevor es sooo richtig wehtut… Irgendwann kommt er, der eine, dem es mit uns so geht, wie uns mit den Männern… Der ist es dann – hoffentlich ist der nicht zu wenig Herausforderung für Frauen, wie uns 💅🍾💃😉

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  • Nine 5. März 2017 at 20:47

    Liebe Lina, danke für diese Kolumne.. Eigentlich bin ich eher eine stille Leserin, doch heute MUSS ich einfach mal einen Kommentar schreiben, einfach weil du es so sehr verdient hast, das man deine Arbeit, Ehrlichkeit würdigt. Du bist wahrscheinlich eine der mutigsten und ehrlichsten Frauen die ich „kenne“, dabei kennen wir uns noch nicht einmal. Ich bewundere deine Art und Weise mit den Dingen umzugehen und dazu immer die passenden Worte zu finden. Gerade heute ist deine Kolumne wie Balsam für meine Seele, in dem Wissen das es mir nicht allein so geht… Ich bin momentan in einer ähnlichen Situation…Nur das der Mann dabei seit Jahren ein sehr guter Freund ist und seit ca einem Jahr ein regelmäßiger Sexpartner à la Freundschaft Plus… Was Gefühle auf beiden Seiten angeht..Keine Ahnung, was meine Gefühle betrifft, noch weniger… Ich sollte mir einfach ein Beispiel an dir nehmen und deinem mutigen Pfad folgen. Danke dafür, dass du immer so eine Inspiration bist.

    LG Nine

    Reply
  • Elisabeth 5. März 2017 at 20:48

    Beim Lesen steigen mir völlig unerwartet in die Augen … „…weil ich mich in Dich verliebt habe, ohne dass Du Dich bemüht hast…“ damn I did. und dann zu lesen, dass man sich eigentlich selbst ‚verarscht‘ ist hart.
    Ich danke Dir, Lina. Für Deine immer passenden Worte zum richtigen Zeitpunkt. Für Deine Ehrlichkeit.
    Dafür, dass Du einfach Du bist. Hab‘ einen schönen Abend ❤️

    Reply
  • Anka 5. März 2017 at 20:52

    Liebe Lina
    Das was du schreibst ist so wahr. Manchmal muss man sich einfach selbst vor den eigenen Gefühlen schützen, damit man nicht aus dieser Achterbahn fällt oder sich nur selbst verletzt. Doch kann man das dann auch wirklich überwinden, wenn man immer nur alles überspielt? Kann man mit diesen Gefühlen abschließen, wenn man sie einfach immer unterdrückt und nie zulässt? Oder bleibt dann am Ende ein riesiges schwarzes Loch gefüllt mit Leere? Das weiß ich leider nicht, aber vielleicht hat jemand irgendwann eine Antwort darauf.

    Ich liebe deine Art zu schreiben und wie wahnsinnig reflektiert du all deine Handlungen betrachtest. Ein echtes Vorbild!!!
    Liebe Grüße

    Reply
  • S 5. März 2017 at 20:53

    Oh Gott, ich verstehe dich so so so gut. Einer der Gründe, warum ich so lange Single bin… ich kann diesen Schmerz einfach nicht mehr fühlen, wenn ich Ablehnung bekomme. Lieber bin ich allein. Ich habe Angst mich zu verlieben und doch will ich so gerne jemanden an meiner Seite haben. Von außen tue ich so, als wäre ich ein glücklicher Single. In Wahrheit sieht es einfach anders aus.
    Tja, danke liebe Männerwelt.

    Reply
  • Elisa 5. März 2017 at 20:55

    Ich weiß nicht, wie du es schaffst, aber du sprichst mir einfach immer so sehr aus dem Herzen und sagst genau das, was ich auch durchlebe. Gerade dieses, dass man keinen Druck machen und unkompliziert bleiben will. Ich bin immer wieder überrascht, wie oft wir in der gleichen Situation stecken. Danke dir, für diese Kolumne und für alle anderen! ♥

    Reply
  • Laura 5. März 2017 at 20:55

    lina – danke für deine tollen kolumnen! ich habe immer das gefühl du sprichst mir direkt aus dem herzen! ich habe das gefühl, du bist die einzige, die sich traut über solche themen zu schreiben, und das ist so wichtig und so super! ich bin seit jahren stille leserin und ich liebe deine texte. bitte bitte mach genau weiter so! liebe grüße

    Reply
  • Paula 5. März 2017 at 21:05

    Einfach nur Wow. Danke für diese Worte.

