SUNDAY COLUMN: IT’S A SINGLE LIFE

13. April 2015

Ein Träger geschlossen. Den anderen umklammere ich seit ungefähr 34 Minuten mit der einen Hand, während ich mit der anderen versuche den Verschluss auf meinem Rücken zu erreichen und binnen der 15 Sekunden, die mir jeweils bis zum schmerzhaften Krampf im Schultergürtel bleiben, mit dem Stück Stoff zu verhaken. Aussichtslos.
Frustriert massiere ich meinen Nacken und gucke in den Spiegel. Da stehe ich nun. In Jeans und halb verschnürtem Oberkörper. Mein Banktermin beginnt in 20 Minuten. Uhr und Unterwäsche setzen gegen mich.
Warum ich zum Fertigmachen genau so viel Zeit benötige wie Frau Frost mit Baby und Hund und Familie? Weil man in Spitze und Schnürung weder allein rein noch allein raus kommt, zumindest nicht ohne chirurgisches Geschick. Okay, jetzt sind da auf der anderen Seite bestimmt ein paar die sich fragen, weshalb man Unterwäscheträume nun ausgerechnet zum Banktermin anzieht, wissentlich, dass die Stücke eine Wissenschaft sind, die im Normalfall zwei fremde, aber nicht die eigenen Hände lösen.
Ganz einfach: aus dem gleichen Grund, aus dem ich trotz Mindestbestellwert von 15€ weiterhin bei meinem chinesischem Lieblingsrestaurant bestelle (und dann die Reste bis Mittwoch esse) oder in Hotels Doppelzimmer buche. Aus Prinzip. Meine Singleoption wird nicht die sein, ausschließlich H&M Standartmodelle zu tragen, 10% Rabatt auf mein Zimmer und einen mitleidigen Blick vom Rezeptionisten zu kassieren oder am Sonntagabend abgepackte Fertignudeln mit dem Vermerk „eine Portion“ zu essen.

Der Träger baumelt mir am Rücken herunter. Vorwärts geht es ohne Hilfe nicht, Rückwärts auch nicht, denn bei jedem Versuch das Stück Stoff über den Kopf wieder loszuwerden, knacken die Nähte bedenklich. Ich tue in meiner Situation das sinnvollste, sende meinen Freundinnen einen kurzen Hilferuf und gebe auf. Nicht den Termin, nur meine Garderobe. Mein Desaster verstecke ich unter einem weiten Hemd und einem Cardigan. Eigentlich ganz passend. Bei Instagram zeige ich ja auch nur die drei Wände, nicht die vierte. Und beim kommenden Termin nur die letzten drei Gehaltsnachweise, die guten.

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„Also … sie erwägen den Schritt eine Wohnung zu kaufen?“, fragt der Berater mit prüfendem Blick, als ich eine knappe halbe Stunde auf dem großen Sessel ihm gegenüber Platz nehme. Ich nicke. „Und darf ich fragen, möchten sie diese Wohnung allein kaufen?“ Wieder ein Nicken meinerseits. „Ich habe mir schon ein paar Objekte herausgesucht. Gerade im Bereich Ottensen ..“ „Also sie würden in dieser Wohnung auch allein wohnen wollen?“ „Ja…“ „Also ist da auch kein Mann in Aussicht, mit dem sie in nächster Zeit zusammenziehen möchten?“ Ich bin irritiert. „Nein…“ „Frau Mallon, ich muss ehrlich sein, davon würde ich ihnen abraten. Und noch dazu sind sie auch für die Verkäufer als – Single – leider keine attraktive Option.“ Das Gefühl keine attraktive Option zu sein, hatte man mir in letzter Zeit tatsächlich schon einmal vermittelt, allerdings nicht in Verbindung mit meiner Vermögensanlage.

„Sehen sie, sie sind eine junge Frau, sie arbeiten selbstständig, aber ohne größeres Eigenkapital. Außer sich selbst und ihren Job – bieten sie mir keine Sicherheit. Da ist niemand sonst, der für sie einspringt, wenn sie es nicht können. Noch dazu, bitte verstehen sie das nicht falsch, wollen sie ja sicher nicht ewig allein bleiben?“ Er sieht mich prüfend an, ich ihn verständnislos. „Sicher werden Sie irgendwann wieder einen Partner finden, dann stehen vielleicht wieder wohnliche Umstrukturierungen an. Vielleicht schon kurz nach dem Kauf. Jemand zieht ein oder sie ziehen aus. Dann wird das Eigentum vermietet oder ein Vertrag erneutert, dann zieht wieder jemand aus oder wieder jemand ein. So etwas bringt Unruhe in eine Wohngruppe und natürlich auch juristische Stolpersteine –  und gerade in Kombination ist das nicht gern gesehen.“ Wie konnte aus einer Diskussion über mein Kapital eine Diskussion über meinen Beziehungsstatus werden? Ist der Beziehungsstatus am Ende – ein Stück unseres Kapitals? Und warum ist „Single“ dann offensichtlich  die niedrigste Kaste? Mir liegt auf der Zunge ihm von errechneten Scheidungsraten oder der Trennungsfreundlichkeit dreijähriger Beziehungen zu erzählen, davon dass meine letzten zwei Beziehungen eher eine finanzielle Belastung, statt einen Gewinn bedeuteten, aber ich lasse es. „Vielleicht orientieren sie sich in diesem Jahr noch ein bisschen und wir sprechen uns im Frühjahr 2016 wieder? Unter gesetzteren Bedingungen?“ Unmissverständlich meint er: In einer Beziehung.

