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TWENTYSOMETHING COLUMN: DIE UNBESTIMMTEN 3%, ODER: WARUM TINDER NICHT FUNKTIONIERT

9. Mai 2016

Tinder funktioniert nicht. Heftige These, sicher umstößlich, sicher voller Ausnahmen und viel zu undifferenziert betrachtet. Läuft ja, wenn man nichts besonderes sucht oder schlicht nur irgendjemanden, muss ich zugeben.

Es ist nicht der erste Beitrag, nicht das erste Essay, das sich mit dem Thema Tinder beschäftigt. Ich glaube ja nach „Ich mache so etwas eigentlich nicht“ oder „Ich wollte eigentlich nur mal schauen, wie die App so funktioniert, ich hatte nie vor wirklich mal jemanden zu daten“, ist „Ich teste Tinder eher zu Recherchezwecken“, die meistbenutzte Rechtfertigungsstrateggie für die eigene Präsenz auf der Plattform.
Und ja, ich sehe euch mit den Augen rollen, weil ihr eigentlich nicht vorhabt die kommenden 1000 Worte zu lesen, euch vielleicht ärgert, dass ich eine Kolumne auf ein Thema verschwende, zu dem es nicht viel Neues zu sagen gibt, dessen Kritik man runterbeten kann, zu oberflächlich, zu unpersönlich, zu trivial, zu viel Auswahl, nur stumpfes Resteficken, persönlichkeitslose Selbstdarstellung – ihr kennt das, ich kenne das.
Und trotzdem habe ich noch 2 Cents zum Thema Tinder oder warum das Prinzip dahinter, überhaupt das Verlieben via Profilbild oder Social Media Auftritt einfach nicht funktioniert. Ohne nur das System oder die Strategie hinter einer App zu meinen. Den Fehler machen nämlich wir – oder anders gesagt: wenn wir nicht wissentlich selbst entscheiden, entscheiden wir besser ..

Michael Nast schreibt in einer seiner Kolumnen, Tinder sei wie Online-Shoppen: Scrollen, hängen bleiben, unverbindlich in den Warenkorb werfen, noch einmal aussortieren, bestellen, später zahlen, anprobieren, wegschicken oder behalten. Effektiv, bequem aber eigentlich vollkommen absurd. Immerhin ist das eine Mischgewebe und das andere eine Persönlichkeit. Und doch ist es nicht der Mechanismus oder das Überangebot, sondern unser Umgang damit, wie es unser Verhalten und unsere Wahrnehmung beeinflusst und wir uns fast unbewusst in einen Tunnel schicken.

Viele Singes stehen vor einer Dating-App wie ein unaufgeklärter Teenager mit seinem freigegebenen Jugendweihe-Geld vor einem Primark-Store. Stichwort: Discountshopping.
Man kann alles in jeder Variation haben, die Quantität ist unendlich und für den Fall, dass es zu Hause, wenn man es noch einmal in Ruhe betrachtet, nicht gefällt, hat man nicht viel investiert und wenig zu bereuen. Auf so einer Ebene muss sich niemand festlegen, muss sich nicht entscheiden, nichts zurücklassen, um sich das andere leisten zu können. Es fühlt sich kurz nach Freiheit an, wenn man mit 3 Plastiktüten voller neuer Möglichkeiten den Laden verlässt.
Ein paar von uns, für die besteht noch Hoffnung, stellen spätestens nach dem zweiten Besuch fest, dass keines der trivial eingepackten Stücke, keines der schnellen Matches, wirklich etwas besonderes wäre, irgendwas, das uns am Herzen läge, tatsächlich probieren wir das meiste davon genau einmal an, fragen uns danach, was wir uns dabei gedacht haben und vergessen es im Schrank oder im Konversationsverlauf, bevor wir es irgendwann kollektiv aussortieren, löschen, entsorgen.

In einem Gespräch spinnt meine Freundin die Metapher weiter: „Du musst dich ja nicht wie ein blinder Discount-Geier verhalten. Du kannst ja auch selektieren, dich einfach umsehen, es auf dich zukommen lassen und falls du über irgendetwas stolperst, das dir wirklich gefällt, dann greifst du zu. Es gibt ja nicht nur Online-Discounter. Es gibt auch Mytheresa.“

Aber genau hier endet der Vergleich und muss sich auflösen, denn während mir bei einer Tasche Silhouette, Größe, Typ, vielleicht noch Farbe und Material, also all die optischen oder praktischen Faktoren ausreichen, um mich zu verlieben, braucht es bei einem Mann mehr als eine Profilabfrage, um mich zu begeistern. Und damit will ich nicht einmal eine vorrangig Lanze für mehr generelle Tiefgründigkeit im Onlinedating brechen. Es geht um etwas anderes, etwas, das mir selbst tief durchtextete Nächte oder charmante Sprachnachrichten, nicht geben können, das einfach nicht drin ist, wenn der direkteste, intimste Moment auf „schreibt…“, besteht. Ich rede von diesem Ding, dieser wenig steuerbaren Geschichte, die manchmal passiert, wenn wir auf jemanden treffen, den wir so gar nicht erwartet haben. 

schreibt

Wir, die reflektierten, aufgeklärten, smarten Twentysomethings glauben gern – und ich nehme mich da nicht aus –  dass wir selbst am allerbesten wüssten, was wir wollten. Jeder von uns hat eine ganz genaue Vorstellung davon, was er braucht, was er sich wünscht, womit er funktioniert, was vielleicht diesen gewissen Funken ausmacht. Die Sache ist nur die: eigentlich haben wir keine Ahnung, zumindest nicht, wenn es die Chemie zwischen zwei Menschen betrifft, all das, was über Look, Job, Musikgeschmack, Stil, Wohnsituation, Familienvorstellung, erklärte Lebensziele oder noch zu verwirklichende Träume hinausgeht.

Die Männer, die mir mal das Herz verdreht hätten, eint nicht viel, es gibt bei mir kein genaues Beuteschema, keine Must-Haves, die ich aufzählen könnte, aber etwas haben sie dann doch gemeinsam: keinen von ihnen hätte ich in einer Dating-App gematched. Sie waren nicht das, was ich mir ganz offensichtlich oder bewusst vorgestellt hatte und trotzdem das, was ich unheimlich anzog. Denn während wir unseren Kontostand, unseren Montag und womit wir ihn verbringen, sprich unsere Berufung, unseren Wohnsitz, unsere Bildung, überhaupt unser Leben selbst bestimmen und steuern können, ist die eine Sache, auf die wir keinen Einfluss haben, die unser lymbisches System unergründlich und sehr nachhaltig übernimmt: unsere Gefühle, was bei uns klickt und was uns dann doch kalt lässt.
Romantisch formuliert vielleicht, weil unsere Emotionen ehrlicher und aufrichtiger aussuchen, als unser Oberbewusstsein, das erstmal seine offensichtlichen, eigenen Wünsche befriedigen möchte. Zum anderen aber möglicherweise auch, weil unser Innerstes, viel weniger anfällig für eine Blendung ist, viel sicherer in ich selbst ruht, als wir, die hadern, zweifeln, analysiere, abwägen, noch einmal in Frage stellen und lieber effektiv als ins Nichts Daten wollen, am besten einen Typen, der unser Ich perfekt unterstreicht.

