TWENTYSOMETHING COLUMN: 5 GUYS I DATED

20. September 2015

Es gibt viele mehr oder weniger wahre, sinnvolle oder gänzlich absurde Datingregeln. Die eine besagt, ein Mädchen würde immer den dritten, echten Mann ihres Lebens heiraten und in ihm ihr Glück finden, in New York geht man davon aus viele Frösche küssen zu müssen, andere wiederum beten sich 6 besorgniserregende Phasen vor, die sie auf dem Weg zum großen Glück oder aber nach jeder Trennung durchleben müssten, inklusive der passenden Männer dazu. Ich hab mich an keine einzige Vorschrift gehalten, keine Vorkehrungen, außer ein geladenes Smartphone, getroffen und mich einfach so auf das Spiel mit den Herzen eingelassen. Fünf Jungs meiner jüngeren Datinghistorie habe ich zu einem kleinen Guide zusammengefasst und jeden von ihnen kurz (und augenzwinkernd) typisiert. Ich bin mir ziemlich sicher: jede von uns hat einen von ihnen schon einmal gedated. Mehr oder weniger erfolgreich…

princecharming
PRINCE CHARMING

Man trifft ihn auf einer Vernissage oder auf einen Martini während einer Presseveranstaltung. Dort stellt er sich vor, bietet sich als Gesprächspartner an. Er sieht blendend aus. Eigentlich ein bisschen zu gut, zu glatt. Eine Konversation eröffnet er mit charmanter Ouvertüre und statt einer Brieffreundschaft, fragt er nach einer Verabredung. Hach. Er is der Typ, der mit geputzten Schuhen und im Jackett aus dem Taxi steigt. Natürlich ist er zu früh und natürlich hält er die Tür auf, wenn du aus deinem steigst. Prince Charming macht nach wenigen Minuten klar, dass er in diesem Raum nur Augen für dich hat, dass das hier ein Date ist und er – willig die alte Schule zu befolgen – den Wunsch verfolgt, bestehende Rekorde zu brechen, wenn es um blumige Komplimente geht.
Und: das ist eigentlich ganz süß. Eigentlich. Denn nach ungefähr einer Stunde bin ich es, die von Weißwein auf Wodka wechselt, um ihm die Zuckerwatte aus der Hand zu nehmen und ihn ein bisschen genauer, ehrlicher kennenzulernen. Schließlich trage ich weder gläserne Schuhe, noch müsste ich gerettet werden oder stünde mit einen Lied auf den Lippen und umsäumt von den Tieren des Waldes am Montagmorgen auf. Wer ist dieser Mann wirklich? Die Frage bleibt unbeantwortet, denn bei all den geflügelten Worten, die er für mich übrig hat, komme ich kaum auf den eigentlichen Grund.
Am Ende des Abends küsst er mich am Taxistand. Schnell, sanft und hingebungsvoll, aber ohne große Leidenschaft, mit gewisser Vorsicht. So, wie man es von einem Prince Charming an einem ersten Date eben erwarten würde, wenn das hier eine FSK 6 wäre.

In meinem Fall ist es so: wenn etwas zu schön aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch. Ich sehe Prince Charming nicht wieder. Vielleicht, weil ich kein weiteres Interesse ausstrahle, vielleicht weil ich mit Karies rechne, sollte er mir noch einmal so viel Honig um den Mund schmieren wollen und vielleicht auch, weil sich an ihm alles einstudiert, aber leider nichts echt angefühlt hat.

Kurz: kann für einen Abend ein gebrochenes, unruhiges Herz mit warmen Worten lindern, entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber entweder als „too good Guy“ oder schlimmer: als schlechter Schauspieler.

 

badhabit

THE BAD HABIT

„Er schmeckt nach Apathie und nach abgestandenem Bier. Und schlimmer noch: er schmeckt nach ihr.“ 
Ihn, die schlechte Angewohnheit, hat man nie allein. Für ihn ist alles eine Option. Jeder Samstag, jede Frau. Und das weiß ich. Immerhin ist das hier nicht das erste Mal. Er ist der, von dem ich weiß, dass ich nicht gut mit ihm ende. Sein Ego? Viel zu potent! Sein Wort? Unbeständig. Seine Pläne mit mir? Dauern vielleicht 8 Stunden. Und trotzdem steht sie ihm, die Überheblichkeit. Zumindest hier – in diesem Rahmen. Alles an ihm wirkt anziehend, mit leicht vernebeltem Kopf sogar betörend. Sein Blick, sein Grinsen, das sich immer zu weit aus dem Fenster lehnt, seine Lippen an meiner Kinnlinie, die eigene Hand auf seiner Hüfte, an seinem Hosenbund und dann am Handy um das Taxi zu rufen. Schon wieder.