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Auf dem Weg zum Freundinnendate bin ich geknickt. Von meinem Banktermin erzähle ich nichts. Nicht nur, weil ein deprimierter Single noch bemitleidenswerter ist, als ein Single allein, sondern, weil ich mich nicht einmal so fühle. Ich wollte mir nicht von einem Mindestbestellwert oder einem Bankberater einreden lassen, dass ich unvollständig wäre – so wie ich bin.
Und trotzdem nagte der Zweifel an mir. Bisher hatte ich mich ungebunden gefühlt, gerade fühle ich mich allein.
Und ohne, dass ich es will, schießen mir die berühmten Fragen in den Kopf, die jeder Single sich schon einmal heimlich und an einem Sonntag gestellt hatte: Bemühte ich mich zu wenig? Spielte ich zu wenig mit? Suchte ich zu selten?
Am Ende eines Tages brauche ich vielleicht Hilfe dabei, mich aus meiner Unterwäsche zu befreien oder sie zuzuknöpfen. Aber brauchte ich wirklich Hilfe bei meinem Leben? Und: musste die zwangsläufig von einem Mann kommen? Bei einer Reifenpanne, rufe ich den ADAC, mein Abendessen lasse ich mir liefern, Handwerksarbeiten erledige ich mit Hilfe von Youtube. Und alles andere?

Ich sehe Männer, Beziehungen, Liebschaften – nicht als eine Notwendigkeit. Sie sind keine Essentiale für meine persönliche Freiheit oder meinen Lebensweg, wie eine gute Bildung, ein Führerschein oder eine Fremdsprache.
Mag sein, dass ich noch immer ein Romantiker bin, aber die tollen Männer, das sind nicht die, für die du stehen bleibst, die du in eine Reihe stellst und nach Prioritäten sortierst, um dann die bestmöglicheWahl für dein Vorankommen zu treffen. Die tollen Männer sind die, die einfach passieren. Die du unterwegs triffst. Nicht einmal zwangsläufig an Kreuzungen. Einige laufen ein bisschen mit dir mit, andere zeigen dir neue Wege und einer, der bleibt vielleicht.

Der richtige Mann illustriert deine Geschichte, er inspiriert sie,  aber er schreibt sie nicht. Vielleicht sind Lieferdienste, Bankgeschäfte und Kreationen von Victoria Secret nicht singlegerecht. Aber die eigenen Entscheidungen sind es.

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41 Comments

  • Sina 13. April 2015 at 11:14

    Liebe Lina,

    ich bin zwar schon seit fast 6 Jahren in einer festen Beziehung, kann aber sowas von mitfühlen, was Du da gerade durch machst.

    Habe auch Freundinnen in ähnlichen Situationen oder genau anders herum… eine Freundin die jung, frisch verheiratet, hoch qualifiziert ist, aber keinen Job findet weil die Arbeitgeber keine junge, frisch verheiratete Frau als Arbeitnehmerin haben möchten.

    Habe nicht das Gefühl, dass Deine oder ihre Themen ein großes Thema für junge Männer ist – egal ob ungebunden, verheiratet oder was auch immer. Scheint als müssten sich noch immer gerade (junge) Frauen für ihre Entscheidung rechtfertigen oder sich „gute Ratschläge“ anhören müssen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls nur das Beste!

    Schreibe normalerweile NIE Kommentare, aber Dein Sonntags-Post ist einfach mal wieder klasse! Und solltest Du Dich für eine Wohnung in Ottensen entscheiden, freue ich mich über weitere, nette Nachbarschaft!

    Beste Grüße, Sina

    Reply
    • Lina Mallon 13. April 2015 at 11:17

      Vielen lieben Dank für dein Feedback und die Ausnahme bei deiner Kommentar-Regel 🙂 <3
      Ich frage mich auch oft, ob die Single-Raschläge oder Hürden eigentlich geschlechtsspezifisch sind .. oder allgemein gültig?
      xx Lina

      Reply
    • Laura E. 13. April 2015 at 17:14

      Liebe Sina, liebe Lina,

      ich kann dir liebe Sina nur 1000prozentig zustimmen! Ich bin auch seit 3 Jahren in einer Beziehung. Davor war ich nach mehreren längeren Beziehungen ein halbes Jahr Single.
      Das ist meiner Meinung nach in meinem Alter (damals 21) nicht wirklich „erschreckend“ ist aber trotzdem habe ich oft mitleidige Blicke geerntet, die mir zu verstehen gaben „Oh Gott, bekommt Sie keinen ab? Sie ist ganz schön wählerisch..“

      Liebe Lina, ich finde es so beeindruckend von dir, dass du deine Gedanken und Gefühle hier mit uns teilst und mit Sicherheit einigen Single Girls aus der Seele sprichst.
      Wieso ist eine Frau, wenn sie keinen festen Partner in unserer Gesellschaft bemitleidenswert und nicht bewundernswert? Ich finde es großartig, dass du dich eben nicht von einem Mann abhängig machst, sondern dein Leben lebst!
      Wer sagt denn, dass du, wenn du zusammen mit einem Mann eine Wohnung kaufst auch tatsächlich mit ihm zusammenbleibst? Sollte es nicht vielleicht von einem Bankberater kritischer bewertet werden, wenn ein frisch verliebtes Pärchen eine Wohnung kaufen möchte? Die Scheidungsrate und diverse Trennungsstatistiken hast du ja bereits erwähnt.

