TWENTY SOMETHING COLUMN: „EINMAL IM JAHR WIRD QUASI DURCHGEZÄHLT“, CHRISTMAS EDITION PART 1

4. Dezember 2016

Es ist gerade 10:00 Uhr, als ich es mir mit der zweiten Tasse Kaffee des Tages auf dem Sofa gemütlich mache und nach dem Handy greife. Dass ich sie an Adventssonntagen anrufe, hat Tradition, das macht man so bei uns. Fragt einander, wie die Woche war, berichtet von Erlebnissen und immer dann, wenn sie merkt, dass ich es brauche, rückt sie meine Perspektiven ein bisschen gerade. Ohne großen Aufwand.

Nach dem zweiten Klingeln ist sie dran. Wie immer fragt sie erst einmal nach, wer denn da dran sei. Das heißt sie hat ihre Brille nicht auf und kann auf dem Bildschirm nicht erkennen, dass ich sie anrufe. „Ich bin’s Omi“, sage ich und sofort ändert sich ihre Stimme. „Wie schön dass du anrufst Kind.“

Wir besprechen kurz meine Reise nach Mexico, sie erzählt von ihren Plänen für den Weihnachtsmarkt und – ohne die obligatorische Warnung würde dem Telefonat etwas Vertrautes fehlen –  gibt mir Tipps gegen das Erkältungswetter. Auch mal einen heißen Holunderbeersaft trinken. Ja Oma. Überhaupt viel trinken. Ja Oma. Geregelt essen. Ja Oma. Auch mal selbst kochen. Ja Oma. Und hörst du endlich auf ohne Socken rumzulaufen. Ja Oma. Sag nicht nur Ja Oma. Ok Oma .. 

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Irgendwann sind wir bei den persönlichen Neuigkeiten angelangt.
„Deine alte Schulkameradin Bettina ist ja jetzt auch Mama geworden.“ „Mh-Hmm.“, mach ich. „Ein kleines Mädchen. Ich hab ein paar Bilder gesehen. Sehr niedlich. Und auch der Papa ist ganz stolz drauf und schiebt immer mit dem Kinderwagen bei uns am Haus vorbei.“ „Aha..“
„Vielleicht seht ihr euch ja an Weihnachten mal..“ 
Ich spare mir die Erklärung, dass ich von dieser ‚Schulkameradin‘ seit 10 Jahren nichts gehört habe und auch nicht wirklich plane das zu ändern.
Und was weihnachtliche Familienzusammenführung betrifft, bin ich mit meinem Ex-Freund und seiner Kleinfamilie, die mir an jedem Heiligabend über den Weg läuft, bestens bedient. Überhaupt ist ein christliches Fest eigentlich gar nicht nötig, um mich auf dem Laufenden zu halten. Dass ich der letzte übrig gebliebene Single aus dem Abschlussjahrgang 2007 der Kleinstadt Salzwedel bin, verrät mir Facebook regelmäßig. Obwohl nein, ein paar Rückläufer kommen schon wieder in meine Richtung. Gute 50% von denen, die sich mit 20 gebunden haben, stecken 6 Jahre später in den ersten ernsten Trennungen. Und dennoch: für das Klassentreffen im kommenden Jahr miete ich mir alle Vorraussicht nach einen Mann. Denn auch, wenn mein Beziehungsstatus für mich viertranging ist, für den messbaren Erfolg hier in der Heimat, ist er unabdingbar.
„So, so schade, dass du immer noch Single bist. Bei dir erwartet man ja immer, dass du bei deinem Job und dem, was du so machst und wie viel du unterwegs bist, mit einem Hollywoodstar um die Ecke kommst!“, hatte mir neulich erst eine ehemalige Mitschülerin eröffnet, die ich bei einem der kurzen Heimatbesuche vor der Bäckerei traf. „Ähhh…“, war meine preisverdächtige Antwort gewesen, bevor ich mich unbeholfen verabschiedete.
Immer wenn man denkt, dass man sich die Dialoge und Situationen hier, in der stillen Altmark, nicht einmal nach 2 Gläsern Rotwein so ausdenken könnte, wie sie tatsächlich stattfinden, leitet irgendjemand das Staffelfinale ein.

Pünktlich, um meine Gedanken rund zu machen, meldet sich meine Oma wieder in der Leitung. Was „der junge Mann macht, von dem du neulich so viel erzählt hast“, will sie wissen. Ich weiß genau wen sie meint, denn wirklich viel von meinem Datingleben erzähle ich in weiser Voraussicht nie. Für meine Oma ist es unmöglich die Namen meiner engsten Freundinnen auseinander zu halten, sodass wir vor jedem neuen Gesprächsthema immer noch einmal die Basics klären müssen („Die mit den Locken und dem Hund, die jetzt ein Kind hat“, „Die aus Leipzig,, die mal bei dir gewohnt und auch einen Hund hat“, „Die, mit der du in der Schule immer zusammengesessen hast und die hier aus dem Nachbarort kommt“), aber einen einzigen Mann, den ich je erwähne? Merkt sie sich noch Monate später. Ich wiegele ab: „Keine Ahnung, wir haben uns länger nicht gesehen..“ „Ach das tut mir leid“, sagt sie und trifft mit ihrem Ton genau ins Schwarze. „Wieso? Alles gut .. manchmal sehen wir uns halt öfter und manchmal … weniger. Und gerade eben weniger.“ „Kind, du klingst aber geknickt.“ „Nein, ehrlich ..“, sage ich noch beschwichtigend, gebe ein gezwungenes Lachen von mir und muss dann schlucken. Und ohne zu überlegen sage ich laut, was ich eigentlich kaum heimlich fühlen will, weil es ein bisschen weinerlich und irgendwie sogar armselig klingt, es ist das was der Kopf augenrollend durchstreicht und wofür er nur ein halbherziges Lachen übrig hat, weil dieses Leben für ihn auch ohne Mann oder Date ausgefüllt ist, weil er mehr Träume hat, als Bridget Jones und weil er stolz auf alle die ist, die er schon umsetzen konnte, aber das Herz, das Herz hat seine schwachen Momente, vor allem zu dieser Jahreszeit.