    Reply
  • Saskia 5. März 2017 at 21:21

    Danke liebe Lina für so viel Wahrheit und Zugeständnis an diesem Sonntag!

    Auch wenn man es sich, wie du sagst, oft nicht eingestehen will, manchmal vielleicht auch nicht kann, um das alles nicht zu sehr an sich heran zu lassen, können sich viele mit dem was du sagst sehr gut identifizieren. Auch ich, leider mehr als mir lieb ist. Aber das es am Ende besser war, los zu lassen, ist auch ein Zugeständnis…eines was wir vielleicht genau so lernen müssen, wie das Zugeständnis unserer Gefühle.

    Reply
  • Katharina 5. März 2017 at 21:22

    Liebe Lina,
    ich bin wirklich sprachlos…!
    Aber ich versuche mein Glück und ringe um einige Wörter: Es ist (wiedereinmal) grandios geschrieben. Wie Du es immer wieder schafftst, einzelne Wörter so gezielt (und sicherlich bewusst) in Szene zu setzen ist immer wieder beeindruckend. Von der Geschichte ganz abzusehen. Denn das kenne ich leider auch… #beentheredonethat
    Ich hätte wahrscheinlich mega rumgestresst und alles nur viel schlimmer gemacht, aber wie du es geschafft hast mit deinem, ich zitiere „Galgenhumor“, das so geschickt zu enden, da wäre ich nie darauf gekommen und werde das nächste Mal, wenn ich wieder in so einer Situation bin, daran denken, mich beruhigen und hoffentlich genau so entspannt und optimistisch antworten.
    Hut ab, Lina!

    Reply
  • Stefanie 5. März 2017 at 21:28

    Liebe Lina,
    wieder einmal schaffst Du es einen mit Deinen Worten zu berühren. Ich bin grad in einer ähnlichen Situation und manchmal hilft nur Verleugnung, um nicht an dem Schmerz zu zerbreche.
    Danke für diese Worte! Du bist echt eine starke Frau und das ist echt bewundernswert.

    Reply
  • Sandra 5. März 2017 at 21:42

    Dein Text liest sich als hättest du eben meinen Nachrichtenverlauf durch gesprochen. Vor wenigen Momenten hab ich das gleiche durchgemacht und bin nun einfach wütend auf mich… Aber so sind wir Frauen doch? Erstmal suchen wir den Fehler bei uns
    Ich liebe liebe liebe deine Texte, jeder einzelne ist wunderschön! Sobald ich mitbekomme, dass du wieder etwas veröffentlicht hast muss ich es sofort lesen.
    Dazu gefällt mir aber auch immer noch deine passenden Bilder und das gesamte Layout, welches den Text, auch wenn sich sehr unauffällig sind, dennoch unterstreichen und ihm noch mehr persönlichkeit geben.
    Danke für deine Offenheit!

    Reply
  • Mareike 5. März 2017 at 21:53

    Wie immer eine tolle Kolumne! Wobei ich sagen muss, dass mir diese noch besser als die letzten gefallen hat. Man hat sich gefühlt als säße man direkt neben dir und würde alles hautnah miterleben, es war wirklich sehr packend. Besonders der Schluss hat einen nochmal berührt und irgendwie so richtig ins Schwarze getroffen.
    Mach weiter so <3

    Reply
  • Antonia 5. März 2017 at 21:57

    Krass. Als ich das gerade gelesen habe, hat es sich so vertraut angefühlt, dass es fast gruselig wurde. Nur nicht, weil ich das schon genau so erlebt hätte, sondern vielmehr weil es genau das ist, was ich zur Zeit befürchte, worauf ich mit einem komischen Gefühl im Magen bange. Die Antworten könnten 1:1 von ihm kommen, ich weiß nur noch nicht wann es so weit sein wird, wie lange ich noch cool bleiben kann und ob es jetzt überhaupt noch was gibt, was das abwenden könnte. Aber dennoch, ich werde es nie bereuen mir die Gefühle immer wieder eingestehen zu können, auch wenns dann am Ende vielleicht mehr weh tut. Danke für das perfekte Wort zum Sonntag <3