      Ich möchte dir einfach nur sagen, dass du meiner Meinung nach ALLES richtig machst!!! Lebe dein Leben! Egal ob als Single oder als Teil eines Paars. Die Hauptsache ist doch dass du glücklich bist! Und ich denke nicht, dass man Glück von einem Mann oder eine Beziehungsstatus abhängig machen sollte…

      Liebe Grüße
      Laura

      Reply
  • Resi 13. April 2015 at 11:18

    Liebe Lina, lass dich nicht entmutigen! Was für eine veraltete, blöde Einstellung des Beraters. Als ob eine Frau allein nicht dazu in der Lage ist, sich selbst finanziell abzusichern und zu entscheiden, was sie will.
    Doch du kannst das. Du weißt doch was du willst, zieh es durch 🙂

    Reply
  • Ami 13. April 2015 at 11:20

    So ein absoluter Bullsh*t! Ich habe sieben Jahre einer Beziehung gelebt, die ersten beiden Wohnung nur auf mich – die dritte auf Beide, schwups Trennung und Auszug. Alleine ist man doch ne viel bessere Garantie, weil man weiß was man will und nicht von jemand anders abhängig ist…

    Reply
  • Magdalena 13. April 2015 at 11:50

    Ich bin ja eigentlich niemand, der lautstark nach Feminismus kräht, aber ich frage mich doch, ob der Berater wohl die gleichen Aussagen gemacht hätte, wenn du ein Single-Mann gewesen wärst…
    Ich weiß, dass ich an deiner Stelle nicht nur geknickt, sondern ziemlich stinksauer gewesen wäre.

    Reply
  • Lisa 13. April 2015 at 12:02

    Liebe Lina,
    mit dem Post, auch wenn er einen Tag später dran ist, hast du mir gerade echt geholfen. Ich habe mich früher von einer Beziehung zur anderen gehangelt, weil „allein sein“ in der Gesellschaft als Manko angesehen wird. Auch ungefragte Aussagen von Freunden und Familie ala „du findest auch noch jemanden“, obwohl man sich eigentlich überhaupt nicht allein oder unvollständig fühlt sind da keine große Hilfe.
    Wie du schon sagst: die guten Männer passieren einfach, wie so viel anderes Gutes im Leben.
    Also: danke für die Worte 🙂

    Reply
  • Magda 13. April 2015 at 12:13

    Liebe Lina,

    ich bin beim Lesen gerade richtig wütend geworden. Du bist so eine starke, unabhängige Frau und dann setzen dir altmodische Gesellschaftsanschauungen so einen Stein in den Weg. Das ist einfach lächerlich. Bitte lass dich von so etwas nicht aufhalten!
    Und zu dem Thema ob du dich nicht genug bemühst: Nicht um eine Beziehung sondern um einen Menschen sollte man sich bemühen. Wenn es da jemand gibt, mit dem du zusammen sein willst, dann streng dich an, erobere ihn.
    Aber Beziehung nur um einer Beziehung willen? Bitte nicht, damit betrügt man sich doch nur selbst…

    Reply
  • Katharina 13. April 2015 at 12:37

    Liebe Lina
    meine Augen sind beim Lesen tatsächlich immer größer geworden… was für eine Frechheit! Das mein‘ ich jetzt nicht nur als Single, sondern auch als Makler. Also meiner Erfahrung nach ist es beim Verkauf einer Wohnung völlig egal, ob der Käufer single ist oder nicht (Hauptsache er zahlt den gewünschten Preis). Welcher Verkäufer kümmert sich denn noch um die Wünsche seiner ehem Mitbewohner? Bei der Vermietung ist es vielleicht etwas anderes, da bleibt man ja weiter mit dem Vermieter in Kontakt… aber beim Kauf – völlig egal. Also da mal bitte nicht einschüchtern lassen.

    Und zum Single-Dasein: es ist wohl primär die ältere Generation, die sich über Beziehungen definiert… heute sind solche Frauen wohl in der Minderzahl. Das Leben lässt sich alleine tadellos bewältigen. Für mich gibt es nur eine einzige Ausnahme: Hochzeiten! Da ist es echt schrecklich alleine hin zu gehen. Demnächst heiratet meine Schwester (ich als älteste bin als einzige von uns dreien noch nicht verheiratet)… mir graust vor blöden Kommentaren oder mitleidigen Blicken! Aber auch der Tag wird vorbei gehen… und ich werde ihn (hoffentlich ohne blaue Flecken) überleben 😉

    Alles Liebe in den hohen Norden aus Österreich!
    Katharina

    Reply
  • Julia 13. April 2015 at 13:36

    Hallo liebe Lina,

    wiedermal habe ich das Gefühl, ich sitze da und lese meine eignenden Gedanken verschriftlicht… =)…und ich bin gleich etwas weniger traurig über den alltäglichen Singlewahnsinn. Es stärkt mich immer wieder zu wissen, dass man mit seinen Gedanken und Schwierigkeiten (gerade manchmal als Single) nicht alleine ist.

    Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere! Auch wenn der Weg zu deiner Eigentumswohnung gerade verschlossen ist, glaube ich fest daran dass sich eine andere Tür für dich öffnen wird :).
    Kosmischer Ausgleich…, oder wie man das gern nennen möchte ;).

    Alles liebe.
    Juli

    Reply
  • schnatie 13. April 2015 at 14:03

    Liebe Lina,

    natürlich kann ich nachvollziehen, dass du dich maßlos geärgert hast.
    Also ich 2012 ausziehen wollte, ging es mir genau so: Nur Wohnungen, die so teuer waren, dass ich sie alleine nicht hätte bezahlen können oder solche, die finanzierbare furchtbare Absteigen waren. Grausam und sehr frustrierend. Und immer wieder die Frage: „Ja und Sie wollen da ALLEINE einziehen?“
    Hmpf.