Es fühlt sich an, als würde einmal im Jahr durchgezählt werden. Wenn die Kinder nach Hause pilgern, die Familien sich vereinen und man mit einem kurzem Blick beim jährlichen Weihnachtskonzert oder dem Kirchenbesuch abscannt, wer es wohin geschafft hat. Und die einzige Währung für einen Mittzwanziger scheint in der Kleinstadt der Beziehungsstatus. Gleich danach käme dann das Auto. Wobei Kinder eine gesonderte Rolle spielen. Mehr als 2 sind assi, vor 24 heißt du wolltest keine Karriere, aber wenn du mit 28 noch nicht mal die Aussicht darauf hast, ist das auch traurig.

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„Es ist mir die meiste Zeit des Jahres egal, ob ich nun jemanden date oder nicht, ich fühle mich wohl als Single und bin stolz auf alles, was ich schaffe, vor allem darauf, dass ich es allein schaffe und nicht habe für mich schaffen lassen. Mein Leben fühlt sich erfüllt an, der Job und die Freunde, alles, was sich in diesem Jahr eröffnet hat, die ganzen Chancen und Perspektiven, machen mich unheimlich glücklich und zufrieden. Aber dann, nur ein paar Sekunden, wenn ich an Weihnachten denke, ist es, als würde das alles bröckeln und ich auf einmal wie ferngesteuert auf die Leute hören, die hinter meinem Rücken Dinge sagen wie: ‚Noch immer allein, findet ihr Glück wohl nicht in der großen Welt! Alle schon in Level 4, nur die Mallon hängt weiter in der 2 fest.‘ Weißt du, ich komme mir vor, als würde man mich betrachten, den Kopf schütteln und mich für unfertig halten, weil ich wieder und wieder im Dezember allein nach Hause komme.“

„Seit wann interessiert dich denn, was die anderen erzählen? Das ist Neid und Missgunst. Wir kritisieren immer dann ohne Rücksicht, wenn andere etwas tun, wofür wir selbst nicht den Mut oder aber die Chance gehabt hätten. Dann kommst du eben noch weitere 5 Jahre allein im Dezember nach Hause. Mich kümmert das nicht. Es sei denn es kümmert dich?“  Natürlich merkt sie, dass es nicht nur um das geht, was die anderen meinen. Sondern, dass ein Teil von mir auch von ganz allein – ein kleines bisschen sehnsüchtig ist.

„Manchmal ja. Nie so sehr, dass ich verzweifeln würde oder mich unter Druck setze. Ich weiß, dass manches Zeit braucht und ich warte lieber, als mich zu verrennen. Ich bin einmal abgestürzt – also gehe ich es jetzt langsamer an, manchmal zerstreut, definitiv ohne Plan und mit weitem Fokus. Und es fällt mir so schwer das zuzugeben, weil ich ungern eine von den Frauen sein will, die ihr Glück an einem anderen Menschen festmachen. Dafür hab ich zu viel erreicht und zu hart gearbeitet. Und dafür habe ich ein viel zu schönes Leben. gerade in diesem Jahr, ist so viel passiert, für das ich so dankbar bin. Und trotzdem. Um diese Zeit im Jahr, fühle ich mich manchmal ein bisschen verloren.  „

„Unsinn! Warum denn verloren? Du brauchst doch niemandem, der dir sagt, wohin du abbiegen sollst, du würdest vermutlich sowieso widersprechen.“ Ich muss kurz lachen, aber so einfach, mit einem halbherzigen Spruch, zerstreuen sich gerade meine heute Zweifel nicht.

„Manchmal macht es mir Angst, dass ich gar nicht mehr weiß, wie das ist, wenn da jemand wäre. Ich sitze da und kann mich nicht einmal erinnern, wie es sich anfühlt, in einer Beziehung zu sein, einer ernsten, mit Plänen und Perspektiven. Und ich will meinem Leben ja gar keine theoretische Richtung aufdrängen, die ich dann doch wieder ändere, wie das eben so ist, wenn man etwas erzwingen will. Ich mag es, dass die Dinge auf mich zukommen zu lassen. Aber ja, ab und an wäre es schön, wenn sich überhaupt eine abzeichnen würde.
Und dann erwische ich mich in solchen Momenten sogar dabei, wie ich daran denke, wie schön es wäre, wenn Mama und Papa auch Enkelkinder hätten. Zusammen mit ihren Freunden. Immerhin sind deren Kinder schon alle soweit. Alle werden Großeltern oder planen Hochzeiten oder vergrößern ihre Familie. Ich meine, ich habe meine Familie vergrößert, mit Freunden, die sind der Teil, den ich mir aussuchen konnte. Ich habe eine Schwester, ohne, dass wir blutsverwandt wären, ich liebe meine Rolle als Tante für die Kinder meiner Freundinnen, ich bin so gern die große Cousine und ich spüre keinen Druck das zwingend zu verändern. Nur manchmal, ganz selten denke ich: aber was ist mit Mama und Papa. Mit dir. Gerade an Weihnachten denke ich manchmal, dass es schade ist, dass unsere Familie so klein ist. Und dann höre ich ständig die Neuigkeiten von Hochzeiten, Verlobungen oder Babies..““

„Weißt du was ich mir wünsche? Ein glückliches Enkelkind. Eins, das lieber mit vielen Geschichten und ohne Sorgen nach Hause kommt. Eins, das mit sich selbst im Reinen ist, das auf die eigenen Träume und die Abenteuer genau so achtet, wie die Menschen, die sie mit möglich machen oder stets dabei sind. Und wenn ich dir so zusehe und zuhöre, dann geht dieser Wunsch in Erfüllung.
Und – was die Enkelkinder betrifft –  sehe ich das ja so: Weihnachten ist einmal im Jahr, 3 Tage lang. Dann ist das wieder vorbei. Die Kinder wirst du aber nicht so schnell wieder los. Also lass dir doch damit ruhig noch ein bisschen Zeit.“ 

BILDER: LENA SCHERER

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57 Comments

  • Karo 4. Dezember 2016 at 19:12

    Du hast eine absolut grandiose Omi! Gold wert <3
    Und du bist, zumindest von dem was du mit uns teilst, ein wunderbarer Mensch!
    Danke, dass du das alles mit uns teilst <3

    Reply
    • Lina Mallon 4. Dezember 2016 at 19:12

      Ist sie absolut ❤️

      Reply
  • Anonymous 4. Dezember 2016 at 19:15

    ein blogpost, in dem du meine Ängste sowohl treffend definiert als auch direkt wieder zerstreut hast! Danke 💜

    Reply
    • Lina Mallon 4. Dezember 2016 at 19:17

      Das ist das schönste Kompliment. Genau so habe ich die Kolumne gewollt. ❤️

      Reply
  • Katharina 4. Dezember 2016 at 19:35

    Wow! Ich habe Gänsehaut! Danke für die tolle Kolumne!

