SUNDAY COLUMN: DEPEND YOUR HAPPINESS ON YOURSELF

21. Juni 2015

Es ist 21:00 Uhr, ich lasse mir das gelb-grüne Bänden überstreifen, meine Tasche kontrollieren und dann ein Bier in die Hand geben. Es zieht mich am Riesenrad vorbei, weiter aus Gelände, bevor ich vor ihr stehe, der grünen Bühne, für die ich gekommen bin. Auf der in gut zwei Stunden Marteria das komplette Festival abreißen würde. Aber das weiß ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das hoffe ich nur. Ich bin spontan auf dem Hurricane. Und ich bin allein hier.
Nein, ich bin nicht zu bemitleiden. Ich bin stolz darauf. Denn das hier ist ein weiterer Schritt in einem großen Ganzen, das ich endlich lerne: mach dein Glück nicht von den Entscheidungen anderer abhängig, sondern nur von deinen eigenen.

Vor knapp zwei Jahren hätte es anders ausgesehen. Vergangenheitslina hätte ebenso gern vor den Bühnen getanzt und gesprungen, wäre gern ausgeflippt, saß aber trotzdem zu Hause.
Ich steckte irgendwo zwischen Leidenschaft und Liebeskummer, Loslassen & Festhalten. Also ja, ich suchte Ablenkung, Zerstreuung, eine richtig gute Party und Glücksgefühle. Ich hatte damals erfolglos versucht meine Freundinnen zu überreden. Die eine steckte in den Prüfungen, die nächste am anderen Ende der Welt, eine andere damit beschäftigt die gemeinsame Wohnung mit dem Freund zu genießen und bei der letzten war es schlicht – schwierig. Also blieb auch ich zu Hause, allein mit dem üblichen Samstagabend: ich erfuhr per SMS von einer weiteren Affäre des Mannes, den ich zu lieben glaubte – usual business those days –  und vergrub mich auf dem Sofa. 2013 war ich fabelhaft darin, Momente erst verstreichen zu lassen, um mich dann an ihnen festzuklammern. Am Konjunktiv. Am „Hätte ich doch, wäre ich doch, dann …“.
Bis Mitternacht hatte ich mich so tief in meine Gefühle hineingesteigert, dass ich alles in Frage stellte, alles an mir, alles an meinem Leben, jeden Umstand, jedes Wort, jede verpasste Chance, dieses verdammte Timing, dass alle hatten, nur eben ich nicht, jede vielleicht falsche Entscheidung. Die wichtigste aber vergaß ich: ich war es, die ihr Glück von allen anderen abhängig machte, einem miesen Kerl, einer falschen Freundin, ein paar alltäglichen Stolpersteinen, nur nicht von mir selbst.

hurricane_1

Allein fahren? Allein auf das Gelände gehen? Den armseligen Trottel spielen, der sich nur an ein Bier klammert und sich in einer feiernden Menge fremd fühlt? Das hätte es nur noch schlimmer gemacht. In dieser Situation. In diesem Licht, in das ich mich gestellt und verbissen hatte, in dem ich mich selbst klein machte. Ich, das Singlemädchen, das nicht so richtig passt.

Ich würde lügen, gäbe ich nicht zu, dass die Perspektive von Vergangenheitslina mich noch manchmal einholt und sich klamm in meinen Nacken setzt. Dass ich mir manchmal wünschte, mein Freundeskreis wäre ein bisschen interessen-homogener, nicht ganz so verstreut, nicht ganz so eingespannt, manchmal spontaner. Aber heute? Hier und jetzt? Habe ich nichts verpasst, sondern alles richtig gemacht. Ich renne nicht irgendwelchen Optionen hinterher, mühe mich nicht für ein paar Luftschlösser ab, zwinge mich in keine Rolle. Ich schlendere einfach auf eine Bühne zu – und plane nichts, außer ein paar Endorphine dank drückender Bässe.