Andere Datingapps als Tinder werben heute damit, dass man sich auf ihnen „richtig“ oder mindestens in den verlieben könnte, der „wirklich passt.“ Es ist nur so: was wirklich passt, entscheidet nicht zu 100% ein Fragebogen und der perfekte Mix aus Gegensätzen und Gemeinsamkeiten auf dem Papier. Du entscheidest nicht, in wen du dich verliebst. Du verliebst dich. Und dass du dich irgendwann nicht mehr in den Gelegenheitsgitarristen mit Bindungsphobie oder das gespielte Coolgirl von der versteckten Bevormundungsfront abfährst, heißt nicht, dass dein Kopf jetzt weiß, was besser für ihn ist und präsent darüber entschieden hätte, sondern dass deine Emotionen sich entwickelt haben. Mehr unterbewusst und durch deine Erfahrungen, als vollkommen selbstbestimmt.

Ich habe schon vor den schönsten, spannendsten, schlagfertigsten und erfolgreichen Männern gestanden und verzweifelt darauf gewartet, dass ich sie hätte küssen wollen oder dabei zumindest irgendetwas zu fühlen. Vergebens.
Und dann stand ich vor jenen, die ich niemals auf dem Zettel gehabt , die ich nicht erwartet oder tatsächlich vermutet hätte. Und vielleicht ist das auch schon der schönste Moment oder Anfang in diesem ganze Dating und einer, den ich mir nicht nehmen lassen möchte. Die Blicke, die Unsicherheiten, das Vortasten, die Endorphine, wenn ein kleiner Schritt sich gelohnt hat, das Abwarten, das Wiedertreffen. 

Es sind die 3%, die wir nicht in der Hand haben, die sich einstellen oder eben ausbleiben, aber es sind die, die den Unterschied machen..

 

 

 

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44 Comments

  • Laurenzia 9. Mai 2016 at 11:04

    Also ich hab ja über Tinder die Liebe meines Lebens kennen gelernt. <3

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    • Lina Mallon 9. Mai 2016 at 11:23

      Klar, es gibt immer diese eine Ausnahme, die tatsächlich stattgefunden hat, die sich vielleicht auch deswegen total besonders und großartig anfühlt (Glückwunsch dazu! Ehrlich! 🙂 ) und jetzt für viele andere der eine Strohhalm sein soll oder ist, wenn sie darüber stolpern. Ich wette du bist nicht die Einzige, es klappt sicher bei noch ein paar mehr Leuten und das ist natürlich schön. Es werden jetzt auch hier natürlich vorrangig die Leute kommentieren, bei denen es eine Ausnahme gab und die das unterstreichen möchten, sodass schnell der Eindruck entsteht: „Mensch, bei jedem Zweiten funktioniert das doch total super!“, ist aber natürlich ne völlig verzogene Realität.

      Das hier ist eher meine Sicht der Dinge, wieso es für mich der Holzweg ist.

      Reply
      • Pablo 9. Mai 2016 at 13:02

        Zugegeben ich gehöre zwar auch zu einer der erwähnten Ausnahmen, bei denen Tinder geklappt hat. Und ich bin auch froh darüber, weil wir uns durch die doch recht unterschiedlichen Lebensbedingungen wohl kaum in der Stadt begegnet wären.
        Trotzdem muss ich deinem Text Lina komplett zustimmen. Es gilt auf keinen Fall „bei jedem Zweiten klappt das hervorragende und alles ist super“…
        Ich persönlich finde es spannend weil es einem ermöglicht Menschen leichter kennen zu lernen, die normalerweise in andere Bars gehen, einen anderen Bekanntenkreis haben und ihre Zeit einfach an anderen Orten verbringen als man selbst. Aber es führt noch lange nicht dazu, dass man die / den Gesuchten besser eingrenzen kann, oder es einfacher wird. Ganz im Gegenteil… Daher volle Zustimmung, ich würde es auch ehr als Holzweg bezeichnen, mit vielleicht etwas flexibleren Möglichkeiten. 🙂

        Reply
        • Lina Mallon 9. Mai 2016 at 13:42

          Hast du schön gesagt <3

          Reply
      • Saskia 9. Mai 2016 at 13:24

        Das verstehe ich aber nicht so ganz 🙂

        Du schreibst, dass es für dich der Holzweg bzw. total verzogene Realität ist, wenn die Leute glauben, dass es wirklich klappen kann, kommentierst aber ganz richtig am Ende, dass es deine Sicht der Dinge ist.
        Vielleicht ist es aber mittlerweile ja wirklich so, dass es bei genau so vielen Paaren über Tinder geklappt hat, wie es für andere User eben nicht geklappt hat.
        Wir haben hierzu ja keine repräsentative Studie.

        Reply
        • Lina Mallon 9. Mai 2016 at 13:39

          Es gibt bereits ein paar Studien, 42% der Tinder-Nutzer sind bereits zum Beispiel fest liiert. Dass jeder Zweite sein (betone ich extra) monogames Liebesglück auf Tinder findet, ist damit ziemlich unrealistisch.

          Reply
          • Saskia 9. Mai 2016 at 13:49

            Wow, das wusste ich nicht, denn zugegebenermaßen habe ich nicht recherchiert 😀
            Wie traurig. Deckt sich aber mit meiner These, dass zu viele Männer sich für Caveman halten und ganz bestimmt sind auch einige viele Cavewomen dabei.

  • Maren 9. Mai 2016 at 11:05

    Liebe Lina,
    Danke für so viele wahre Worte. Ich war selbst bis vor ein paar Wochen noch Single, gehörte ebenfalls zu denen, die fleißig Tinder und Lovoo benutzt haben. Egal wie sehr ich glaubte, jemand würde perfekt zu mir passen – am Ende blieben die Gefühle aus. Meinen jetzigen Freund habe ich auch indirekt über Lovoo kennengelernt, allerdings über ein paar Umwege, denn: Er ist jünger als ich und konnte mich wegen meiner Filtereinstellungen nicht anschreiben, fand mich letztendlich doch via Facebook und nutzte seine Chance. Weder sein Alter, noch seine Interessen hätten mich ihn matchen lassen, aber trotzdem ist er jetzt derjenige, den ich vermisse, wenn er nicht in meiner Nähe ist – und kein tattoowierter, vollbärtiger, 30-jähriger Skater.

    Reply
    • Sandra 9. Mai 2016 at 14:35

      Ich musste echt lachen bei Deinem letzten Satz! Herrlich! 🙂
      Schön geschrieben!

      Reply
  • Mrs.Konfetti 9. Mai 2016 at 11:29

    […] wie auf Instagram und hier zu sehen ist, verstehen viele den Hintergrund dieser Kolumne nicht. Es geht nicht darum, dass man pauschal sagen kann, den scheinbar perfekten Kerl nicht dort finden zu können. Vielmehr geht es um die eigene, vielleicht unbewusste, Einstellung dieser Apps gegenüber und der Hoffnung, die in einem ’schreibt …‘ steckt, wie Lina schon sagt. Nehmen wir mal an, wir gehen in eine Bar und wenden das Prinzip Tinder an, wie würde das aussehen? Haben wir eine Fernbedienung in der Hand, mit der wir ‚weiter‘, ’stop‘, ‚pause‘, ‚zurück‘ klicken können? Nein. Richtig. Klar, wenn uns ein Kerl anspricht, haben wir millisekunden Zeit, in unserem Kopf diese virtuellen Tasten abzuspielen, aber im Endeffekt führen wir Smalltalk mit dem Kerl. Die Entscheidung wird uns ein Stück weit abgenommen und wir stehen vor vollendeten Tatsachen. Diese, nennen wir es mal ‚weggenommene Macht‘ im realen Leben spiegeln wir in der virtuellen Welt zu unserer alleinen ‚Macht‘, sich den Kerl zu auszusuchen, dem man ein ‚like‘ schenkt.
    Ich persönlich finde diese Kolumne toll und ich weiß genau, was du sagen möchtest. Und ich kann dir nur zustimmen. Mädels … eure Tinder-Kerle sind trotzdem toll !