    Reply
  • Lisa Alina 4. Dezember 2016 at 19:35

    Oh Lina, du triffst es auf den Punkt…alle Ängste alle Zweifel und die Gedanken über die Erwartungen…wie gerne hätte ich auch so eine omi 😍

    Reply
  • Magdalena 4. Dezember 2016 at 19:36

    Ich hab schon auf deine kolumne gewartet, war gespannt über was du heute schreibst und dann haut sie mich doch irgendwie um, macht mich nachdenklich…
    Ich bin noch nicht lange wieder Single und hatte irgendwie gar nicht darüber nachgedacht was da an Weihnachten in der Heimat sicher auf mich zukommen wird.
    „Ach Mensch, das ist ja schade das es mit euch nicht geklappt hat.“

    Sätze die der Mensch nicht braucht.

    Und trotzdem freu ich mich nach Haus zu kommen, gerade weil meine Großeltern, Eltern und Geschwister sicher nicht meine Status an einer gescheiterten Beziehung ausmachen, sondern wollen das ich glücklich bin und sie sicher an Weihnachten alles dafür tun das wir ein ganz tolles Fest zusammen haben!

    Deine Worte haben mich zwar umgehauen und nachdenklich gemacht. Aber sie haben mit gleichzeit auch viel Mut gemacht.

    Danke dir 🙂

    Reply
  • Stefanie 4. Dezember 2016 at 19:43

    Hey Lina,

    du bist mit deinem Beziehungsstatus nicht allein.
    Ich, 29 Jahre alt, bin auch Single (zuletzt seit 7 Monaten).
    Meine letzte Beziehung, die nur ein lächerliches Jahr hielt, hält mir auch vor Augen, wie wertvoll es ist, Entscheidungen allein fällen zu können. Seine Zeit komplett für sich selbst einteilen zu können.
    Nicht ständig in bitterlichen Diskussionen mitzuwirken.
    Seit ich diese Erfahrung gemacht habe, wie verdammt anstrengend der falsche Mensch an deiner Seite sein kann, weiß ich die Harmonie des Single-Daseins zu schätzen.
    Wenn man Hilfe braucht, sind Freunde und Familie da. Oder Umzugsunternehmen.

    Welche Perspektive auch nicht uninteressant ist: Viele meiner Freunde beneiden mich um meine Position, alleine zu sein.
    Sie stecken in unglücklichen Beziehungen aber schaffen den Absprung (aus verschiedensten Beweggründen) nicht.

    Denn Beziehung oder Kind bedeutet eben nicht gleich persönliches Glück.

    Für dieses Jahr zu Weihnachten sehe ich uns moralisch nicht auf der Verliererseite.
    Single zu sein ist manchmal eben das ehrlichste, was man nach Außen tragen kann. Und das ist gut so.

    Und nun gönne ich mir einen Glühwein und kuschle mich in meine Decke, während ich Pläne für die kommende Woche schmiede 😀
    Cheers!

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  • Merit 4. Dezember 2016 at 19:50

    Ich hab auch so meine Momente in denen ich mir denke wie das sein kann, dass ich als Mittzwanziger so hinterherhinke und versuche mich dann – oft erfolglos – abzulenken. Ich führe seit fast fünf Jahren eine Fernbeziehung, er geht als nächstes ein halbes Jahr ins Ausland, zusammenziehen etc. höchstens in ein bis zwei Jahren. Zwei seiner Exfreundinnen sind mittlerweile verheiratet, eine hat nen Kind. Trauzeugin war ich letztes Jahr für meine beste Freundin und er Trauzeuge in dem Jahr davor für seinen. Meine jüngere Schwester wohnt mit ihrem Freund zusammen und plant im Kopf schon Haus und Kinder… und zu dieser weihnachtlichen Zeit hänge ich auch noch viel lieber in ihrer Wohnung herum als bei mir, da ich mich immer so zwischen Tür und Angel fühle.
    Ich find deine Omi übrigens auch mega goldig 🙂

    Reply
  • Antonia 4. Dezember 2016 at 19:59

    Deine Einstellung, deine Gedanken, deine Worte. Ich muss mal ganz ehrlich sagen: du bist klasse. Jedes Mal wenn ich deine Texte lesen, die einerseits so viel von dir Preis geben und Schwäche zeigen, andererseits aber jedes Mal, egal über was du schreibst, zeigen, was für eine großartige und starke Frau du bist, jedes Mal merke ich danach, dass ein bisschen davon hängen bleibt. Ein paar Worte, die mich noch Tage später verfolgen und mir in manchen Situationen plötzlich in den Sinn kommt mal ganz anders darüber zu denken, wie ich es sonst tun würde. Danke, einfach nur danke.

    Reply
    • Lina Mallon 4. Dezember 2016 at 20:03

      Ich weiß immer gar nicht, was ich auf so schöne und für mich wertvolle Komplimente sagen soll. Danke, dass du meine Texte so intensiv liest, das bleibt auch bei mir hängen ❤️

      Reply
  • Anna Peony 4. Dezember 2016 at 20:10

    Mal wieder eine absolut gelungene Kolumne!
    Ich bin selbst noch nicht mal 20, aber wenn man ab dem 13 Geburtstag bei jeder sich bietenden Gelegenheit (Ostern, Weihnachten, Geburtstage) gefragt wird, wieso man denn immer noch oder wieder keinen Freund hat dann frage ich mich, was erst mit 25 aufwärts passieren soll.
    Du hast aber mit deinem text ein sehr interessantes Thema aufgegriffen und mögliche Ängste, die auch viele andere haben schnell wieder zerstreut.
    Danke dafür!

    Reply
  • Alina 4. Dezember 2016 at 20:11

    Danke, Lina! Du hast das, was mich momentan unterbewusst umtreibt, super getroffen. Ich bin großer Weihnachtsfan, aber das Thema, das du hier heute ansprichst, vermiest mir das manchmal etwas.