hurricane_2

Es dauert vielleicht 10 Minuten, dann habe ich die erste Bekanntschaft gemacht. Ich brauchte ein Feuerzeug, sie hatten eins. Man stellt sich vor, brüllt sich den Namen gegenseitig ins Ohr und stößt an. Einmal. Noch mal. Sie finden Cro übel, ich auch. Mehr braucht es nicht, um dann gemeinsam bei K.I.Z. zu feiern, im Staub zu tanzen und schließlich bei Marteria die Texte zu kennen und die Nummern auszutauschen, um sich im Trennungsfall wiederzufinden. Gerade als ich mich vollkommen mitreißen lasse, stolpert jemand über mich. „Lina? Bist du das?“ 

Bin ich. Und den Herrn, der gerade mein Bier ausgekippt hat, den kenne ich auch. Man sagt, dass die guten Zufälle immer dann passieren, wenn man die richtige Perspektive hat. Wenn man eigentlich nicht auf sie wartet. Vielleicht ist es genau das. „Wieso hast du denn nicht gesagt, dass du hier bist? Komm mit, ich geb dir ein Neues aus.“ Hinter uns recken sich 30’000 Arme in den Abendhimmel von Scheeßel. Ich grinse und danke mir. Für die richtige Entscheidung, auch wenn sie ein bisschen Mut gekostet hat. Eine nur für mich selbst. Eine, die mir einen fantastischen Abend beschert hat. Hier bin ich alles – aber nicht allein.

 

Share This Post!

32 Comments

  • Vivien Sophie 21. Juni 2015 at 12:42

    Ein wirklich super gelungener Text. Ich freu mich für dich, dass du so mutig warst! Für manche mag es vielleicht blöd klingen, dass man dafür mutig sein muss, aber so ist es. Komplett alleine zu so einem Festival zu fahren oder allgemein etwas mal nur für sich zu entschieden und die Entscheidung nicht von seinem Freund, dem Freundeskreis oder sonst wem abhängig zu machen. Genau das habe ich gemacht. Ich mache ein Auslandssemester in Kalifornien und hatte es auch zuerst alleine geplant (eher eine Wunschvorstellung, noch keine konkreten Pläne). Später hat sich eine Freundin angeschlossen, aber sie fährt jetzt doch nicht mit (immer diese spontanen Meinungsänderungen) und jetzt fahre ich alleine. Ich habe das ganze nicht abgesagt, nur weil sie nicht mitkommt. Ich kenne so einige, die doch nicht gefahren wären, weil die Freundin oder der Freund nicht mitkommt. Aber ich weiß, dass es großartig wird und ich sollte öfter solche Entscheidungen treffen und nicht von anderen abhängig machen. Manchmal muss man eben etwas nur für sich selbst entscheiden 🙂

    Liebe Grüße! <3

    Reply
    • Lina Mallon 21. Juni 2015 at 12:45

      Du hast alles richtig gemacht!
      Ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen. Ich mühe mich auch manchmal ab – in der Vergangenheit häufiger, als in der Gegenwart – etwas zusammen mit Freunden möglich zu machen, verschiebe, drehe und wende, bis es passt, damit sich dann wiederum deren Pläne ändern und sich meine Mühe in Luft auflöst.
      Und dann? Fühlt man sich schnell überflüssig oder klein. Dann kann man jammern (darf man auch!) – oder es anders machen. Nämlich Entscheidungen für sich ganz allein treffen – und alle was dann noch zusätzlich passiert auf sich zukommen lassen. Und ja, das klingt sehr einfach, ist es aber nicht. Gerade für Menschen, die ihr Leben und ihr Glück eben sehr gern teilen.

      Ich wünsch dir eine fabelhafte Zeit in Kalifornien!

      xx Lina

      Reply
  • Eileen 21. Juni 2015 at 12:43

    Genauso fühle ich mich auch zu oft. Voller Energie und Tatendrang mit einem festen Ziel vor Augen, doch leider scheitert es immer an den guten Freunden, die ihre Abende lieber auf der Couch verbringen..
    ich denke, für das nächste mal werde ich an deine Worte denken und mein ziel allein verfolgen..