    Reply
  • Francesca 9. Mai 2016 at 11:38

    Auch hier: 2014 auf Tinder gematched, verliebt, verlobt, 2015 geheiratet, im kommenden August kommt unser Baby zu Welt… <3

    Reply
  • Marmormaedchen 9. Mai 2016 at 11:52

    Hallo Lina
    Ich war im Dezember noch single. Und zwar seit acht Jahren. Und ich war eine derjenigen, die sich geweigert hat, Date-Apps zu nutzen. Weil sie nicht funktionieren. Weil man sich nicht anhand eines Bildes oder irgendwelchen Merkmalen verliebt. Weil „passend“ und „match“ unmöglich dasselbe sein können wie „Kribbeln“ und „Funken“. Irgendwann meldete ich mich bei Tinder an – mitten in einer dieser frühen Morgenstunden, in denen ich mich – trotz meines Selbstbewusstseins und trotz meiner Einstellung ‚ich-komme-auch-ohne-Mann-zurecht-und-bin-sogar-glücklich‘ – einsam und ein wenig liebesbedürftig fühlte. Ich scrollte mich durch die Schar an Profilbilder und um 03:00 Uhr klappte ich die App zu und dachte: „Du solltest dich schämen. Das ist nicht die Art, wie du dich verlieben kannst. Das ist oberflächlich.“ In diesen zwei Stunden hatte er mich schon angeschrieben und wir hatten unsere Nummern schon getauscht. Ich löschte Tinder. Ich behielt ihn.
    Warum? Weil ich mich verliebt habe. Nicht in sein Profil. In ihn. Bei unserem ersten Treffen, dem zweiten vielleicht. Nicht weil es passte – ich habe nicht nach ihm gesucht, er ist so vieles, wonach ich nicht gesucht habe. Sondern weil ich ihn küssen will. Immer wieder und unbedingt. Und weil ich von ihm gehalten werden möchte. So lange wie möglich.
    Ich weiss nicht, was ich nun von Tinder halten soll. Das ist ganz ok so.
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.blogspot

    Reply
  • Carla 9. Mai 2016 at 11:53

    Liebe Lina,

    Hast du „Modern Romance“ von Aziz Ansari gelesen? So gern wie du Datingverhalten analysierst (ich übrigens auch!) könnte dir das Buch gefallen. Es ist eine coole Mischung aus informativ & wissenschaftlich und unterhaltsam mit hohem Wiedererkennungspotential!

    Aber nur fast so gut wie deine Twentysomething Column, die ich jedes Mal verschlinge…;-)

    Liebe Grüsse
    Carla

    Reply
  • Saskia 9. Mai 2016 at 11:54

    Liebe Lina,
    so tolle Kolumne, mal wieder!
    Du triffst den Nagel auf den Kopf, besonders an dieser Stelle: „Und dann stand ich vor jenen, die ich niemals auf dem Zettel gehabt , die ich nicht erwartet oder tatsächlich vermutet hätte. Und vielleicht ist das auch schon der schönste Moment oder Anfang in diesem ganze Dating und einer, den ich mir nicht nehmen lassen möchte.“ Gegen solche Momente kommt kein Match der Welt an, und auch wenn das nicht zwingend heißen muss, dass es mit so jemandem besser klappen müsste als mit einem Tinder-Date, würde auch ich mir solche Momente um keinen Preis nehmen lassen wollen. Wirklich großartig geschrieben!

    Reply
  • sophia 9. Mai 2016 at 12:12

    Liebe Lina,
    Eine tolle Kolumne und ich würde dir erstmal in ziemlich vielem zustimmen, vor allem bei dem vergleich zum online shoppen! Ich habe mich nach einer doofen Trennung letztes Jahr auch bei Tinder angemeldet, obwohl ich immer gesagt habe, dass ich „so etwas nie machen würde“. Doch nachdem innerhalb von kurzer Zeit 2 meiner sehr guten Freund*innen quasi Tinder-Volltreffer gelandet haben und ich eh keine großen Erwartungen hatte, medet ich mich an und nun seit ein paar Monaten wieder sehr,sehr glücklich und zwar mit einem Mann, den ich sonst unter gar keinen Umständen gedatet hätte!

    Reply
  • Anonym 9. Mai 2016 at 12:57

    Auch ich halte nicht viel von solchen Dating-Apps. Nicht, weil ich bestreiten möchte, dass man dort tatsächlich seine große Liebe finden kann wie einige der anderen Kommentatorinnen hier, sondern weil dieses Festlegen was man sucht oder möchte und dann kriegt man ein paar passende Vorschläge irgendwie nicht mein Ding ist. Wie du schon schreibst nimmt das die ganze Spannung des Kennenlernens, der Anfangsphase, raus. Klar, auch wenn wir im „echten Leben“ jemanden kennenlernen sehen wir als erstes sein Äußeres und nicht seinen Charakter und die wenigsten würden wahrscheinlich jemanden ansprechen, den sie unattraktiv finden. Aber trotzdem ist das für mich nochmal etwas Anderes. Das Schönste ist doch eigentlich, sich – für einen selbst überraschend – in jemanden zu verlieben, den man so als potenziellen Partner niemals auf dem Schirm gehabt hätte. Dann verliebt man sich nämlich in diesen einen Menschen und nicht in irgendwelche Charaktereigenschaften, die man sich vorher als wünschenswert herausgesucht hat.

    Reply
    • Lina Mallon 9. Mai 2016 at 13:43

      Unterschrieben, genau das hab ich gemeint. Sicher, es gibt immer einen ersten Eindruck, aber anders als Online tragen die Menschen Offline kein Kurz-Profil um den Hals, das man erstmal durchliest, bevor man es mit einem Satz versuchen würde 🙂

      Reply
      • Clara 9. Mai 2016 at 14:29

        Genau so sehe ich das auch! Ist es nicht auch oft diese ganz bestimmte Art des anderen, in die man sich verliebt? Seine Mimik, wenn er bestimmte Dinge sagt, oder der Klang seines Lachens? Und sowas lässt sich mit Worten oder Bildern einfach nicht beschreiben, sondern schlichtweg nur erleben. <3

        Reply
  • Saskia 9. Mai 2016 at 13:08

    Anhand eigener Erfahrung und der Rückmeldungen hier würde ich ja sagen, dass sich die Zeiten wohl geändert haben müssen. Ich will nicht bestreiten, dass du, Lina, in gewisser Weise Recht hast und ich behaupte, ich habe deine Kolumne verstanden, aber ich glaube, wir müssen uns damit abfinden, dass viele Dinge, und das Daten und den richtigen Partner finden gehören wohl dazu, sich geändert haben und ein Stück weit ihren Zauber verloren haben.
    Ich meine, abgesehen von Tinder und Co. – wie „wählt“ man denn sonst seinen Partner, wenn nicht erstmal anhand oberflächlicher Aspekte wie Aussehen, die Art zu reden, Humor, die Lebensweise…um dann irgendwann festzustellen, ob es wirklich passt oder nicht?