    Reply
  • Amelie 4. Dezember 2016 at 20:32

    .. trifft meine Zweifel perfekt, die einen manchmal still und heimlich auflauern …

    Reply
  • Anne 4. Dezember 2016 at 20:42

    Auch wenn ich mittlerweile verheiratet bin, so kann ich deine temporäre Sehnsucht so gut verstehen. Einen Mann habe ich zwar, aber immer noch kein Kind, obwohl meine „biologische Uhr mit Anfang 30 doch ticken muss“. Das ganze Jahr lassen mich diese Sprüche kalt, aber um die Weihnachtszeit trifft es mich doch. Komisch angeschaut werden, vielleicht sogar bemitleidet werden, weil man noch nicht alle Punkte auf der kleinstädtischen Mann – Haus – Kind Liste abgehaken konnte, ist einfach immer ein Stück weit verletzend und die eigene Toleranzschwelle schwankt da eben täglich.

    Wie schön, dass deine Oma durch dein Glück auch ihr Glück findet ❤️ Das ist soviel wert und so schön zu lesen.

    Ich wünsch dir, dass sich auch deine Wünsche erfüllen und danke dir von Herzen für diese tolle Kolumne!

    Alles Liebe
    Anne

    Reply
  • Alice 4. Dezember 2016 at 21:00

    Danke Lina, für diese unfassbar ehrlichen Kollumnen, die es immer auf den Punkt treffen und mich einerseits nachdenklich machen aber mir auch immer wieder Mut und Kraft geben! <3
    Ich habe dieses Jahr auch alle meine Ziele und Wünsche erfüllen können und bin sehr stolz auf alles was ich erreicht habe aber dennoch meint man zu dieser Jahreszeit das etwas fehlt..
    Schreibe bitte weiterhin mit so viel Herzblut deine Kolumnen 🙂

    Reply
  • Anika 4. Dezember 2016 at 21:23

    Oh man, tolle Omi! Hat mich echt zu Tränen gerührt dein Artikel. Zum Einen, weil meine liebe Oma leider ausgerechnet letztes Jahr an Weihnachten von uns gegangen ist und zum anderen weil es mir da auch so geht. Alle Freunde heiraten, der Bruder gerade Papa geworden und man selbst schlittert nur von Arschloch zu Arschloch. Aber wie du sagst, man muss somit sich selbst im Reinen sein, dann kommt der Rest von allein irgendwann.

    Reply
  • Saskia 4. Dezember 2016 at 21:24

    Hey Lina, eigentlich bin ich eher stille Leserin deines tollen Blogs aber heute möchte ich gern auch mal ein Kommentar dazu dalassen. Dein Post hat es mal wieder auf den Punkt getroffen.. Es tut gut zu lesen, dass auch andere Menschen die gleichen Schwächen oder Narben haben. Das gibt Mut und Kraft für alle Anderen 🙂 und deine Omi ist super. Sie hat recht -was sind denn schon drei Tage Weihnachten, an denen man damit konfrontiert wird dass alle um einen herum Kinder bekommen, Häuser bauen und eine Familie gründen, wenn man doch den Rest das Jahres auch so ganz glücklich ist und viele tolle Dinge erlebt, nur eben halt allein.

    Danke für deinen tollen Post und eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich dir 🙂

    Reply
  • Marlena 4. Dezember 2016 at 21:29

    Wow, wie schön geschrieben! Kann dich gut verstehen! Ich werde auch oft mit dem alten Kleinstadtkleingeist konfrontiert und ärgere mich, dass es mir manchmal schwerfällt, mich davon frei zu machen. Danke für diese tolle Kolumne!
    Marlene

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  • Niishi 4. Dezember 2016 at 21:38

    Wow, diese Kolumne hat mich unheimlich berührt.

    Reply
  • Abby 4. Dezember 2016 at 22:25

    Danke Lina für eine erneut offenbarende, ehrliche und reflektierte Kolumne!
    Du bist in diesen ganzen Dingen nicht allein. Genau so fühle ich mich auch ab und zu mal, wenn mal wieder eine gute Single-Freundin weg vom Markt ist oder sonntags keiner Zeit zum Adventskaffee hat, weil die Schwiegereltern besucht werden müssen.
    Seit einiger Zeit helfen mir vier Gedankenspiele beim Überwinden:
    1) Singlefrauen sind genauso glücklich wie gebundene Frauen. Die Themen über die ich mit meinen Freunden rede, bleiben doch irgendwie die gleichen – ob in einer Beziehung oder nicht.
    2) Rory hat mit 32 auch noch eine Rollercoasterphase.
    3) Möchtest du jetzt gerade bei deinen Schwiegereltern in spe sitzen oder lieber das tun, was du gerade tust.
    4) Bridget Jones bekommt mit 40 ihr erstes Kind.
    Hauptsache ein erfülltes Leben!
    Ganz liebe Grüße an diesem Adventssonntag!

    Reply
  • Stefanie 4. Dezember 2016 at 23:03

    Hi Lina,
    zunächst möchte ich sagen, dass Du eine tolle Omi hast! Ich musste echt schmunzeln, weil es mich sehr an meine Omi erinnert hat. Du beschreibst mit der Kolumne perfekte meine derzeitige Gefühlslage. Ich komme auch aus einer Kleinstadt und treffe zu Weihnachten meinem Jahrgang wieder und werd der einzige Single sein. Man kommt sich dann immer so unvollständig vor, als ob man gescheitert wäre. Und obwohl ich meistens gut als Single klarkomme, kurz vor Weihnachten reflektiert man doch nochmal das Jahr und fragt sich, was dieses Jahr wieder schief gelaufen ist. Hinzu kommt noch mein Geburtstag kurz vor Weihnachten (werd 33) und damit dann auch etwas die Angst, dass nichts mehr kommen wird. Und dann kommt wieder der Ärger, dass man sich davon überhaupt beeinflussen lässt.
    Also vielen Dank für diese tolle Kolumne. Es ist echt erstaunlich, wie Du jedes Mal aufs Neue Deine Gedanken, Zweifel und Ängste auf wunderbar geschriebener Weise mit uns teilst und wir uns dadurch nicht allein mit denselben Gedanken fühlen!
    Gruß Stefanie

    Reply
  • Anna 4. Dezember 2016 at 23:19

    Wow! Ich bin absolut begeistert!
    Du sprichst Dinge an, die vermutlich vielen Menschen immer wieder begegnen und auch mir so passieren.
    Bitte weiter so!