    Reply
  • Mary 5. März 2017 at 22:00

    Ich verfolge deine Kolumne nun schon länger und immer wieder finde ich mich darin wieder 😀
    Es ist irgendwie ein Trost zu wissen, dass es da draußen auch so viele Mädels gibt, die das Karussell der Gefühle mitfahren! Mal ist es berauschend und mal schwindelerregend. Leider ist man oft zu feige demjenigen zu sagen, welche Gefühle man für ihn hat. Aber wenn man sie nicht mitteilt, wie soll man rausfinden ob sie womöglich erwidert werden?! Es gehört viel Mut dazu – keine Frage. Ich bin ein overthinker… Ich gehöre zu denen, die viel zu viel darüber nachdenken, bevor es überhaupt passiert ist. Ich will das endlich ändern, über meinen Schatten springen und dem Mann der Begierde, eindeutig sagen was ich will bzw. fühle, bevor ich Anforderungen und Erwartungen an ihn habe, die er nicht erfüllen kann, wenn er nicht weiß worum es eigentlich geht… Andererseits wenn die Gefühle nicht erwidert werden, hat man immerhin die Sicherheit, dass man alles getan hat und es besteht Klarheit. Also traut euch Mädels! Den richtigen schreckt es nämlich nicht ab 😉

    Reply
  • Tina 5. März 2017 at 23:01

    Liebe Lina!
    Das ist wahnsinnig spannend geschrieben und ich war vor kurzem auch in genau der gleichen Situation. Warum sollte man auch zugeben, dass man sich verliebt hat, wenn der andere schon vorher absagt. Ich hab es trotzdem geschrieben und auch wenn der Schmerz und die Ablehnung weh tun, ist es soviel besser, ehrlich gewesen zu sein, es versucht zu haben und die Gewissheit, dass man die Fähigkeit sich zu verlieben nicht verlernt hat. Danke für deine tolle Kolume! Danke für diese starke Lina!

    Reply
  • Jule 6. März 2017 at 00:16

    Liebe Lina, ich danke dir sehr für diesen Post. Wieder einmal findest du die Worte, dir mir für das, was ich fühle, fehlen.
    Hör einfach niemals auf zu schreiben, ja? <3

    Reply
  • Kat 6. März 2017 at 00:49

    Liebe Lina,

    Ich liebe, liebe, liebe deinen Schreibstil, deine Stimme und bin mehr als begeistert von deiner Idee mit dem Podcast gewesen. Was heißt gewesen – das bin ich immer noch. Deine Kolumnen fühlen sich nicht belehrend an, sondern leicht, nicht wie die Art von Literatur, bei der man mit dem ersten Satz merkt ‚Oh, hier sollte ich, wenn es nach dem Autor ginge, noch vier Tage drüber nachdenken‘, sondern eher die Art von Texten, über die man ein wenig stolpert; im positiven Sinne. In dem Sinne, dass man sie liest, dass man zumindest ein paar Minuten länger darüber nachdenkt und sie dann gedanklich beinahe abschließt, die aber wenige Tage später noch irgendwo im Kopf herumgeistert. Nicht die Art von Texten, die man liest und nach drei Tagen spätestens wieder lesen könnte, ohne vor dem vierten Absatz zu merken, dass man das doch schon einmal gelesen hat, an die man sich nach drei Jahren mal mit einem ‚Oh, da habe ich mal etwas drüber gelesen‘ erinnert – sondern Texte, über die man nachdenkt, ob man das will oder nicht, aber ohne, dass es sich gezwungen anfühlt. Du zwingst niemanden, deine Gedanken zu teilen und sich selbst welche zu machen, aber du öffnest die Tür und gibst so zumindest jedem die Möglichkeit.

    Auch, wenn ich bei diesem Thema tatsächlich eher auf der Seite der mutigen Menschen stehe und meine Gefühle schnell auch ausdrücke, kenne ich dennoch genau das, was du hier beschreibst: Diese Unsicherheit. Vor allem nach dem Klick auf das kleine Papierflugzeug. Besonders bei der Sorte Mensch, die dich bei „gelesen: 02:47“ hängen lässt und bei der nächsten Begegnung nach einem gestammelten ‚hi, ja, mir auch, oh, da drüben, …‘ vor dir flieht.

    Danke für die Kolumnen, für ein bisschen Routine und gute Texte sonntags.

    Liebe Grüße,
    Kat

    Reply
  • Iris 6. März 2017 at 06:42

    Diese Kolumne hat mir tatsächlich die Sprache verschlagen. Mir fehlen die Worte, weil sie einfach so gut und wahr ist. Mehr fällt mir dazu nicht ein, und das im sehr positiven Sinne!