Wer im Arm einer bad habit aufwacht, der tut es nicht ohne zufriedenes Grinsen. Denn seine Küsse sind intensiv und der Sex mit ihm ist fantastisch. Selbst seine Nähe fühlt sich fantastisch an und gegen alle Klischees kann so eine schlechte Angewohnheit sogar sehr verschmust sein. Zumindest solange, bis einer von beiden das Bett verlässt und die Spuren der vergangen Nacht verwischt. Unsichere Worte, eine kurze Umarmung, ein Kuss auf die Wange und das zweite Taxi bei Tageslicht. Das hier dauert nicht bis zum Frühstück, allein schon, weil er keines im Haus hätte.

Kurz: er ist heiß, er ist spontan, er wirft uns über die Schulter, trägt uns ins Schlafzimmer und ist genau der Richtige, für eine 2-monatige Affäre ohne Konsequenzen. Vorausgesetzt wir erkämpfen uns ein bisschen Respekt und wissen, worauf wir uns einlassen. Denn er ist weder gemacht für einen anhaltenden Flirt per SMS, noch für echte Offline-Annäherungsversuche. Auch nicht, wenn wir ihn noch so jagen.

 

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MR. SOUTHERN COMFORT

Nein, ihn haben ich eigentlich nicht auf dem Zettel gehabt. Klar, eigentlich hat er so ziemlich alles. Er ist charmant, charismatisch und vielleicht sogar ein Fang. Er ist die Art von Mann, über die man sich freut, wenn man ihm mal wieder über den Weg läuft. Einer, der mich nicht vergisst zu fragen, was du trinken möchtest, bevor er zur Bar geht. Einer, mit dem man sich gern mal eine Stunde von der eigentlichen Party abseilt, um ihn ein bisschen abseits besser kennen zu lernen. Er ist der Typ, der mir sein Jackett anbietet, das ich dann noch den ganzen Abend um die Schultern trage, bis wir zusammen mit ein paar seiner Kumpels den letzten Absacker nehmen und er mich noch bis zum Hotelzimmer begleitet. Nur um mich dann ohne einen Kuss und und verwirrt vor der Tür stehen zu lassen. Er wirkt wie einer, der zu seinem Wort steht. Einer, der weiß was er will und für den Respekt genau so zur Routine gehört, wie Stilgefühl. Einer mit allen Vorzügen, die den Männern aus dem Süden gerne nachgesagt werden und trotzdem kenne ich ihn nicht gut genug, um ihm gänzlich zu glauben, irgendwas ist da noch. Denn, wenn mehr als 700 Kilometer zwischen zwei Welten liegen, keimt bei jeder Begegnung das Gefühl eines Vacation-Flirts auf. Unverbindlich. Fern eines Alltags. Nur mit Cocktails, statt Sand in den Schuhen. Trotzdem ohne Erwartungen und damit ohne Enttäuschung. Und deswegen vielleicht so aufregend. Es ist leicht füreinander charmant, ein bisschen geheimnisvoll und interessant zu bleiben, wenn man sich nur alle paar Monate sieht, sich nur ab und zu mit ein paar Mails und gegenseitiger Vorfreude überrascht. Wenn man nie mehr als offizielle Termine mit anschließenden Cocktailstunden hat – und dazu noch gedimmtes Licht…

Kurz: Mr. Comfort for 48 hours … at least …

 