    Reply
    • Lina Mallon 21. Juni 2015 at 12:47

      Ganz genau! <3
      Ich weiß, wie schade es ist, wenn man das Gefühl hat von blöden Timings oder fremden Entscheidungen ausgebremst zu werden. Und genau dann gilt es, das eigne Glück selbst in die Hand zu nehmen. Manchmal passieren dann die schönsten Dinge, die man niemals hätte planen können!

      xx
      Lina

      Reply
  • Bee 21. Juni 2015 at 13:08

    Hey Lina,

    mit deinem Text sprichst du auch mir aus der Seele. Ich bin gerade auch in dieser Phase in der ich mich immer öfter traue einfach was allein zu machen, wenn ich es will – ohne jemand dabei als „sichere Basis“. Denn auch bei mir im Freundeskreis haben viele andere Interessen, keine Zeit, usw.
    Mir fällt das nach wie vor unglaublich schwer, da ich mich oft kaum traue woanders jmd Fremdes anzusprechen, aber es hat sich auch schon oft gelohnt und hinterher war ich auch immer sehr stolz auf mich ! 🙂
    Es tut gut zu hören, dass es anderen ebenso geht und ich nicht alleine dastehe.
    Danke für diesen schönen Text !

    LG, Bee

    Reply
  • Fromhearttoheel 21. Juni 2015 at 13:18

    am Anfang des Textes dachte ich: die Arme, hat sie denn keine Freunde?
    In der Mitte dachte ich: Ganz schön mutig, aber ob du die Entscheidung glücklicher macht?
    Am Ende dachte ich: Saucool, die Lina! Müsste ich selber mal machen.

    🙂

    Hab einen schönen Sonntag, Lara

    Reply
  • BrinisFashionBook 21. Juni 2015 at 13:18

    Das finde ich wirklich super. Ich sehe es auch so, dass du alles richtig gemacht hast. Dass du dich nicht davon aufhalten lässt und einfach den Mut gefunden hast. Und dein Mut wurde ja auch wirklich belohnt, finde ich eine tolle Sache – auch für mich. Denn das muss ich mir auch immer mal wieder vorhalten, dass doch nur wirklich ich selbst für mein Glück verantwortlich bin 🙂
    Liebste Grüße,
    Brini
    BrinisFashionBook

    Reply
  • Bella 21. Juni 2015 at 13:21

    Toller Text und sehr inspirierend. Ich finde es toll, dass du einfach hingegangen bist, ganz alleine, obwohl es eigentlich nichts schlimmes sein sollte irgendwo alleine hinzugehen, wie eben z.B. auf ein Festival, Konzert, ins Kino oder ein Restaurant und dennoch fühlt es sich komisch an. Es kommt einem so vor, als würde man von allen angestarrt werden mit dem Gedanken, ob diese Person den keine Freunde hat, aber letztlich nimmt keiner wirklich Notiz davon, da alle irgendwie mit ihrer eigenen Welt zu tun haben und selbst wenn, warum kümmert es einen so sehr was die anderen dann von einem denken, wenn man am Ende des Tages zurückschauen kann und glücklich sein kann dieses Erlebnis doch nicht sausen gelassen zu haben. Denn ich würde oft gerne auf Konzerte gehen oder mir manche Filme im Kino anschauen, doch oft fehlt die passende Begleitung. Oder einfach wie in meiner jetzigen Situation überhaupt jemand, um etwas zu unternehmen, da man alleine in einem fremden Land ist ohne jemanden wirklich zu kennen und viel zu sehr eingespannt ist um sich noch die Zeit zu nehmen um etwas zu wagen und vielleicht eine neue Bekanntschaft zu schließen.
    Aber wer weiß ob sich das in nächster Zeit nicht doch noch ändert. Danke jedenfalls für diesen schönen Post zum Sonntag 🙂

    Reply
  • Clara 21. Juni 2015 at 13:30

    Liebste Lina,

    dein Text kam genau zum richtigen Zeitpunkt und traf mich voll ins Herz. Denn ich bin im Moment genau an dem Punkt, an dem du 2013 warst. Ich hänge gedanklich so oft in der „so viel besseren“ Vergangenheit, habe tausend Pläne und schaue dann doch wieder nur den anderen dabei zu, wie sie ihre (und manchmal sogar auch meine) verwirklichen. Dabei sind weniger meine Freunde das Problem als ich selbst – ich bin mit mir selbst einfach nicht mehr zufrieden und komme,obwohl ich mich schon zu vielen mutigen Alleingängen entschieden habe, einfach nicht auf einen grünen Zweig. Dein Text macht allerdings Hoffnung! Wie ist es dir denn gelungen, das alles so zum Guten zu verändern?