    Reply
  • Tina 6. März 2017 at 08:56

    Mal wieder eine wundervolle Kolumne.
    Ich freue mich jetzt schon darauf, mir nachher den Podcast dazu anzuhören!
    Alles Gute, liebe Lina!

    Reply
  • Judith 6. März 2017 at 09:49

    Ich musste anfangs bei der „Caprisonne“ noch ein bisschen lächeln.
    Dann war ich allerdings voll in deinem Text drinnen. Wunderbar geschrieben, mehr kann ich nicht sagen.

    Reply
  • Franka 6. März 2017 at 10:15

    Vielen hast du mit den Worten einfach mal aus der Seele gesprochen, dieses Szenario hatten wir alle bestimmt mindestens einmal.
    Und ja die Verleugnung hatten wie alle wahrscheinlich auch als Schutzschild angewandt, die eigentlich nicht positiv sondern manchmal auch richtig kontraproduktiv verlaufen kann.
    Mehr Mut zu den Gefühlen ist glaube ich auch eine Sache des Alters. Manche neigen im Alter mehr dazu wie ein Rambock durch die Gegend zu stiefeln, andere sind nochmehr darauf bedacht eben nicht verletzt zu werden/verletzbar zu sein.
    Wäre mal interessant zu wissen, wie eigentlich so die Mehrheit sich entwickelt – mehr zum offenherzigen oder scheuen Typ..

    Reply
  • LG 6. März 2017 at 11:31

    Liebe Lina,

    es ist einige Zeit her das ich vor einem Text saß und bei jedem fünften Satz dachte „kenn ich… kenn ich… jap, hab ich erlebt“. Nicht nur ein mal.
    -been there done that- wie man so schön sagt.
    Ich habe mich immer und immer wieder selbst verarscht. Wollte die Wahrheit und die Gewissheit tief im inneren eigentlich garnicht haben.
    Zu glauben das der andere die Gefühle nicht erwiedert ist mies. Zu wissen das der andere die Gefühle nicht erwiedert ist mehr als hart. Und so habe ich lieber mit einer Ungewissheit gelebt. Bis es irgendwann nicht mehr zu verdrängen war.
    Oft habe ich auf Fragen wie „Wollen wir heute Abend etwas unternehmen?“ mit einer Antwort alá „Sorry bin schon verabredet“ bekommen. Daraufhin habe ich meine Frage bereut, habe in seine Antwort zu viel reininterpretiert. Hätte ich nicht gefragt würde ich mir nun nicht den Kopf zerbrechen mit wem er denn da „verabredet“ ist.
    Ich war es so leid mich selbst zu belügen. An dem Spruch „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ ist eben doch etwas dran. Wenn der jenige dann auch noch zu einem guten Freund geworden ist… na Gut´Nacht!

    Ich finde das der von dir genannte Herr echt gut reagiert hat. Man fühlt sich danach zusätzlich zu den verletzten Gefühlen eben auch noch klein und angreifbar. Leicht verletzlich eben. Er gibt dir nicht das Gefühl das du die Dumme in der Geschichte bist.

    Bei deinen Gefühlen hilft dir dies sicher nicht weiter-ganz im Gegenteil. In eurer Freundschaft sicher schon.

    Ich wünsche dir das du damit klar kommst oder es vielleicht schon bist da deine Texte ja meist Zeitversetzt erscheinen.

    Liebe Grüße

    Reply
  • saskia 6. März 2017 at 15:17

    The thing about love is… „You are what you love, not what loves you“
    http://chrisglass.com/things/quotes/adaptation.shtml

    Reply
  • Katherina 6. März 2017 at 17:09

    Liebe Lina!