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THE NORTHERN LIGHT

Ich weiß, was man über ihn sagt. Auf den ersten Blick ist er ein norddeutscher Hipster, wie er mit Vollbart und Flanellhemd auf der Bank sitzt , zwei Craft Beer in der Hand, den Rucksack vor den Füßen und Musik auf den Ohren, bis ich vor ihm stehe. Er steht auf eine lange Umarmung, statt auf flüchtige Küsse zur Begrüßung und mit ihm trifft man sich spontan auf ein Bier, statt sich lange im Voraus zu verabreden.
Ein Date mit ihm dauert nie unter zwei Stunden, denn bei ihm fühlt man sich nicht nur aufgehoben, bei ihm fühlt man sich wohl. Er hatte früher auch keinen GameBoy, seine Eltern leben auch auf dem Land, er steht auf die gleiche Musik, die gleichen Filme und dann teilen wir auch noch die Faszination für englisches Frühstück miteinander.
Tricky wird es erst, als ich ihm von meinem Job erzähle. Oder meiner Liebe zur Großstadt. Denn Social Media ist nichts für ihn. Er steht nicht auf Glamour oder Lifestyle und eigentlich würde er in 1-2 Jahren gerne zurück aufs Land ziehen. Er geht gern Campen und mit seinem Bruder angeln. In Hamburg will er eigentlich nur sein Studium beenden und dann einen Job außerhalb der Stadt annehmen.
Und sind wir an dieser Stelle ehrlich: wüsste er, dass meine Handtasche 1000€ gekostet hat, es würde ihm den Atem nehmen. Er ist ein toller Kerl, einer mit einem Plan nur – ist das eben nicht meiner. Und das hat nichts mit überteuertem Leder oder dem Wunsch nach Champagner zu tun, sondern damit, dass hier zwei Menschen beieinander sitzen, die Unterschiedliches mögen, gern haben, unterschiedliche Träume oder Bedürfnisse haben. Und das ist okay so. Nur ein bisschen schade, denn das hier ist keine Serie und er nicht Aidan Shaw. Es wird nicht funktionieren, ohne dass einer sich für den anderen verbiegen müsste. Und ich sehe weder ihn aus freien Stücken 1x im Monat mit mir die Städte dieser Welt erkunden, noch sehe ich mich, in einem Häuschen an der Nordsee, heimlich im Badezimmer die Preise von den La Mer Produkten abkratzen.

Das Gute: Das Nordlicht taugt nach einiger Zeit zu einem sehr gutem Freund. Denn ohne den Datingdruck, ohne dass man zueinander passen müsste, ist er noch immer der Typ, mit dem man einige Leidenschaften teilt und am Donnerstag ein Bier an der Elbe trinken geht.

Kurz: Best-Friend-Potential!

 

boyofsummer
THE REAL BOY OF SUMMER

Man lernt ihn irgendwo vor einer Bühne kennen. Braungebrannt, mit Dutt, im Bandshirt und mit zerschlissener Levis, strahlt er lässigen Charme aus. Alles an ihm wirkt wie Don Henleys bester Song.
Selbst sein Wohnort. Denn statt auf festem Boden, tour er mit einem Bus die Küste entlang. Zumindest im Sommer. Danach hat er noch keine Pläne. Er ist ein Hedonist, das was das Klischee zum Surfer-Jungen machen würde. Alles an ihm ist leicht, wenn man sich darauf einlässt. Schwierigkeiten kommen auf, wenn der Sommer rum ist und mit dem September die Realität einkehrt. Dann wird seine Leichtigkeit zur Planlosigkeit. Und die Geschichte seines unangepassten Lebensstils, geprägt von Toleranz und Freiheit bröckelt spätestens, als ich von meinem Job erzähle. Für meinen Blog muss ich mich rechtfertigen, für meinen Spaß an Instagram sowieso. Lifestyle? Findet er lächerlich, meistens gestelzt und den „Konsum von Emotionen“ versteht er erst recht nicht. Dass ich „das unterstütze“ sorgt für Kopfschütteln. Ich verkneife mir ihn darauf hinzuweisen, dass sein Herschel Rucksack, ebenso wie seine Timberland Boots oder sein Trend-Bart seine Ideale irgendwie entkräftigen, genau wie die monatliche Unterstützung, die er von seinen Eltern bezieht. Das wäre müßig. Ich kenne seinen Typ. Neben der Mate, die er natürlich als ironisches Statement trink, haben in seinem Rucksack nämlich auch noch unzählige, gepflegte Vorurteile einigen Platz, in den Seitentaschen sogar Lieblingsklischees, die er gar nicht gedenkt loszulassen. Romantik gekillt. Sommerromanze vorbei.

Kurz: Sommeromanze ohne Tiefgang. Punkt. (Es sei denn ihr habt Zeit und Interesse an engstirnigen Grundsatzdiskussionen. Soll es ja geben.)