    Witzigerweise hat sich die Beziehungsfrage dann irgendwie von alleine beantwortet und jetzt wohnen wir im Mai schon 2 Jahre zusammen. Und haben jetzt dann auch tatsächlich ein Haus gekauft. Weil Wohnung zu klein und so – und die Zinsen halt auch wirklich nicht zu verachten sind.

    ALLERDINGS: Muss ich jetzt ein kleines bisschen in eine andere Kerbe schlagen wie meine Mitkommentiererinnen oben – aus Erfahrung einfach.

    Mein Letzter Freund hatte damals den gleichen Schritt gemacht, wie du ihn gerne machen möchtest. Als Single(Mann) eine Eigentumswohnung gekauft. Damals: Okayer Job, Okaye Ausbildung, Okayes Gehalt. KEINE dummen Fragen vom Bankberater (also in DIESER BEZIEHUNG gebe ich dir nochmal ABSOLUT RECHT).
    Allerdings: Die Eigentumswohnung hat sich dann als Dauerstreitpunkt herausgestellt. Denn: Ein Single ist (So war es bei mir zumindest) stolz, auf das was er geleistet hat. Die Eigentumswohnung meines Exfreundes war für ihn absolut „gesetzt“, und der Dreh- und Angelpunkt seines Lebens. Einfach, weil er sich dort als Mensch verwirklicht hat und hatte.
    Für uns als Paar war der Wohnort allerdings absolut indiskutabel. Und deshalb war ein Verkauf auf immer und immer und immer und immer wieder Streitthema.
    Auch aus meinem sonstigen Bekanntenkreis kenne ich es. Die Eigentumswohnung wird eigentlich nie verkauft, wenn aus eins + eins = 2 wird – sondern immer behalten und vermietet.
    Ich an deiner Stelle würde mir dann vielleicht überlegen, ob ich nicht wirklich noch …. einfach ein bisschen warte. Was nicht heißt, dass man als Single keine dauerhaften Entscheidungen treffen soll – sondern einfach nur – dass du dir vielleicht überlegen solltest, ob du dann (für den Fall, dass sich vielleicht ganz schnell etwas ändert) auf so etwas wie eine Wohnung Rücksicht nehmen willst. Und nicht vielleicht lieber „unbelastet“ und frei andere Entscheidungen treffen magst.

    Bitte bitte nicht falsch verstehen – ich wünsche dir natürlich trotzdem alles alles Liebe und werde gespannt weiter verfolgen, was bei dir passiert ♥

    PS: Falls du doch Immobilie kaufen möchtest – geh vielleicht einfach zu einer anderen Bank – Das war wirklich ein blöder Schnösel.
    Wir haben bei der HypoVereinsbank finanziert 🙂

    Reply
    • Lina Mallon 13. April 2015 at 22:01

      Ich hatte meinen Termin auch bei der Hypovereinsbank hier in Hamburg… war jetzt wie geschrieben nicht so erfolgreich 😉
      Ich habe aber noch ein paar andere Termine … mal sehen!
      xx
      Lina

      Reply
  • Carolina 13. April 2015 at 14:17

    Fabelhaft geschrieben, wirklich wie ein Wassertümpel in der Wüste Ghobi. Sehr miranda-like, hat mich ein wenig an die Folge erinnert, als sie in Sex and the City auch für sich selbst die Wohnung kauft.

    Ich kannte deinen Blog zwar bisher so vom Hören-sagen, habe ihn mir aber (muss ich nun sagen zu meiner Schande) nicht angesehen. Schlimm schlimm wenn man als Blogger selber kaum Blogs liest. Aber der hier ist lesenswert. Sehr sogar.

    Reply
  • Jana 13. April 2015 at 15:34

    Liebe Lina,

    ich lese deinen Blog schon länger – hauptsächlich aufgrund solcher Texte, wie diesem hier.

    Ich bin mittlerweile seit ungefähr einem Jahr Single und ich muss zugeben, dass mir das am Anfang alles andere als leicht viel.
    Neben Abenden, die man hin und wieder doch gefrustet alleine zu Hause auf dem Sofa verbringt, sind es oft auch finanzielle Situationen und Entscheidungen, bei denen man im Nachteil ist. Obwohl ich noch nicht so weit bin, über eine eigene Wohnung nachzudenken, habe ich das in letzter Zeit deutlich zu spüren bekommen.

    Mittlereweile kanm ich aber sagen, dass ich alleine glücklich bin. Ich habe mir das, was ich habe selbst erarbeitet, bin selbstständig und unabhängig. Und Menschen, die wie dein Bankberater meinen, dass man ohne Beziehung kein glückliches und erfolgreiches Leben führen kann, kann ich mittlerweile ganz gut ignorieren.
    Und wenn ich das zwischendurch mal vergesse lese ich z.B. deinen Blog und nehme mir ein Beispiel an deiner positiven und selbstbewusten Einstellung.