    Zuallerst ein Danke von mir zu dir, dass du uns in deine Perspektive über das Thema Selbstverleugnung teilhaben lässt <3
    Du hast mich ziemlich kalt erwischt damit – hab mich selbst zwischen den Zeilen so gut wiedererkannt.
    Das Leugnen der ganzen Sache ist die Blase, die in beim Lesen geplatzt ist bei mir. Ich leugne so sehr, dass ich nicht mehr weiß, wo ich stehe zurzeit. Was ich denn eigentlich fühle.
    Stecke immer nur weg – lenke mich mit so vielen Dingen an, mit anderen Männern. Das funktioniert nur bedingt. Was mir auch klar ist – wie sollte es auch klappen meinen Kopf durchgehend so beschäftigt zu halten, dass die Gedanken nicht zu dem Tabuthema, zu ihm zurückkehren. Denn ich bin – wenn ich mir jetzt das hinter der geplatzten Blase ansehe – wütend auf mich selbst.
    Dass ich noch nicht über ihn hinweg bin.
    Dass ich ihn noch immer liebe – auf eine Art und Weise, die er eindeutig nicht verdient.
    Nur die Ausgangssituation unterscheidet sich von deiner – wir waren zusammen.
    Meine Selbstverleugnung hat sich angeschlichen – war nicht direkt da. Ich hab nicht mal bemerkt, wie ich die Mauer gebaut habe, und dachte "Okay – langsam geht es mir besser". Denkste.
    Und mittlerweile kann ich mir die Zeit nicht geben um es zu verarbeiten – die Gedanken ziehen nur die gleichen Kreise, ich weiß, dass die Zeit es besser machen soll. Wobei ich das gerade nicht unterschreiben kann. Absolut nicht.
    Also suche ich weiter die Ablenkung und date was das Zeug hält um meinen Kopf zu beschäftigen.
    Das Schlimmste daran? Dass ich nicht weiß, ob ich mit manchen treffen würde, wenn ich nicht so dringend die Zerstreuung suchen würde im Augenblick.
    Und ich weiß nicht, ob ich egoistisch genug bin das so durchzuziehen, auch wenn ich mir mit Dates nichts zu schulden komme lasse. Und auch offen aufkommende Frage beantworte, die mir einer stellt.
    Weißt du wie ich meinte?
    Und ist es nicht irgendwo armselig, dass ich so die Bestätigung suche?
    Wenn er das nicht mehr sieht, muss ich anscheinend beweisen, dass ich durchaus begehrenswert bin.
    Ich kann mich nicht wirklich leiden im Moment…

    Reply
    • Franka 7. März 2017 at 10:28

      Hallo Katherina,

      das permanente Ablenken kann jeder verstehen, aber es ist eigentlich nur eine kurzfristige Betäubung deiner selbst.
      Macht man gerne eine Zeit lang aber irgendwann musst du dich dem Thema aber auch stellen, Gefühle zulassen, mit anderen darüber reden, dir etwas Luft machen.
      Ich habe das auch gemacht – zu lange um dann festzustellen, dass ich eigentlich nach einer langen Zeit festzustellen immer noch über Ihn nicht hinweggekommen zu sein.
      Die Phase ist scheiße, tut weh, macht traurig, gefühlsduselig, emotional, aber das soll es auch. Hört sich blöd aber ohne das zu realisieren und zuzulassen was geschehen ist, bleibst du immer auf einer Stelle stehen.
      Bei dir war das auch etwas anderes – ihr kamt schon weiter, seit euch sehr nahe eine gewisse Zeit gekommen und dann der unangenehme Schlussstrich.
      Manchmal hilft das Schreiben auch über die Situation hinweg zu kommen – hat es bei mir zumindest. Der Post muss nicht unbedingt veröffentlicht werden, vielleicht probierst du es mal damit.
      Ich drück dich, da wird schon besser werden 🙂

      Reply
      • Katherina 8. März 2017 at 22:34

        liebe Franka – vielen lieben Dank für deine Antwort!
        Ich habe einige Zeit damit verbracht meinen Gefühlen Raum zu geben, damit ich das verarbeiten kann. Es hat geholfen, nur irgendwie schaff ich den Absprung nicht ganz und lenk mich jetzt ständig ab um mich selbst wieder ganz zu fühlen. Was falsch ist, ich weiß.
        Ich muss meine Wut konfrontieren und mir selbst wieder klar machen, dass ich alleine genauso ganz bin. Das gelingt mir immer wieder, und dann lese ich Texte wie Linas und realisiere wie weit der Weg vor mir noch ist. Und irgendwo zwischen Selbstverleugnung und Zerstreuung suchen habe ich die Geduld mit mir verloren. Die werde ich jetzt suchen gehen, und meine Ansprüche an mich selbst etwas zurückschrauben. Der Wut Luft machen und nach vorne sehen.
        Heute beispielsweise komm ich viel besser damit zurecht, und dann gibt es Tage wie vorgestern, an denen ich nicht weiterweiß und mich in die Ablenkung flüchte.
        Deine Worte haben mir geholfen einen Schritt zurückzugehen und das Ganze mit etwas Distanz zu betrachten <3