 

 

 

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35 Comments

  • Sabine 20. September 2015 at 14:31

    „Und ich sehe weder ihn aus freien Stücken 1x im Monat mit mir die Städte dieser Welt erkunden, noch sehe ich mich, in einem Häuschen an der Nordsee, heimlich im Badezimmer die Preise von den La Mer Produkten abkratzen.“ – Großartig! Und dieser Typ ist leider der häufigste, nicht nur in Hamburg. Auch zuhause in Süddeutschland auf dem Dorf. Er ist super nett, man hat einen schönen Abend mit ihm… aber es würde nie funktionieren. So schade, denn im Gegensatz zu ihm sind die anderen vier ja eher Volltrottel. Nummer Sechs müsste so sein wie er, nur mit städtischeren Interessen…

    Reply
  • m 20. September 2015 at 14:43

    <3!

    Reply
  • catdoublew 20. September 2015 at 14:49

    Meiner ist ein typisches Nordlicht. Mein Tipp: wenn man sich in einen solchen Mann verliebt, sollte man ihn nicht ziehen lassen. Denn das ist einer, der bleibt für immer. Und was ist besser als seinen besten Freund zu lieben?

    Reply
  • Alissa 20. September 2015 at 14:50

    Diese Einteilung ist dir einfach genial gelungen! Ein wirklich wunderbarer Artikel 🙂
    Liebe Grüße
    http://www.alissaloves.wordpress.com

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  • Stella 20. September 2015 at 15:10

    „Schließlich trage ich weder gläserne Schuhe, noch müsste ich gerettet werden oder stünde mit einen Lied auf den Lippen und umsäumt von den Tieren des Waldes am Montagmorgen auf. “ – Haha Lina, richtig gut, alleine die bildliche Vorstellung, du auf so einer Waldlichtung… 😀

    Dein Text ist herrlich überspitzt und ironisch, manchmal kann, nein MUSS man die Männerwelt einfach klischeehaft auf den Punkt bringen.
    Es macht wirklich Spaß, hier bei dir mitzulesen.
    Noch einen charmanten Sonntag 🙂
    LG, Stella

    Reply
  • Lena 20. September 2015 at 15:12

    Stammen die Fotos von den realen Männern,die du gedated hast, oder sind es Sinnbilder? 😉 Würde mich einfach mal interessieren.

    Liebste Grüße und einen schönen Sonntag!

    Reply
    • Lina Mallon 20. September 2015 at 15:13

      Dazu fällt mir zu viel ein 😅☝🏻️ …

      Reply
    • Claudia 20. September 2015 at 16:29

      Haha, das habe ich beim Lesen tatsächlich auch überlegt! 😉 Und was mir auch in den Sinn kam: Nach all diesen eher weniger erfolgversprechenden Optionen – wie müsste „der richtige“ sein? Eine Mischung aus allen genannten oder ganz anders? Bin gespannt, wie du das siehst, Lina. 🙂 liebste Grüße! <3

      Reply
  • Lea 20. September 2015 at 15:56

    Hach 3/5 kenne ich auch. Sehr schön dargestellt, lädt zum Schmunzeln ein. Hoffentlich auch die Männerwelt selbst.
    The northern light – es wäre mein Typ, ich gestehe! 😀

    Reply
  • Lisa 20. September 2015 at 16:15

    Man stelle es sich vor – ich werde demnächst 25 und hatte noch nie ein richtiges Date. Oder gar eine Dating-History. Meine ersten beiden Beziehungen kamen Schlag auf Schlag, nach einer schmerzhaften Trennung fiel ich für lange Zeit in ein emotionales Koma, und als ich mich gerade wieder erholte stand schon Beziehung Nr. 3 vor der Tür. Diese ging nun vor wenigen Wochen zu Ende und hier stehe ich, Lisa, fast 25, ohne Dating-Erfahrung, dafür mit viel Beziehungswissen & Skepsis. Daher ist dein Blog für mich so ein bisschen wie ein Dating-Handbuch; das Dr. Sommer der Mid-20er-Frauen, und immer schwingt ein bisschen der Wunsch mit, ich hätte eine Freundin wie dich, die ich ab & zu um Rat fragen kann 😀

    Reply
  • Marie 20. September 2015 at 17:15

    WoW wieder mal ein super toller Post liebe Lina. Sehr schön zu lesen und super „charakterisiert“.

    Weiter so <3

    Reply
  • Judith 20. September 2015 at 17:22

    Großartig, herrlich zu lesen!

    Über meine Liebe zu Instagram und zum Bloggen musste ich erst gestern wieder diskutieren – müßig.