    Alles Liebe für dich,
    xx

    Reply
    • Clara 21. Juni 2015 at 13:35

      Fast vergessen zu sagen: Das war absolut die richtige Entscheidung und Marteria hat dich dafür belohnt 😉 Du bist wirklich eine starke Frau & ich bewundere dich. <3

      Reply
  • Alissa 21. Juni 2015 at 13:52

    Liebe Lina, das ist wirklich mutig und toll! Und wie man in den letzten Absätzen gelesen hat, die absolut richtige Entscheidung 🙂
    Es freut mich so, dass du aus deiner schwierigen Zeit gelernt hast.
    1000 Küsse <3
    Alissa
    http://www.alissaloves.wordpress.com

    Reply
  • mj 21. Juni 2015 at 14:06

    Ja ja ja! So muss das sein! Ich hab diese Woche exakt dieselbe Erfahrung gemacht. Das erste Mal alleine auf einem Konzert und die Bude abgerissen – ohne allein zu sein. Danke für diesen schönen Text.

    Reply
  • Fee 21. Juni 2015 at 14:09

    Wunderschöner Text, ich wünschte ich hätte soviel Mut wie du aber ich sehe der Vergangenheitslina ähnlicher..

    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

    Reply
  • Franzi 21. Juni 2015 at 14:25

    Danke für diesen wunderbaren, wahren, inspirierenden Text!! Seit ich seit 10 Monaten in den USA lebe, habe ich einen zwar guten, aber eben auch sehr kleinen und verstreuten Freundeskreis, sodass ich oft in dieser Situation stecke: „Ich würde gerne …, aber ich weiß nicht mit wem. Niemand hat Zeit für mich.“ Am Anfang hieß das für mich, Dinge nicht zu machen. Abends zuhause zu bleiben, das Wochenende mit der Gastfamilie in einem Dorf in Connecticut statt in New York zu verbringen. Inzwischen? Mache ich einfach, was ich will. Ob andere Zeit haben oder nicht. Und nicht selten macht man dann tolle Bekanntschaften, es schließt sich doch noch jemand an oder man ist eben allein – aber genießt deshalb nicht weniger. Trotz all dieser Erfahrungen motiviert es mich noch zusätzlich zu lesen, dass du das genauso machst und diese Erfahrung auch machst. Irgendwie bestätigt mich das unheimlich. Danke!!
    Liebe Grüße, Franzi
    https://franziefliegt.wordpress.com/

    Reply
  • Sarah 21. Juni 2015 at 14:37

    Ein sehr schöner Text, der mir aus der Seele spricht. Ich hatte das Ganze letztes Jahr nicht mit einem Festival, aber mit einem Konzert: Meine Lieblingsband endlich mal wieder in Deutschland, aber keiner wollte mit. Früher hätte ich auch einfach gesagt: Schade, das wird wohl nichts. Und auch als ich mit meiner einzelnen Karte im Auto saß, zweieinhalb Stunden über die Autobahn gedüst bin und kurz vor knapp noch im Stau stand, dachte ich: Blöde Idee von dir, was gehst du da auch allein hin?
    Und im Endeffekt wurde ich mit einem mega geilen Konzert für alles entschädigt und ich fühlte mich kein bisschen allein und verloren. Ich habe zwar niemanden getroffen, den ich kannte, aber es einfach genossen, mir genau den Platz zu suchen, wo ich gerade gern sein möchte und einfach die Musik zu feiern. Und als ich danach wieder allein über die Autobahn nach Hause gebrettert bin, habe ich mir geschworen, sowas einfach viel öfter zu wiederholen.
    Am nächsten Tag habe ich mich mit einer Arbeitskollegin darüber unterhalten, die mich bemitleidet hat, dass ich niemandem hatte, der aus Pflichtgefühl mitgekommen ist. Zu dem Zeitpunkt konnte ich darüber nur lachen, denn es ist einfach viel schöner, etwas für sich selbst vollkommen zu genießen, als jemanden dabei zu haben, der sich nur verpflichtet fühlt.
    Alles Liebe,
    Sarah