        Reply
  • Verena 6. März 2017 at 19:19

    Wie perfekt du wieder einmal dieses bittersüße Gefühl einfängst und so unglaublich treffend in Worte verpackst. Und obwohl es so weh tut, wenn es nicht so funktioniert, wie man es sich wünschen würde, ist es doch irgendwie gleichzeitig – auf verquere Art und Weise – ein so schönes Gefühl, wenn dieser Jemand dir trotz des ganzen Chaos sagt: Ich mag dich einfach. Es gibt sie eben doch noch, die Guten…

    Reply
  • MademoiselleFia 6. März 2017 at 19:22

    Ich habe oftmals den Drang mit dir über solche Themen bei einem Kaffee zu quatschen und dann veröffentlichst du genau diese Storys, die identisch sind oder ansatzweise passen.
    Danke Lina ❤

    Reply
  • Kim 6. März 2017 at 21:12

    Mir ist gerade total schlecht. Nicht weil ich diesem Text schlecht finde,sondern weil er Wort für Wort meine Gedanken und Gefühle beschreibt.
    Ich hänge in einer sehr ähnlichem Situation,nur leider schon seit über einem Jahr. Ein großes Hin und Her,aus dem ich nicht fliehen kann oder auch nicht will.
    Mir schnürt es richtig die Brust zu, weil mir beim Lesen mal wieder sehr viel bewusst wurde,was mich traurig macht..

    Deine Texte sind wirklich toll und berühren mich. Auch wenn sie mich oft an vieles erinnern, was ich versuche zur Seite zu schieben.

    Ganz liebe Grüße

    Reply
  • Katrin 6. März 2017 at 23:03

    Wow!
    Dieses Ziehen im Magen! Ich habe es lange nicht erlebt, aber deine Worte lassen es wiederkommen als wärs gestern gewesen. Das ist unglaublich gut geschrieben.

    Reply
  • Rebecca 7. März 2017 at 09:48

    Oh gott wie ich mich auf dein Buch freu!

    Reply
  • Kathi 8. März 2017 at 14:14

    Liebste Lina,
    deine Kolumne war jetzt seit du sie veröffentlicht hast als geöffneter Tab in meinem Browser und ich habe mich jetzt erst getraut sie zu lesen. Denn eine ganz ähnliche Situation ist mir letzte Woche passiert, nur das er eigentlich genauso gefühlt hatte und dann Karneval und eine andere Frau dazwischen kam die alles veränderte. Dabei war ich dieses Mal bereit mich wieder zu öffnen. Nach zwei Jahren fand ich das er es endlich einmal wieder wert war und trotzdem gescheitert… Bei mir endet das leider nicht in Verleugnung sondern in einer kühle und Verschlossenheit die sich in mir ausbreitet…. Daran muss ich noch arbeiten. Danke für deine ehrlichen Worte. Ich bin voll und ganz bei dir und fühle mit dir meine Liebe <3
    Liebst Kathi

    Reply
  • Nadi 8. März 2017 at 14:35

    Danke für diese ehrlichen Worte, die es wieder einmal so gut auf den Punkt bringen. Bin selber gerade in so einer Situation und weiß, wie schwer es sein kann einfach mal die Gefühle, die man hat zu zeigen oder gar auszusprechen.

    Reply
  • Sabrina 9. März 2017 at 01:47

    Ich hab Tränen in den Augen…. Danke für diesen Beitrag.
    Es ist ein Segen und ein Fluch zu gleich. Ich bin so froh, dass ich es noch kann. Ich kann mich verlieben. Ich kann nach wie vor Gefühle zeigen, mein Herz öffnen und es zu lassen. Aber ich bin müde und kaputt von den Enttäuschungen.

    Reply
  • Justsayin 18. Mai 2017 at 19:51

    Klassischer N.

    Reply
    • Lina Mallon 18. Mai 2017 at 20:07

      Warte … wie meinst du das? Klassischer N?

      Reply
      • Justsayin 19. Mai 2017 at 21:17

        zähle mal bis 25 oder ein Regal weiter

        Reply
        • Lina Mallon 19. Mai 2017 at 21:35

          Was fürn herablassender Satz. Was soll ich mit diesem kryptischen Kram anfangen? Sag was du meinst oder lass gut sein ..

          Reply

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