    Meins wäre ja tatsächlich der Norther Light Typ, aber irgendwie lande ich dann doch eher beim Bad Habit 😀 Zum Glück erkennt man die meistens wirklich schon auf einen Blick… Prince Charming läuft spätestens bei meinen Tätowierungen auf und davon – und das ist auch gut so 😉

    Danke für den amüsanten Text!

    Reply
  • Katharina 20. September 2015 at 17:26

    Ich drück (mir) echt die Daumen, dass das nicht zu sehr in oberflächlichen Datingquatsch ausartet.

    Deswegen mache ich um die meisten Frauenzeitschriften einen großen Bogen.

    Reply
  • Stephanie 20. September 2015 at 18:39

    Den Bad Habit, den hatte ich diesen Sommer… Jedes Wort, dass du über diesen Typen geschrieben hast ist wahr. Ich wünschte, ich hätte deine Beschreibung vor ihm gehabt 🙂 Hätte vermutlich aber auch nichts dran geändert und ich hätte mich trotzdem auf ihn eingelassen und ein bisschen mein Herz verloren… Jaa, ich weiß… Schlechte Idee! Aber ja… Der Sommer ist vorbei und das Leben geht weiter 🙂

    Reply
    • Kathie 21. September 2015 at 19:29

      Ich schließ mich an! Same story here…der Sommer vorbei das Herz verloren und vom Typen gibts nur noch ein flüchtiges Hallo im vorbeigehen und sonst die kalte Schulter

      Reply
  • Jessy 21. September 2015 at 10:01

    Toller Text. Deine Erfahrungen habe ich genau so gemacht, Besonders „The Bad Habit“ hatte ich schon einige Male. Und jedes Mal endete es mit Herzschmerz. Dennoch würde ich die Erfahrungen immer wieder so machen.

    Man muss eben einfach nur auf so ein Herz hören, ganz gleich, ob es unvernünftig ist.

    Liebe Grüße
    Jessy

    Reply
  • Susl 21. September 2015 at 11:00

    Es ist großartig zu lesen..
    Ich mit bald 24 habe leider überhaupt keine Datingerfahrung. „Den Richtigen“ schon vor 10 Jahren gefunden, das glaubt mir kein Mensch, so verrückt wie das ist. Aber was soll ich sagen. Es gibt auch noch Typ Nr.6: Your better Half. Ein Mix aus allem, und ich liebe diesen Typen!
    Und ich bin mir ganz sicher, du wirst ihn auch noch kennen lernen.

    Liebst,
    Susl

    Reply
    • Anna 23. Mai 2016 at 19:18

      Bei mir genauso.. Dates? Sowas kenne ich nicht. Bin 22 und mit meinem ersten Freund immer noch zusammen. Es ist schön so jemanden direkt gefunden zu haben, jedoch fragt man (oder zumindest ich) sich trotzdem ab und zu was man da draußen verpasst. Dates zu haben, fremde Küsse in lauen Sommernächten und sich auch mal auf den Falschen einzulassen.

      Reply
  • Katharina 21. September 2015 at 14:29

    @Susi: glaub mir, du kannst froh sein keine datingerfahrungen zu haben. Das da draußen ist kein Spaß, Dates sind meistens Bewerbungsgespräche mit Cocktails und wenn ich lese/höre/erlebe wie abbruchfreudig Beziehungen inzwischen sind, überlege ich oft aus diesem Karusell einfach auszusteigen und dem weißen Ritter auf seinem Pferd einen Finger meiner Wahl zu zeigen.

    Und ich finds schade, dass solche Sachen immer „frauengerecht“ auf Klischees reduziert werden.

    Reply
    • Lina Mallon 21. September 2015 at 18:47

      …dabei hast du hier gerade geschrieben wie ein Klischee ..

      Reply
  • Nesli 21. September 2015 at 20:12

    Ich sitze seit einigen Minuten vorm Artikel und muss grinsen..ziemlich charmant geschrieben und vor alle treffend. Daten ist schon ein Graus – meine intereschlimmste (interessant-schlimmste) Erfahrung war mit Prince Charming, lief schon alles schicki, bis er meine Vinly-Sammlung entdeckt hat, das war für ihn damals wohl ein Major-Abturner. „Ich kann keine Frau kennenlernen, die auf Satanistenkram steht“ und ich guckte nur verwirrt meine Platten von Opeth, Tool, Slayer & Co. an.