    Reply
  • Caro 21. Juni 2015 at 14:59

    Sehr gut, liebe Lina!
    Vielen Dank für die Inspiration. Ich hadere seit Tagen damit ob ich mir eine Karte für das Lollapalooza in Berlin kaufe und habe immer noch gezögert, da ich keine Begleitung finde. Aber das Lineup ist so toll und warum sein lassen nur weil man allein gehen müsste. Danke für den Anstoß, die Karte wird jetzt bestellt!
    Liebe Grüße aus Leipzig,
    Caro

    Reply
  • Jana 21. Juni 2015 at 15:13

    Ein Wahnsinnstext! Ich kenne das auch, das zu Hause sitzen und irgendwie noch ein bisschen hoffen – aber nichts passierte, nur dass ich selbst viel verpasst habe. Inzwischen habe ich auch wieder gelernt, viele Dinge alleine zu machen und das macht Spaß.

    Reply
  • Ronja 21. Juni 2015 at 16:04

    Ach, Lina, ich liebe deine Texte 🙂 Ich habe auch vor kurzem „happiness is a choice“ zu meinem neuen Lebensmotto gekürt, aber das ist leider manchmal leichter gesagt als getan 😉
    Lg Ronja

    Reply
  • Mada 21. Juni 2015 at 19:15

    Hi Lina,
    nach Jahren vielleicht mal der erste Kommentar (Ich glaube es zumindest, dabei folge ich deinem Blog wirklich schon seit … 2012?)
    So ein wundervoller Text! Ich versteh dich absolut, man muss sich überwinden solche Dinge auch allein zu machen. Letztes Jahr bin ich während eines Auslandsjahres drei Wochen alleine gereist über Feiertage und – jetzt kommts – Silvester. Silvester hab ich dann auf einem Konzert verbracht, kannte zwar niemanden, hab aber dafür auf einem anderen Kontinent zu Punkrock getanzt. Klar, war das am Anfang ein einsames Gefühl. Aber jetzt denke ich mir – Silvester allein kann ich auch, und es ist gut dass über sich zu wissen. Alleine reisen fand ich davor schon super, trotz Beziehung, trotz Freunden, die mich vielleicht begleitet hätten – Einfach weil ich es so genieße, alles genau so zu machen wie ich es mir wünsche, und weil ich es einfach mag, wenn ich eine fixe Idee habe, stundenlang zu planen. Und mit der Zeit wird man dabei auch selbstbewusster. Ich geh auch allein ins Kino, und wenn es sein muss auch mal in eine Bar – dabei bin ich keine Einzelgängerin, und habe tolle Freunde mit denen ich viele Leidenschaften teilen kann. Aber du bringst es exakt auf den Punkt – warum das Glück (zum Beispiel wenn man unbedingt eine Sonderaufführung inklusive Diskussion im Kino sehen will) davon abhängig machen, dass einen jemand begleitet? Deswegen fand ich deinen Text spitze! Überhaupt hast du dieses Jahr find ich mit dem Blog nen richtigen Sprung gemacht; deine Texte fand ich vorher schon super, aber jetzt sind sie noch besser und packender.

    Reply
  • Melanie 22. Juni 2015 at 08:10

    Liebe Lina,
    dein Text hat mir eben Mut gemacht. Gleich mal in der Leseleiste speichern, damit er nicht verloren geht. Damit ich ihn wieder her holen kann, wenn eine Situation Entscheidungen fordert. Wie oft kam es schon vor, dass ich unbedingt raus wollte, was erleben, und am Ende doch zu Hause saß und Trübsal blies. Einfach, weil niemand Zeit hatte. Weil meine Freundinnen etwas zu weit weg wohnen.
    Ich habe mir schon öfter überlegt einfach mal alleine ins Kino, ins Museum oder gar zum feiern zu gehen. Aber getraut habe ich es mich noch nicht. Und wer weiß, vielleicht ändert sich das ja bald.