    Meine persönliche Erfahrung ist, dass man auch verdammt viel Glück haben muss, aber dann kommt der große Teil der ganzen Erfolgsgeschichte. Man muss sich einlassen auf Dinge, die einen vielleicht zunächst abschrecken. Und man darf auch nicht zu viel erwarten. Während ich das hier schreibe, denke ich, dass es verdammt traurig klingen muss, aber ich erwarte von einem Mann nicht viel. Er muss wollen, mich wollen, uns wollen. Er muss mich gut behandeln und eine treue Seele sein. Wenn er es nebenbei noch schafft, die „normalen“ Dinge des Lebens zu meistern, sprich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ein zufriedener Mensch zu sein, bingo! Und dann stellt man doch relativ schnell gemeinsam fest, ob man auch die gleichen oder ähnlichen Ziele hat.
    Und dann sollte einer gemeinsamen und glücklichen Zukunft doch nichts im Wege stehen.

    Wem muss man denn noch erzählen, dass sich Liebe entwickelt und dass der Zauber, der in gewissem Maße zu Beginn natürlich da sein sollte, irgendwann nachlässt oder besser – ganz anders wird und noch viel viel besser als dieses Knistern und sich immer und ewig leidenschaftlich küssen zu wollen?
    Das Leben ist anders geworden und auf anderen Gebieten als „früher“ auch schwieriger. Nicht nur die Sache mit der Partnerschaft. Und ich nehme sehr gern in Kauf, dass der Weg zu einer glücklichen Partnerschaft sehr sehr holprig ist, wenn das große Ziel des gemeinsamen Glücks stets auch gemeinsam angestrebt wird.

    Ich wünschte, es wäre anders, aber für mich hat das Internet (in dieser großen Rolle, das es heute spielt) sehr viel kaputt gemacht.
    Dummerweise gehören zu dem gemeinsamen Glück auch immer zwei, und die Männer in unserer Generation scheinen größtenteils zu glauben, sie seien Caveman (Stichwort: Jäger und Sammler). Für sie kommt Tinder doch wie gerufen. Gelegenheit macht eben Diebe.

    Reply
  • Vivien Sophie 9. Mai 2016 at 13:28

    Ein richtig toller Text und so wahr! Ich hab auch mal eine Zeit lang Tinder ausprobiert und es ist einfach nicht das gleiche, so wie du schon sagst. Ich habe nämlich, während ich Tinder hatte und auch benutzte, jemanden im „realen Leben“ kennengelernt und es ist einfach so komplett was anderes, was man gar nicht vergleichen kann. Unsere erste Begegnung war wirklich toll und ich wusste sofort, dass ich ihn unbedingt kennenlernen möchte. Es gehört einfach so unglaublich viel mehr dazu, als ein Bild und eine Beschreibung. Man kann es einfach nicht vergleichen, mit dem Gefühl, dass man hat, wen man jemanden das erste Mal sieht, und es sofort Klick macht.

    Und wie du Recht hast mit dem, dass wir denken, wir wüssten, was wir wollen. Ich bin jetzt mit demjenigen zusammen, den ich im realen Leben kennengelernt hatte und ich hätte niemals gedacht, dass ich mal mit „so einem“ zusammen bin, niemals hätte ich gedacht, dass das „mein Typ“ ist und dass es das ist, was ich will. Du hast wirklich so recht!!! Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob ich meinen jetzigen Freund bei Tinder gematched hätte und ich muss gestehen, nein, hätte ich nicht. Wie schon gesagt, es ist nämlich einfach viel mehr als Fotos und gegebenenfalls eine kleine Beschreibung. Über Tinder spürt man eben nicht die Chemie und die Anziehung bei der ersten Begegnung, was einfach so viel ausmacht.

    Reply
  • Tiffi 9. Mai 2016 at 13:37

    Ich wünschte momentan bei meinem letzten Date wäre es so gewesen und ich hätte „verzweifelt darauf gewartet, dass ich ihn hätte küssen wollen oder dabei zumindest irgendetwas zu fühlen.“.

    Ich habe mich leider nach einem tollen ersten Date und einer Partynacht mit „happy end“ vollends in jemanden den ich bei Tinder kennengelernt habe verknallt und habe mir seit dem viel zu viele Gedanken macht, analysiert, zu viel Frust geschoben und auf Nachrichten gewartet. Dabei ist es so einfach: Er hat einfach keine Gefühle. Er war höchstwahrscheinlich nur auf Sex aus.
    Und ich habe mich wahrscheinlich nur in eine Vorstellung verrant. Er ist nicht die Person für die ich ihn gehalten habe. Es war wahrscheinlich nur die „Aussicht auf die Option auf ein Gefühl“, wie du so schön sagst, Lina.

    Fazit also: Ja man kann sich durch Tinder verlieben, damit es dann aber auch funktioniert gehören aber wie im „real life“ auch wie immer Zwei dazu…

    Reply
  • Lidia 9. Mai 2016 at 13:53

    Ich bin bzw war Tinder-Nutzerin.
    Warum ich mich angemeldet habe?
    Meine Mädels meinten, ich müsse nach über 2 Jahren mal langsam mein Single-Dasein beenden! Und da es auf dem klassischen Weg nicht so recht klappen wollte, sollte ich Tinder mal ausprobieren. Einfach nur mal so.
    Ich war als Single nicht unglücklich! Ich liebe meine Freiheit, aber manchmal wünscht Frau sich doch jemanden an seiner Seite und will ankommen.
    Für Dating-Apps oder Portale hatte ich nie etwas übrig. Deren Ruf war immer der selbe: Man findet dort nur Idioten, die schnelle Nummer aber niemals die echte Liebe.
    Andererseits haben einige meiner Freunde über Apps oder Portale ihre große Liebe gefunden, geheiratet und sind Eltern geworden.
    ich dachte mir dann: “Hey! Why not?! Probiere es einfach aus. Du hast nichts zu verlieren, außer etwas Zeit vielleicht. Es muss ja nicht gleich die große Liebe dabei sein, aber du kannst tolle Männer kennenlernen.“
    Also habe ich mir ein Profil angelegt, Fotos verknüpft und ein bisschen etwas über mich geschrieben. Tu es für Dich, einfach just for fun, ohne irgendwelche Erwartungen. Es ist ja auch irgendwie spannend und aufregend neue und vor allem fremde Männer kennenzulernen! Und so ging das Wischen übers iPhone los -mal nach links, mal nach rechts.
    Es geht überwiegend wie auf einem Basar zu. Du suchst Dir etwas aus, was Dich optisch anspricht und willst es haben und hoffst, dass Du den Zuschlag bekommst. Wenn man dann ein Match hat, geht der eigentliche Teil erst los: Das Schreiben!
    Aber da stehst Du schon vor der nächsten Hürde! Was schreibst Du? Ein plumpes ‚Hi‘ ist da ungenügend. Du schaust auf sein Profil und beziehst Dich auf irgendwas von seinem Profilfoto – wenn er schon nichts über sich in seinem Profil stehen hat. Und dann kommt das nächste Problem: In vollständigen deutschen Sätzen zu antworten ist definitiv nicht seine Stärke!
    Es folgen monotone Konversationen, direkte Ansagen was man bei Tinder sucht (Bumsfrikadellen), Funkstille und laaaaangweilige Texte. Zwischen ihnen verstecken sich tatsächlich noch scheinbar interessante und sympathische Schreiber.
    Du überwindest Dich und datest Dich. Ich sage nur: #laaaaaaangweilig, #ghosting und #kleiner Junge, der nach einer neuen Mutti für sich sucht! Nein danke!
    Nach dem 3. oder 4. Date beschloss ich mich bei Tinder abzumelden – es funktioniert einfach nicht! Es gibt dort keine Menschen, die du mögen würdest, wenn Du sie über Freunde oder Bekannte oder einfach nur auf der Strasse kennengelernt hättest! Tschüss Tinder!
    Über ein halbes Jahr war die App nicht auf meinem iphone. Doch kurz vor Weihnachten, als die Uni mal für 2 Wochen vergessen werden konnte und man auf einmal wieder Zeit hatte (und auch etwas Langeweile), da wurde die App wiederhergestellt.
    Da ging das Gewische wieder los – bis ich bei einem Profil hängengeblieben bin. Dieses Foto hat mich magisch angezogen!
    Das Profil blieb ansonsten leer. Warum hat dieser verdammt gut aussehende Typ nichts über sich stehen? Liken oder nicht? Der ist bestimmt ein totaler Aufreißer und kann sich vor Anfragen kaum retten! Was willst Du mit so einem? Da wird es bestimmt kein Match geben. Ach komm! Zack -like!
    Paar Tage später – ich hatte ihn schon vergessen, war er da! Ein Match! Er hat sogar geschrieben! In vollständigen Sätzen! Ich war entzückt! Das erste Treffen lies ein wenig auf sich warten – meine Uni war Schuld, ebenso sein Job. Aber bis dahin genoss ich angenehmen Konversationen, die bald ausserhalb von Tinder stattfanden. Als der Tag X dann endlich da war und ich vor seiner Tür stand hat es mich einfach nur umgehauen! Dieser Mann sieht außerhalb von Dating-Apps noch viel attraktiver aus! Und er ist so sympathisch, aufmerksam, humorvoll -hab ich schon gutaussehend gesagt? 😀
    Wir treffen uns in unregelmäßigen Abständen, ich genieße die Zeit sehr mit ihm, vermisse ihn, wenn wir getrennte Wege gehen und freue mich, wenn ich weiß, wann wir uns sehen oder ich eine Nachricht von ihm lese.
    Ob es ihm so geht wie mir, das werde ich ihn die Tage fragen – und ob wir in Zukunft mehr gemeinsame Wege gehen werden.
    Just my 2 cents <3