    Vielen Dank dafür! 🙂
    Liebe Grüße
    Jana

    Reply
  • Iris 13. April 2015 at 15:39

    Du sprichst mir mit deinen Worten unglaublich aus der Seele. Ich bin auch Single und habe damit eigentlich kein Problem, denn Liebe passiert oder sie passiert eben nicht, da lässt sich nichts erzwingen.
    Manchmal vermitteln mir aber manche Menschen, dass ein Partner etwas Lebensnotwendiges ist, ohne den ich mein Leben nicht bestreiten könnte. Ist manchmal schon etwas ärgerlich, ja sogar auch frustrierend.
    Liebe Grüße

    Reply
  • Wiebke 13. April 2015 at 16:15

    Oh Lina, du schreibst so großartig!
    Das mit der Wohnungsgeschichte tut mir leid, hoffentlich tut sich da noch eine andere Möglichkeit ohne Anhängsel auf 🙂

    Liebe Grüße
    Wiebke

    Reply
  • Ines -twashion.com 13. April 2015 at 17:33

    Das hast du so toll geschrieben und obwohl ich seit Jahren in einer glücklichen Beziehung stecke stimme ich dir in jedem einzelnen Punkt zu!

    Ines | twashion.com

    Reply
  • Kathi 13. April 2015 at 17:52

    Warum Single-Sein in unserer Gesellschaft immer noch irgendwie ein Stigma und was Schlechtes ist, kann ich einfach nicht verstehen. Als würden wir das mit Vorsatz machen, wir Singles. Dabei ist doch eigentlich keiner gerne alleine, aber manchmal ist eben einfach ein Mann da. Und dann wartet man doch lieber, statt mit irgedjemandem zusammen zu sein, nur um nicht alleine zu sein. Ich finde, dass du Recht hast Lina – die guten Männer begegnen einem auf dem Weg und irgendwann begegnet einem auch einer, der den ganzen Weg mitgehen will.

    Reply
  • Melanie 13. April 2015 at 17:59

    Nicht böse gemeint, aber die ersten Absätze sind schon sehr bei Sex And The City abgekupfert. Man merkt schon arg, dass dich die Serie sehr inspiriert, 😉

    Hat dein Bankberater das wirklich genau so gesagt? Da ich die Feministin in Person bin, bin ich einfach geschockt. Sexismus pur. Sowas darf es nicht geben und von sowas solltest du dich auch bitte nicht unterbuttern lassen – aber so wie sich deine Texte lesen, machst du das ohnehin nicht 😀

    Single zu sein ist ein Privileg. Nicht immer, aber schon in vielen Situationen. Und ich hätte mein Essen lieber für mich alleine, als es zu teilen – zumindest so lange, bis ich den Richtigen gefunden habe. Aber davon würde ich mein Glück nicht abhängig machen. Einem wird irgendwie immer das Gefühl vermittelt – egal, wie man es macht – es ist sowieso falsch. Wenn man dann wieder in einer Beziehung ist, kommen wieder die bösen Zungen, die behaupten, man wäre dann ja eh nur (finanziell) abhängig – bzw. müsste sich rechtfertigen, dass ja eh nur der Mann das Geld hat, weil man sich als Frau nur aushalten ließe und sich eh keine Wohnung leisten könne.

    Und sollte das in der Bank wirklich so krass passiert sein, würde ich mich nicht scheuen, mich zu beschweren.

    Alles Liebe!

    Reply
    • Lina Mallon 13. April 2015 at 18:15

      Wenn nicht mindestens einmal pro Kolumne bei mir das SATC Thema fällt … hach ja 😉
      Ebenfalls nicht böse gemeint, aber: mittlerweile überlese ich das.
      Nur weil eine Single-Frau über ihr Leben, Männer oder Beziehungsfragen schreibt und das nicht wie ein Stern-Reporter, sondern auf ihre eigene Art und Weise, ist sie noch keine Carrie-Kopie 😉
      Aber das hört wohl nie auf ..

      Ja , der Berater hat das genau so gesagt. Sexistisch finde ich das allerdings nicht, denn geschlechtsspezifisch hat er es zumindest mir gegenüber nicht ausgedrückt.

      Viele Grüße
      Lina

      Reply
  • Michelle 13. April 2015 at 18:55

    Seltsame Welt, in der man sich von einem Mann darüber belehren lassen muss, dass man ohne einen Mann mit seinen Zielen nicht weiterkommt…und das dann auch noch beim Wohnungskauf. Ganz schon persönlich ist er meiner Meinung nach auch geworden, oder nicht? Ich will ja keine Feminismus-Debatte aufmachen, aber man fragt sich ernsthaft, ob er das auch zu einem Mann mit denselben „Voraussetzungen“ gesagt hätte..
    Ein inspirierender Post, vor allem der letzte Absatz! 🙂

    Reply
  • Katharina 13. April 2015 at 19:05

    Hallo Lina,

    seit ich deinen Beitrag heute in der Mittagpause gelesen habe, hat es mir in den Fingern gejuckt, einen Kommentar zu schreiben. Allerdings habe ich das Gefühl, egal, wie ich meine Gedanken nun formuliere, es kann vermutlich nur falsch aufgefasst werden. Daher hatte ich gehofft, jemand anderes hätte hier an dieser Stelle vor mir diesen Schritt gewagt. Da es aber niemand getan hat, fühle mich dich dann doch etwas »in der Pflicht« meine Gedanken zu diesem Thema kund zu tun. Ich hoffe, sie werden geduldet, auch wenn ich damit wohl gegen die Mehrheit hier sprechen werde.

    Ja, es spricht nichts dagegen, Single zu sein. Ja, es nervt, dass man nur ein ganzer Mensch zu sein scheint, wenn man seine »bessere Hälfte« gefunden hat. Ja, all das ist wirklich ein von der Gesellschaft vorgegebenes Format, hier stimme ich dir und meinen Vorrednern zu. Man fühlt sich durch solche Situationen wie von dir geschildert teils richtig unter Druck gesetzt, wenn man keinen Partner hat – oder ist so stark und unabhängig wie du (ich denke, dass du so bist, zumindest machst du hier auf deinem Blog und auch sonst wo den Eindruck – richtig kennen tue ich dich ja nicht!).