    Reply
  • Lea 22. Juni 2015 at 10:22

    Hurricane!!!! 😀

    Reply
  • Sarah 22. Juni 2015 at 14:09

    Liebe Lina
    Ich weiß genau, wovon du sprichst. Ich war 2010 für ein Semester in Rom und wollte unbedingt die Toskana mit dem Zug bereisen. Es wollte keiner meiner Leute mitkommen. Letztendlich bin ich ihnen dankbar. Ich konnte so die Städte Florenz und Sienna besuchen, wie ich es wollte. Und die Pizza samt Weißwein schmeckt allein mindestens genauso gut wie zu zweit.
    Und sag mir, kann es ein tolleres Gefühl geben als die Gewissheit, dass man bestens Zeit mit sich allein verbringen und genießen kann? Allein für diese Erkenntnis hat sich der Auslandsaufenthalt gelohnt.
    Viel Liebe aus Berlin
    Sarah

    Reply
  • Katrin H. 22. Juni 2015 at 16:45

    Liebe Lina

    Ich verfolge schon lange deinen Blog & bein begeistert immer wieder wie du dein Leben meisterst!

    Ich stehe im hier & jetzt genau vor der selben Situation & mit jeden weiteren Text von dir fühl ich mich mutiger & inspirierter einfach mein Leben (auch manchmal eben) alleine zu Leben.

    Ich kenne das nur zu gut das Freunde nicht wollen, nicht könnnen, in einer Beziehung sind & den Samstag Abend lieber Zuhause gemeinsam auf dem Sofa zu verbringen.
    Leider wird man in der Öffentlichkeit noch immer mit Blicken gestrafft wenn man alleine Unterwegs ist-so auf die Art „das Arme Ding hat keine Freunde & keinen Partner“.
    Aber warum sollte man nicht, gerade mit sich selber, den meisten Spass haben & tuen worauf man Lust hat!?

    Gerade so denke ich lernt man was man will & findet zu sich selbst!

    Danke für die wieder inspirierenden Worte & den tollen Artikel.
    Sie geben allen Mädchen/Frauen Mut da draussen denen es genauso geht-den wie sagt man doch so schön „Man muss sich selbst finden-um auch für andere da zu sein“.

    Viele liebe Grüße aus Wien,
    Kati

    Reply
  • Sandra 23. Juni 2015 at 10:30

    Ein wundervoller Text und eine großartige Inspiration! So oft bekommt man vermittelt, dass man nur mit einem Partner und unzähligen Freunden glücklich sein kann. Aber du bringst es auf den Punkt: Letztendlich kann man sich nur selbst glücklich machen!

    Reply
    • Lina Mallon 23. Juni 2015 at 10:37

      Sagen wir so: erst einmal muss man sich selbst glücklich machen. Und dann haben ein paar andere die Chance für die Wunderkerzen zu sorgen!

      Reply
  • Anni 24. Juni 2015 at 09:49

    Hey Lina,
    ein unfassbar guter Text! Ich finde mich in so vielen Passagen wieder – dafür danke ich dir!! Es ist so klasse, dass du für deinen Mut und deine Entwicklung weg von der Vergangenheitslina so belohnt wurdest. An dem Satz „wenn man es nicht erwartet dann wird es ganz großartig“ ist eben doch etwas dran…
    Ich befinde mich vermutlich gerade zwischen deinem Vergangenheits-Ich und deinem Jetzt-Ich – häufig bin ich noch zu ängstlich und vergrabe mich lieber zuhause und suhle mich im Selbstmitleid, aber manchmal schaffe ich es auch – genau wie du – mutig zu sein :).
    Weiter so, du inspirierst wirklich sehr :).