    Reply
  • Jonna 5. Dezember 2016 at 00:06

    Liebe Lina,
    danke für diesen Text, in dem ich mich so unglaublich stark wiederfinde!. Ich glaube, den Text werde ich ab und zu lesen, wenn auch bei mir wieder solche Gedanken und Fragen aufkommen. Eigentlich würde ich mich auch als starke und unabhängige Frau bezeichnen, aber an langen Winterabenden auf dem Sofa kommen sie doch manchmal, z.B.: Kann ich nach so langer Zeit alleine überhaupt mit jemandem zusammen wohnen, bin ich kompromissfähig genug im Beziehungsalltag? Oder: Was denken die anderen bei den vorweihnachtlichen Stufentreffen von mir? Und wer ist in 10 Jahren noch da, wenn frühere Freunde immer mehr mit ihren Familien beschäftigt sind und sich womöglich keine Zeit mehr für dich nehmen…
    Meistens bekomme ich die Kurve raus aus der Depri-Stimmung aber schnell, ich wünsche dir und glaube, dass du sie auch immer bekommst!

    Reply
  • Vanessa 5. Dezember 2016 at 01:11

    Wie immer einfach so schön und natürlich geschrieben. Diesmal berührt mich der Text ganz besonders, weil es wohl nichts Schöneres als die Liebe einer Omi zu ihrem Enkelkind gibt. Das lässt mich meine Omi und ihre guten Ratschläge vermissen.
    Lina du bist eine so starke Frau und ich bewundere dich dafür. Auch für deinen Mut Schwäche zu zeigen. Zu zeigen, dass Selbstzweifel manchmal dazu gehören und man sich dafür nicht verstecken muss.

    Reply
  • Chrissie 5. Dezember 2016 at 01:41

    Liebe Lina,
    ich lese sonst immer nur still mit, aber dieses Mal muss ich dir einfach einen Kommentar da lassen. Denn du hast mich dieses Mal so getroffen – emotional versteht sich. Ich las den Text mit leicht feuchten Augen, weil ich mich darin so wieder gefunden habe. Diese kleinen Momente, in denen doch diese Zweifel & Ängste hochkommen kenne ich gut. Auch ich komme aus der Kleinstadt, zwar sind aus meinem Jahrgang die wenigsten verheiratet oder haben Kinder, aber dennoch spürt man mit voranschreitendem Alter diesen seichten Druck von Außen. Auch ich denke manchmal, dass es doch schade ist, dass die Familie so klein ist. Aber wie du schon so schön sagst, diese Gedanken kommen meist erst zur Weihnachtszeit, den Rest des Jahres denken wir eher nicht so daran. Auch ich komme momentan sehr gut alleine klar, genieße die Chancen, die sich mir gerade bieten und warte lieber, als mich zu verrennen oder sogar zu verzerren. Danke, dass du mit uns die Gedanken deiner großartigen Omi teilst – sie haben mir jetzt auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Und sollten sie doch wieder einmal leise durch die Hintertür anklopfen, dann denke ich einfach wieder an diesen Artikel, an deine Worte und an die deiner Oma. Danke dafür!
    Liebe Grüße, Chrissie.

    Reply
  • Lisa 5. Dezember 2016 at 07:57

    Toller Text! Klingt als hättest du eine tolle Omi <3

    Reply
  • Maxi 5. Dezember 2016 at 08:18

    Liebe Lina,

    ich lese deinen Blog jetzt schon seit über einem Jahr und bin immer wieder berührt und begeistert sowohl von deinem Schreibstile also auch deinen so authentischen Stories.

    Gestern hat dein Post mich allerdings total aufgebaut. Auch ich bin glücklich als Single, erwische mich in den letzen Wochen aber immer mal wieder dabei wie mich die Sehnsucht nach jm an meiner Seite packt auch wenn ich definitiv nicht zu den Frauen gehöre die ihr Glück von Männern abhängig machen.
    Danke deshalb für deinen Blog mit genau den richtigen Worten zur richtigen Zeit. Du und deine Omi, ihr rückt mein Bild wieder gerade, dass das Wichtigste die eigene Zufriedenheit ist. <3

    Reply
  • Nicole 5. Dezember 2016 at 09:41

    Vielen lieben Dank für diese wie immer tolle Kolumne!
    Ich hab mich darin selber wieder erkannt. Mittlerweile bin ich zwar seit fast 4 Jahren in einer Beziehung, allerdings erging es mir davor während meiner Singlezeit genauso als ich an Weihnachten nach Hause kam zu meinen Eltern, in das Dorf in dem ich aufgewachsen bin. Es wurde getuschelt, Gerüchte verbreitet und irgendwie auch meine Eltern unter Druck gesetzt, wenn sie von Bekannten gefragt wurden warum ihre Tochter denn immer noch Single sei.

    Reply
  • Liska 5. Dezember 2016 at 09:44

    Liebe Lina,

    obwohl ich „erst“ 23 Jahre alt bin, kann ich deine Situation absolut nachvollziehen. Als Single geht es mir den Großteil des Jahres wirklich gut und ich kämpfe lieber für meine Überzeugungen als in einer zweitklassigen Beziehung zu stecken nur um eben in einer Beziehung zu sein. An Weihnachten sehe ich dann aber meine ganzen Freundinnen und ihre Freunde und bei den ersten die Hochzeitsplanung und zweifle. Überlege mir ob ich vielleicht zu anspruchsvoll bin, zu viel vom Leben erwarte. Deine Kolumne heute hat mir ein bisschen geholfen wieder zu meinem Januar bis November- Ich zu werden. Das glaubt nämlich nach wie vor an die Liebe und ist sicher, dass man eben zuerst sich selbst lieben muss bevor man das jemand anderem zumutet (;. Danke dafür! (:

    Reply
  • Lisi Ledbetter 5. Dezember 2016 at 09:47

    schön, wie du mit deiner omi redest.
    ich habe das glück, nesthäkchen zu sein und keiner meiner geschwister hat vor 30-33 kinder bekommen.
    das nimmt undendlich druck, verschiebt also die tickende uhr etwas nach hinten für mich.
    auch sind meine freunde fast alle single.
    man lebt halt auch beziehungstechnisch in einer „blase“, die einem die optimale realität vorgaukelt.
    lg

    Reply
  • Franka 5. Dezember 2016 at 09:49

    Ich glaube jeder wünscht sich eine solche Oma, mit der man quasi über alle sprechen kann.
    Man erkennt dadurch ungemein wie dich diese Frau mit unter stark geprägt hat und noch weiter prägen wird, denn so eine „moderne“ Einstellung wie deine Oma hat ist (leider) nicht selbstverständlich. Das Selbstbewusstsein, die Lebenseinstellung und auch die Schlagfertigkeit hast du bestimmt mitunter von deiner Oma gelernt. Ich finde das richtig Stark, abgesehen von dem Thema welches du ansprichst.
    Leider wird man tatsächlich gerne daran gemessen ob man eine Partner hat oder nicht, wie weit die Familienplanung ist oder nicht, wann man heiratet oder nicht. Man wird oftmals auf solche Dinge reduziert. Wenn man länger dann Single ist, wird einem auch automatisch unterstellt zu „wählerisch“ zu sein und gleichzeitig denkt man sich aber auch im Vergleich zu anderen, „Ja ich bin Single, aber bin glücklich damit anstatt wie andere ein Dasein zu fristen, die einer Beziehung bleiben, die eigentlich keine mehr ist sondern eigentlich nur eine „Zweckgemeinschaft“. Soweit schauen die meisten nicht, bzw es interessiert sie nicht.

    Danke für die schöne Kolumne liebe Lina, kein Montag kann schöner beginnen wie mit deiner Kolumne und eine Tasse Kaffee! 🙂

    Reply
  • Manuela 5. Dezember 2016 at 13:05

    Was für eine wunderbare Omi du hast!

    Reply
  • Maria 5. Dezember 2016 at 13:45

    Hallo Lina,

    also deine Beschreibungen zu den Ansichten auf dem Dorf haben mich schon zum schmunzeln gebracht, vorallem, da ich sie selber so gut kenne. Besser hätte ich es auch nicht auf den Punkt bringen können =)
    Ich stamme aus dem Landkreis Stendal und lebe seit 7 Jahren in Berlin. Einer der Gründe für meinen Wegzug war gerade diese Weltanschauung. Vorallem finde ich immer noch am interessantesten, wie Leute darauf reagieren wenn ich sage ich bin seit anderthalb Jahren Single. Auf dem Dorf ein Ding der Unmöglichkeit, da wird dann groß herumgewundert. Dann wird systematisch nach dem „Problem“ gesucht, warum ich denn nicht vergeben bin. In der Stadt dagegen ist das kaum einen Kommentar wert.

    Jedenfalls kann ich deinen Text nur zu gut nachvollziehen. Und ich glaube der Rat deiner Omi ist gold wert 🙂

    Liebe Grüße

    Maria

    Reply
  • Julia 5. Dezember 2016 at 14:38

    Hey Lina,

    deine Omi ist wunderbar. So wunderbar wie meine war. Ein Wegweiser, ein Fels in der Brandung und auch oft ein Warnsignal.
    Sie fehlt mir sehr! Erst recht, wenn ich so etwas wie hier lese. Halt sie fest 🙂 Du hast viel Glück, ich auch 🙂

    Alles Liebe
    Julia

    Reply
  • Malika 5. Dezember 2016 at 18:11

    Liebe Lina,

    deine Kolummne ist wunderschön! Und deine Oma einfach klasse! Und als ich das so gelesen habe, habe ich mir gedacht, du bist genauso klasse wie deine Oma! Deine Oma klingt nach einer unglaublich starken und tollen Frau und genau das bist du auch!

    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit dir!
    Malika

    Reply
  • Carina 5. Dezember 2016 at 18:30

    Ganz, ganz wunderbarer Text! 🙂

    Reply
  • Karsten 5. Dezember 2016 at 20:29

    Sehr schön geschrieben, gefällt mir äußerst gut!

    Reply
  • Katherina 5. Dezember 2016 at 20:54

    Liebe Lina – danke für eine wunderbare Kolumne, der ich zustimme. Die mich nachdenklich macht. Und irgendwie auch traurig im Moment. Ich bin zwar in einer ziemlich gegenteiligen Situation, aber die ist zurzeit leider mehr als mies.
    Meine Beziehung droht gerade in die Brüche zu gehen, weil er sich selbst gerade nicht auf die Reihe kriegt (seine Worte). Und ich hänge in der Luft, kann nichts machen als auf ihn zu reagieren.

    Das bin ich nicht gewohnt. Damit komme ich ganz schlecht klar.

    Ich kann die Kontrolle schwer abgeben, habe (darauf bin ich nicht stolz) meine bisherigen Beziehungen von mir aus beendet. Ich weiß also in welcher Zwieckmühle er steckt, nur macht es das nicht einfacher. Ich versuche nachzuvollziehen was er denkt und bis zu einem gewissen Punkt gelingt mir das aus eigenen Erfahrungen heraus. Nur verstehen kann ich es nicht ganz.

    Heute hab ich ihn mehr oder minder zum Klartext reden gezwungen, damit ich weiß woran ich stehe. Nur hilft das nicht sonderlich weiter – es sieht schlecht aus. Er sieht gerade keine Zukunft.
    Mir ist auch aufgefallen, dass es nicht mehr rund läuft, aber zwischen einer Tiefphase in einer Beziehung und „ich weiß nicht ob ich mehr als Freundschaft sehe zwischen uns/ob ich Energie habe daran zu arbeiten“ liegen dennoch Welten.

    Und das alles so kurz vor Weihnachten.

    Ich hätte gerne einen Funken, einen winzigen Hauch Hoffnung auf seiner Seite, das würde mir reichen um weiterzumachen und eine Auszeit (?) durchzustehen. Aber ich will auch wissen, wenn dem nicht so ist. Denn wir wohnen zusammen und das macht alles nur nich komplizierter. Abstand und Raum zum Nachdenken geben waren noch nie Stärken von mir. Meine Selbstdisziplin wird derzeit auf das Härteste getestet.
    Ich brauche Klartext, damit ich Probleme durchdiskutieren und dann Lösungen finden kann.