    Reply
    • Lina Mallon 9. Mai 2016 at 14:25

      Vielen Dank, das war ne spannende Story und ich bin jetzt durchauchs gehooked, wie es weiter geht 😀

      Reply
    • Christin 10. Mai 2016 at 10:37

      Ich muss Lina Recht geben! Absolut spannend und ich möchte auch unbedingt erfahren, wie es bei euch weiter geht. 🙂

      Reply
  • Franka 9. Mai 2016 at 14:02

    Ich kann nur eines dazu sagen: „Amen, Schwester!“
    Man denkt es wäre einfacherer und schneller über diese Apps die „Liebe des Lebens“ zu finden.
    Dabei ist der Weg dahin schwieriger wie nach Jerusalem.
    Denn wie du schon schreibst, spielt der Charakter ein viel größere Rolle, als ein schönes Bild mit einem schönen Lächeln und der passenden Beschreibung „Suche die Frau für das Leben“.
    Bei mir ist es ebenfalls so, dass ich in der App wesentlich andere Männer „matche“ wie ich persönlich kennengelernt und gedatet habe.

    Wir dürfen uns alle, besonders bei Tinder nichts vormachen, denn schlussendlich ist das keine „Dating“ App sondern schlichtweg – eine Hooking up App. Also quasi so aufgemacht, dass eigentlich nichts festes daraus entstehen kann (soll)…

    Reply
  • Solveig 9. Mai 2016 at 14:15

    Ich finde: Tinder etc. ist einfach anstrengend! Denn da wird einem alles direkt auf den Tisch geklatscht was man sonst vielleicht in abgeschwächter Form erfahren hätte und gar nicht schlimm gefunden hätte. Es ist eben, nur als ein Beispiel von vielen, etwas anderes ob auf einem fünfzeiligen Dating-App-Profil steht „Ich bin KEIN Akademiker (mit Niveau – hah, pun intended :-D)“ oder ob man an der Bar oder im Stadtpark einen Mann kennen lernt der einen mit seiner Art und Intelligenz gewinnt und der einem irgendwann erzählt „Oh übrigens, die akademische Laufbahn war nie was für mich!“ Den ersten steckt man vermutlich in eine Schublade und swiped ihn weg. Beim zweiten denkt man sich doch eher „Oho, Schubladendenken ist wohl ziemlicher Mist!

    Ich stelle die steile These auf: Offline daten ist erstmal in vielen Aspekten einfacher und weniger Glückssache. Denn das Internet transportiert eben doch ein sehr einseitiges Bild…

    Reply
  • Sam 9. Mai 2016 at 14:18

    Diese Kolumne gibt soviel Aspekte zum Thema Online-Dating her, und trotzdem beschränken sich soviele Leser darauf, ob das Konzept bei ihnen funktioniert hat oder nicht. Lina repräsentiert ihren subjektiven Standpunkt (was der Sinn ihrer Kolumne ist) und gleichzeitig auch andere Standpunkte, verallgemeinert aber an keiner Stelle. Es haben einige Leute nicht ganz verstanden, dass sie behauptet „Ihre Art von Männern“ hätte sie niemals auf dieser Plattform gefunden, vielleicht findet sie ihre Möbelauch nicht in einem schwedischen Möbelhaus, das heißt aber lange noch nicht, dass es andere nicht tun können.

    Klar ist eines, bei Fehlschlägen auf Tinder hat man deutlich weniger Zeit verschwendet, als bei ewigem Dating oder dem Versuch des Ausbruchs aus der Friendzone, in der Realität. Man kann es quasi nebenbei tun, und immer wenn man gerade Zeit hat. Diese Fehlschläge sind leichter zu verkraften, da sie unpersönlicher sind, im Grunde eine Art von Fiktion, und wohlmöglich geringer am Selbstwertgefühl kratzen, als es welche in der Realität tun würden.

    Reply
    • Lina Mallon 9. Mai 2016 at 14:21

      Danke dir … und ich finde du sagst da was Wahres: Online-Dates haben in gewisser Perspektive immer den Hang zur Fiktion, immer Interpretationsspielraum und natürlich sind sie distanzierter ..

      Reply
  • Josy H. 9. Mai 2016 at 15:02

    Hallo liebe Lina!
    Ich muss sagen, ich bin noch nicht lange Leser deiner Kolumne, aber bereits jetzt schon großer Fan. Besonders diese hier hat mich zum Nachdenken gebracht.
    Es gibt ja viele, die meinen, man müsse sich an den „Alles online“ Hype anschließen und anpassen. Ich sehe das anders und kann -will- mich nicht an den Gedanken gewöhnen, die mögliche Liebe des Lebens im Web zu finden. Ich denke, das macht es für uns nicht gerade einfacher, sich zu verlieben, da die Leute weniger soziale Kompetenzen wie Offenheit und Co. zeigen müssen. Ich kann mir vorstellen, dass die Leute schüchterner, verschlossener, vielleicht auch weniger ehrlich und weniger fähig, jemanden von selbst kennenzulernen, werden.
    „Die Blicke, die Unsicherheiten, das Vortasten, die Endorphine, wenn ein kleiner Schritt sich gelohnt hat, das Abwarten, das Wiedertreffen.“ Perfekt getroffen, Lina. Das ist etwas, was echtes Verliebtsein ausmacht. Ich hoffe, dass man in Zukunft auch auf solche echten Dinge wertlegt.
    Meine Meinung… Toller Text, tolle Art, die Sache in die Hand zu nehmen. Bin begeistert!