    Was bin ich froh irgendwo in der beschissensten Zeit meines Lebens Typ 6 gefunden zu haben, eine Mischung aus irgendwie allem, ohne die schlechten Laster. Meine 2. gute Hälfte, die schon fast zu gut für mich ist 😉 Und plötzlich durfte ich sogar von Romantik, ewiger Liebe und all dem Kram träumen.

    Liebe Lina, auch als Wok findet man irgendwann sein Deckel…dauert manchmal, aber ich drück die Daumen, dass irgendwann jemand kommt, der erkennt was für eine charmante und liebe (so wie ich es nur über dein Blog bewerten könnte und dürfte) Persönlichkeit Du bist.

    Liebste Grüße

    Nesli | things-ilove.de

    Reply
  • Katharina 21. September 2015 at 20:47

    Oh man, wieder schlecht gelaunt, weil ich deine Kolumne kritisiert habe?
    Ich habe SATC zitiert, sollte dir am allerwenigsten fremd sein.

    Reply
    • Lina Mallon 21. September 2015 at 22:46

      Nein, nicht schlecht gelaunt, ich begegne dir gern genau so offen oder auch mal direkt, wie du mir oder anderen Lesern.
      Und: ich habe wohl gemerkt, dass du dich an Redewendungen von SATC bedient hast, kann mich aber noch wirklich genau – du kommentierst ja sehr oft, ich les mir alle Kommentare durch und merke mir natürlich auch die Leute so gut ich kann – erinnern, wie oft du SATC als „Klischee“ oder oberflächlich abgetan hast, genau so wie du es oft mit meinen Kolumnen oder wie hier auch Frauenmagazinen tust. Fair enough. Aber dann halt auch damit umgehen können und nicht gleich moppern, wenn man dir ähnlich direkt antwortet, den Ball auch mal auf deine Hälfte spielt und oder eben auch mal nicht deiner Meinung ist, das ist nur legitim und gehört zu einer Diskussion dazu. Die ist keine Einbahnstraße 🙂

      Reply
  • Any 22. September 2015 at 10:46

    Nach fünf Jahren Beziehung, war das diesen Sommer mein erstes Date. Es ist fast erschreckend wie gut deine Beschreibung passt. Prince Charming. Er sieht eigentlich viel zu gut aus und das weiß er auch. Noch dazu kommt dieses Übermaß an Eitelkeit. Er erzählt viel über sich, aber am Ende des Sommers wird klar, dass ich so irgendwie gar nichts über ihn weiß. Er lässt nur an der Oberfläche kratzen, lässt nicht tiefer blicken. Jetzt ist er weg gezogen und das ist vielleicht auch ganz gut so. Vielleicht findet man ja doch erst, wenn man aufhört zu suchen.
    Ich habe das wirklich gerne gelesen liebe Lina. Du bist toll!
    Liebst,
    Any

    Reply
  • Alina 22. September 2015 at 11:32

    „Kurz: kann für einen Abend ein gebrochenes, unruhiges Herz mit warmen Worten lindern, entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber entweder als „too good Guy“ oder schlimmer: als schlechter Schauspieler.“

    Hmm… bin ich die Einzige die es schade findet, dass jemand abgewiesen wird, weil er zu nett ist?

    Reply
    • Lina Mallon 22. September 2015 at 11:33

      Schau dir mal Any’s Kommentar an, der trifft es eigentlich ziemlich genau. Prince Charming ist nicht einfach nur nett – da ist noch mehr 🙂

      Alles Liebe,
      Lina

      Reply
  • Katharina 22. September 2015 at 16:59

    Haste wohl recht und ich muss zugeben ne wirklich schlechte Woche zu haben, was dazu führt, dass ich mir persönlich unbekannte Blogger anmoppe (tolles Wort btw :D)

    Ich muss dir allerdings widersprechen: Ich kritisiere dich nicht oft als klischee und oberflächlich,sondern kritisiere im allgemeinen und hebe dann hervor, dass das hier nicht so ist und du halt oft die nicht tollen Sachen ansprichst und ich es deswegen im Vergleich schade finde, wenn es zu frauenmagazinhaft wird. Weil ich eben schon gelesen habe, dass du „besser“ bist. Das meine ich eigentlich nett.