    Jene, denen ich mich anvertraut habe, meinen, er muss nur Klarheit in seinem Kopf schaffen, dann wird es wieder.
    Nur wenn nicht, wird es ein verdammt langer und einsamer Winter.
    Und erst die Erklärungen, die alle verlangen werden, was denn los ist, weil er nicht da ist, wo er denn ist, ob alles passt. Die Gedanken machen mich schon jetzt verrückt.
    Ich will nichts erklären, wenn ich selbst nicht weiß was komm, ob was kommt, was sein wird. Und immer wollen alle Bescheid wissen, Privatsphäre gibt es in einem kleinen Ort nicht.

    Sorry for rambeling. Musste das rauslassen.

    Reply
  • Wer bin ich? - Paradoxes Leben 6. Dezember 2016 at 08:41

    […] Links: Authentisch bloggen Twenty something Column – Lina Mallon ein überspitzter Freitagstext – Luise liebt Monday Motivation – edition f […]

    Reply
  • Anonymous 6. Dezember 2016 at 12:43

    Liebe Lina,

    du sprichst mir aus der Seele – mein Bruder und ich sind zwar in Beziehungen, aber von Kindern keine Spur – und Oma und Opa wird es vermutlich lange nicht geben oder überhaupt nicht in unserer Familie (mal abgesehen vom Hund meines Bruders).
    Meine Eltern lasse es mich aber auch nicht spüren, dass ihnen da was fehlt oder dass sie es sich wünschen würden und das finde ich schön, denn bei einigen Freundinnen von mir kommt dann schon Druck von „oben“ – das ist bei mir dann nicht der Fall – aber man hat halt selbst seine Gewissensbisse, wie du das schon beschrieben hast und das lässt sich halt nicht leicht abstellen, überhaupt an solchen Tagen.

    Alles Liebe
    Sibylle

    Reply
  • Theresa 6. Dezember 2016 at 19:09

    Unglaublich, wie du es einfach auf den Punkt genau triffst.
    Vielen Dank!

    Reply
  • Steffi 6. Dezember 2016 at 21:23

    Danke für diese Kolumne, für die ehrlichen Worte und Gefühle und vorallem die rührenden Worte deiner zauberhaften Omi! Da geht man als 26 jährige Singlefrau gleich ein wenig gestärkter in die Weihnachtszeit!
    Liebe Grüße

    Reply
  • Sophie 7. Dezember 2016 at 08:33

    Du schaffst es wirre Gedanken und Ängste, die gerade zum Ende des Jahres monströs werden, zu ordnen. Unfassbar gut wie du alles formulierst und auf den Punkt bringen kannst!
    Danke fürs Teilen!

    Reply
  • Julia 7. Dezember 2016 at 16:21

    Hallo Lina,

    ich habe gerade deine Omi sehr sehr lieb gewonnen. Ich kenne deine Gedanken, die habe ich auch oft. Besonders jetzt ergibt sich viel in meinem Freundeskreis, viele Veränderungen. Positive sowie auch negative.

    Ich finde, wir beide sollten uns aber nicht von diesem Wunsch oder Gedanken uns bekümmern lassen.

    Wir schaffen unser Leben so wie wir es möchten, schließlich müssen wir den Rest des Lebens damit klar kommen.

    Liebste Grüße

    Julia

    Reply
  • Vanessa 7. Dezember 2016 at 21:29

    Hallo Lina,

    ich war bis heute über Jahre stille Mitleserin. 🙂 Deine Texte haben mich immer sehr angesprochen, aber zu einen Kommentar habe ich mich nie durchgerungen.

    Heute würde ich gerne sagen, dass ich weiß, dass man sich gerade als Single oft ein wenig fühlt als müsse man sich verteidigen. ‚ Ich brauche keinen Mann, ich hab mein Leben alleine gut im Griff und bin glücklich‘ Das habe ich meinen Eltern in meiner Single Zeit ständig gesagt. Und es stimmte ja auch wirklich. Trotzdem waren da in bestimmten Momenten mal Zweifel. Zweifel, die andere durch ihre Fragen und Aussagen noch nähren..

    Deinen Text empfinde ich daher als unfassbar ehrlich und das imponiert mir. Mir ist es sehr schwer gefallen, dies in meiner Single Zeit zuzugeben. Dass man manchmal diese Zweifel hat und das einen deswegen nicht gleich verzweifelt macht.. Werde ich jemand Besonderen finden?.. Mache ich meine Eltern jemals zu Großeltern?… Machen sie sich mehr Sorgen um mich, da ich als Einzige meiner Freundinnen niemanden habe?

    Ich bin mittlerweile wieder in einer glücklichen Beziehung. Ich brauche keinen Mann und mache von ihm nicht mein Lebensglück abhängig. Genau wie du. Ich bin trotzdem froh, dass ich ihn habe. Bin gücklicher mit ihm.. So sollte es ja auch sein.

    Aber das zu sagen in meiner Single- Zeit. Dass ich glücklich bin, aber mich trotzdem manchmal nach dem passenden Partner sehne. Darüber nachdenke, wie es wäre jemand Besonderen zu Weihnachten nach Hause zu bringen. Das wollte ich nie. Denn dann kommt man sofort in die „desperate single“ Schublade.

    Nein. Man ist nicht verzweifelt. Mein Leben als Single war glücklich und mein Leben fühlte sich auch ohne Mann komplett an. Und trotzdem ja- wenn der Passende kommt, würde einen das sehr glücklich machen.. Wäre ja auch schlimm, wenn das nicht so wäre

    Reply
    • Lina Mallon 7. Dezember 2016 at 23:32

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, ich habe den unheimlich gern gelesen. Danke für die Offenheit! <3

      Reply
      • Vanessa 8. Dezember 2016 at 21:17

        Danke für deine Antwort! Das ermutigt mich in Zukunft öfter mal einen Kommentar dazulassen, sofern ich etwas beizutragen habe 😉

        Reply
  • Franzi 8. Dezember 2016 at 14:59

    Lina, das ist so toll geschrieben. <3
    Hab auch ein paar Mal selbst wieder gefunden.
    Tolle Omi hast du 🙂

    LG

    Reply
  • Katharina 8. Dezember 2016 at 15:24

    du sprichst mir aus der seele… kann deine Gedanken so gut nachvollziehen. und ganz ehrlich… als single könnte ich so gut auf weihnachten verzichten…. aber zum glück ist die zeit bald rum….
    habe trotzdem ne schöne zeit.