    Reply
    • Anni 24. Juni 2015 at 09:51

      *edit: Marteria habe ich letztes Jahr auf dem Deichbrand gesehen und dieses Jahr im Konzert! „Abriss“ trifft es sehr gut 😉

      Reply
  • Yvonne 30. Juni 2015 at 13:12

    JA, JA, JA! Viel öfters sollte man auf sein Bauchgefühl hören und einfach machen, wonach einem der Sinn steht – nicht, der der anderen!
    Freut mich, dass du so eine tolle Zeit hattest, obwohl du alleine hingegangen bist. Solche Momente schreibt das Leben!
    Alles Liebe,
    Yvonne

    Reply
  • Julia 30. Juni 2015 at 15:15

    Letztes Jahr musste ich allein in den Urlaub fahren. Mein Freund hatte etwas vor, das mir zu anstrengend war und statt in der Zeit allein zuhause zu sitzen, habe ich beschlossen, einfach auch in den Urlaub zu fahren und was zu machen, was ich eh nur allein machen kann (einen Yoga-Urlaub). Am Anfang dachte ich auch „Herje, ich werd 14 Tage mit niemandem sprechen und ganz allein im Restaurant sitzen und vor Einsamkeit sterben“. Was soll ich sagen? Dieses Jahr war ich wieder allein im Urlaub und wie das letzte Mal war ich erstaunt MIT WIE VIELEN LEUTEN man spricht. Die Leute in den Shops und im Hotel, Leute die man nach dem Weg fragt oder oder oder.. und in der Zwischenzeit kann man machen worauf man Lust hat und alles erkunden ohne Rücksicht nehmen zu müssen. Klar gab es auch oft Momente, wo ich die Schönheit des Augenblickes (oder das UNFASSBARE Frenchtoast in Amsterdam) gerne mit jemandem geteilt hätte. Aber vor allem war ich froh, dass ICH das jetzt erleben darf und das ich es vor allem einfach gemacht habe und mich nicht habe davon zurückhalten lassen, das niemand mit mir mit konnte oder wollte. So yeah. Es war eine der besten Erfahrungen, die ich jedenfalls in den letzten Jahren gemacht habe.

    Reply
    • Lina Mallon 30. Juni 2015 at 15:51

      Bester Kommentar!! <3
      Ich finde deine Geschichte megaschön <3

      xx
      Lina

      Reply
  • julia 17. Juli 2015 at 19:35

    Hey Lina,

    ich hab Flugtickets für 2 Wochen Island daheim liegen. Die Freundin, mit der ich fliegen wollte kann aber leider doch nicht mit. Ich weiß nicht, ob ich der Typ zum alleine reisen bin. Ich hätt so gern die „egal was die anderen denken“ Einstellung. Aber die hab ich nicht. Ebenso wenig wie den Freund mit dem die meisten meiner Mädels reisen. Jetzt bin ich zufällig auf deinen Blog und zu dem Text gekommen. Ich finds stark, dass du dich überwunden hast. Und ich freu mich total für dich, dass es ein gelungener Abend wurde. Ich erkenn mich in deinem Text wieder..vlt. war das ja ein Anstoß doch allein nach Island zu reisen. Ich denk nochmal drüber nach:)

    Reply
  • 12mal12 Juni - heldenwetter 4. Oktober 2015 at 19:05

    […] genutzt wird! Einen tollen Text habe ich diesen Monat auch bei Lina Mallon gefunden: Sie schreibt darüber, dass man sein Glück nicht von anderen abhängig machen sollte, und hat so was von Recht! Eine […]

    Reply
  • Leave a Reply

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Instagram

    • Maybe it needs a little fear to set courage creativityhellip
    • WHITE WTR  capetown glenbeach travelwithlina
    • Blue hours black tones and simple accessories are my favouritehellip
    • One reason to hit the road before sunrise  hellip
    •   Maybe its all about the balance between enjoyinghellip
    • Saturday mornings in capetown   glenbeach wowsouthafrica travelwithlina twelfapostles
    • You just said no sweets nasirgya  Lunch and lifehellip
    • This is just me in a totally basic early morninghellip
    • Constantia still sleeps   wowsouthafrica travelwithlina capetown winelands withhellip
    • NO FREAKING FILTER  This is actually how sunsets inhellip
    • Summer can be all black everything  this is firsthellip
    • Das perfekte Sandwich fr 22 Grad und Sonnenuntergang auf demhellip