    Reply
  • Lana 9. Mai 2016 at 15:09

    Ich verstehe deine Argumente gut und auch die Aussage, man wollte die App sich nur mal anschauen etc. habe ich selbst schon oft verwendet, trotzdem finde ich, man muss dem Ganzen eine Chance geben. Denn so kann man unkompliziert und ohne viel Aufwand lustige, spannend oder auch echt beschissene Dates haben ohne, dass es irgendwelche Einflüsse auf das weitere Leben hat. Was ich damit meine ist, wenn man jemand datet aus dem Freundeskreis oder erweiterten Bekannentenkreis wird immer eine Verbindung bestehen bleiben. Beim Online Dating ist man freier, die Person kann sich nicht vorher über dich ein Bild machen oder sich sonst wo komplett informieren, man hat die Chance einen unvoreingenommenen Eindruck zu hinterlassen und auch sich selbst von jemand zu machen.
    Mir persönlich ist das sehr wichtig, weil Exfreunden auf Geburtstagsfeiern von Freunden gegenüber zustehen, am besten noch wenn sie die Neue im Arm halten, bin ich leid.

    Aber trotzdem muss jeder den Weg zum Glück, für sich selbst finden 🙂

    Reply
  • Madelaine 9. Mai 2016 at 15:23

    Liebe Lina, ja ich habe beim Anfang der Kolumne erst mal mit den Augen rollen müssen und gedacht „Na toll da verschwendet sie ihre Zeit, ihren tollen Schreibstil an so ein lahmes Thema“. Doch am Ende hat der Text mal wieder das gemacht, was er soll: mich zum nachdenken bewegt.
    Ich hatte bisher ein Date über eine Daing app (nicht tinder, candidates, falls dir die etwas sagt) und bin davon nachhaltig so enttäuscht, dass ich mich dagegen sträube nochmal auf eine app zu setzen, vermutlich sogar dann, wenn es nur um etwas lockeres geht. Ich habe 2 Wochen mit einem Typen geschrieben, war von seinem Bild nicht hundertprozentig überzeugt, aber von seiner vermeintlichen Art total verzaubert. Dass er in echt leider noch weniger gut aussah, als auf dem Bild war schon einmal ein schlechter Einstieg, aber das wahre Problem lag dann an seiner Art. Wir haben sehr lange bei Essen und ein paar Drinks geredet, aber er hat mich einfach nicht gecatcht. Ich habe beim Schreiben einfach zu viel hinein interpretiert und mir ein vollkommen falsches Bild von ihm gemacht. Er war nicht so lustig, ironisch und charmant, wie ich ihn mir vorgestellt habe, durchaus ganz nett, aber niemand mit dem ich eine Beziehung führen wollen würde.
    Genau das ist es auch, was ich am online dating so abschreckend finde. In einer Bar hätte ich schnell gemerkt, dass die Chemie nicht stimmt und wäre dann unter einem Vorwand gegangen, aber in diesem Fall viel mir das deutlich schwerer und in meinem Hinterkopf haftete sich der Gedanke fest, dass ich nur Zeit verschwenden würde.

    Es ist eben so wie du sagst: Das langsame Vortasten fehlt, die unsicheren Blicke, der Sprung ins Ungewisse. Nach wochenlangem Schreiben kennt man den anderen schon irgendwie, aber eben nicht so, wie er wirklich ist und das machte mir große Probleme. Ich möchte jemanden gleich wirklich Kennenlernen und keine Zeit, keine Schmetterlinge und erste recht keine Gefühle verschwenden, weil ich nach den ersten 15 Minuten merke, dass das zwischen uns eben doch nicht passt.

    Liebe Grüße
    Madelaine

    Reply
  • Anh 9. Mai 2016 at 15:38

    Grandiose Sicht und Vorallem die Metapher des Onlineshoppens trifft den Nagel auf den Kopf. Auch ich war eines der Opfer, die aus einer freien Laune heraus getindert haben. Und was kam raus? Aufgeregt vor dem ersten Treffen und das war die Sache auch schon mit dem Gefühlshöhepunkt. Man kann, meiner Meinung nach, nicht nur oberflächlich selektiv handeln und sich so seinen Traumprinzen aussuchen. Wie im Onlinestore eben. Hat einen Faden Beigeschmack und kommt doch etwas sehr kalt für mich daher. denn wie oft sitzt man in der Bahn und sieht Leute ’nebenbei‘ diese Handbewegung machen, wo man genau weiß ‚der/die tindert‘. Ich bestreite auf gar keinen Fall, dass man durch die App nicht jemand besonderen findet. Keinesfalls.

    Aber vielleicht ist es auch heutzutage der gesellschaftliche Druck, dass man nicht mehr ’normal‘ jemanden kennenlernen kann.
    Lustigerweise musste ich doch schmunzeln, als du geschrieben hast, dass keiner der Männer du ’so‘ in Tinder gematcht hättest. So geht es mir mit meinem Freund auch 😀 (im übrigen, kommt er aus SAW und ihr kennt euch, Zufälle gibt’s :)). Man sollte schlussendlich seinen eigenen Weg finden, aber alleine sich auf eine App zu verlassen ist wohl doch sehr fragwürdig. Ein handgeschriebener Liebesbrief, wo sind diese oldschool Zeiten geblieben :)?

    Reply
  • Stef 9. Mai 2016 at 16:00

    Lieblingskolumne – auch wenn ich ein Thirtysomething bin. 😉
    Zu Tinder – ich bin angemeldet und hatte mehrere sehr nette Chatverläufe (auch wenn ich diesen Begriff hasse), ein nettes Treffen und zwei mit regelrechten Psychopathen. Ich bin auch jemand, der den Moment und atmosphärische Spannung liebt, mehr als alles, was danach kommt. Für mich ist es Bequemlichkeit, Neugier, Unverbindlichkeit, Selbstbestätigung. Alles Eigenschaften, die ich an mir überhaupt nicht leiden kann. Ich nehme es nicht ernst und ärgere mich über den Speicherplatz, den es mir auf meinem Smartphone wegnimmt. Ich hätte mich längst abgemeldet, wenn da nicht dieser nette Fabian wäre, der leider für ein spontanes Treffen zu weit weg wohnt. Aber falls wir einander in der Nähe sind, treffen wir uns. Vielleicht. Falls es passt.
    Der Mensch ist schon ein seltsames Wesen.

    Reply
  • Jasmin 9. Mai 2016 at 17:29

    Weißt du Lina, ich glaube es liegt tatsächlich daran, dass uns durch die neumoderne Medienwelt bestimmte
    Vorurteile nur so in den Mund gelegt werden. Tinder? Tinder verbinde ich mit einer ich-will-dringend-sex-und-muss-mir-die-nächstbeste-suchen und alles nur, weil ich online und auch im TV nur davon gehört habe, dass 90% der Leute bei Tinder
    nur ein one night stand suchen. Ich finde es mutig, dass du offen und ehrlich bist und zugibst, dass du dich dort angemeldet hast.