    Reply
  • Anja 12. Dezember 2016 at 09:38

    Ach Lina,
    wieder so ein schöner, wahrer, guter Text von dir – aber ist die Kolumne meiner Meinung nach immer. Dieses Mal trifft sie wieder ins Herz.
    Ich bin im gleichen Alter wie du, das Abitreffen letztes Jahr habe ich durch eine lange Reise (glücklicherweise) verpasst. Mir wurde erzählt: Alle sind noch gleich, alle haben jetzt Mann, Kinder, bauen Häuser und geben mit ihrem glücklichen Familienleben an. Es sei ihnen gegönnt, aber in der Kleinstadt wird einem immer unterstellt, man würde weglaufen und wäre rastlos, wenn man sich einfach nicht auf das klassische Modell der letzten Jahrzehnte einlassen will. Also, Abitreffen wird hart – viel Glück dafür schon einmal!

    Meine Eltern wollen beide keine Enkelkinder, sie fühlen sich zu jung (mit über 60!) um Großeltern zu werden. Vielleicht fühle ich mich deswegen auch zu jung, um Mutter zu werden. Und den Mann gibt es eh nicht (mehr). Einmal abgestürzt: Einmal lange Beziehung, einmal große Liebe, einmal Verlobung, einmal entliebt und ohne jede Vernunft und mit wenig Zukunftschancen neu verliebt. Und seitdem rastlos und irgendwie auch ganz glücklich damit. Nur Weihnachten ist anders. Da wird gekuschelt, da fragt jeder komisch, wenn man mit einem Date oder einem Kumpel auf dem Weihnachtsmarkt ist.

    Aber es wird auch wieder Silvester, und dann sind wir die, die zu Neujahr einen Unbekannten küssen dürfen!

    Reply
  • Cynthia 12. Dezember 2016 at 11:06

    Ups, jetzt kullert mir doch eine Träne und der Kloß im Hals ist dicker.
    Tolle Frau deine Oma. <3 Liegt wohl in der Familie.

    Reply
  • Sarah Kast 13. Dezember 2016 at 14:03

    Wow, Lina! Ich habe micht jetzt endlich dazu überwunden, dir mein Kompliment auszusprechen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich diesen Blogpost von dir lese, aber irgendwie hat er etwas in mir ausgelöst.
    Mit jedem neuen Beitrag von dir wächst meine Bewunderung und mein Respekt davor, dass du dich selbst so gefunden hast und doch immer wieder deine eigenen Entscheidungen und deinen Weg reflektierst. Dass du über den Meinungen der anderen stehst und dann doch zweifelst, was absolut menschlich ist. Du bist etwas Besonderes und deine Kolumnen sind es auch! Deine Art mit den Worten zu spielen ist aufregend und du spricht Themen an, an die sich andere Blogger nicht herantrauen. Jeder Beitrag für sich hat Mehrwert und gibt mir einen Denkanstoß. Du regst mich an, meine eigenen Ansichten zu überdenken und dafür möchte ich dir danken.

    Reply
  • Shirley von live4happiness2day 21. Dezember 2016 at 09:06

    Wirklich eine tolle Omi, jetzt denke ich wehmütig an meine zurück.
    Das ist vielleicht das große Paradoxon unserer Generation,…eigentlich haben wir so viele Möglichkeiten und in den letzten Jahrzehnten sind immer mehr alternative Lebensentwürfe denk- und lebbar geworden, aber am Ende fühlen wir uns doch immer ein Stück weit unzulänglich. Das hört ja auch nicht auf, wenn du dann mal nicht allein nach Hause kommst. Die nächste Frage lauert schon um die Ecke: Und, wie geht es weiter? Wann ist es soweit mit Heiraten? Wann ist es soweit mit der Familienplanung? Dabei ist es doch so persönlich, und es ist tröstlich, dass es da draußen Omis gibt, die verstehen, dass es darauf ankommt, seinen eigenen Weg zu finden, glücklich zu sein und die jeweiligen Phasen des Lebens, wie sie uns eben begegnen, zu genießen. Nur unsere eigene Ungeduld, die ist wahrscheinlich am schwersten zu besänftigen…

    Reply
  • Samira 22. Dezember 2016 at 01:09

    Liebe Lina,

    ich lese den Post erst jetzt und doch weiß ich genau, wie du dich fühlst. Ich weiß nicht mehr wie es ist, wenn man in einer Beziehung ist. Meine Brüder haben bisher immer ihre Freundinnen mitgebracht. Die einzige die alleine ist, bin ich. Denkst du, dass würde mich kalt lassen? Im Alltag nicht. Ich habe viel zutun, meistens jedenfalls. Und doch wäre es schön….
    Oh Gott, ich denke auch immer daran, dass meine Mami mal ein tolles Enkelkind haben soll, sie freut sich schon so wahnsinnig darauf. Aber das kann echt noch dauern…
    Aber mach dich nicht verrückt!
    Ich sage immer: Ich warte lieber, bis der Richtige kommt, bis es sich toll anfühlt, vertraut… als mich zu verrennen. Du hast absolut recht!!! 🙂

    Samira

    Reply
  • Sina 22. Dezember 2016 at 08:48

    Liebe Lina,

    ein wundervoller und ehrlicher Post, der mich sehr berührt hat – vielen Dank dafür!
    Ich kenne diese Kommentare nur zu gut, auch wenn ich in einer Beziehung bin. Hier geht es dann um die Themen Hochzeit, Kinder kriegen, große Wohnung, etc. und ich muss gestehen, dass sich hier bei mir immer ein unangenehmes Gefühl bemerkbar macht. Für mich sind Hochzeit und Familiengründung noch ganz weit entfernt und ich lebe Momentan meine Träume und Ziele und Liebe es, viel Zeit fürs Reisen und spontane Unternehmungen zu haben.

    Liebe Grüße sende ich dir.

    Reply
  • Wikipedia 25. Dezember 2016 at 06:13

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