    Aber jetzt mal vollkommen nüchtern und von deinem Geschlecht losgelöst betrachtet: der Bankberater hat Recht, insoweit, dass es sicherer ist, wenn man jemanden hat, der für einen einsteht. Ob das aber nun die Eltern sind, die im Notfall für einen bürgen, oder ein Partner, das ist erstmal egal. Es ist aber mMn. (!) eher ungewöhnlich, dass man sich alleine für eine Eigentumswohnung interessiert. Ich habe Menschen in entsprechenden Positionen im Bekanntenkreis, die mir das bestätigt haben. Und dein Bankberater sprach doch nur von Sicherheiten, die eben unter anderem mit einer zweiten Person (egal in welcher Beziehung du zu ihr stehst!) vergrößert werden können! Und die Wahrscheinlichkeit, dass zwei an einer Finanzierung beteiligten Personen zahlungsunfähig werden ist nunmal geringer (wie viel sei nun mal dahingestellt) als bei einer.

    Sieh es doch nicht als Kritik dir gegenüber, sondern mal ganz distanziert und objektiv. Zumindest habe ich deinen Beitrag mit dieser Haltung gelesen und konnte deine Reaktion und Meinung darüber nicht ganz nachvollziehen, weil es für mich eben total klar schien, was dein Bankberater hiermit meinte: »Sehen sie, sie sind eine junge Frau, sie arbeiten selbstständig, aber ohne größeres Eigenkapital. Außer sich selbst und ihren Job – bieten sie mir keine Sicherheit. Da ist niemand sonst, der für sie einspringt, wenn sie es nicht können.« – Das sind alles Fakten, die mit dir selbst erstmal nichts zu tun haben.
    Ja, du bist
    – jung (könnte man gleichsetzen mit unerfahren und naiv, aber das nehme ich mir hier nicht heraus, aber das könnte (!) der Bankberater damit gemeint haben)
    – selbstständig (freiberuflich? Oder mit einem Gewerbe? Aber relativ sicher: kein so sicheres, geregeltes Einkommen wie bei einer Festanstellung in z.B. einem gesetzen, großen Unternehmen)
    – und hast offenbar kein großes Eigenkapital (dazu kann ich nun nichts sagen, aber wenn er das sagt …).

    Ich meine das wirklich nicht abwertend, aber sieh es doch mal aus Sicht der Bank: Es gibt zig Kunden, die aus Sicht der Bank bessere Voraussetzungen haben um einen Kredit sicher abbezahlen zu können und daher für die Bank kein (so großes) Risiko darstellen. Je nach Summe, die du dir von der Bank leihen möchtest, wird sie dir eben einen Kredit gewähren oder nicht.

    Ich hoffe, ich konnte aufgezeigen, wie man die Situation noch anders bewerten könnte, eben völlig losgelöst von dem Fakt, dass/ob du nun Single bist oder nicht. Ich wollte dir mit keinem Wort hier zu nahe treten und hoffe, du siehst es auch nicht als Kritik oder persönliche Anfeindung. Ich mag deinen Blog und auch deine Art zu schreiben, ich lese dich gerne, aber heute sah es für mich einfach so aus, als hättest du dich ein bisschen »emotional verrannt« – wenn man das so beschreiben kann. Und da wollte ich dich einfach etwas beruhigen und dir zeigen, dass man alles auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. 🙂

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Reply
    • Julia 13. April 2015 at 21:10

      Toll geschrieben, Katharina!

      Reply
    • Lina Mallon 13. April 2015 at 22:06

      Danke für dein Feedback liebe Katharina, das ist wirklich super geschrieben und das teile ich auch mit dir 🙂

      Ich beleuchte natürlich in der Kolumne heute nur eine Seite, das heißt aber nicht, dass ich die andere nicht sehe. Ich verstehe die wirtschaftliche durchaus, auch wenn auch hier diese eine Meinung für mich keine Einbahnstraße ist. Ich sehe die Risiken absolut ein, aber trotzdem auch Wege und Chancen.
      Ich fühlte mich eigentlich nicht verrannt und den Berater auch nicht sexistisch oder eingefahren, wie ihm hier von anderen unterstellt wurde, seine Sichtweise regte mich nur zum Nachdenken über dieses Thema an, mir selbst ein paar Gedanken zu stellen und Fragen aufzuwerfen, die ich mit euch geteilt hab 🙂

      Alles Liebe
      Lina

      Reply
    • Katharina 14. April 2015 at 07:12

      Hallo Lina,

      da bin ich ja beruhigt, dass es offenbar doch nicht so schlecht rüberkam, was ich mir dachte (und andere offenbar auch?). 🙂

      Stimmt, Kolumnen sind ja im Allgemeinen recht einseitig (das haben sie einfach so an sich, aber macht sie ja auch unterhaltsam!), du hast nur nicht mal ansatzweise durchblicken lassen, dass du die andere Seite auch wahrgenommen hast. Aber ich vermute, dass das an dieser Stelle wohl einfach ein Stilmittel war.

      Das mit dem „emotional verrannt“ tut mir Leid, da wollte ich dir wirklich nichts unterstellen! Ich habe nur versucht in Worte zu fassen, was ich denke, und wir wissen ja beide, dass das nicht immer einfach ist …

      Liebe Grüße und danke nochmal,
      Katharina

      Reply
  • Caro 13. April 2015 at 19:53

    Liebe Lina,
    fasziniert habe ich deinen Post gelesen. Erst einmal: Hut ab, du hast den allergrößten Respekt verdient, den Schritt eines Wohnungskaufs gehen zu wollen. Ich denke so etwas macht man nur, wenn man wirklich „angekommen“ ist und man weiß, was man will.
    Mit dem Kopf geschüttelt habe ich echt über den Bankberater. Sowas! Geht ja wohl mal absolut überhaupt nicht. Lass dich nicht unterkriegen.