    Ich bin auch neugierig aber meistens ist es der Scham der mich zurückhält, weil man durch die Medien hat sehr
    oberflächlich wird und urteilt. Ein Profilbild ist bei mir noch nie Ausschlaggebend geworden aber ist es nicht so, dass
    wir bei einem sympathischen ansprechenden Mann viel anders antworten als bei einem unsympathischen? Der sympathische Mann kann noch so ein Arschloch sein, wir wollen ihn trotzdem lieber kennenlernen als den unsympathischen. Ich glaube, genau solche Apps machen einen das Beziehungsleben noch schwerer. Man urteilt zu schnell über das Aussehen und nicht mehr über den Charakter – schade.

    Reply
  • Stephanie 9. Mai 2016 at 17:32

    Hey Lina,
    hammerspannende Kolumne! Danke, dafür!
    Auch ich war Tinder Nutzerin. Mit einigen habe ich mich getroffen und mit einigen habe ich nichts weiter als einen netten Abend und ja manchmal auch die Nacht geteilt. Fand ich ok so. Mach’s wie ein Mann. Unverbindlich, locker und cool. Ja, hat toll funktioniert bis ich mich verliebt habe. In den einen, den ich erst echt nervig fand und der so gar nicht zu mir passte. Viel zu laut, zu anstrengend, zu verrückt,… Einfach so gar nichts für mich. Trotzdem wollte ich ihn und zwar nur noch ihn. Aus uns ist nichts geworden. Ich weiß bis heute nicht wirklich warum. Es gab unglaubliche Dates und perfekte Momente. Es gab aber irgendwann auch viele Fragen, nur keine Antworten. Und das ist genau der Punkt. Darf der Typ oberflächlich bleiben, weil wir uns ja nur über Tinder kennengelernt haben? Spricht ihn das für alles frei? Oder ist er einfach ein Arsch?
    Das ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her. Wir haben immer noch sporadisch Kontakt… Jedesmal, wenn ich es drangeben will meldet er sich wieder…
    Ich denke, ich bin in DIE Falle gelaufen. Vieles ist hausgemacht, ich weiß. Die Erwartungshaltungen von Männern und Frauen auf Tinder sind oft unterschiedlich und da fängt das Dilemma meiner Meinung nach schon an.
    Das alles hätte auch ohne Tinder passieren können. Ist es aber nicht. Ich bin da raus!

    Reply
  • K. 9. Mai 2016 at 18:23

    Das einzig schwierige finde ich, dass vor allem in den Kommentaren das Kennenlernen über Tinder oder generell Online Plattformen etwas degradiert wird. Ja, der Zauber beim ersten Blickkontakt ist toll, aber den kann man tatsächlich auch über solche Dates haben. Denn irgendwann steht man diesen im besten Fall auch gegenüber, im allerbesten Fall ohne vorher Romane geschrieben zu haben. Hatte ich beides schon. Und einen Unterschied sehe ich kaum, da dieser Zauber jedes Mal anders ist. Bei wem ich diesen Zauber beim ersten Date nicht hatte? Bei meinem Freund, den ich über Tinder kennengelernt habe. Trotzdem bin ich auch nach fast drei Jahren glücklich wie nie zuvor und wir „matchen“ einfach ideal. Ja, er ist vermutlich sogar „der Eine“ für mich. Der, der richtig um meine Gunst kämpfen musste und mir mehr gibt als jede Anziehung auf den ersten Blick. Und deswegen würde ich den beschriebenen Zauber nicht über alles stellen. Am Ende weicht der nämlich auch einer Routine.

    Lina, mein Kommentar ist nicht ausschließlich auf deine Kolumne bezogen. 🙂 Ich finde es nur schade, dass ich bei vielen herauslese, dass sie diese Art des Kennenlernens auch heute noch in einer gewissen Art und Weise abwerten.

    Reply
  • Tine 9. Mai 2016 at 20:44

    Liebe Lina,
    Auch wenn ich eine der wenigen Ausnahmen bin und und mit meinem Freund, den ich über tinder kennengelernt habe, super glücklich bin, stimme ich dir total zu. Bis dahin war das nämlich ein ganz schön länger Weg, auf dem ich oft auf die Fresse gefallen bin bzw. mich auf den Boden der Tatsachen zurückholen lassen musste.
    Ich glaube wirklich, dass die Zeit sich gewandelt hat. Wo spricht dich denn bitte der traumprinz in spe an? Oder du hast selbst nicht die Eier dazu. Wenn ich mir die Typen die beim feiern voll bis obenhin sind , abziehe, komme ich so auf 0,5. ich habe mich echt gefragt wo die Kerle sind? In ner bar, beim Sport, draußen? Tote Hose…
    Da hab ich die Strategie gewechselt und gedacht „Versuch“ es mal über tinder, echt mit ernsthaften Ambitionen, hab aber schnell gemerkt dass bei mir genau das einschlägt was du oben beschreibst. Das aussehen wird gecheckt. Alles andere auch. Style, Alter, Job und ob er nen Hamster oder die hippe französische Bulldogge hat. Doch leider wird man da schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, vor allem wenn man vor dem ersten Date meint erst mal ne halbe Ewigkeit schreiben zu müssen. Der Typ entspricht mit 90 Prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht dem Bild, das sich dein Kopf schon angefertigt hat. Es ist zwar „ganz nett“ denn faktisch entspricht er ja den Kriterien die du gesucht hast, aber der letzte Kick fehlt. Fehlzündung.
    Ich habe dann versucht das aufzugeben , versucht die Strategie geändert und einfach mal Leute gematcht ,denen ich rational betrachtet keines gegeben hätte. Gar nicht groß schreiben, sofort treffen und merken top oder flopp. Da ist zwar die fail Quote recht hoch (ich habe wirklich ganz gruselige Geschichten erlebt XD) aber der Überraschungseffekt ist auch größer und mit ein bisschen Glück hat man dann vielleicht doch mal einen dabei der dich von den Socken haut. Wobei ich sicher nicht glaube, tinder ist der Schlüssel zu aller Glück, man darf sich da echt nicht versteifen und sollte sich in der ‚echten Welt‘ die fühler nicht komplett einfahren. im Endeffekt kommt es wie es kommt.
    Liebste Grüße
    Tine

    Reply
  • Kathi 9. Mai 2016 at 20:58

    Kompliment für diese Kolumne. Selten hast du mich so unterhalten (und gleichzeitig aus der seele gesprochen). Irgendwie läuft der Text richtig gut und man denkt sich in die thematik beim lesen (obwohl sie wie du sagst so scheinbar trivial ist). Und ich mag deine Sichtweise darauf. Ich will kein Partner-Shopping, ich will den Moment in dem man plötzlich merkt, dass da mehr ist als man erwartet hat.