    Und ich mag auch SATC auch wenn vieles ein Klischee ist. Aber es heißt ja auch, dass Klischees nicht ohne Grund welche sind und auch ich sitz an nem Sonntag nach nem blöden Date mit dicken Kuschelsocken herum,bingwatche SATC und bin nur noch ein Heißgetränk von einem der größten Frauenklischees der Welt entfernt (ich hab sogar Katzen, 2 Stück, crazy cat lady und so)

    Kurz gefasst: Ich lese diesen Blog hier wahnsinnig gern, ich freu mich wenn du mit antwortest, deinetwegen hatte ich im Sommer rosa Haare und deinetwegen haben 2 neue Schals/Tücher ihren Weg in meinen Schrank gefunden 🙂
    Also anstatt immer zu mosern und moppern (chrchr) sag ich einfach mal Danke.

    Reply
  • Mina Fohemia 22. September 2015 at 20:28

    Nothern Light ganz doll festhalten und sich überlegen wo man als Frau in ein paar Jahren sein möchte und was einem dann wichtig sein wird. Man muss überlegen, ob man da nicht doch einen gemeinsamen Nenner findet! Bei mir ist es nämlich Familie und da passt mein persönlicher Nothern Light einfach am besten. Er kann nämlich auch am besten mit Kindern umgehen 😉 Auf dem Weg dahin gehen wir liebevolle Kompromisse ein. Ein Schweden Camping- und Kanu-Abenteuerurlaub war viel schöner als erwartet. (und wer hatte es gedacht, es hat sogar meinen Instagram Kanal richtig aufgewertet)5 Sterne Dubai durfte ich dann für die gemeinsame Entspannung aussuchen. So etwas funktioniert. Er arbeitet im Sozialwesen ich im Marketing einer großen Firma. Mein Konsumverhalten und Social Media Aktivität belächelt er auch manchmal. Ich dafür seine Kaufsucht wenn es um Outdoorartikel geht. „Für was brauchst du eine Jacke die bei -40° warm hält, hier in Deutschland und warum packst du deinen Rucksack schon wieder um, willst du weg?“ Man muss ja nicht bis ins Detail gemeinsame Interessen haben, wenn die jeweilige Individualität auch einfach so unglaublich liebenswürdig ist. Man neckt sich ja auch gerne. Und ja dann haben wir genau diese Dinge gemeinsam, die du beschreibst und die so wichtig sind: dieselbe Musik, die selben Filme, das selbe Essen. Leidenschaftliche Themen und Gemeinsamkeiten die bei Zweisamkeit funktionieren müssen. Hey ganz ehrlich, Städtetrips machen mit der besten Freundin sowieso am meisten Spaß!!!!

    Reply
  • Anna 22. September 2015 at 21:00

    Wow.. the bad habit – absolutely!
    Das passt wie Arsch auf Eimer.
    Ein toller und witziger Beitrag, mal was ganz anderes irgendwie. Danke! 🙂

    Reply
  • Wochenmitteklicks: Waldspaziergänge, Kürbisseason und Privatsphäre | Helle Flecken 23. September 2015 at 10:40

    […] ist, steht erstmal jahrelang das Thema Dating auf der Agenda. Und jede Single Lady kennt sie: Die 5 Guys I Dated, die Lina für uns zusammengefasst hat. Treffender hätte sie es an so einigen Stellen nicht […]

    Reply
  • Paleica 23. September 2015 at 12:07

    sehr schön geschrieben. ich kenne irgendwie einige dieser typen, auch wenn ich sie selbst nicht gedated habe 🙂

    Reply
  • Anni 26. September 2015 at 12:21

    Liebste Lina,
    das war wieder einmal ein Text, der es perfekt trifft. Danke für deine Worte. Ich verfolge deinen Blog täglich und melde mich das erste mal zu Wort. Aber du machst das großartig. Vielen Dank dafür!!
    Eine Frage habe ich bezüglich der Schrift. Die ist so schön und du verwendest sie in letzter Zeit regelmäßig. Darf ich erfahren welche Schriftart du verwendest?
    Liebste Grüße!

    Reply
  • Rosy 15. Dezember 2015 at 19:32

    I’m so in love with your Twenty Something Column! New obsession right here 🙂 x Rosy

    Reply
  • FAVORITE FIVE #4 BLOGLIEBE - katiys.com 10. Januar 2016 at 08:06

    […] über Begegnungen mit Männern, die mal lustig, mal traurig sind, eben mitten aus dem Leben. “5 Guys I dated” hat sie schon im September veröffentlicht, trotzdem ist es eine wunderbare Kolumne für die […]

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