    Ich seh es außerdem genauso, wenn es Zeit für DEN Mann ist, dann passiert’s einfach – ohne, dass man groß Energie mit einer aktiven Suche vergeuden muss und am Ende keiner von den Herren, die man ertindert oder sonst wo kennengelernt hat, auch nur ansatzweise passen.
    Aber gut, leidliches Thema, wird wohl niemals aufhören – ich kenne das auch zur Genüge. Ich finde: Lieber Single, als sich aufzugeben, einzuschränken und Jemand zu sein, der man nicht ist, nur um ein Teil es Paares zu ein.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es bald mit deinem Wohnungstraum klappt!

    Liebe Grüße und eine schöne Frühlingswoche 🙂

    Reply
  • Melli 13. April 2015 at 20:14

    Danke Katharina, dass du es auf den Punkt gebracht hast! 🙂 Genau das gleiche hab ich auch gedacht, als ich den Blogeintrag grad gelesen hab. (Ohne es böse zu meinen!!!) Ich find es äußerst interessant wie krass unterschiedlich Menschen eine gleiche Situation wahrnehmen/ verstehen!

    Mein Rat an Lina: Mach das was DU für richtig hälst! Egal was andere denken oder sagen. Wenn es dein Traum ist Eigentum zu haben, kämpfe dafür! Und wenn du in den nächsten Wochen 10 weitere Bankberater kennen lernst 😉

    Reply
    • Lina Mallon 14. April 2015 at 10:37

      Ich hab tatsächlich noch einige Termine vor mir 🙂
      Ich werde mal abwarten, wie es weitergeht. Ich für mich habe einfach beschlossen anzukommen und auch einen Teil meines Geldes anzulegen. Langfristig.
      Ich will nicht für einen Mann, von dem ich nicht mal weiß wer er ist oder wann ich ihn treffe auf eine Entscheidung verzichten, von der ich genau weiß, dass ich sie möchte 🙂

      Reply
  • Julia 14. April 2015 at 09:42

    Liebe Lina,
    Bravo! Ich danke Dir für Deine offenen Worte! Wenn ich das lese, fühle ich mich als Single stärker. Ich fühle mich auch wohl, ohne Freund und freue mich, dass es anderen Frauen auch so geht!
    Danke, einfach nur danke!
    Liebe Grüße,
    Julia

    Reply
  • Céline 14. April 2015 at 10:12

    Wow was für ein Idiot dieser Bankmensch einfach ist! Würde er das jemals zu einem Mann sagen? Natürlich nicht! Dieses 50er Jahre-Denken, dass man ohne Mann nicht komplett ist, finde ich so unglaublich unter aller Sau. Toll, dass du so eine schöne, starke Singlefrau bist! Krone richten weiter machen und es solchen Idioten zeigen : )
    Liebe Grüße,
    Céline von http://smultronstaellen.blogspot.co.uk

    Reply
  • Susi 14. April 2015 at 15:35

    Ich bin nicht single, sondern verheiratet – mit einem Steuerberater. Man sollte nun vielleicht meinen, dass sich die Banken da die Hände reiben. Weit gefehlt: Ein Ehepaar, bei dem BEIDE selbstständig sind, ist für die der Horror, Risiko pur. Das wollen die auch nicht.

    Zwar „durften“ wir schon einen Kredit aufnehmen für eine Immobilie – müssen nun aber ständig unsere Solvenz nachweisen.

    Du bist also nicht allein. 😀

    Reply
  • Lisa 14. April 2015 at 16:23

    Was für ein beschissener Bankberater! Ich find das ja super respektlos und dreist zu suggerieren, dass man als unabhängige moderne Frau kein attraktiver Käufer für eine Wohnung ist!
    Ich würde vorschlagen zu jemand anderem zu gehen, der dich und deine Wünsche ernst nimmt und Single sein ist doch kein Stigma!

    Ein Mensch kann auch in einer Beziehung todunglücklich und einsam sein, ein Mann kann im 21. Jahrhundert keine Lösung für unsere Alltagsschwierigkeiten haben.

    Ich find’s klasse wie du dein Leben und deine Arbeit meisterst und am besten lässt du diesen Bankberater mit seinem Kopf im letzten Jahrhundert zurück.

    Viel Erfolg!

    Reply
  • Anna Peony 14. April 2015 at 19:41

    Liebe Lina,

    als ich den Anfang deines Posts gelesen habe, ist mir direkt ein kleines Zitat (oder eher ein Spruch)eingefallen:
    „Learn to put on your bracelets and zip up your dresses by yourself. There will be times when you will be alone.“
    Seit ich diesen simplen Satz vor einigen Monaten gelesen habe, muss ich immer wieder daran denken; es ist wichtig, dass man Dinge alleine schafft und schaffen kann. Selbst simple Dinge wie den Armbandverschluss ordentlich zu machen, schwere Kisten zu schleppen oder den Reißverschluss hinten am Kleid zu schließen.