    Ps: auch gut ist, dass du ein bissche mehr mit den anglizismen sparst 😉

    Liebe Grüße,
    Kathi

    Reply
  • Sabine 9. Mai 2016 at 21:56

    Liebe Lina,
    du sagst in dieser Kolumne u.a. zwei Dinge, die ich so verstehe:
    1. Die Guten sind eigentlich immer die, die man nicht auf den ersten Blick nach Schema F wählen würde.
    2. Bei Tinder wählt man aber so.
    Ich bin eigentlich ein Tinder-Gegner, weil ich eben diesen Gesellschaftstrend furchtbar finde. Aber kann man nicht als Einzelner selbst bestimmen, wie man die App nutzt? Was wäre, wenn man einfach ein bisschen großzügiger selektiert, und den Typ mit der krummen Nase trotzdem matcht? Was wäre, wenn man es auch auf dieser oberflächlichen Plattform schafft, ein bisschen mehr nach spontaner Sympathie zu gehen als nach Checkliste? Das war meine Voraussetzung 1. Voraussetzung 2: Nicht ewig schnacken und sich dadurch (wie du richtig sagst) die ganze Spannung verderben, sondern einfach mal treffen. Natürlich sind die meisten dieser Dates dann eher für Anekdoten als fürs Familienalbum gut. Tinder ist für mich aber auch kein virtuelles Dating, das den echten Kontakt über Wochen ersetzt und dabei womöglich etwas anderes vorgaukelt als die Fritz Cola in der Schanze dann halten kann. Tinder ist nur eine Möglichkeit, schnell und effektiv Leute zu finden, die ich wohl nie zufällig in der kleinen Konditorei getroffen hätte.
    Ab einem unvoreingenommenen ersten Treffen kann dann in Glücksfällen doch alles ganz normal seinen Lauf nehmen – vorausgesetzt, der andere muss nicht noch 70 weitere Optionen checken, bevor er bereit ist, sich auf dich einzulassen.
    xx

    Reply
    • Franka 10. Mai 2016 at 07:29

      Ich verstehe deinen Standpunkt – allerdings ist es so, dass ein Bild kein bewegtes Bild ersetzt. Jemanden zu treffen oder ein Bild zu sehen sind zweipaar Stiefel. Oftmals spricht einer einen auch an – einfach so und man kommt ins Gespräch – später entwickelt sich etwas daraus- obwohl man denjenigen NIE auf dem Schirm hatte. Weil einfach derjenige mit spontanem Charme usw punktet. Wie will man denn herausfinden, dass der Mann mit „großer Nase“ nunmal auch so einer ist. Schlussendlich müsste man dann gelinde gesagt über 50% der vorgeschlagenen Männer matchen. Wie genau soll man das dann bewältigen?! Auf wen konzentriert man sich – auf wen nicht. Es ist utopisch zu denken, dass man Gespräche mir über 10 Männern führen kann. Die zu treffen gilt dann einem Datingmarathon und verspricht auch nicht das Ergebnis was man will.
      Und selbst wenn wir mal ehrlich sind – selbst im normalen Leben haken wir unbewusst eine „Checkliste“ ab wenn uns jemand gefällt oder nicht.
      Aber wie du schon sagst „Glücksfällen“, die hier nie ausgeschlossen wurden, passt dann alles auf anhieb. Nur darauf zu hoffen, dass man genau diesen Fall auch hat – oder darauf zu kalkulieren wäre dann doch etwas naiv..

      Reply
      • Sabine 10. Mai 2016 at 13:58

        Nein, ich bin auch absolut dagegen, sich auf Tinder als Partnersuchmaschine zu verlassen. Wie schon eine andere Leserin sagte, man sollte deshalb nicht im echten Leben die Fühler einziehen. Aber WENN man es auch über Tinder probiert, dann sollte man sich gut überlegen, ob man sich von einer App dazu verleiten lässt, strenger zu urteilen als im echten Leben. Denn dann ist es meiner Meinung nach wirklich aussichtslos und schlimmere Zeitverschwendung als das eine oder andere missglückte Date. In dem Fall geht Linas Theorie auf: Es KANN gar nicht funktionieren. Ich habe es so gehalten: Wenn ich Zeit und Lust hatte, habe ich einen getroffen, den ich nach dem ersten virtuellen Austausch sympathisch fand. Ohne viel Hin und Her im Voraus. Vielleicht wird was draus, vielleicht nicht. Wenn ich keine Zeit und Lust hatte, war Tinder halt still oder sogar mal ein paar Monate deinstalliert. Einen qualvollen Datingmarathon in Rekordzeit muss nur derjenige durchhalten, der ganz dringend einen Partner sucht und absolut alle Optionen durchspielen will.

        Reply
  • jenny from the blog 10. Mai 2016 at 10:06

    Also ich weiss nicht. Tinder zu blamen, weil es nicht liefert, was man sich ggf. erhofft wäre ja in etwa so, wie den Supermarkt zu blamen, weil er nicht dafür gesorgt hat, dass man beim Frischkäse in den Boy der Stunde gestolpert ist 😀 Ich denke, es ist alles eine Frage der Erwartungen. Meiner persönlichen Erfahrung nach trifft man online, wie auch offline Arschlöcher und interessante Menschen und jede Begegnung hat ja irgendwie ihre Berechtigung und ihren Sinn (also egal ob Arschloch oder nicht Arschloch). Solange man bei sich bleibt und auf seine eigenen Bedürfnisse achtet, sollte da ja weder Tinder, noch der Supermarkt Schaden anrichten können. Wenn das Leben es für den richtigen Zeitpunkt hält, wird es dafür sorgen, dass (BÄM!) zwei Menschen aufeinandergeschubst werden. So war es bei mir in den vergangenen 22 Jahren, in denen ich nun mit Männern zu tun habe, auf jeden Fall immer. Und ich glaube, dass das Leben im Jahr 2016 da keinen großen Unterschied mehr macht zwischen online und offline 🙂

    Reply
  • Amelie 10. Mai 2016 at 13:26

    Ich habe mich damals 3 Monate nach meiner Trennung bei Tinder angemeldet, allerdings ohne feste Absichten und hatte tatsächlich direkt beim 1. Match einen Kerl, wo ich nach mehreren Dates dachte, dass das was geben könnte, aber weit gefehlt, er machte dann mit total paradoxen Ausreden einen Rückzieher.. Ich sei ihm zu dominant und selbstbewusst, das würde ihn einschüchtern.. Ahja, vielen Dank auch 😀 Der 2. Typ war ein Totalreinfall, sodass ich die App alsbald danach löschte. Etwa 4 Monate später meldete ich mich nochmal an, um dann meinen Ex unter anderem vorgeschlagen zu bekommen, was mir dann schon wieder langte, sodass ich Tinder wieder löschte.
    Das ist einfach nicht meine Welt. Und ich denke mir auch immer: Wieso melden sich Leute bei sowas an? Reicht’s im normalen, echten Leben nicht, um Kontakte zu knüpfen?

    Ich habe für mich jetzt beschlossen, sämtliche Online-Datingtools zu meiden und einfach das echte Leben passieren zu lassen. Vielleicht dauert es dann länger, bis ich jemand tollen kennenlerne, aber ich denke da so wie du, dass das dann einfach eine andere Qualität des Kennenlernens ist. Letztes Wochenende war ich mit einem Kumpel unterwegs, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und er brachte 2 Kumpel mit. Mit einem verstand ich mich sehr gut und siehe da, nach dem Abend teilte mein Kumpel mir mit, dass ich eventuell gute Karten bei dem Typ hätte. Wir wollen uns nun demnächst nochmal in der Gruppe treffen, dass er und ich uns ein wenig besser beschuppern können und vielleicht kommt’s dann sogar zu einem Date.
    Man darf einfach nichts forcieren und nicht so krampfhaft darüber nachdenken, man muss das Leben einfach geschehen lassen ♥

    Reply
  • Julia 4. Juni 2016 at 13:09

    Ein ganz wunderbarer Text. Er hinterlässt ein wohliges Gefühl im Bauch und ein Lächeln auf den Lippen. Du schaffst es so treffend, Gefühle in Worte zu fassen. Vielen Dank dafür. <3

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