    Und du hast so recht; wieso solltest du eine bessere Anlage sein, wenn du mit einem Partner im Leben stehst? Für mich persönlich würden sich da viel mehr Risiken bilden, als wenn jemand alleine lebt. Schließlich kann es jederzeit zu einer Trennung kommen – aber von dir selbst kannst du dich schließlich nicht trennen.
    Dein Post erinnert mich übrigens auch ungemein an die Folge aus Sex and the City, als Carrie ihre Wohnung von Aiden zurück kaufen möchte und die Bank ihr den Kredit verweigert. Schließlich sei sie ja als alleinstehende Journalistin nicht Attrakiv genug und hätte ein zu kleines Einkommen.
    Alles quatsch. so oder so.
    Du hast mal wieder einen wunderbaren Post verfasst und auch, wenn ich mit knapp 17 nicht viel zum Thema Kreditattraktivität beisteuern kann, hat mich dein Post sehr angesprochen und nachdenklich gemacht!
    Ich entschudige mich übrigens auch für die Länge 🙂

    Liebste Grüße,
    Anna

    Reply
  • Eva 14. April 2015 at 20:03

    Ich bin 24 Jahre alt und hatte noch nie einen Freund. Aus mir ist trotzdem was geworden. Natürlich ist meine Situation eher selten und nicht gerade erstrebenswert, aber ich wollte eben immer auf diesen Mann warten, den du in deinem Text beschreibst. Aber das Leben ohne ihn ist auch lebenswert.

    Reply
  • Julia 14. April 2015 at 20:09

    Hallo,

    natürlich versteht man die wirtschaftlichen Bedenken der Bank, allerdings finde ich zielen die Bemerkungen des Bankberaters doch sehr Richtung Beziehung und nicht einfach auf eine „beliebige“ zweite Person.

    Ich als Laie empfände eine einzelne Person übrigens immer sicherer als ein Paar, wenn man sich die Abbruchfreundlichkeit (ich glaube das ist ein SATC-Wort 😉 ) mancher Beziehungen heutzutage ansieht.

    Ich drücke dir die Daumen, sowohl was die Wohnung als auch was die Unterwäsche betrifft 🙂

    Reply
  • Ines 14. April 2015 at 22:44

    Habe mit Interesse Deinen Sonntagspost gelesen und obwohl ich Dir schon länger folge, habe ich noch nie kommentiert.
    Ich glaube, dass Du die Sache oder die Worte des Bankers etwas überbewertest. Wir haben, als verheiratetes Paar, gerade mit Eigenkapital und Sicherheiten auch viele Hürden zu einem vernünftigen und sinnvollen Kredit für ein Eigenheim nehmen müssen. Sicher hattw das nicht nur mit Deinem Singledasein zu tun, odet sollte brstimmt keine Wertung sein. Es ist einfach aus wirtschaftlichen Gründen sicherer für die Bank, wenn noch Jemand bürgt oder mit unterschreibt.
    Ich bin trotzdem der Meinung, dass es doch völlig egal ist, ob man Single ist oder liiert, Hauptsache man ist glücklich.
    Falls Du trotzdem nochmal einen Rat für eine Finanzierung brauchst, ich könnte Dir eine gute Adresse geben. Für Dich wünsche ich, dass Du irgendwann mal einen ganz tollen Menschen kennenlernt,wenn Du es willst und bereit dafür bist. Liebe Grüße.

    Reply
    • Julia 15. April 2015 at 18:40

      Ich finde man kann die Worte gar nicht anders als zumindest etwas persönlich zu nehmen

      Reply
  • Andrea 15. April 2015 at 11:13

    Als jahrelanger Single finde ich den Beitrag richtig klasse, toll geschrieben! Schön zu sehen dass wie es anderen Singles ergeht, manchmal kommt man sich schon sehr allein vor damit! Ottensen find ich sehr cool als Hamburger Wohngegend, da war ich vor kurzem erst für ein paar Tage.

    Reply
  • Katharina 15. April 2015 at 11:45

    Das klingt für mich doch sehr nach Vorurteilen und Diskriminierung durch den Berater. Einen alleinstehenden Mann hätte er sicher nicht in dieser Form behandelt! An deiner Stelle würde ich mir eine andere Bank/ Meinung suchen. Wenn du eine Wohnung kaufen willst (ob als Geldanlage oder für den Eigenbedarf) ist das immernoch deine Entscheidung und auch wenn du die dann in 2-3 Jahren vermietest ist das als Eigentümer auch dein gutes Recht. Lass dich nicht unterkriegen. Niemand sollte durch sein Gechlecht oder den Beziehungsstatus definiert werden.

    Reply
  • Christine 16. April 2015 at 10:30

    Schön zu lesen, dass es nicht mir allein so geht!

    LG Christine

    Reply
  • leolie 18. Oktober 2016 at 10:36

    Liebe Lina,

    habe gerade ein bisschen auf deinem Blog gestöbert und diesen Post finde ich absolut gelungen.
    Single sein ist keine Krankheit und nichts abwertendes, allerdings bekommt man es dann doch immer mal wieder so zu spüren. Du hast das wirklich gut auf den Punkt gebracht.
    Gerade, wenn ich mich mit einer meiner Freundinnen treffe die seit Jahren mit ihrem Freund zusammen ist und wahrscheinlich auch nie wieder Single sein wird, habe ich oftmals das Gefühl mein Singledasein würde abgewertet und es wäre etwas schlechtes. Dabei genieße ich es sehr und habe es selber gewählt Single zu sein. Oder auch dieser Spruch, ja das kannst du nicht verstehen du bist ja Single..
    Freue mich noch mehr von die zu lesen und werden wahrscheinlich noch alle weiteren Posts auf deinem Blog verschlingen. 😀

    Liebe Grüße
    Leonie

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